Ein letztes Mal AdDuplex

Ein letztes Mal AdDuplex

Im monatlichen Intervall veröffentlicht AdDuplex seine Statistiken über die Verteilung der einzelnen Windows 10 Versionen, und bisher haben wir auch jedes Mal darüber berichtet. Heute tun wir das erneut, um euch zu informieren, dass wir es in Zukunft nicht mehr tun werden, weil nun klar ist, dass diese Zahlen keinerlei Relevanz haben.

Dass die Werte von AdDuplex nicht repräsentativ sind, wussten wir ja schon lange. AdDuplex ist ein Werbenetzwerk und bezieht seine Statistiken somit nur von den PCs, auf denen mindestens eine App aktiv genutzt wird, die auf dieses Netzwerk zurück greift. Auf diesen Umstand haben wir in den Berichten immer mal wieder hingewiesen und gesagt: So lange wir keine offiziellen Zahlen haben, nehmen wir eben diese – und wenn sie falsch sind, dann sind sie das ja immer auf die selbe Weise, insofern kann man dennoch einen korrekten Trend daraus ableiten.

Warum also nun der Sinneswandel? Vor einem Monat hatte AdDuplex ausgewertet, dass bereits die Hälfte aller PCs auf das Windows 10 April Update (Version 1803) umgestellt wurde. Zwei Wochen später nannte Microsoft erstmals überhaupt offizielle Zahlen zum Rollout und berichtete, dass schon 250 Millionen PCs auf dem neuesten Stand sind. Man darf davon ausgehen, dass dabei großzügig aufgerundet wurde, und angesichts der Tatsache, dass Microsoft kurz vorher von „über 700 Millionen Windows 10 Geräten“ gesprochen hatte, kann man sich zusammenreimen, dass erst ein starkes Drittel das Update erhalten hat.

Heute hat AdDuplex seine Statistik für den Juni vorgelegt und bescheinigt dem April Update einen schier unglaublichen Anteil von 78,1 Prozent – zwei Wochen, nachdem die offiziellen Microsoft-Zahlen ein knappes Drittel ausgewiesen haben. Ich bleibe dabei, man kann aus den AdDuplex-Zahlen einen Trend ablesen, und der sagt uns, dass sich der Anteil des April Update gegenüber dem Vormonat deutlich gesteigert hat und dieses Update schneller ausrollt als alle anderen. Insgesamt aber sind die Werte ganz offensichtlich so weit weg von der Realität, dass es albern wäre, jeden Monat darüber zu berichten und jedes Mal über die besonderen Umstände aufzuklären, damit auch wirklich alle Leser im Bilde sind.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Wie verhält es sich zu den Zahlen zum OS Marktanteil? netmarketshare und StatCounter haben dort ja auch immer mal wieder unterschiedliche Werte. Sind diese belastbar genug?
    Ich habe die AdDuplex Zahlen oft mal kurz überflogen und fertig, die Dr. Windows Statistiken fand ich aber immer ganz interessant. Gibt es Pläne die weiter zu führen? Bei der Statistik weiß ich wenigstens, wer sie fälscht :D
    Vielleicht auch in veränderter Form weiter führen. Ich denke da spontan an eine Tabelle mit 12 Spalten, eine für jeden Monat. Die wird dann halt monatlich erweitert. Entweder rotierend (immer 12 ausgefüllte Monate, für jeden neuen fällt ein alter weg) oder halt als Jahresvergleich, dann ist die Tabelle im Januar halt ziemlich leer.
    Und das sind nur meine Gedanken der letzten 3 Minuten, ich bin mir sicher, ihr kommt in 10 Minuten auf noch viel bessere Ideen ^^
    Früher wurden die Zahlen von AdDuplex hier vergleichsweise kritiklos präsentiert, hat sich aber gebessert, und jetzt kam das Einsehen über deren Wert :D.
    Ich würde zu gerne Wissen wie viele LTSB User es trotz aller Hürden und Anti-PR gibt.
    Creech
    ...die Dr. Windows Statistiken fand ich aber immer ganz interessant. Gibt es Pläne die weiter zu führen? Bei der Statistik weiß ich wenigstens, wer sie fälscht

    Das hat ja damit nichts zu tun, das ist ja die monatliche Statistik über die Verteilung der Browser und Betriebssysteme, die wird wie gewohnt fortgeführt :).
    ntoskrnl
    Ich würde zu gerne Wissen wie viele LTSB User es trotz aller Hürden und Anti-PR gibt.

    Ich auch, damit man sich nicht mehr dauernd drüber "streiten" muss. Ich weiß es natürlich auch nicht, aber ich weiß, dass in drei großen Konzernen (jeweils mit sechsstelligen Belegschaftszahlen), die Windows 10 aktuell einführen, tatsächlich die halbjährlichen Releases genutzt werden. Bei Einem davon hätte ich mein Leben drauf verwettet, dass sie es nicht tun. Immerhin hat man dort Windows 10 aber über die Gruppenrichtlinien wieder auf Windows 7-Niveau zurecht gestutzt. Das Einzige, was wirklich übrig blieb, war Edge.
    Sonnschein
    :D Unsere Kunden sind Alle wieder zurück auf v1709 :D

    Ich wünschte, ich hätte nach dem Upgrade nicht so schnell Windows.Old gelöscht. Mit 1803 habe ich nervige Kompatibilitätsprobleme, welche MS immer noch nicht angegangen hat.:(
    ntoskrnl

    Ich würde zu gerne Wissen wie viele LTSB User es trotz aller Hürden und Anti-PR gibt.

    Wir nutzen auf der Arbeit wo es geht die LTSB und sie läuft super.

    Ich würde zu gerne Wissen wie viele LTSB User es trotz aller Hürden und Anti-PR gibt.

    Ja hier, große Uniklinik, ca.3000 Clients....
    Die im Vergleich zu früheren Updates unglaublichen Zahlen kommen ja schlichtweg dadurch zustande, dass ich als Nutzer überhaupt keine Möglichkeit mehr habe, das einzelne (!) Update noch 2 Monate aufzuschieben. Auf meinem Rechner mit einem verschlüsselten Laufwerk startet die Installation etwa wöchentlich, ohne dass ich das möchte - und scheitert natürlich immer wieder.
    Bei den früheren Updates haben viele das Update eben aufgeschoben, denen jetzt diese Möglichkeit fehlt. Wie sollen es da mehr als 25% Nutzer mit alten Versionen sein?
    Wir nutzen auf der Arbeit wo es geht die LTSB und sie läuft super.

    Komisch. Keiner meiner Kunden hat Probleme. Welche Software macht denn auch heute, bald Juli, immer noch Probleme?
    Und die nächsten 8 Jahre?
    Mit LTSB hast du 10 Jahre "Ruhe". Die regulären Releases sind eine Reise ins Unbekannte, nichts ist garantiert.
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