Elektronischer Personalausweis: Sparkassen und FITKO arbeiten an neuen Möglichkeiten
In Zeiten, wo wir auch in Deutschland immer häufiger über digitale Souveränität sprechen, werden Elemente wie der elektronische Personalausweis zu einer wichtigen Baustelle. Bisher fristet die eID eher ein Nischendasein, könnte allerdings mit zwei neuen Projekten – eines der Sparkassen, eines des Bundes – neuen Auftrieb bekommen. Das berichten die Kollegen von Netzpolitik.org in einem aktuellen Beitrag.
Gemeinsam mit dem digitallabor.berlin und der Sparkassen Finanzgruppe arbeitet man unter der Aufsicht von Oliver Lauer, Chief Digital Officer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), daran, die Funktionen der eID tief in den Banking-Apps zu integrieren. Damit soll vor allem die Wiederherstellung vom Bankzugang vereinfacht werden, etwa wenn die Zugangsdaten verloren gehen oder das Smartphone defekt wird. Andere Elemente wie das Warten auf den Freischaltbrief können damit umgangen werden, wenn man das möchte.
Auch die FITKO (Förderale IT-Kooperation) arbeitet gemeinsam mit dem BundID-Team des BMDS an einer wesentlichen Neuerung, wie deren IT-Architekt Marco Holz erklärte. Mit Neo entsteht aktuell eine neue Kommunikationsinfrastruktur für die öffentliche Verwaltung, die den Kontakt zwischen Bürger und Ämtern stark vereinfachen soll. Um den Datenschutz und deren Sicherheit bestmöglich zu garantieren, hat man sich bewusst dafür entschieden, dass Anbieter aus der Privatwirtschaft, auch aus den USA, draußen bleiben müssen.
Wann genau in beiden Fällen mit tragfähigen Ergebnissen in der Form zu rechnen ist, dass auch die Allgemeinheit sie austesten kann, ist derzeit noch nicht bekannt. Sie reihen sich allerdings in eine Reihe weiterer Projekte ein, die aktuell laufen und Bürgern zugute kommen sollen. So soll laut Bundesdigitalminister Karsten Wildberger voraussichtlich im Sommer eine neue Bürger-App vorgestellt werden und unter der Aufsicht der EZB soll der europäische Bezahldienst Wero zum europaweiten Standard ausgebaut werden.
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Kevin Kozuszek
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und Microsoft Edge zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.


