Erfahrungsbericht: Ist Android auf Tablets noch immer eine Alternative?

Erfahrungsbericht: Ist Android auf Tablets noch immer eine Alternative?

Möchte man sich in der heutigen Zeit ein neues Tablet kaufen, steht man durchaus vor einer gewissen Herausforderung. Windows 10 ist in seiner derzeitigen Verfassung kein guter Kandidat für ein entsprechendes Betriebssystem und auch Google hat mit seinen Gedankenspielen, ob nun Android oder Chrome OS das richtige Betriebssystem für die Aufgabe ist, für Verunsicherung gesorgt. Der lachende Dritte ist bekanntlich Apple, der seinem iPad nun mit iPadOS eine eigene, leistungsgesteigerte Version von iOS spendiert hat.

Nicht jeder hat allerdings das Geld oder den Willen, sich in das Ökosystem von Apple einzugliedern. Für diese Menschen stellt sich dann umso mehr die Frage, ob Android mit OEMs wie Samsung, Huawei oder – indirekt – Amazon im Rücken noch eine geeignete Alternative auf Tablets ist. Nachdem mein iPad Air 1 Anfang September seinen Dienst quittiert hat, musste auch ich für mich eine Antwort auf diese Frage finden. Die Wahl fiel dabei tatsächlich auf Android und, um das vorweg zu nehmen, ich bin nach dem Wechsel definitiv zufriedener als zuvor.

Warum Apple verlassen?

Die ersten Gedanken, einen Wechsel zu Android zu vollziehen, gab es schon im Frühjahr 2018. Wie Apple allerdings ankündigte, dass die Altgeräte mit iOS 12 nochmal eine Verlängerung bekommen, schob ich die Entscheidung noch einmal auf und so wurde sie erst etwa ein Jahr später wieder konkreter. Grundsätzlich gab es aber schon seit längerer Zeit Punkte, weswegen ich mit Apple zunehmend unzufriedener wurde. Einer davon ist sicherlich die Qualität der Software. Ich blieb von solchen Ärgernissen glücklicherweise die längste Zeit verschont, aber mit dem Update auf iOS 12.4, was bei mir vollends in die Hose ging und auch mit einem Zurücksetzen etc. nicht besser wurde, hat es dann auch mich erwischt. Verfolgt man (nicht nur) die Berichte, die jetzt die 13. Generation beschäftigen, wurde das sogar noch einmal schlimmer.

Das Jahr 2019 sendete dann auch deutliche Signale, was Windows anbelangt. Gerade für iTunes gilt hier das Gleiche, weswegen ich mich auch damals gegen das Lumia 650 und damit Windows 10 Mobile entschieden habe: Ich habe kein gutes Gefühl dabei, wenn eine Software quasi in den Wartungsmodus versetzt wird und keine große Weiterentwicklung mehr zu erwarten ist. Apple ist in dieser Hinsicht durch Quicktime, welches nach der Runderneuerung am Mac für Windows auch erst in den Wartungsmodus versetzt und 2016 dann abrupt eingestellt wurde, auch schon vorbelastet. Außerdem werden es die neuen Services nach derzeitigem Stand, klammert man die vorhandenen iCloud und Apple Music einmal aus, nicht zu Windows schaffen und auch von der Programmiersprache Swift gibt es bis heute keinen offiziellen Port für Windows.

Hinzu kommen für mich diverse Kleinigkeiten. Die Browser dürfen unter Android ihre eigenen Engines verwenden, ich habe vom Ökosystem her mehr Flexibilität und kann eine bessere Integration in das Microsoft-Ökosystem erreichen, und ich habe auch wesentlich mehr Möglichkeiten, das System an meine Bedürfnisse anzupassen. Die spannende Frage war nur: Taugt Android für Tablets noch etwas, nachdem Google die Arbeit hieran seit einiger Zeit eher vernachlässigt hat?

Von iOS zu Android

Bereits seit einigen Monaten hatte ich meine Abhängigkeit zu Apple deutlich reduziert, was den Wechsel deutlich vereinfacht hat. Nachdem die integrierten Apps unter iOS schon lange durch Alternativen ersetzt wurden, bestand der Rest vor allem aus meiner gekauften Musik bei iTunes sowie den Podcasts, die ich hierüber gehört habe. Um dieses Problem zu lösen, kam Spotify eine zentrale Rolle zu. Das schwedische Unternehmen hatte mit seiner Premium-Version schon länger den digitalen Kauf von Musik bei mir abgelöst und zuletzt auch teilweise meine Nutzung von Mixcloud und Soundcloud ersetzt. Mittlerweile habe ich auch sämtliche Podcasts zu Spotify migriert, sodass ich iTunes eigentlich nur noch wegen der bisher gekauften Musik weiter pflegen muss.

Was die allgemeine Nutzung von Apps aus dem Google Play Store angeht, war ich echt positiv überrascht, Obwohl Google in den letzten Jahren nur wenig für Android-Tablets getan hat, sind die allermeisten Apps trotzdem ziemlich gut an diesen Formfaktor angepasst. Es gibt aber auch diverse Ausnahmen. Einige Vertreter wie NDR Schleswig-Holstein waren von der Benutzerfreundlichkeit her ein Totalausfall, andere wie YouTube sind für iOS einfach etwas besser angepasst. Mit wem ich hingegen – mal wieder – überhaupt keine Probleme hatte, war Microsoft. Egal ob Edge, OneDrive, ToDo, Outlook, OneNote oder diverse andere Produkte, Microsoft hat hier für meinen Geschmack echt gute Arbeit geleistet.

Zur Herausforderung wird unter Android momentan die Suche nach dem richtigen Browser, wenn dieser nicht Google Chrome heißt. Unter iOS greift man ohnehin reflexartig zu Safari, unter Android ist das schwieriger. Bestimmte Browser wie Samsung Internet oder Cake existieren nur mobil, Firefox wird hier aktuell komplett umgebaut, Edge Chromium arbeitet mit seinem Android-Pendant noch nicht ideal zusammen, Opera hat eine wilde Browserstrategie im mobilen Sektor und Vivaldi existiert unter Android zwar schon als Beta, hat aber definitiv noch seine Ecken und Kanten. Hier wird das noch ein paar Monate brauchen, bis sich die Wogen hier wieder etwas geglättet haben.

Die Frage nach Google

Eine Sache, die gerade in der Microsoft-Community thematisiert wird, wenn es um Android geht, ist sein Entwickler. Google ist für viele Leute schließlich die Datenkrake schlechthin und viele wechseln auch deswegen zu iOS, um Android und damit Google zu vermeiden. Persönlich war ich nie der ganz große Google-Nutzer und habe entsprechend nur ausgewählte Dienste von ihnen verwendet. Das hat nicht unbedingt was mit ihrer Datensammlung zu tun, sondern ich mag viele ihrer Dienste einfach nicht besonders und bevorzuge da andere Anbieter. Einige Produkte sind mit unterschiedlicher Relevanz aber bis heute bei mir vertreten.

Man muss Google ohnehin aber etwas vorhalten, was wir so ähnlich auch bei Microsoft schon gesehen haben: Was nicht in irgendeiner Form zu den Kernprojekten und der Kernkompetenz des Unternehmens gehört, muss man grundsätzlich erstmal vorsichtig betrachten. Google hat eine fast endlose Historie von Projekten, die nach mehr oder weniger kurzer Zeit schon wieder von der Bildfläche verschwunden sind, darunter Vertreter wie der Google Reader, Spaces, Picasa oder Allo. Gleichzeitig ist es ziemlich sprunghaft, was die Prioritäten bei der Weiterentwicklung eigener Produkte betrifft und was unter anderem die nicht vorhandene Strategie bei den Messengern und sozialen Plattformen zeigt. Alleine deswegen lohnt es sich schon, seine Nutzung auf mehrere Anbieter zu verteilen und vielleicht auch nicht alle Sachen in einer fremden Cloud und damit außer Haus abzuwickeln.

Entsprechend schaue ich mir momentan genauer an, wohin die Reise mit Google bei mir gehen wird. Die Liste der wirklich intensiv genutzten Produkte ist zumindest bei mir aber relativ klein und umfasst Dienste wie YouTube, den Chromecast oder Google Fotos, wobei ich da auch keine (ganz) privaten Bilder speichere. Meistens bin ich dann doch in anderen Ökosystemen wie etwa Microsoft zu Hause oder die Produkte sind wie Chrome bei den Browsern oder die Suchmaschine nur einer ihrer Art unter mehreren Vertretern. Ein Abzug im großen Stil ist deswegen auch eher unwahrscheinlich.

Schlusswort

Möchte man sich ein echtes Tablet kaufen und sich nicht in das Ökosystem von Apple integrieren, ist Android nach derzeitigem Stand die beste Alternative, auch wenn sie für diesen Formfaktor schon oft genug für tot erklärt wurde. Das Problem mit schlecht angepassten Apps hat sich bei mir bis auf wenige Einzelfälle nicht bestätigt oder es fiel nicht sonderlich ins Gewicht. Außerdem habe ich Apple aus meinem Portfolio mittlerweile nahezu vollständig verdrängt und habe durch den Wechsel auf Android auch ein besseres Zusammenspiel mit Windows 10 in die Realität umgesetzt.

Was die Zukunft von Android in diesem Bereich betrifft, muss man differenzieren. Einerseits tut sich bei den klassischen Tablets generell nicht mehr viel und es gibt wie bei den Smartphones eigentlich nur noch Produktpflege. Gleichzeitig werden Smartphones immer größer und bringen auch neue Formfaktoren wie das Surface Duo hervor, die tablet-artige Ausmaße erreichen. Außerdem werden die Betriebssysteme mit neuen Varianten wie iPadOS oder dem kommenden Windows 10X zu leistungsfähigeren Hybriden weiterentwickelt. Auch hier wird Android von Google als flexibles Basis-Betriebssystem weiter gebraucht, sei es nativ oder als Runtime für Chrome OS oder das neue Fuchsia OS. Selbst wenn die Entwickler ihre Android-Apps also nicht mehr dezidiert für klassische Tablets entwickeln, müssen sie trotzdem weiterhin Anpassungen für entsprechende Größenordnungen vornehmen und der Aufwand, klassische Tablets zu berücksichtigen, wird nicht allzu groß sein.

Für den Moment war der Umstieg auf Android für mich jedenfalls die richtige Entscheidung. Meine Anforderungen an ein Tablet sind zwar naturgemäß eher gering, da ich es vor allem zur Unterhaltung und Entspannung benutze und es nur in zweiter Hinsicht auch ein Arbeitsgerät ist. Trotzdem genieße ich gleichzeitig die gewonnene Freiheit und die Möglichkeit, das System deutlich mehr nach meinen Vorstellungen anpassen zu können. Parallel dazu will ich mich aber auch technisch breiter aufstellen und denke unter anderem darüber nach, meinem Chromecast einen Fire TV zur Seite zu stellen, der komplett unabhängig von Smartphone oder Tablet funktioniert. Insofern ist das Tablet hier auch nur Teil einer größeren Weiterentwicklung.

Über den Autor
Kevin Kozuszek
  • Kevin Kozuszek auf Twitter
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare

  1. sodass ich iTunes eigentlich nur noch wegen der bisher gekauften Musik weiter pflegen muss

    Warum? Meine, via iTunes gekaufte, Musik wird automatisch von iTunes auf den PC heruntergeladen. Anschließend von mir auf den NAS kopiert. Da sie nicht weiter geschützt ist, läuft sie problemlos auf dritten Endgeräten. Folglich gibt es keinen Grund iTunes verwenden zu müssen, wenn man wechselt. Anders sieht es bei Büchern aus - da hält Apple die Hand drauf.
    Deinen Bericht kann ich gut nachvollziehen. Android auf Tab muss sich nicht groß verstecken und auch als Familiengerät, dank FamilyLink, ein gut zu kontrollierendes System. Aber für mich ist das iPad dennoch die bessere Wahl, sind es doch oft die kleinen Dinge auf die es ankommt.
    Einzig Mail da trauere ich Android etwas nach. Den Nine ist dort ein reifes Produkt hingegen für iOS eine ständige Beta und Funktional hinten an. Apple-Mail kann immer noch nicht sauber mit Exchange arbeiten und die gebotenen Alternativen - Naja Gewöhnungsbedürftig mit vielen Kompromissen.
    Setter
    Warum? Meine, via iTunes gekaufte, Musik wird automatisch von iTunes auf den PC heruntergeladen. Anschließend von mir auf den NAS kopiert. Da sie nicht weiter geschützt ist, läuft sie problemlos auf dritten Endgeräten. Folglich gibt es keinen Grund iTunes verwenden zu müssen, wenn man wechselt.

    Das stimmt schon, ist bei mir ja auch nicht anders. In meinem Fall kommen aber noch mehrere Kleinigkeiten zusammen. Es gibt noch ein weiteres iPad Air, was hier im Haushalt rumfliegt und nebenan von meinen Eltern verwendet wird. Außerdem hat Spotify zwar meine digitalen Musikkäufe weitgehend ersetzt, aber kaufen tue ich dann doch immer wieder mal was, sei es als CD oder eben digital. Momentan ist iTunes da noch die bessere Wahl, ansonsten gäbe es nach meinem Wissen nur noch Amazon oder - im Falle elektronischer Musik, die ich gerne höre - Beatport, was ich aber ehrlicherweise nicht besonders mag. Und dann gehts noch um solchen Mikrokram, dass zum Beispiel Bonjour nur dann aktualisiert werden kann, wenn man iTunes aktualisiert etc. pp... gab da ja erst letztens eine Sicherheitslücke, die so unter Windows geschlossen werden musste.
    Ich mache wegen iTunes keine großen Anstalten mehr, da werden nur noch die ausgelieferten Updates installiert und dann ist gut. Auch meine Musik sichere ich regelmäßig, wobei ich allerdings eine ziemlich große Sammlung insgesamt habe und momentan überlege, die über einen Medienserver im Netzwerk verfügbar zu machen. Auch da wird bei mir noch getüftelt. Sollte Apple aber irgendwann komplett auf den Microsoft Store umstellen, fliegt iTunes runter.
    iTunes selbst ist halt ein schwieriger Kandidat. Von der Leistungsfähigkeit her kannst du ja selbst den Einstiegsmodellen vom iPad keinen Vorwurf machen, es sei denn, Apple schreddert wie jetzt mal wieder diverse Sachen bei iOS/iPadOS, die natürlich nicht alle betreffen, aber vorkommen und halt ärgerlich sind. Aber wenn Apple, wie es bei Quicktime damals auch passiert ist, die Integration am Mac komplett erneuert und auf Windows alles in den Wartungsmodus versetzt, dann wird man da automatisch vorsichtig. Apple selbst hat ja nur versprochen, zeitnahe Sicherheitsupdates und Bugfixes zu verteilen, die Kompatibilität zu neuen Versionen von iOS etc. zu erhalten und auch die Möglichkeit, Guthaben via iTunes aufzuladen, zu erhalten. Dass Filme/TV-Sendungen/Hörbücher bleiben, dass wir bei Apple Music weitgehend Parität behalten, dass wir auch neue Funktionen wie die verbesserte Suche für Podcasts bekommen... darüber hat Apple kein Wort verloren. Und was die neuen Services anbelangt, da ist Windows sowieso außenvor.
    > Unter iOS greift man ohnehin reflexartig zu Safari, unter Android ist das schwieriger.
    Grober Widerspruch meinerseits. Es gibt keine adäquate Möglichkeit Tabs und Bookmarks von Windows of iOS zu synchronisieren, wenn man Safari verwendet. Es ging früher Mal offiziell, hatte aber den Ruf viele Synchronisationsfehler zu erzeugen - von "man geht vom PC weg und kann am Tablet ohne Wartezeit weiter machen" ganz zu schweigen.
    Bis Firefox doch eine brauchbare iOS Version gemacht hat, war Chrome zudem die einzige Möglichkeit, alles Ende-zu-Ende verschlüsselt zu synchronisieren.
    Mir hätte jetzt, auf einer Seite die DrWindows heißt, noch irgendwie der Vergleich zu Windows gefehlt. Ich kenne Android jetzt zwar überhaupt nicht, iOS aber umso mehr. Und so gut iOS auf einem Telefon ist, so wenige Dinge sehe ich die mich dazu bringen könnten von einem Windows-Tablet auf ein anderes System zu wechseln. Ich habe hier alles was ich nur irgendwie brauchen könnte und noch viel mehr...
    Meine Daten einer Werbefirma übergeben?!? Nein Danke, da bleibe ich lieber bei MS und Apple!
    Und das MS mit Google ins Bett geht ist für mich unverzeihlich.
    Ich verstehe nicht ganz warum Windows 10 keine Alternative sein soll. Ich habe ein Surface Go und das Ding ist fast täglich bei mir im Einsatz für verschiedenste Dinge für die ein Smartphone zu fummelig und das normale Notebook zu groß ist. Ein Android Tablet bzw. auch ein Apple iPad (was ich vor dem Go hatte) sind in meine Augen Spielzeug fürs Surfen und Videos Anschauen. Produktiv arbeiten bzw. meine Arbeit unterstützen konnte ich mit dem Ding nicht.
    "und kann eine bessere Integration in das Microsoft-Ökosystem erreichen"
    Ich wäre mal über einen guten Guide dafür dankbar. Ich hab vermutlich nicht genug Zeit, Geduld und Grips um mein Android super mit Microsoft zu integrieren. Oder zu geizig, da ich kein Office 365 habe.
    Jedenfalls schaffe ich es nicht, dass alles so gut funktioniert, wie man es mir Monate hier verklickert hat. Beispiel: ohne die Outlook App habe ich keinen Zugriff auf meinen Kalender, aber selbst dann bin ich auf diese App beschränkt. Gerade das Widget ist für mich unbenutzbar, hab es aber noch nicht geschafft, es auf einer Alternative zu verbinden. Solche Kleinigkeiten wie ":outlook:beta" was mir mit Installation von Outlook ständig hinter meiner e-Mail angehangen wird, wenn ich diese eintrage, machen es auch nicht besser.
    Begleiter für mein Smartphone ist ein Witz vs Google Web Message. Genau dann, wenn ich es brauche dauert es ewig bis zur Sync -
    Benachrichtigungen wenn man die App am PC nicht geöffnet hat, bekomme ich eh nie.
    Swiftkey ist ein Schatten der WP8 Tastatur und selbst gegen W10M kann sie nicht gegenhalten - und sogar GBoard funktioniert besser. Den Launcher nutze ich nicht, muss ich mal wieder testen, aber Evie gefällt mir derzeit besser. OneDrive funktioniert besser als auf W10M.
    Naja und mir fallen noch zig weitere Dinge ein. Ich bin jedenfalls enttäuscht von meinem Umzug auf Android mit dem MS Ökosystem...
    @klaus3
    Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber meines Wissens nach geht das immer noch, weil Apple hier über iCloud eine entsprechende Lösung geschaffen hat. Kann natürlich nicht Safari ersetzen, aber der ist unter Windows seit 2012 (leider?) Geschichte.
    @Baloonicorn, @Cerjar
    Man hätte sicherlich einen Vergleich mit Windows 10 versuchen können, aber genau das halte ich für schwierig. Wir reden da von zwei Betriebssystemen, die im Grunde entgegengesetzte Wege gehen. iOS ist eine mobile Plattform, die über iPadOS mit bestimmten Desktop-Fähigkeiten angereichert wird. Windows 10 ist ein ausgewachsenes Desktop-OS, was versucht, sich für Formfaktoren wie Tablets runter zu skalieren, dabei aber weiter seine Altlasten mit sich rumwuchtet, die erst mit Windows 10X wirklich in adäquater Form angegangen werden. Abgesehen davon würde so ein Vergleich sowieso hinken, weil Windows 10 nur noch Überreste der ohnehin eher schlechten UWP-Apps, wenige PWAs und vielleicht Desktop-Apps mit ner Touchfunktion aufbieten kann, iOS ist da völlig anders gestrickt. Und bei Android kann man ohnehin kaum einen Vergleich ziehen, weil Google hier einen klaren Schnitt macht und hier dann Chrome OS mit integrierter Android-Runtime übernimmt.
    @Gimbley
    Sowas ist immer ein Eigentor. Microsoft geht nicht mit Google ins Bett, das brauchen sie auch gar nicht, die arbeiten sowieso in der Industrie eng zusammen. Microsoft engagiert sich auch bei der Programmiersprache Go, während Google in der .NET Foundation mit drinne hängt. Und nun? Apple da als Ausweichmöglichkeit zu sehen, kannste im Grunde auch knicken. Die unterstützen auch Android und seine Derivate aktiv, indem sie mit Apple Music den Chromecast ansprechen/den Service auf Android bringen und Apple TV+ auch auf den Fire TV kommt, und sie haben früher auch schon Code zum Chromium-Projekt beigesteuert. Mit den Technologieriesen ist es wie mit den europäischen Königshäusern: Jeder hat da irgendwie mit jedem mal was gehabt.
    @MWP
    Ich muss dazu sagen, dass mein Setup immer auf das Dreieck Windows - Linux (partiell zumindest) - Mobile (hier halt Android) ausgelegt ist und Microsoft zwar ein sehr starker Vertreter ist, aber nicht der einzige. Naturgemäß spielen hier bei mir auch diverse FOSS-Projekte bis heute eine Rolle. So eine Serie wollten wir aber durchaus schonmal machen. Mal sehen.
    Es gibt für mich keine Alternative zu einem Windows Tablett inklusive Stift. Natürlich könnte der Tablet-Modus in Windows 10 endlich mal weiter entwickelt werden, hier gibt es noch etliche Baustellen, jedoch kann man mittlerweile auch einfach den Desktop Modus verwenden. Ich schneide abends bspw gemütlich auf der Couch mit dem Stift in Audacity (Win32) Audiodateien zurecht für Forschungszwecke. Das geht nur mit Windows. Und tippen brauche ich auch nirgends mehr, denn auch Texteingaben kann ich mit dem Stift erledigen.
    Cerjar
    Ich verstehe nicht ganz warum Windows 10 keine Alternative sein soll. Ich habe ein Surface Go und das Ding ist fast täglich bei mir im Einsatz für verschiedenste Dinge für die ein Smartphone zu fummelig und das normale Notebook zu groß ist. Ein Android Tablet bzw. auch ein Apple iPad (was ich vor dem Go hatte) sind in meine Augen Spielzeug fürs Surfen und Videos Anschauen. Produktiv arbeiten bzw. meine Arbeit unterstützen konnte ich mit dem Ding nicht.

    Ich kann einen SurfacePro als mobilen Begleiter schon nur wenig abgewinnen und kann mir schwer vorstellen das ein Go durch die wachsende Stiftabhängigkeit alles besser macht.
    @NucleusZ, @CerJar,
    Genau das meinte ich auch. Win10 ist auf dem Tablet sicher alles andere als perfekt, aber eben für Dinge zu gebrauchen die es auf Android oder iOS schlicht nicht oder nur noch viel schlechter gibt.
    Grade weil die "Technik" hinter ChromeOS, Windows 10 und was weiß ich so unterschiedlich ist wäre ein Vergleich umso interessanter.
    Und schon beißt sich die Ratte in den eigenen Schwanz. Der Vergleich Windows Tablet resp Windows 10 und iPad Android sind vollkommen hirnrissig. Natürlich kann ein Desktop-OS im Formfaktor Tablet mit Stift mehr bieten im Bereich der Desktopanwendungen. Es hinkt aber in der Mobilität resp. in mobilen Anwendungsbereichen gewaltig hinterher.
    Man kann es so nicht vergleichen. iOS /iPadOS oder Android sind hier ergänzend zu betrachten.
    Und wenn man schon von einer alternative zum Windows Tablet ausgeht, muss die Betrachtung von den Punkt aus begangen werden, wo bei allen der gemeinsame Ansatz zu finden ist- und das ist klar Mobilität und mobile Produktivität.
    Ein Windows Tablet vergleicht man allenfalls mit einem Notebook oder Convertibel und auch nur hier kann ein Windows Tablet in Punkto Mobilität möglicherweise punkten.
    Kevin geht es, soweit ich es verstanden habe, um die mobile Ergänzung zu einem Windows PC resp für Microsoftdienste. Und hier steht die Frage im Raum ob Android eine alternative zu iOS/iPadOS darstellt.
    Vor ein paar Monaten bin auch ich von einem Surface 3 auf ein Android-Tablet von Samsung gewechselt. Insgesamt kommt mir die Bedienung bei Android hakeliger vor als beim Surface. Auch kann man beim Surface den Bildschirm teilen und zwei Apps/Programme nebeneinander anzeigen lassen. Bei Android ist man immer am hin- und herspringen. Ein Surface schätze ich um Welten produktiver ein als ein Android-Tablet. Auch stört es bei Android, dass viele Apps nur hochkant dargestellt werden. So ist man immer dabei das Tablet zu drehen. Warum bin ich trotzdem zu Android gewechselt? Weil ich das Tablet gar nicht produktiv nutze. Ich lese damit E-Mail, Surfe und - vor allem - ich verwende eine TV-App als Ersatz für eine Fernsehzeitschrift. Im Windows-Store gibt es zwar so einige Apps, darunter auch echte Perlen, aber kein wirklich gute TV-App. Mit anderen Worten: Android ist für meine Anwendung an der Stelle ausreichend. Trotzdem muss ich immer mit mir kämpfen wenn die Surfaces im Angebot sind. :D
    Auch kann man beim Surface den Bildschirm teilen und zwei Apps/Programme nebeneinander anzeigen lassen. Bei Android ist man immer am hin- und herspringen.

    Märchenstunde? Mein erstes Android Puls (5.1) konnte es nicht aber alle anderen Android Tabs und Handys konnten Splittcreen.....
    duckduckgo.com/?q=Galaxy+Tab+Splittscreen
    Setter
    Kevin geht es, soweit ich es verstanden habe, um die mobile Ergänzung zu einem Windows PC resp für Microsoftdienste. Und hier steht die Frage im Raum ob Android eine alternative zu iOS/iPadOS darstellt.

    Korrekt. Wie gesagt, für mich ist ein Tablet schon immer eher ein Gerät zur Unterhaltung und Entspannung und nur in zweiter Reihe auch ein Produktivgerät. Natürlich habe ich Apps wie OneNote oder Microsoft ToDo darauf, für solche Kleinigkeiten lohnt sich ein Tablet auch, aber ich käme nie auf die Idee, so einen langen Beitrag wie den hier am Tablet zu schreiben. Wenn es wirklich um solche größere Produktiveinsätze geht, dann gibt es nur einen, der bei mir die Zügel fest in der Hand hat, und das ist Windows. Und wie du schon sagst, mache ich für mich auch einen Schnitt zwischen einem Smartphone und Tablet, wo ich Android bevorzuge, und einem Notebook/Convertible, wo ich kein Problem damit habe, da auch Windows einzusetzen oder im Fall der Fälle vielleicht sogar Linux/Chrome OS zu "vertrauen", wenn gar nicht anders geht.
    Was mache ich mit dem Tablet? Ich surfe, streame Sachen wie YouTube oder Netflix, höre Musik, schaue in die sozialen Netzwerke und Messenger rein, lese vielleicht mal ein eBook, steuere meinen Chromecast an, mache kleine Produktivsachen wie ToDo oder OneDrive und mal noch etwas Kleinkram wie mal was Spielen, wobei auch das selten vorkommt. Das schafft Android noch. ;)
    Ach ja, was Tablets angeht, habe ich auch schon eine ziemliche Odyssee hinter mir. Es fing mit einem iPad Air (iOS) an, ging dann über ein Surface 3 (Windows) zu einem Lenovo Yoga Book (Android) und danach wieder zurück über ein iPad Pro 12.9 zu einem Surface Pro 6. Mit dem Surface Pro 6 bin ich eigentlich sehr zufrieden, obwohl ich aktuell sehr auf das Surface Pro X schiele.
    Neben den genannten Geräten hatte ich an der Wand für die Visualisierung unserer Hausautomation per ioBroker immer Android-Tablets (Acer Iconia A810, Medion Lifetab P9701) hängen. Doch die gingen mir zunehmend auf den Keks, zumal ich sie relativ oft neu starten musste, damit sie mit der Zeit nicht zu langsam wurden. Hinzu kam, dass ich irgendwann einfach ein neues Gerät kaufen musste, weil es kein Update mehr für das installierte Android gab und dann die aktuellen Apps nicht mehr darauf laufen wollten. Jetzt habe ich mir für schlanke 160,- € ein gebrauchtes iPad Air 2 geholt, dass das Lifetab ersetzen soll. Und iOS bringt sogar von Haus aus den geführten Zugriff mit, den ich bei Android als so genannten Kiosk-Modus über entsprechende Dritt-Apps recht teuer bezahlen darf.
    Gut, wir nutzen in der Familie (Mann, Frau, 2 Kinder) überwiegend mobile Geräte von Apple. Das ist schon alleine wegen der Familienfreigabe sehr praktisch. Außerdem liebe ich meine Apple Watch Series 4 und den remote Zugriff auf die Hausautomation per Homebridge und Apple TV 4K. Da tut man sich dann natürlich auch leichter, ein Tablet von Apple zu nutzen (de facto sind es vier).
    Trotz der recht guten Erfahrungen mit Apple-Geräten (auch mit den jeweils aktuellen Betriebssystemen) nutze ich nach relativ leidvollen Erfahrungen mit dem Yoga Book immer noch am liebsten mein Surface Pro 6 als Tablet. Einfach, weil ich damit am produktivsten arbeiten und programmieren kann. Auf den Kickstand und die Hintergrund beleuchtete Tastatur kann und will ich zudem nicht mehr verzichten. Ein großer Stift-Nutzer war ich eigentlich noch nie, obwohl ich seit dem Yoga Book kein Tablet mehr ohne hatte. Mal sehen, vielleicht wird das ja noch was mit dem Stift und mir, wenn ich ein Surface Pro X besitze. Aber ein Android-Tablet tue ich mir definitiv nicht mehr an.
    Übrigens, mit iCloud für Windows lassen sich die Bookmarks des Internet Explorers, Firefox oder Edge sehr gut mit Safari unter iOS synchronisieren. Ein Problem ist es aber, wenn man versucht, das mit mehreren Windows-Browsern gleichzeitig zu machen.
    oooohhhhhh booooy... geht es schon wieder los mit der Diskussion, welche OS die beste ist für Tablets :heul
    Wie man aus vorhergehenden Antworten klar erkennen kann : Es gibt nicht die eine Antwort !!!
    Auch die Frage, ob Android eine Alternative zu iOS oder ob Windows 10 eine Alternative zu iOS oder wie auch immer... es gibt nicht DIE EINE Antwort.
    Es ist und bleibt eine GLAUBENSFRAGE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Aufgrund der vielfältigen Apps, die es auf dem Markt für die diversen Tablet OS gibt, kann man jedes OS für jegliche Art von Aufgaben nutzen. Dem einen gefällt z.B. die Mail App XYZ auf dem Android besser als die ABC auf dem iOS oder auf Windows 10. Ein anderer braucht zwingend notwendig eine bestimmte App, welche halt nur für iOS oder Android angeboten wird, aber nicht für Windows 10 oder wie auch immer.
    Jeder muss sich am Ende des Tages fragen, was will ich mit dem Tablet PC machen, welche App MUSS ich haben (weil z.B. vom Arbeitgeber vorgeschrieben) und welche Apps WILL ich haben (weil es fancy ist oder wie auch immer). Und dann muss jeder für sich entscheiden, welche OS und das entsprechende Ökosystem (also Apps) am besten die Anforderungen erfüllen.
    Dann kommt noch hinzu, dass die Hardware-Hersteller ihren Geräten das eine oder andere Feature spendieren, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Und wenn einem halt die Unterstützung von "SENSOR XYZ" oder der "Formfaktor ABC" sehr wichtig ist, und dieses Stück Hardware halt nur ein bestimmtes OS unterstützt, dann erübrigt sich die Frage danach, da (in diesem Falle) HW leider Gottes die SW schlägt.
    Ich selber z.B. nutze das iOS auf dem Smartphone, Windows 10 auf dem TablettPC und das Kindle für lesen von eBooks. Ich muss halt das eine andere Kompromiss eingehen; aber das ist meine Entscheidung; für mich passt es !!
    Setter
    Märchenstunde? Mein erstes Android Puls (5.1) konnte es nicht aber alle anderen Android Tabs und Handys konnten Splittcreen.....
    duckduckgo.com/?q=Galaxy+Tab+Splittscreen

    Danke für den Tipp. Auf meinem Android-Smartphone funktioniert das Splitten des Bildschirms. Auf meinem Android-Tablet aber nicht. Allerdings verwende ich auf beiden den Launcher Square Home 3. Auf dem Tablet ist im Launcher der Tablet-Modus aktiviert. Vielleicht verhindert der Modus das Splitten des Bildschirms. Umstellen werde ich das aber nicht, da der Square Home-Launcher sehr viele Optionen hat. Danach ist man wieder mindestens eine Stunde am einstellen.
    Android ist Android, Windows ist Windows. Und reine Tablets, sprich solche, die nicht über eine separate Tastatur verfügen ("2in1"), dienen bei den meisten gewiss als multimedialer Begleiter. Da läuft dann YouTube darauf, Netflix, Spotify, es wird zum eBook lesen genutzt, vielleicht ein paar Games für zwischendurch und für weitere kleinere Dinge eingesetzt.
    Dafür ginge prinzipiell auch ein Windows Tablet. Allerdings: Du bist, was den reinen App-Werfer Modus anbelangt, wirklich eingeschränkt und musst dich entweder über den Browser oder aber über x86 Programme durchhangeln. Darunter leidet zumeist nicht nur die Bedienung, das Feeling und der "Multimedia-Flow", sondern auch das Vergnügen. Muss ja nicht sein.
    Wenn es ein Android Tablet sein soll, dann vornehmlich als Multimediagerät und ein Windows Tablet dann, wenn es auch produktiv zugehen soll. Dann aber auch bestenfalls mit ansteckbarer Tastatur und ggf. einer Maus.
    PS: Die Auswahl an Tablets ist allerdings mittlerweile stark eingeschränkt. Mit Windows als OS gibt es nur teuer oder schrott (gibt es eigentlich noch preiswerte Windows Tablets?), und unter Android nur Samsung, Huawei, teils Lenovo oder Xiaomi oder ganz viel schrott.
    Ich bin erst jetzt ganz frisch bei Apple Music eingestiegen und das als Windows und Android Nutzer, da mir Apple Music mit Abstand was die Usability und Funktionalität unter Android und Windows angeht, am besten gefällt und genau meinen Anforderungen entspricht, z.B. meine ganze Musik offline auf meinem Rechner haben zu können. Dabei habe ich sowohl Tidal, Spotify, Amazon Music und Apple Music nun seit Wochen miteinander verglichen.
    Worüber ich mir aber aktuell Gedanken mache ist, ob Apple Music in Zukunft weiter unter Windows zur Verfügung stehen wird, da sie aktuell einen Web Client testen und ich Bedenken habe, dass dieser iTunes unter Windows ersetzen könnte bzw, dass nur ein Webgrabber wie bei Tidal genutzt wird. Was ich bei iTunes mit Apple Music so gut finde ist die Tatsache, dass ich sogar Musik, die ich auf CD habe und online kein Anbieter anbieten kann, bei iCloud hochladen und meiner eigenen Apple Music Libary hinzufügen und sogar unterwegs auf meinem Smartphone per Apple Music App runterladen oder stream kann. Bei Amazon Music habe ich das leider nicht hinbekommen. Der Dienst soll in absehbarer Zeit leider eingestellt werden.
    Sollte iTunes eingestellt werden und keine gute Alternative, wie ein nativer Apple Music Client, zur Verfügung stehen, wechsel ich zu Amazon Music, auch wenn ich deren Apps schrecklich finde, sowohl von der Performance her als auch von der Usability. Bis auf ein paar gute Ansätze kann ich deren Umsetzung nicht verstehen. Aber immerhin ist es nicht so schlimm wie auf Amazon selbst :-D
    Ich stehe ja generell nicht so auf Tablets. Ist irgendwie so ein komischer Hybrid zwischen Smartphone und Laptop, nichts halbes und nichts ganzes. Dann schon lieber ein Smartphone in der Tasche (um mobil zu sein), und für alles andere ein Laptop oder Convertible. Meiner Meinung nach macht ein ausgewachsener Computer ohne Tastatur einfach keinen Sinn.
    "Just my 2c."
    IntreppIT
    Worüber ich mir aber aktuell Gedanken mache ist, ob Apple Music in Zukunft weiter unter Windows zur Verfügung stehen wird, da sie aktuell einen Web Client testen und ich Bedenken habe, dass dieser iTunes unter Windows ersetzen könnte bzw, dass nur ein Webgrabber wie bei Tidal genutzt wird.

    Das wird nicht passieren, da bin ich mir sicher. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass Apple die Version für Browser direkt in iTunes integriert, weil das Ressourcen einspart und sie in Cupertino Apple Music nicht mehr über Updates für das eigentliche iTunes aufwerten müssen. iTunes selbst ist in seinem Kern ja eigentlich nur ein zu groß geratener Safari-Browser, weil Apple ja nur die neueste Version von Webkit2 nimmt, in iTunes verpackt und dann über ein Update für Windows ausspielt. Da würde das keinen Unterschied machen, ob iTunes dann die Webversion lädt oder das nativ integriert wird.
    iTunes wird nicht verschwinden, das brauchen sie wegen iOS/iPadOS etc. ja weiterhin. Sie werden aber dort Ressourcen einsparen, wo es Sinn macht. Deswegen denke ich ja auch laut darüber nach, ob die Angebote für Filme, Hörbücher oder TV-Sendungen noch für Windows bleiben (wegen Apple TV+ bzw. die Runderneuerung bei iBooks) oder ob Apple Features wie die verbesserte Suche für die Podcasts auch zu uns in irgendeiner Art portiert. Ich glaube es nicht.
    Fembre
    ...
    Allerdings: Du bist, was den reinen App-Werfer Modus anbelangt, wirklich eingeschränkt und musst dich entweder über den Browser oder aber über x86 Programme durchhangeln. Darunter leidet zumeist nicht nur die Bedienung, das Feeling und der "Multimedia-Flow", sondern auch das Vergnügen. Muss ja nicht sein.
    ...

    Das ist deine Ansicht... bitte nicht verallgemeinern ...
    Wenn ich (und das ist meine Ansicht) mich sowohl in den AppStores (egal ob iOS, Windows oder Google) umsehe, dann habe ich nicht das Gefühl, dass ich mit meinen Anforderungen bezüglich Bedienung, Feeling oder "Multimedia-Flow" oder Vergnügen einschränken muss. Auch nicht, was die Auswahl an Apps angeht. Sicherlich bietet das eine oder andere Apps auf iOS (aus Sicht des entsprechenden Users und für diesen User selbst) bessere Bedienung, Feeling etc. als auf Windows oder Android oder vice-versa. Aber das ist jeweils die eigene Sicht.
    Ich nutze seit Jahren Windows TabletPCs (seit dem Asus Eee Slate ep121, welches im Jahre 2011 mit Windows 7 und Stift auf Markt kam) und hatte auf dem MS Store noch nie Probleme, entsprechende Apps mit der notwendigen bzw. ausreichenden Bedienbarkeit und dem sogenannten CustomerExperience zu finden. Ich hatte bisher noch keine Anforderung, welche nicht von irgendeiner App (ohne den Umweg über x86 oder Browser-basierte Anwendungen) bedient werden konnte.
    Wie gesagt, ist meine persönliche Meinung. Aber ich vertrete ja auch die Meinung, dass es nicht das 1001te Version einer App benötigt, das eine fachlich Funktion (z.B. die Möglichkeit eine Email schreiben/lesen/versenden/verwalten kann). Ich bin aber auch nicht über fancy Oberfläche mit blink-blink zu beeindrucken, sondern mit einfachen,übersichtlichen und intuitiven Bedienung.
    Vorsicht: meine Beiträge brauchst du nie als "Verallgemeinerung" auffassen. Ich achte eigentlich sehr darauf, meine Meinung zu vertreten und nicht die aller. Das ging mir in diesem Ansatz aber wohl ein wenig unter, sorry dafür.
    Sollte dir im Microsoft Store allerdings eine gute Amazon und eBay App über den Weg laufen, oder gar eine eBook App mit DRM Unterstützung, dann schicke mir gerne eine PN.
    Ansonsten bleibt mein Absatz (IMHO!) bestehen: Durchhangeln über Browser und x86 Programme, was IMO den "Multimedia-Flow" und letztlich das Vergnügen sehr trübt.
    @Kevin Kozuszek: Sry, ich weiß aktuell nciht wie man zitiert :D
    Wenn sie aber nur die Weboberfläche in iTunes einbauen, hoffe ich sehr, dass sie dabei die Offlinefunktionalität in seiner jetzigen Form nicht vollständig beerdigen, denn diese ist eine der Hauptgründe, wieso ich mich für Apple Music entschieden habe, neben der, meiner Meinung nach, sehr guten Android App. Falls Apple die Offlinefunktionialität in iTunes beerdigt, dann bin ich eben bei Amazon Music.
    Nutze eigentlich nur ein Windows-Tablett. Sehe keinen besonderen Nutzen von Android, da in meinem Anwendungsfall keine App-Lücke besteht
    ich habe mir Geräte nach den Bedürfnissen gekauft. Denn 1 Gerät für Alles ist schwer zu finden.
    So bin ich bei einem 17" Laptop ( zum Zocken und stationärem Arbeiten ), ein Spectre x360 für mobiles Arbeiten und einem Amazon FireHD10 für die "Berieselung" gelandet.
    Zwischendurch war noch ein ThinkPad 8 Tablet, ein Dell Venue und ein Lenovo Miix irgendwas im Haushalt. Die Akkulaufzeiten der Windows-Tablets fand ich unterirdisch vor Allem im Bezug zum HD10. Im Gegenzug hatte ich aber mit dem OS wesentlich mehr Möglichkeiten.
    Ein IPad hatte bei mir, trotz interessanter Preise, keine Chance, da es in meinem, größtenteils, Windows-Kosmos ein Alleingänger wäre. Und nur zur Berieselung war es mir Zuviel Geld
    Erstmal Danke an Kevin für den Artikel. Interessant zu lesen, auch wenn ich mit Android nur noch wenig zu tun habe. Aber immer schön zu schauen, was andere so treiben. Fragen und Gedanken habe ich natürlich auch ;)
    Frage bzgl. Android und Anpassung der Apps an den Tablet-Formfaktor: Wie schaut es denn aus abseits der Google/Microsoft App-Wolke und sinnvolle Nutzung von den mehr Platz des größeren Displays? Zu meinen letzten Android Zeiten (halt auch schon 3-4 Jahre her), waren sie bedienbar, aber waren größtenteils eher aufgeblasen auf den größeren Platz, machten aber nichts sinnvolles draus. Würde mich interessieren und wäre ja schön zu lesen, dass sich da was bewegt hat.
    Zumindest für mich kommt bei Tablet (Touch-first) as iPad (Pro) noch nichts ran. Viele Apps nutzen den Mehrpreis dediziert und sinnvoll (sinnvolle Ansichten, mehr Bedienelemente, ...), sind für den Stift optimiert und was gerade mit dem iPad Pro auch performancemäßig geht, da schauen viele Geräte schon etwas alt aus.
    Ich möchte den letzten Absatz als sehr starke persönliche Meinung verstanden wissen, die nicht allgemeingültig sein will für jeden. Die Nutzungsszenarien sind dafür zu verschieden.
    Wo ich prinzipiell zustimme, ist wie Microsoft sich engagiert und möglichst optimal jedes OS unterstützt. Kann ich hier auf iOS, iPad und Watch bestätigen. Gerade die Watch ist keine Selbstverständlichkeit, aber gerade beim Authenticator ist es sehr angenehm.
    Apple hat den größten Nutzen im Ökosystem. Imho sind auch die Geräte isoliert solide, möchte man aber tiefe Verzahnung mit den Microsoft Diensten oder hohe Anpassbarkeit, dann ist man bei Apple eher schlecht aufgehoben bzw. wird man latent immer etwas unzufrieden sein. Und zumindest dafür gibt es imho keinen Grund, dafür sind die Optionen vielfältig genug.
    Es gibt nur eine Antwort: Android
    Jedenfalls wenn man den kompletten Preisbereich abdecken will. Die günstigen Windowstablets wie vor ein paar Jahren gibt es nicht mehr.
    Browser: Kiwi Browser kann Bookmarks ex- und importieren, und beherrscht vor allem Chrome Extensions :).
    Kevin Kozuszek
    aber ich käme nie auf die Idee, so einen langen Beitrag wie den hier am Tablet zu schreiben

    Für größere Mails und diverse Texte nutze ich auch lieber einen PC/Notebook. Dennoch ist es auch mit dem iPad (früher ein Lenovo Tab) realisierbar. Mein Unterwegssetup besteht aus Tablet, mobiler Tastatur und einem DSmobile 820. Damit komme ich einige Tage gut aus und ist vom Packmaß immer noch deutlich sparsamer als ein Notebook oder SP4.
    Ich persönlich finde es als passende Ergänzung zu einem PC, eben weil auch in gewissen Rahmen auch arbeiten möglich ist.
    Was dann nicht geht, geht eben nicht - ganz einfach. Man muss nicht auf alles vorbereitet sein.
    Das Problem bei Android Tablets liegt in folgenden Bereichen:
    1) Grottenschlechter Update Support
    2) Schwache Hardware (Billiger Speicher)
    Ich hatte selbst Jahrelang Android Tablets bin mittlerweile beim iPad. Es sind einfach gefühlt Welten dazwischen.
    Mein altes Huawei Tablet (Mediapad M3 10 Zoll) ist nicht mehr bedienbar, alles lagt, hackt und es gab seit einem Jahr keine Updates mehr.
    Das iPad ist tip-top, schnell und hat nun sogar iPad os bekommen.
    Beim Smartphone sehe ich da keine große Unterschiede, aber beim Tablet würde ich momentan ganz klar zum iPad greifen.
    Kevin Kozuszek

    iTunes wird nicht verschwinden, das brauchen sie wegen iOS/iPadOS etc. ja weiterhin.

    Warum? Ich nutze jetzt iOS seit dem iPhone 4 und habe noch nie etwas mit iTunes gemacht. Ich mag iTunes einfach nicht. Weder unter Windows noch unter Mac OS X.
    Vollbackup und Datentransfer - es gibt zwar alternative soweit mit bekannt, aber iTunes ist da Mittel der Wahl. Wenn das Gerät mal gesperrt ist, braucht es auch m.W. auch iTunes.

    Ich nutze jetzt iOS seit dem iPhone 4 und habe noch nie etwas mit iTunes gemacht

    Mhm m.W. brauchte es zu der Zeit noch iTunes für System-Updates. Wie hatte es ohne Funktioniert?
    Ging schon damals OTA per WLAN. Wie gesagt, ich hab noch nie iTunes für meine iOS-Geräte benötigt.
    Kevin Kozuszek

    @klaus3
    Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber meines Wissens nach geht das immer noch, weil Apple hier über iCloud eine entsprechende Lösung geschaffen hat.

    Schaue mir gerade noch mal den iCloud client an. So wie es sich für mich darstellt:

    • Synchronisation der Bookmarks ist möglich.
    • Synchronisation der offenen Tabs ist nicht möglich.
    • Keine Unterstützung für End-to-end-encryption.* Das finde ich bei Lesezeichen fahrlässig, da diese gerne auch empfindliche Informationen wiederspiegeln können (z.B. zur Gesundheit).
    • Die benötigte Chrome-Erweiterung hat auffallend schlechte Rezensionen.

    Ich habe aufgeschnappt , dass die Verschlüsselung ab iOS 13 nachgebessert sein soll, konnte aber keinen Hinweis darauf finden, dass dies bereits zutrifft und auf Windows auch zutrifft. Laut gibt es zumindest keine Information darüber.
    Und warum muss man den iCloud Client für Windows UND eine Browsererweiterung installieren? Letztere könnte auch einfach direkt mit iCloud kommunizieren. Das würde dann auch mit einem Windows-PC funktionieren...
    * Anm: "Encryption in transit and on the server" ersetzt end-to-end-encryption nicht. So wie es formuliert ist, hat Apple freien Zugriff zu den Lesezeichen, und somit potentiell auch ein Angreifer.
    Was mich übrigens wundert: Beim Vergleich der Plattformen hat keiner Spiele angesprochen.
    Nach meiner Erfahrung findet man auf iOS am ehesten "pay once" Mobile-Games, analog zum klassischen Spielekauf. Ports von PC-Spielen oder Ableger-Spiele kommen zum Beispiel eher auf iOS als auf Android. Mit Apple Arcade und Google Play Pass wird das aber momentan aufgemischt, hier sehe ich den Vorteil momentan bei Apple.
    Dazu kommt, dass unter Android nach meiner Erfahrung Controller-Support schwächer aufgestellt ist als unter iOS. Vermutlich wegen Apple TV?
    Windows als mobile Gaming-Plattform hingegen hat einen sehr kleinen Marktanteil, und klassische PC-Spiele fallen sowohl von den Hardwareanforderungen als auch von den Eingabemethoden flach. Letzteres verschwimmt bei Controller-Support, aber gerade die alten Spiele, die auf einschränkter Hardware gut laufen würden, sind weder für kleine Bildschirme noch für Controller angepasst.
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