Es ist vollbracht: Windows 10 stößt Windows 7 vom Sockel

Es ist vollbracht: Windows 10 stößt Windows 7 vom Sockel

Es war ein langer und harter Kampf, der da in den letzten Monaten an der Spitze der Betriebssystem-Statistik tobte, und kurz vor Überschreiten der Jahresende-Ziellinie hat Windows 10 dann doch noch gewonnen sich auf den Thron gesetzt. Windows 7, das im Jahr 2019 seinen zehnten Geburtstag feiert und im Januar 2020 endgültig ausläuft, muss sich erstmals dahinter einreihen.

In den letzten Monaten stand die Wachablösung mehrmals kurz bevor, wurde aber immer wieder vertagt. Der Austausch vieler PCs im Weihnachtsgeschäft hat dann aber die endgültige Wende gebracht. Da in diesem Jahr auch sehr viele Firmen aufgrund des bevorstehenden Supportendes von Windows 7 auf Windows 10 umsteigen werden, ist ein Comeback mehr als unwahrscheinlich.

Hier sind die Zahlen für Dezember 2018:

Betriebssystem-Statistik für Dezember 2018

Datenquelle: NetMarketShare

 

Bei den Browsern hat Google Chrome zum Ende des Jahres 2018 nochmals einen Meilenstein geknackt: Erstmals hat er auf dem Desktop eine Zweidrittel-Mehrheit. Setzt man die Zugewinne bei Chrome und die Verluste beim Internet Explorer ins Verhältnis zu den Verschiebungen zwischen Windows 7 und 10, dann sieht man einmal mehr, wie sehr Chrome von Windows 10 bzw. der Schwäche des Edge-Browsers profitiert hat und das noch immer tut. Ein Anteil von 75 Prozent zum Jahresende 2019 scheint alles andere als utopisch zu sein (Ich erwarte nicht, dass sich der Plattformwechsel bei Edge auf die Statistiken auswirken wird, zumindest nicht 2019).

Browser-Statistik für Dezember 2018

Datenquelle: NetMarketShare

Die Dr. Windows-Statistiken

Und nun kommen wir noch wie gewohnt zu den Dr. Windows-Statistiken, die deshalb so interessant sind, weil sie von den „offiziellen“ Werten traditionell stark abweichen. Das heißt aber nicht, dass sie falsch sind, sondern nur, dass wir hier ein spezielles Publikum haben. Die Zahlen basieren auf rund 1,5 Millionen Besuchern im letzten Monat (nur Webseite, keine Apps).

DrWindows-Statistik für Dezember 2018

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Danke für den Artikel, wie immer interessant.
    Was mich immer wieder verwundert ist der Unterschied der Chrome-Anteile insgesamt im Vergleich zum Chrome-Anteil bei den DrWindows-Besuchern.
    Nun, die Netmarketshare-Statistik zeigt die weltweite Verbreitung, während die Dr. Windows Statistik lediglich die Seitenaufrufe dieser einen Webseite zeigt. Außerdem ist Deutschland so mit das einzige Land, in dem Firefox noch einigermaßen mithalten kann. Und das wohl auch nur, weil hier medial immer so gegen Google und Co. gehetzt wird. Oder gegen Windows 10, was auch einer der Hauptgründe sein dürfte, warum Windows 7 überhaupt noch Marktanteile hat. Und, weltweit ist es auch nur noch so verbreitet, weil in den Riesenmärkten China und Indien so viele mit gecrackten Windows 7 Versionen unterwegs sind.
    Das haben z.B. auch immer die Steam-Hardware-Staistiken schön gezeigt. Eine zeitlang waren da weit über 90% der Nutzer mit Windows 10 unterwegs, dann kam der Boom der Onlinespiele, und China wurde ein großer Markt, und auf einmal war Windows 7 wieder gleichauf. Hierzulande wird das auch ganz anders aussehen, da ist Windows 10 sicherlich recht weit vorne.
    Es ist vollbracht, nach 3,5 Jahren.
    Und das, obwohl Windows 10 ein Jahr kostenlos war, penetrant gepusht wurde und mit einem alten Trick immer noch kostenlos ist.
    Ich weiß ja nicht... :rolleyes:
    Chrome nutze ich mittlerweile auch ganz gerne. Generell gefallen mir die Dienste von Google immer besser. :daumen+
    @ASDF00: Wie gesagt... da spielen die Märkte China und Indien groß mit rein. In Europa wird Windows 10 seit Jahren einsame Spitze sein.
    Ich finde es ein wenig suboptimal, dass immer solche weltweiten Statistiken die Grundlage für die Einschätzungen sind. Insbesondere wenn dann auch noch so viele mit gecrackten Windosen unterwegs sind. Ich würde viel lieber eine Statistik von Europa, oder den USA sehen. Chine und Indien sind für mich einfach nicht repräsentativ. Zu viele Menschen mit zu vielen illegalen Windows-Kopien.
    Solange ich es verhindern kann wird mir nie irgendein Produkt von Google auf den Rechner kommen. Auch wenn andere Produkte vielleicht nicht alles können, damit kann ich leben, aber die Entwicklung Googles läuft auf eine Monopolstellung hinaus und das können und dürfen wir nicht wollen! Ich, für meinen Teil, unterstütze das nicht.
    Das ist mir schon klar (schlimm genug!)! Aber ich muss es nicht noch aktiv unterstützen! Google-Software zu nutzen heißt Konkurrenzprodukten den Hahn abzudrehen!
    Eine Weltsensation! Nichts ist dem Menschen wichtiger wie diese doofe Statistik. Werte Genossen, lasset uns darauf anstoßen! :trinken2 :bier Ach was - Saufen bis zum Abwinken! :saufduo :trinken3
    charles08
    Google-Software zu nutzen heißt Konkurrenzprodukten den Hahn abzudrehen!

    So ein Quatsch. :stupid
    chakko
    :)
    Wäre doch auch unschön NICHT mit einer Statistik ins neue Jahr zu starten, oder?

    Welche? Endlich mal eine positive für mein Bankkonto? Frohes Neues Kumpane! :saufduo
    Ich habe den Eindruck dass, viele Websites gar nicht erkennen welche Browser dabei sind diese aufzurufen. Wenn ich z.B. mit meinem Windows Mobile (cube wp10 oder 950XL) einer Sites aufrufe, erscheint ein Popup Fenster mit Fieber Meldung.
    "Ihr Webbrowser (Chrome 64) ist veraltet. Aktualisieren Die ihren Browser für mehr Sicherheit, Geschwindigkeit und den besten Komfort auf dieser Seite. Hier erfahren Sie, wie einfach sie ihren Browser aktualisieren können."
    .... What?
    Welches Tool ist zuständig für diese Statistik, Google Analytics? ?
    Webbrowser geben den sogenannten User Agent aus. Da kann die Webseite auch nichts dafür, wenn die Engine dahinter einen "falschen" User Agent ausgibt. Aber, klar, guter Punkt, das dürfte jedenfalls von der Software, die auf Webservern laufen, so nicht erkannt werden. Meines Wissens ist das aber nur eine Möglichkeit. Bei solchen Statistiken wird sicher auch auf Umfragebasis gearbeitet.
    Heutzutage wird man eben lieber als Chrome erkannt. ;)
    "You're using Chrome version 64 on Windows." <-- Edge
    charles08
    Google-Software zu nutzen heißt Konkurrenzprodukten den Hahn abzudrehen!

    Über das Stadium ist Google längst hinaus. Die großen Google-Dienste/Angebote haben im Schnitt
    1 Milliarde Nutzer. Konkurrenz gibt es da eh keine mehr.
    Und Start-Ups die wirklich etwas Neues ausbrüten, was sich vermarkten läßt...die lassen sich doch nur
    zu gerne von einem der Giganten sponsoren/schlucken (und das ist dann nicht nur Google), weil sie sehr
    genau wissen, dass ohne so einen Riesen im Hintergrund heutzutage kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist.
    Und Google, Microsoft, Apple, Amazon u.s.w. sind da auch nicht geizig wenn es darum geht z.B. ein erfolgversprechendes
    OpenSource-projekt zu unterstützen....weil sie ja davon letztlich profitieren.
    chakko
    @ASDF00: Wie gesagt... da spielen die Märkte China und Indien groß mit rein. In Europa wird Windows 10 seit Jahren einsame Spitze sein.

    Welche genauen Infos liegen dir vor, die dich zu dieser Aussage bewegen?
    Ich kenne noch jede Menge private User und auch einige Firmen die Windows 7 nutzen und zwar gerne nutzen weil ihnen W10 überhaupt nicht zusagt.
    Solange ich es verhindern kann wird mir nie irgendein Produkt von Google auf den Rechner kommen. Auch wenn andere Produkte vielleicht nicht alles können, damit kann ich leben, aber die Entwicklung Googles läuft auf eine Monopolstellung hinaus und das können und dürfen wir nicht wollen! Ich, für meinen Teil, unterstütze das nicht.

    Danke!
    Allerdings drohen schon lange keine Monopolstellungen mehr sondern sind bedauerlicherweise schon längst Realität...
    Multimonopolist Google ... es beginnt schon mit dem vermeintlichen Standardwort für Internetsuche...
    Nun, die Netmarketshare-Statistik zeigt die weltweite Verbreitung, während die Dr. Windows Statistik lediglich die Seitenaufrufe dieser einen Webseite zeigt. Außerdem ist Deutschland so mit das einzige Land, in dem Firefox noch einigermaßen mithalten kann. Und das wohl auch nur, weil hier medial immer so gegen Google und Co. gehetzt wird. Oder gegen Windows 10, was auch einer der Hauptgründe sein dürfte, warum Windows 7 überhaupt noch Marktanteile hat. Und, weltweit ist es auch nur noch so verbreitet, weil in den Riesenmärkten China und Indien so viele mit gecrackten Windows 7 Versionen unterwegs sind.

    Ist ja nicht so als muss man bei Win 10 unbedingt eine Lizenz von MS haben, da ist es sogar noch einfacher eben keine zu haben als es bei Win 7 war. Somit wird die Nutzung von Win 7 wohl auch noch andere Gründe haben.
    Außerdem, woher willst du wissen, dass in China alle ein gecracktes Win 7 verwenden, warst du schon vor Ort und hast nachgeschaut?
    Mit rund 46,86%, also 702,3 Mio Geräten ohne Windows 10 (588,3 Mio) ist es umso mehr ein steiler Weg, die "Altlasten" aus dem Netzwerk-Verkehr zu ziehen. Bei unterstellten 1,5 Mrd Geräten im Einsatz gesellen sich bald bis zu 554,9 Mio Geräte mit leistungsfähigerer Hardware zu den potentiellen "Zombies" im Netz. Will keiner wirklich im Verkehr oder in gegnerischen Reihen wissen. Es scheint ein Brennstäbe-Projekt, bei dem keiner wirklich Verantwortung übernimmt.
    @Rivn:
    Warte Mal, bis zum nächsten Monat, wenn die Firmen aus dem Winterurlaub kommen. Dann wird ganz aus Geisterhand, der Win7 Anteil wieder vor win10 liegen. Verrückt oder?
    "Es ist vollbracht" - soll ich jetzt etwa jubeln? Warum? Was habe ich von den Verkaufsergebnissen der Firma Microsoft? Jedenfalls bekäme ich für Jubelarien kein Honorar.
    Als seinerzeit Windows 10 gnadenlos von MS gepusht wurde, sah ich keinen vernünftigen Grund, von Win 7 auf Win 10 umzusteigen. Derzeit muss ich beruflich Win 10 nutzen und privat nutze ich immer noch Win 7. Ich kenne also beide Versionen und sehe immer noch keinen Grund für einen Umstieg. Wenn dann mal der Support endet, gucke ich mal, was für mich das Richtige ist. Vielleicht wird es Linux. Oder ein Mac. Ja, vielleicht auch Windows 10. Mal gucken.
    reschef

    Außerdem, woher willst du wissen, dass in China alle ein gecracktes Win 7 verwenden, warst du schon vor Ort und hast nachgeschaut?

    Sagen wir so: Man hat immer wieder davon gelesen. Ich zumindest. Und, warum sollten sonst so viele Windows 7 Version aus Asien aus dem Boden schießen, wenn längst Windows 10 aktuell ist?
    Vielleicht kann der Kollege Iskandar hier mal posten, hatte von ihm mal in einem anderen Forum gelesen, dass bei ihm daheim (auch Asien) sehr viele mit einer gecrackten Windows-Version unterwegs sind. ;)
    Siehe auch hier: https://www.techrepublic.com/article/microsoft-gives-up-on-charging-for-windows-in-china/
    FirstWatt
    Wenn ich mit meinem Lumia 950 auf folgede Website gehe, sagt er mir dass ich Chrome 52 habe:
    https://detectmybrowser.com/
    Ich glaube es schlicht nicht, dass Edge nur so wenig Marktanteil hat.

    Vergiss die Seite. Das können andere deutlich besser - da stimmt schlicht was nicht. wieistmeineip ist da sogar genauer....selbst "meine" Owa zeigt die Zugriffe genauer an.
    2018 müsste das doch sein.
    http://gs.statcounter.com/windows-version-market-share/desktop/germany/#monthly-201812-201812-bar
    tmayr

    Multimonopolist Google ... es beginnt schon mit dem vermeintlichen Standardwort für Internetsuche...

    Genau, so gut wie jeder benutzt heute das Wort,wie z.B kannst du doch googeln,guck mal bei googel,googel doch mal.
    Irgendwie hat es da Googel doch geschafft,fast jedem von uns quasi eine Gehirnwäsche zu unterziehen.Besser kann man es für sein Unternehmen ja auch nicht machen,der Name ist immer in aller Munde.Von daher Respekt :daumen+
    Ich kann mir nicht helfen, aber das hätte ich mir für Bing gewünscht,kannst du doch bingen, bing doch mal....;)
    Och Gottchen, ja, die bösen bösen Google-Leute. Dass die jede Menge richtig gemacht haben, denn ohne weiteres wird man nicht die meist verwendete Suche im Netz (liegt bei über 90% weltweit) zählt dabei wohl nicht. Wir sind hier einfach sowas von verkommen mittlerweile, was die soziale Marktwirtschaft angeht. Man gibt Unternehmen die Möglichkeiten, sich zu entwickeln, und dann haut man mit dem Knüppel drauf, wenn jemand diese Möglichkeiten nutzt, und sich eine marktführende Position erarbeitet. Ach, ne, das heißt ja in Deutschland marktBEHERRSCHEND. Hatte ich ja ganz vergessen, dass die linken Vögel überall die Welt neu schreiben.
    Bin übrigens wieder mal sehr überrascht, wie sehr dieser Geist bei Windows-Nutzern verbreitet ist. Microsoft hat im Grunde genommen exakt die gleichen Sachen mitgemacht, wie Google, mit Vorwürfen der Manipulierung des Marktes, und Ausnutzung der Monopolstellung (man erinnere sich an die Geschichte mit der nicht möglichen Deinstallation des Internet Explorers), und das gleiche wird jetzt von Nutzern von Microsoft bei Google angeprangert (und das, obwohl auch Microsoft seine Suchmaschine hat, die natürlich auch personalisiert, und diverse Dienste, die dies genauso tun wie bei Google). Ich sage jetzt einfach mal, dass das eine komische Art von Scheinmoral ist, und die entsprechenden Leute lieber Linux nutzen sollten. Aber bitte nur die Community-Sachen wie Debian, alles andere ist bereits voll durchkommerzialisiert, denn, oh Graus, die Realität hat auch nicht vor Linux halt gemacht.
    @chakko
    Falls du jetzt meinen Kommentar ansprichst,interpretierst du da aber vieles rein,was gar nicht meiner Auffassung entspricht.
    Ich sehe Googel in keinster Weise als böse an,das siehst du auch daran,das ich Googel meinen Respekt ausspreche,und das ist von mir nicht zweideutig zu sehen,wie du es hier hinstellst b.z.w auffasst.
    Genau so unterstellst du mir hier eine Scheinmoral, falls du dich dazu genötigt siehst,dieses aufgrund meines letzten Satzes in #31,so zu interpretieren,liegst du auch hier wieder falsch,so bitter ernst ist das nämlich meinerseits nicht zu verstehen,man beachte den Smilie am Ende meines Satzes.
    Ich unterstütze hier nur die Auffassung, das Monopolisten nicht gut für eine Marktwirtschaft sind,egal in welchen Bereichen....deswegen sehe ich diese aber noch lange nicht als bitter bitter böse an.
    Ok, verzeih mir, wenn ich das alles ein wenig übertrieben ausgedrückt hat. Ich meinte jetzt auch nicht dich persönlich, ich habe das so in die Richtung schon so, so häufig im Netz gelesen, oder von anderen gehört. Leider missachtet das halt völlig den Wettbewerb, den es immer gibt, und den es immer gegeben hat. Was ist denn mit Yahoo, Bing, Ask.com, oder AOL? Waren die nicht im Wettbewerb mit Google? Was ist denn mit den Outlook-Diensten, oder den Apple-Diensten? Was ist denn mit den anderen Werbeanbietern? Leider wird dann im Endeffekt immer nur der als Monopolist, als böse, oder was auch immer eingestuft, der die Nase vorn hat. Deswegen musste auch Apple nicht den Safari deinstallierbar machen, sondern nur Microsoft den Internet Explorer. Weil nämlich immer nur der böse ist, der sich im Wettbewerb mit den anderen durchsetzt.
    Und, wenn dir das Wort "böse" im Zusammenhang mit deinem Post nicht gefällt, nun ja. Du redest von Gehirnwäsche. Insofern bist du sicher auch der Meinung, dass Google oder anderen Monopolisten, denen du Gehirnwäsche vorwirfst, weil die Leute es halt gern benutzen, irgendwie auch böse sind.
    Übrigens möchte ich nochmal betonen, weil es für mich ein sehr wichtiger Punkt ist, dass Firmen wie Google dafür verantwortlich sind, dass viele Dienste und Webseiten im Netz immer noch kostenlos sind. Wie gesagt, wer der Meinung ist, Google ist ein böser Monopolist, OK. Morgen Google abschalten, und dann mal schauen, wieviel der Konsument im Internet noch kostenlos bekommt. Dann aber bitte nicht rumheulen, dass man an jeder Ecke löhnen muss. Und, wer der Meinung ist, man bezahlt mit Daten, und verkauft seine Seele an den Teufel: Mal überlegen, was das Internet eigentlich ist. Mein privater Raum, weil ich vor MEINEM PC sitze? Mitnichten. Eher ein öffentlicher Raum, genauso, wie wenn man sich in de Einkaufszone begibt. Und dort stehen auch Kameras, und man wird gleich angesprochen, wenn man in ein Geschäft kommt. Ja, man wird sogar darauf angesprochen, dass es doch lohnend wäre, wenn man die oder die Krawatte anprobiert, weil der Verkäufer der Meinung ist, dass die einem echt gut stehen könnte. Personalisierung pur. ;)
    @chakko
    "Deswegen musste auch Apple nicht den Safari deinstallierbar machen, sondern nur Microsoft den Internet Explorer. "
    Safari lässt sich meiner Erfahrung nach in den Papierkorb schieben und löschen.
    Microsoft hat seinen gekauften Browser kostenlos mit dem Start eines Rechners in den Markt gedrückt, als andere Anbieter ihre Versionen noch hauptberuflich entwickelt und wie jede andere Software auch verkauft haben. War halt nicht wirklich nett.
    Ein Unternehmen kann es sich nicht leisten "nett" zu sein. Erklär mal deinen Mitarbeitern, dass die Firma den Gürtel enger schnallen muss, nur weil sie netter als die Konkurrenz war. Mal abgesehen davon war Netscape meines Wissens so ziemlich seit dem ersten Release quasi kostenlos. Dass man sich darüber aufregt, dass ein Browser vorinstalliert ist, und sich nicht deinstallieren kann, finde ich ziemlich lächerlich, wenn man sich jeden beliebigen Browser installieren, und verwenden kann. Insbesondere wenn der vorinstallierte Browser auch noch ein integrer Bestandteil des Systems ist, und sich nicht so mir nichts dir nichts deinstallieren lässt. Vieles von dem, was da angeprangert wird, hat einfach keinen Sinn und Verstand. Soll jetzt auch Linux verurteilt werden, weil bestimmte Programme vorinstalliert sind? Immerhin wird Otto-Normal-Bürger somit vorgetäuscht, dass es gar keine anderen Programme mehr gibt. ;)
    Safari kann man übrigens seit Mac OS 10.11 nicht mehr deinstallieren. Und vorher auch nur über Umwege.
    Übrigens möchte ich nochmal betonen, weil es für mich ein sehr wichtiger Punkt ist, dass Firmen wie Google dafür verantwortlich sind, dass viele Dienste und Webseiten im Netz immer noch kostenlos sind.

    Ne ist nicht, man zahlt nur mit einer anderen Währung. Nur leider bekommt man dafür keine Brötchen.
    Aber ich hatte es schon an anderer Stelle geschrieben. Was haben wir davon- Content Müll, ClickByte, FakeNews etc.pp.? Wenn man alle Vor und Nachteile gegenüberstellt wird vermutlich ein sehr ernüchterndes Ergebnis herauskommen. Eines aber wird endgültig sicher sein, der Mensch lässt sich besser melken als eine Milchkuh.
    Ehrlich gesagt lasse ich mich lieber über personalisierte Werbung melken, als überall mit harter Währung gemolken zu werden. Das kannst du natürlich gerne anders sehen.
    Übrigens, bist du berufstätig? Schonmal umsonst gearbeitet? Nein? Dachte ich mir. ;)
    Schonmal umsonst gearbeitet?
    Darum geht es doch gar nicht. Es geht um diese Kostenlos-Mentalität, die u.a. Google im Internet gezüchtet hat. Anfangs stimmte das noch zumindest teilweise, aber dann wurde den Nutzern hinterhältig das Zahlen mit den eigenen Daten aufgedrückt. Daß man von einem kostenlosen Modell schwerlich legal zu einem Modell, das Gewinn abwirft, gelangen kann, sollte allen vorher bekannt gewesen sein. Das menschliche Wesen war auch zu Beginn des Internetzeitalters kein Unbekanntes. Und so greifen die Geschäftsmodelle von Google und Co. nur bei den Junkies, die sie süchtig gemacht haben.
    Letztendlich ist kaum jemand im Internet - abseits der im weitesten Sinne Internet-Shops - so ehrlich zu sagen, daß er Geld verdienen will. Stattdessen nur Geheule über die bösen Nutzer, die ihre Möglichkeiten ausnutzen, oder lächerliche Angebote, für die kaum ein Mensch bei Sinnen bezahlen würde.
    Ähnliches gilt für die Open-Source-Gemeinde. Man pflegt sein Software-für-umsonst-Image und bittet unverbindlich um Spenden. Verschweigt aber, daß wesentliche Teile der Entwicklung nur durch Konzerne ermöglicht werden und daß die freien Entwickler tatsächlich auf Spenden angewiesen sind.
    Dir ist die Tragweite von Nutzertracking und personalisierter Werbung offenbar nicht bewusst. Es werden Daten in einem Umfang gesammelt die es erlauben über die Manipulation des Konsumverhaltens hinaus tief in das individuelle Lebensmodel einzugreifen. Allein der Internethandel hat unser Konsumverhalten so nachhaltig verändert das ein irreparabler Schaden an unserer gesellschaftlichen Struktur entstanden ist. Und das in einer Geschwindigkeit auf die eine Gesellschaft nicht so schnell reagieren kann.
    Davon abgesehen das schon einige Unternehmen mit personalisierten Preisen aufgefallen waren.
    Schonmal umsonst gearbeitet?

    Im Allgemeinen ist es üblich das ich für eine erbrachte Leistung einen realen Gegenwert erhalten. Ein Gegenwert, bei dem sich der Zahlende über dessen Wert bewusst ist.
    Geld x hat eine Kaufkraft von xy das erworbene Produkt ist xy Geld wert bzw. wird dafür verlangt.
    Jetzt frage ich dich. Was sind deine Daten wert? Wieviel Daten kostet Produkt x und wie viele Daten kosten Produkt z?
    Und das in einer Geschwindigkeit auf die eine Gesellschaft nicht so schnell reagieren kann.
    Diejenigen, die reagieren könnten, nämlich die Mitglieder der gesetzgebenden Organe haben leider versagt. Im Internet regiert seit langem das Recht des Stärkeren. Google, Amazon und Co. schaffen Fakten, auf die in den Parlamenten irgendwann mal reagiert wird. Inzwischen haben die Konzerne sich so daran gewöhnt, daß sie ganz ungeniert auch bestehendes Recht brechen, statt es nur zu beugen. Das trifft alle Rechtsgebiete vom Persönlichkeits- übers Urheberrecht bis zum Steuerrecht.
    Die Gesetze sind teilweise noch auf dem Stand aus Bismarcks Zeiten, in denen Nachrichten mehrere Wochen brauchten, um nur jede Stadt geschweige denn das Dorf in der letzten Ecke zu erreichen. Das ist in Zeiten, in denen Nachrichten - Daten über Personen zählen dazu - innerhalb von Bruchteilen von Sekunden die gesamte mit dem Internet verbundene Welt erreichen können, nicht mehr adäquat.
    build10240
    Darum geht es doch gar nicht. Es geht um diese Kostenlos-Mentalität, die u.a. Google im Internet gezüchtet hat.

    Das halte ich für eine fatale Fehleinschätzung. Diese Kostenlos-Mentalität ist eine Sache, die von den Menschen selbst gezüchtet worden ist. Besonders am Anfang war das Internet wie der Wilde Westen mit Cracks, und MP3-Tauschbörsen an jeder Ecke. Es ist einfach eine zwingende Konsequenz, dass das Internet irgendwann kommerzialisiert wird, und ich persönlich finde es wesentlich besser, personalisierte Werbung zu bekommen, als an jeder Ecke zahlen zu müssen. Das sind die beiden Alternativen, etwas anderes kann es in einer Gesellschaft und Wirtschaft, in der immer noch mit barer Münze bezahlt werden, einfach nicht geben. Wie Europäer sind da im Grunde auch noch total verwöhnt, schau dir z.B. mal amerikanische Sportereignisse an, und wieviel Werbung da bezahlt wird. Im amerikanischen Motorsport sind sogar die Onboardkameras gesponsort, nach dem Motto "This camera is brought to you by Verizon Inc.". ;)
    Ein großes Problem ist doch auch, dass die Leute wer weiß wie am Mähren sind, wenn mit ihren Daten gearbeitet wird, aber keiner sich mal wirklich mit den AGB von Google und Konsorten auseinandersetzt. Und, wenn man als Firma sowas transparent macht, wie Microsoft bei Windows, dann sind die Leute wieder am Mähren, und sind schockiert, was da so alles drin steht. Wie man es als Firma macht, ist es falsch, und man ist immer der Buhmann. Ich finde wirklich, man sollte mal komplett die Werbung im Netz abschalten, und jede Seite sollte beim Seitenaufruf eine Bezahlung einfordern. Vielleicht würde es dann etwas transparenter, dass das alles kostet, und niemand der Betreiber oder Entwickler für umsonst arbeiten kann.
    Generell, denke ich, kann man schon sagen, dass der Konsument alles immer nur aus seiner Warte sieht. Wenn er tatsächlich selbst etwas im Netz anbieten würde, dann würde er ebenso Google Ads aktivieren wie alle anderen. Frag mal die Betreiber von Dr. Windows punkt DE.
    Setter

    Jetzt frage ich dich. Was sind deine Daten wert? Wieviel Daten kostet Produkt x und wie viele Daten kosten Produkt z?

    Ich würde sagen, das kommt drauf an, wer meine Daten auswertet, für welchen Zweck, und wieviel dieser Auswertung zur erhöhten Relevanz der Werbung, und damit auch Erhöhung der Chance auf einen Einkauf einbringt. Das lässt sich so sicher nicht pauschal sagen. Fakt ist, dass es etwas abwirft, sonst hätten wir nicht an allen Ecken im Netz Werbung, oder Anrufe von "Meinungsforschungsunternehmen" etc.
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