Fenix: Mozilla leitet die Umstellung von Firefox für Android ein

Fenix: Mozilla leitet die Umstellung von Firefox für Android ein

Nachdem Mozilla bereits vor einigen Jahren den Unterbau von Firefox am Desktop umfassend erneuert hatte, wird nun auch seit einigen Monaten an einer neuen Basis für Android gearbeitet. Der aktuelle Firefox für Android, der auch auf den Namen Fennec hört, befindet sich seit dem Release von Firefox 68 bereits im Wartungsmodus und folgt bis auf Weiteres der ESR-Linie, bis sein Nachfolger als stabile Version freigegeben wurde. Mit Fenix erwartet die Nutzer dann nicht nur ein neuer Unterbau auf Basis von GeckoView und der Android Components, sondern auch die Mindestvoraussetzungen werden auf Android 5.0 angehoben.

Seit dem gestrigen Abend hat Mozilla nun damit begonnen, den langsamen Umstieg von Fennec auf Fenix umzusetzen. Nutzer, welche die Nightly-Version von Firefox für Android einsetzen, werden nun zeitnah ein Update über den Google Play Store erhalten, welches die Basis auf den Nachfolger Fenix umstellen wird. Im Frühjahr 2020 soll dann die Beta-Version von Firefox folgen, ehe die stabile Version noch in der ersten Jahreshälfte das Update auf den neuen Unterbau erhalten soll. Derweil sollen noch weitere Funktionen wie die Unterstützung von WebExtensions, also Addons, sowie Verbesserungen der Startseite folgen. Außerdem dürfte auch Firefox für den Amazon Fire TV mittelfristig auf die Fenix-Basis umgestellt werden.

Wer den neuen Browser schon jetzt einmal austesten will, findet den Link zur aktuellen Firefox Preview unter dem Beitrag.

Firefox Preview
Firefox Preview
Entwickler: Mozilla
Preis: Kostenlos

Quelle: Mozilla Blog

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. Ich hatte mal gewitzelt, weil ich Erweiterungen als wichtig erachte, dass jene wohl erst zur v3 kämen. Die Antwort war, dass man das nicht so genau wüsste, weil es andere wichtigere Baustellen gäbe. Jetzt ist Stand v3 (3.0.2) und immer noch keine Erweiterungen möglich. :D
    Ausserdem sind immer noch keine anderen Zertifikate möglich, wie zB Adguard (Premium), Blokada oder sonstige VPN, die muss man aktuell dann abschalten.
    Ich freue mich schon sehr auf den neuen Firefox für Android. Vor allem die UI finde ich an vielen Stellen sehr gelungen.
    Leider fehlen mir, wie bereits erwähnt, die Unterstützung von Addons und ein Tablet Modus, der noch gar nicht existiert. Ich hoffe, dass der noch folgen soll. Der Tablet Modus von Edge wurde unter Android optisch leider auch nicht aktualisiert. Ich hoffe mal nicht, dass am Ende nur noch Chrome eine gescheite Android Tablet UI anbieten wird.
    Was mir unter Firefox unter dem Desktop sehr fehlt ist die Unterstützung von PWAs. Ich habe mich daran sehr gewöhnt bei dem neuen Edge.
    Ich finde die Usability des Desktop Firefox eine größere Baustelle. Es wird zwar viel unter der Haube und an der Basis gemacht, aber es geht vor allem auch darum, ob er sich gut bedienen lässt. Mit der neuen UI für Android macht man meiner Meinung nach einen Schritt in die richtige Richtung. Aber so ein Redesign könnte auch der Desktop Firefox vertragen in meinen Augen. Das fängt bereits mit der zu komplexen und altmodischen Favoritenverwaltung an über überladene Kontextmenüs bis zu einer scheinbaren Kleinigkeit, dass die Rechtschreibprüfung mehrere Sprachen gleichzeitig unterstützt. Dazu zählt für "fortgeschrittene" NutzerInnen noch die fehlende Unterstützung von PWAs, auch wenn Mozilla da seine Gründe bereits zu geäußert hat.
    Schade, denn ich möchte den Firefox auch aus Überzeugung weiternutzen, aber mittlerweile reicht es mir an vielen Stellen einfach nicht mehr aus, da mir die Konkurrenz wirklich sehr runde und fortschrittliche Alternativen anbietet.
    Wäre schön, wenn ein Download-Link direkt zur Software-Quelle bei Mozilla in den Artikel eingefügt worden wäre. Nicht alle haben Google Play Store Anbindung.
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