Firefox: Mozilla gibt Version 73.0 für alle Plattformen frei

Firefox: Mozilla gibt Version 73.0 für alle Plattformen frei

Mozilla hat mit Firefox 73.0 die nächste Major-Version seines hauseigenen Browsers für Windows, Mac und Linux veröffentlicht. Das neue Update erscheint bereits fünf Wochen nach seinem Vorgänger, allerdings wird gemäß dem neuen Releasezyklus nun in der Regel alle vier Wochen ein neues Funktionsupdate an die Nutzer im stabilen Kanal ausgerollt. Entsprechend fallen auch die Neuerungen, die Firefox in dieser Version mitbringt, eher gering aus.

Mozilla hat sich mit dieser Version vor allem der Barrierefreiheit angenommen und liefert zwei neue Funktionen mit, die Nutzern mit Sehschwächen helfen sollen. So kann nun eine globale Zoomstufe als Standardeinstellung festgelegt werden, damit man das Zoomlevel nicht mehr pro Seite neu anpassen muss. Außerdem haben die Entwickler den kontrastreichen Modus überarbeitet, sodass Hintergrundbilder nicht mehr deaktiviert werden müssen und nun ein Farbblock im Hintergrund eingeblendet wird. Abseits davon hat sich nur wenig getan. WebRender wird nun auch an Nutzer mit Nvidia-Grafikkarten ausgeliefert, die einen neueren Treiber als den 432.00 verwenden und kleinere Bildschirmauflösungen als 1920×1200 benutzen. Auch die automatische Erkennung von Legacy-Textcodierungen auf alten Websites wurde verbessert.

Geändert wurde auch der Umgang mit Anmeldedaten. Firefox wird nur noch dann zum Speichern auffordern, wenn sich in einem Eingabefeld etwas geändert hat. Außerdem wurde die Qualität bei einer schnelleren oder langsameren Wiedergabe von Audiodateien verbessert. Was sich sonst noch getan hat, findet ihr wie immer in den Release Notes.

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. "für alle Plattformen frei" ... außer Android. Da wurde Firefox (Fennec) beim letzten ESR eingefroren. Der Nachfolger (Fenix) ist noch in Entwicklung.
    Fennec wird auch bis zuletzt auf diesem Channel bleiben, bis Fenix endgültig freigegeben wurde. Aber noch ist Fenix keine Alternative für mich, obwohl inzwischen uBlock möglich ist.
    PS die Megabar (Adresseingabe wird größer bei Fokus) lässt sich nicht mehr mit "browser.urlbar.megabar" abschalten, sondern mit
    browser.urlbar.update1

    false
    Der alte Eintrag kann gelöscht werden.
    Absolut lobenswert, dass Mozilla den Firefox-Browser so gut pflegt. Eine tolle Alternative zu den kommerziellen Browsern.
    KeinUntertan
    Absolut lobenswert, dass Mozilla den Firefox-Browser so gut pflegt. Eine tolle Alternative zu den kommerziellen Browsern.

    Das ist aber nicht ganz richtig. ;)
    Firefox ist ein kommerzieller OpenSource-Browser, der nicht unter dem Dach der Mozilla Foundation entwickelt wird, sondern das läuft alles über die Mozilla Corporation als hundertprozentige Tochter. Das hat vor allem rechtliche und steuerliche Gründe. Ohne diese Ausgliederung würde Mozilla irgendwann die US-Steuerbehörde auf die Pelle rücken, weswegen Thunderbird ja nun auch mit der MZLA Technologies Corporation in ein eigenes Tochterunternehmen gewandert ist. Außerdem arbeiten an Firefox etliche Angestellte in Vollzeit und nur so könnte Mozilla auch kommende Abo-Services wie Firefox Lockwise realisieren. Pocket ist ja auch aus gutem Grund ein eigenes Tochterunternehmen geblieben und wurde nicht von Mozilla vollständig geschluckt.
    Ist im FOSS-Bereich aber nichts Besonderes. Brave wird auch von einem eigenen Unternehmen entwickelt und Waterfox wurde bis zu seinem "Verkauf/Funding/Wie immer man es nennen will" an System1 von der Waterfox Ltd. in Großbritannien entwickelt, auch wenn das ein Ein-Mann-Unternehmen von Alex Kontos war.
    Immer diese links angehauchte Betonung von "nicht kommerziell". Die Wahrheit ist doch, daß es bis auf kleinere Projekte nichts nicht kommerzielles gibt und selbst dann dient die Finanzierung von Serverkosten häufig zumindest Dritten wie den Werbeanbietern kommerziellen Zwecken. Ohne das Interesse von gewinnorientiert arbeitenden Unternehmen gäbe es weder Linux noch andere quellenoffene/freie Software auf dem heutigen Stand. Und auch die diversen Stiftungen existieren nicht zum Selbstzweck. Ohne Geld läuft da nichts. Gespendet wird u.a. aus steuerlichen Gründen. Die Mitarbeiter der Stiftungen, die an der Software arbeiten, verdienen zwar vermutlich nicht so gut wie bei IBM, Microsoft, Google, usw., für ein paar gute Worte arbeiten die aber auch nicht.
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