Firefox Private Network: Mozilla weitet Test seines VPN-Dienstes auf mehr Plattformen aus

Firefox Private Network: Mozilla weitet Test seines VPN-Dienstes auf mehr Plattformen aus

Schon seit einiger Zeit arbeiten die Entwickler bei Mozilla daran, die Marke Firefox auszubauen und um weitere Bezahldienste zu erweitern. Einen ersten Vorgeschmack bekamen wir in der Vergangenheit schon durch den Passwortmanager Firefox Lockwise, aber auch sonst wird an weiteren Abomodellen innerhalb der Firefox-Familie gearbeitet. Der nächste Schritt wird dabei wohl das Firefox Private Network sein, welches sich aktuell noch im geschlossenen Betatest befindet und auf die Vereinigten Staaten begrenzt ist. Während weitere Regionen demnächst folgen sollen, wurde nun die Reihe der unterstützten Plattformen erweitert.

Nachdem das Firefox-Addon und die systemweite App unter Windows 10 schon seit einiger Zeit getestet wurden, wurden nun auch Chrome OS und Android als weitere Plattformen in den erweiterten Test aufgenommen. Eine Unterstützung für iOS, Mac und Linux soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Die Umsetzung erfolgt dabei in zwei unterschiedlichen Varianten. Im Falle der systemweiten Anwendungen arbeitet Mozilla mit dem schwedischen VPN-Anbieter Mullvad VPN zusammen, die Verbindung zu den Servern in über 30 Ländern erfolgt über das moderne WireGuard-Protokoll und kann mit maximal 5 Geräten gleichzeitig erfolgen. Die systemweite Umsetzung ist grundsätzlich kostenpflichtig und kostet im geschlossenen Betatest in den USA derzeit 4,99 USD pro Monat. Welche Preise für Deutschland aufgerufen werden, ist noch nicht bekannt.

Die kostenlose Variante umfasst nur die Firefox-Erweiterung und ermöglicht 12 einstündige Verbindungen pro Monat, die immer vollständig abgerechnet werden, egal ob ein Nutzer in einer Sitzung weniger Volumen verbraucht hat. Außerdem arbeitet Mozilla in diesem Fall mit Cloudflare zusammen, wobei ein minimale Datensatz gesammelt und nach 24 Stunden wieder gelöscht werden soll. Weitere Informationen zum neuen Dienst findet ihr auf dieser Seite.

Mozilla VPN - A secure, private and fast VPN
Mozilla VPN - A secure, private and fast VPN
Entwickler: Mozilla
Preis: Wird angekündigt

Über den Autor
Kevin Kozuszek
  • Kevin Kozuszek auf Twitter
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare

  1. Verstehe den Ansatz nicht so genau. Wird das dann nur auf den Firefox gestützt funktionieren, oder ist das eine allgemeine VPN Applikation, welche Verbindungen zu selbst definierten Punkten zulässt? In dem Segment tummeln sich momentan schon so viele Anbieter mit ausgereiften und auch u.U. kostengünstigeren Modellen, da ist es fraglich ob Mozilla in dem Bereich was reißen kann.
    Die kostenlose Variante ist auf das Firefox-Addon begrenzt und läuft über Cloudflare. Das ähnelt dann mehr oder weniger dem BrowserVPN von Opera. Die andere Variante ist ein klassischer VPN-Dienst, der grundsätzlich kostenpflichtig ist und - wie bei den anderen Anbietern auch - über eine separate Anwendung umgesetzt wird. Da gibt es dann keinen Unterschied zu NordVPN und Konsorten.
    Den Passwortmanager Firefox Lockwise habe ich durch Zufall vorhin bemerkt, als ich ein Passwort generieren sollte.
    Es ist schon eine feine Sache! Gerade weil mir die Passwortkombinationen langsam ausgehen...
    Den VPN Dienst finde ich als verschwendete Ressourcen. Selbst Windows hat einen VPN Dienst integriert.
    Was mir noch fehlt ist eigentlich nur noch ein vernünftiges Rechtschreib- und Grammatik Tool. Was ich manches Mal für Korken schieße... :lol
    Dann könnte Mozilla den Quellcode bereinigen. Vermutlich könnten da noch viele Ressourcen geschaffen werden, damit der FF noch schneller wird.
    Alles ist schön und gut, dass sie auch eine kostenlose Variante haben, doch 4.99$ für eine Betaversion zu bezahlen ist echt wahnsinnig. Besonders weil es schon so viele gute Anbieter gibt, die ihre Dienste viel günstiger bieten (Bei NordVPN muss man für das 3-Jahres-Paket nur 3.49$ ausgeben).
    Wie ist das zu verstehen, Mozilla arbeitet mit dem schwedischen VPN-Anbieter Mullvad VPN zusammen, d.h. dessen Infrastruktur wird genutzt? Bei einem Anbieter in der EU haben Sicherheitsbehörden der EU Zugriff auf die Daten. Bei Mozilla, die ihren Sitz in den USA haben, können die US-Behörden kraft Gesetz darauf zugreifen. Dass nichts an Daten gespeichert wird, ist ein ambitioniertes Ziel, aber wer glaubt das?
    Ich weiß, warum mein VPN-Anbieter in Singapur / Malaysia, weit weg von EU und USA, ansässig ist. Wäre ich in der Türkei, würde allein das schon die Festnahme wegen Terrorverdachts rechtfertigen. Aber in Deutschland sind wir auch auf dem besten Weg dahin. Demnächst werden IP-Adressen und sogar Nutzer-Passworte wegen irgendwelcher Facebook-Kommentare rausgegeben. "Schöne Zeiten" brechen an. Fragt sich nur, für wen. VPN-Nutzung wird zum Muss. Nur eben den richtigen nutzen!
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