Für mehr Privatsphäre: SwiftKey schaltet künftig automatisch in den Inkognito-Modus

Für mehr Privatsphäre: SwiftKey schaltet künftig automatisch in den Inkognito-Modus

Die alternative Tastatur SwiftKey, seit einigen Jahren im Besitz von Microsoft, verfügt über einen so genannten Inkognito-Modus. Wird dieser aktiviert, schaltet sich die Lernfunktion von SwiftKey ab, die durch die Eingaben des Benutzers trainiert wird. So werden die Wortvorschläge und -Vorhersagen mit der Zeit immer besser und passen sich dem Nutzungsverhalten an.

Diese Eingaben werden auch an die SwiftKey-Server übermittelt und bei aktivierter Synchronisation im Konto des angemeldeten Benutzers gespeichert. Wann immer man sensible Informationen eintippt, sollte man daher idealerweise den Inkognito-Modus einschalten.

Nun ist der Mensch aber von Natur aus faul, daher versucht SwiftKey in Zukunft selbst zu erkennen, wann es besser „wegschaut“. Die Beta-Version für Android wurde mit einem automatischen Inkognito-Modus ausgestattet. Er aktiviert sich immer dann, wenn sensible Informationen wie beispielsweise Kennwörter, Bankdaten oder andere vertrauliche Informationen eingegeben werden.

Ob der Inkognito-Modus aktiv ist, erkennt man am stilisierten Geheimagenten-Logo im Hintergrund.

SwiftKey im Inkognito-Modus

Die SwiftKey-Beta kann unter Android parallel zur produktiven Version getestet werden, man kann beliebig hin und her schalten.

SwiftKey Beta
SwiftKey Beta
Entwickler: SwiftKey
Preis: Kostenlos

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Man sollte vielleicht erwähnen dass es hier (auf Dr. Windows) rein um Android geht, oder? Auf iOS kann eine Drittanbieter-Tastatur überhaupt nicht für Dinge wie Kennwort-Felder aktiv sein, da ist es immer die System-Tastatur.
    Mir stellt sich da gerade die frage, woher weiss das ding überhaupt wann ich da ein Passwort oder andere sensible Daten eingebe?
    Das dürfte doch dann nur gehen wenn es diese daten schon erfasst hat.
    Am besten mit einer Firewall wie netguard sämtlichen datenverkehr der Tastatur-App blockieren. Eine Tastatur, die permanent sendet, ist sowieso gruselig. Permanenter Inkognito-Modus wär ok, aber der sieht graphisch halt sehr, sehr hässlich aus.
    Dann kann man handy auch ausschalten und in dem Schrank packen. Schon kann nix passieren. ? Finde ich gut, wenn es vernünftig funktioniert.
    Großer Mist: wenn ich Inkognito AKTIVIERE, geht sofort mein schönes heruntergeladenes Theme weg und die Tastatur sieht aus, wie auf dem Bild oben, also ... .
    Sunshinerene
    Dann kann man handy auch ausschalten und in dem Schrank packen. Schon kann nix passieren. ?

    ...oder einfach die App keine Daten senden lassen oder einfach die Systemtastatur verwenden.
    ...nur blöd, wenn die Systemtastatur Swiftkey ist. ;-) Huawei/Honor haben die vorinstalliert.
    Jedenfalls wird Swiftkey bei mir sofort durch das Gboard ersetzt, da dort m.E.n. das "wischen" wesentlich genauer die Worte erkennt.
    Gboard ist doch genauso mit dem Netz verbunden.
    Wenn man das nicht will am besten eine Tastatur ohne Netzwerkrechte nutzen.
    @Baloonicorn/iOS
    Stell ich mir nervig vor wenn bei jedem Passwortfeld die Tastatur wechselt.
    Ja das stimmt und meines Wissens soll man bei den Huaweis das auch bald nicht mehr ändern können. Somit Swiftkey-Zwang. Großes No-Go. Mir erschließt sich sowieso kein Vorteil durch die Swiftkey - hab sie nach 3 Tagen wieder deinstalliert.
    ntoskrnl
    Gboard ist doch genauso mit dem Netz verbunden.
    Das stört mich genau null, sonst wäre ich auf den Punkt eingegangen.
    Ich sehe das pragmatisch: Wo ich einen Nutzen aus vernetzten Apps ziehen kann, dann ist das vollkommen in Ordnung. Beim Gboard beispielsweise mit Kontakt- oder Suchvorschlägen. Wenn aber vernetzte Apps nur dazu dienen, mir Daten aus dem Smartphone zu leiern oder Dauerwerbung zu schalten, dann knipse ich denen die Datenverbindung ab.
    @Fritz Phantom mal abwarten. Genauso ist der Vorstoß Huaweis, in der International ROM (China) alternative Launcher zu blockieren, ein Unding. Sollte das so kommen und sollten sie damit auf die Fresse fliegen, dann ist das gut. Und wenn das alle bejubeln, dann habe ich ein Problem und werde mich nach Alternativen umsehen müssen. Abwarten und Tee trinken.
    Fembre
    Das stört mich genau null, sonst wäre ich auf den Punkt eingegangen.
    Ich sehe das pragmatisch: Wo ich einen Nutzen aus vernetzten Apps ziehen kann, dann ist das vollkommen in Ordnung. Beim Gboard beispielsweise mit Kontakt- oder Suchvorschlägen. Wenn aber vernetzte Apps nur dazu dienen, mir Daten aus dem Smartphone zu leiern oder Dauerwerbung zu schalten, dann knipse ich denen die Datenverbindung ab.

    Und diese Sorge hast du ausgerechnet bei einer Google-App nicht?
    Kleine Ergänzung:
    Das Tastaturlayout der Sonderzeichen ist bei mir in der Beta anders als in der regulären Version. Die neue Anordnung ist weitaus besser.
    Unauthorized
    Und diese Sorge hast du ausgerechnet bei einer Google-App nicht?

    Am Besten einfach mit einer Firewall blockieren. Z.B. Netguard. Ohne Root. Über Playstore, oder besser F-Droid. Einmal 5 Euro, die sich auszahlen. Man kann jeden einzelnen Prozess den Zugang per Daten und/oder Wlan erlauben oder halt blockieren. Gboard blockieren- Sache erledigt. Bei Swiftkey könnte man das auch machen, aber was halt bei Swiftkey unendlich nervt, ist, dass man sein eigenes Vokabular vorgeschlagen bekommt. Mit manchen Menschen rede ich anders, wie in z.B. in der Arbeit. Wenn mir dann wer über die Schulter schaut beim Tippen und ich permanent meinen eigenen Trash-Talk vorgeschlagen bekomme, ist das nervig und geht eigentlich nicht.
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