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Gadgetcheck: Anker PowerCore III 10K Wireless – Kabellose Powerbank mit allen Möglichkeiten?

Gadgetcheck: Anker PowerCore III 10K Wireless - Kabellose Powerbank mit allen Möglichkeiten?

Vergangenen Freitag hat Anker eine neue Powerbank vorgestellt, die nicht nur USB-A und USB-C in einem Gerät vereint, sondern zeitgleich auch noch eine Qi-Ladestation mit sich bringt und eine Kapazität von 10.000 mAh besitzt. Sie hört auf den Namen PowerCore III 10K Wireless, ist ab dem 12.10. lieferbar und wurde mir freundlicherweise für einen Test bereitgestellt. Dessen Erfahrungen teile ich hier sehr gerne mit euch.

Die 10,6 x 6,8 x 1,9 cm große Powerbank wiegt 243 Gramm und ist somit ähnlich groß wie aktuelle Handys.

Geladen wird die 10.000mAh große Powerbank per USB-C über den hauseigenen Standard Power IQ3 oder den USB 3.1 Standard, inklusive Power Delivery mit den Profilen 5V/3A oder 9V/2A. Die gleichen Profile sind auch für das Laden von angeschlossenen Geräten an USB-C verfügbar, sowie 10W maximal per kabellosem Qi Standard. Mittels Power IQ 2.0 am USB-A Port sind 5-6V/3A, 6-9V/2A und 9-12V/1,5A möglich.

Viel mehr kann man über die theoretischen Werte der Power Bank nicht berichten. Schauen wir doch gleich mal, was sich in der kleinen Schachtel befindet.

Das Unboxing

Anker PowerCore III 10K Wireless
Wie gewohnt findet sich keine große Überraschung in dem kleinen Karton im gewohnten Anker-Design. Die Powerbank, eine passgenaue, gewebte Tasche und eine Anleitung. Kabel und Netzteile werden bei Powerbanks schon länger nicht mehr mitgeliefert, was ich vollkommen in Ordnung finde, da man nach mehreren Generationen Smartphone wahrscheinlich schon mehr als genug dieser Geräte zu Hause hat.

Die Verarbeitung ist für Anker typisch gut. Die Powerbank ist in einem angerauten, griffigen Kunststoffgehäuse untergebracht, das keinerlei Ecken und Kanten hat. Der Bereich für das QI-Laden ist gummiert und steht etwa 2mm über das Gehäuse hinaus, sodass das Smartphone weich gelagert ist und die Kühlung über etwas Luft zwischen Smartphone und Powerbank gesichert ist.

Am unteren Teil des Gehäuses befinden sich die zwei USB-Anschlüsse, die weit genug auseinander liegen, damit auch etwas dickere oder breitere Kabel angedockt werden können. Der USB-C Anschluss ist gleichzeitig Aus- und Eingang, sodass kein zusätzlicher Ladeanschluss (wie bei Geräten mit Aufladen über Micro USB üblich) mehr benötigt wird. Außerdem befindet sich dort ein Knopf, mit dem die Powerbank aktiviert wird. Wird sie geladen, ist sie immer gleich aktiv, um angeschlossene Geräte direkt zu laden.
An der rechten Seite befindet sich eine Status-LED und vier weitere LEDs, die den Ladestand der Powerbank in 25%-Schritten signalisieren.

Auf der oberen Gehäuseseite befindet sich ein kleiner Haken, der ausgefahren werden kann und die Powerbank somit zu einem Smartphonehalter werden lässt.
Anker PowerCore III 10K Wireless
In diesem Zustand kann zwar die Qi Funktion nicht mehr für das Smartphone selbst genutzt werden, es kann aber schnell von einem Gimmick zu einem echten Tool werden, wenn man mal im Hotel oder in der Bahn eben nur sein Smartphone für den Videostreaminganbieter des Vertrauens dabeihat.

Zum Be- und Entladen der Powerbank können alle drei Lademöglichkeiten gleichzeitig verwendet werden, jedoch schaltet beim gleichzeitigen Verwenden mehrerer Lademöglichkeiten der Qi-Lader immer in den 5W-Modus. Die anderen beiden Anschlüsse können sich dann weitere 15W aufteilen. Ein gleichzeitiges Laden der Powerbank und Aufladen von zwei weiteren Geräten per Qi und USB-A ist ebenfalls möglich. Auch hier beträgt die maximal kombinierte Ausgangsleistung 20W.

Die 10.000 mAh reichen, um mein iPhone X mit seinem 2.700 mAh Akku etwa drei Mal per USB-C auf Lightning Kabel aufzuladen. Durch Wandlungs- und Wärmeverluste geht ein bisschen Energie verloren, sodass nach dem dritten Ladevorgang nur noch ein kleines bisschen Energie in der Powerbank vorhanden war. Bei der Nutzung des Qi-Laders ist eine Ladung weniger möglich, da hier der Wirkungsgrad nur bei etwa 60-70% liegt, abhängig von störenden Materialien zwischen Lader und zu ladendem Gerät.
Das Aufladen der Powerbank benötigt mit einem 18W USB-C Lader etwa drei Stunden, nach zwei Stunden ist sie aber schon zu etwa 75% gefüllt.

Durch zweimaliges Drücken des Powerknopfes kann der Modus für niedrige Ströme eingeschaltet werden, damit sich beim Laden von Smartwatches oder Kopfhörern die Powerbank nicht deaktiviert. Dies wird durch grünes Leuchten der ersten Batteriestatus-LED dargestellt.

Das Fazit

Mit der Powercore III 10K Wireless schickt Anker die Produktreihe zum Laden in die dritte Auflage und schafft mit der 10K Wireless eine moderne, handliche Powerbank für den Alltag. Für Smartphones, Smartwatches und TWS-Kopfhörer sind alle benötigten Lademodi an Bord, sodass sie für den Ausflug oder das Wochenende im Hotel ausreicht, ohne ein Ladegerät mitführen zu müssen.

Die kabellose Ladefunktion ist für mich eine großartige Idee für genau solche Szenarien, da man sein Smartphone einfach hinlegen kann, ohne es jedes Mal ans Kabel zu hängen. Hier muss man jedoch beachten, dass dadurch die Anzahl möglicher Ladungen um ungefähr ein Drittel reduziert wird. Unterwegs im Freien ist diese Funktion leider nicht so praktisch, da es schwierig ist Powerbank und Smartphone in korrekter Position zu halten. Hier ist dann ein Kabel wohl doch die bessere Wahl.
Ich persönlich hätte einen zweiten USB-C Anschluss statt des USB-A Anschlusses zwar bevorzugt, jedoch ist der USB-A Standard noch immer sehr verbreitet.

Den erwähnten Smartphonehalter finde ich richtig klasse. Es ist für mich einfach das kleine Stück Finesse, was man im ohnehin bestehenden Gehäuse ohne einen Mehraufwand an Platz oder Gewicht unterbringen konnte.

Erhältlich ist diese Powerbank ab dem 12.10. für 39,99 Euro bei Amazon. Sollte noch eine Rabattaktion zur Veröffentlichung starten, werde ich diese noch ergänzen. Da solche Aktionen bei Anker regelmäßig zur Produkteinführung starten, würde ich davon auch fest ausgehen.

Disclaimer: Enthält Affiliate-Links. Das Testmuster wurde uns von Anker kostenlos überlassen. Eine Vergütung, Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

Über den Autor

Alex Lüttgen

Alex Lüttgen

Ich bin Alex Lüttgen, oder auch Utgardus. Als Netz- und Systemadministrator fühle ich mich in so ziemlich allen Produkten von Microsoft im Client-, Server- und Office 365-Bereich zu Hause. Nach der Arbeit wird dann selbstverständlich auch mal die Xbox angeschmissen. Mobil bin ich nach dem Aus von Windows Mobile auf iOS gewechselt und fühle mich dort deutlich wohler, als bei Android. Neben der IT ist Elektromobilität meine absolute Leidenschaft. Ich bin fest der Überzeugung, dass sich dort in naher Zukunft immer mehr tut, bis dann irgendwann die Verbrenner ganz abgelöst werden.

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