Gadgetcheck: AUKEY Key Series T10 Kopfhörer - Uneingeschränkter Hörgenuss?

Gadgetcheck: AUKEY Key Series T10 Kopfhörer - Uneingeschränkter Hörgenuss?

Der nächste Gadgetcheck steht an und heute liegt ein Produkt der Firma AUKEY vor mir. Diese wird wohl jedem, der sich nach Consumer Elektronik umschaut, schon einmal über den Weg gelaufen sein. AUKEYs Portfolio umfasst so ziemlich alles, was mit dem Laden von USB-Geräten, mobilem Audiogenuss, Konnektivität im Auto, oder auch im USB-Bereich zu Hause in Verbindung zu bringen ist.

Recht frisch auf dem Markt sind jetzt die True Wireless Kopfhörer mit dem Namen EP-T10 oder auch Key Series T10. Diese wurden uns freundlicherweise von AUKEY zur Verfügung gestellt.

True Wireless bedeutet, dass die Kopfhörer nicht nur kein Kabel zwischen dem Abspielgerät und den Kopfhörern selbst benötigen, sondern auch zwischen den beiden Hörern selbst keine physikalische Verbindung besteht. Man ist also vollkommen losgelöst.

Bevor wir das Produkt jetzt einmal genau anschauen, erst einmal zu den technischen Spezifikationen:

  • Bis zu 24h Spielzeit (7h mit einer Ladung der Hörer und 2,5 zusätzliche Ladung über das Case)
  • Touch Panel mit Tapsteuerung
  • Dynamische Treiber und Graphenmembranen
  • IPX5 Zertifizierung
  • Aufladbar via USB-C oder Qi
  • Sprachbefehle über den angeschlossenen Sprachassistenten
  • Bluetooth 5

Insgesamt ein gutes Paket, das durchaus interessant klingt. Schauen wir doch einmal, was sich in der Packung befindet.

Das Unboxing

AUKEY Key Series T10
In der kleinen, edel daherkommenden Box befindet sich tatsächlich jede Menge: Die Kopfhörer, das Ladecase, ein USB-C Ladekabel, 3 Paar Ohrstücke und Ohrbügel, ein Quick Start Guide, eine mehrsprachige Anleitung und eine Garantiekarte.

Sowohl die Kopfhörer als auch das Ladecase wirken extrem gut und hochwertig verarbeitet. Das Case ist mit knapp 50 Gramm sehr leicht, hat eine gummierte Oberfläche und fühlt sich wirklich sehr wertig an. Die obere Schale ist drehbar und kann die Kopfhörer wunderbar verstecken und schützen. Hinten befindet sich ein USB-C Eingang, mit dem der Akku vom Ladecase innerhalb von 1,5h wieder voll geladen werden kann. Mit einer vollen Ladung können die Kopfhörer dann bis zu 2,5x voll geladen werden.
Der Ladestand des Case wird auf der Vorderseite mittels vier weißer LEDs angezeigt, die sich immer beim Entnehmen oder Einsetzen der Kopfhörer für wenige Sekunden einschalten.

Auf den In Ear Kopfhörern sind standardmäßig die Passformen in Größe M aufgebracht. Jeweils die Ohrstücke, als auch die Bügel, die in die Ohren „geklemmt“ werden, sind in drei verschiedenen Größen beigelegt, diese sollten also ohne weiteres für jede Ohrgröße passend sein. Für mich ist die Größe S im Bügel und Größe M beim Ohrstück passend. Die Kopfhörer sind ebenfalls sehr leicht und sitzen sehr gut im Ohr. Selbst beim Joggen oder im Fitnessstudio besteht keine Gefahr, dass sie mal eben so aus dem Ohr fallen.

Die Inbetriebnahme

Die Kopfhörer schalten sich ein und verbinden sich sofort untereinander, sobald man sie aus dem Ladecase heraus nimmt.
Anschließend versuchen sie sich mit einem bekannten Gerät zu verbinden. Schlägt dies fehl, schalten sie innerhalb von zehn Sekunden in den Pairing Mode und man kann sie mit jedem beliebigen Smartphone, Laptop oder anderen bluetoothfähigen Wiedergabegeräten koppeln. Der Kopplungsvorgang läuft absolut reibungslos und von nun an stehen 5-7h Musikgenuss, je nach Lautstärke, zur Verfügung.
Sind die Kopfhörer einmal leer, sind sie nach 1,5h wieder voll aufgeladen, aber auch nach einer halben Stunde kann man bereits wieder mehrere Stunden Musik hören.

Soll nur ein Kopfhörer zum Hören verwendet werden, muss es der rechte sein. Dieser ist der Host und stellt die Verbindung zum Abspielgerät her.

Der Tragekomfort der Kopfhörer ist aus meiner Sicht sehr hoch. Sie drücken und kratzen nicht und das Ohr fühlt sich auch nicht wie ausgestopft an. Für Tragezeiten von mehr als zwei Stunden ziehe ich allerdings meine Bose SoundSport Free vor, da diese nicht so tief ins Ohr eindringen und eher auf dem Gehörgang liegen. Dies liegt bei mir aber wohl daran, dass ich generell nicht der größte Fan von In Ear Kopfhörern bin.

Der Klang der Kopfhörer ist subjektiv betrachtet satt, druckvoll und sowohl die Tiefen als auch die Höhen kommen, selbst bei höheren Lautstärken, sehr klar rüber. Hier würde ich im Vergleich Bose zu AUKEY den Punkt eher an die AUKEY Hörer geben. Es ist zwar eine sehr enge Entscheidung, aber bei den Bose klingt das Schlagzeug mir hin und wieder zu blechern. Das konnte ich bei den AUKEYs bislang noch nicht feststellen.

Negativ aufgefallen ist die Verbindung zu meinem Fitnesstracker von Garmin. Die Hörer verbinden sich zunächst genau so problemlos wie zu meinem iPhone und quittieren dies mit einem „Connected“. Dabei scheint aber der Pairingmodus nach der Verbindung nicht verlassen zu werden. Dies führt dazu, dass sie die Hörer nach fünf Minuten ausschalten. Eine erneute Verbindung lässt sich dann nur wiederherstellen, indem die Hörer in das Ladecase gelegt und wieder entnommen werden. Mit den Hörern von Bose hatte ich an dieser Stelle noch keine Probleme. Ob dies jetzt allerdings an einer fehlerhaften Implementierung eines Standards von AUKEY oder von Garmin liegt, kann ich nicht beurteilen.

Dank der IPX5 Zertifizierung ist es mit den T10 von AUKEY auch möglich, im Regen joggen zu gehen oder Fahrrad zu fahren, ohne dass Angst vor eindringendem Wasser oder Schweiß bestehen muss.

Mittels Taps auf das Schlüsselsymbol der Kopfhörer können folgende Funktionen bedient werden:

  • Pause / Play
  • Lauter / Leiser
  • Voriger / Nächster Titel
  • Starten des Sprachassistenten
  • Gespräch annehmen / beenden

Die Tap-Gesten funktionieren sehr zuverlässig, wenn man das Symbol richtig trifft.

Das Qi-Laden des Ladecases funktioniert in der Praxis ebenfalls so einfach, wie man sich das vorstellt. Wird das Case auf eine Qi-Ladestation gelegt, fängt der Ladevorgang gleich an und dauert ebenso wie am Kabel maximal 1,5h.

Fazit

AUKEY hat mit den Key Series T10 einen alltagstauglichen True Wireless Kopfhörer auf den Markt gebracht. Nach zwei Wochen Dauereinsatz gefällt er mir beinahe besser als meine deutlich teureren Bose Kopfhörer.

Lediglich wenn ich nur mit meinem Fitnesstracker als Abspielgerät unterwegs bin, nutze ich noch meinen Bose Kopfhörer, ansonsten entscheide ich mich eher für das Modell von AUKEY, da hier auch der benötigte Stauraum für das Case und das Mehrgewicht deutlich geringer sind.

Die Kopfhörer können aktuell für gut 110 Euro bei Amazon erstanden werden. Diesen Preis erachte ich als durchaus angemessen für ein solch edel daher kommendes Produkt. Dort haben die Kopfhörer eine Bewertung von 4,5 Sternen, die ich durchaus nachvollziehen kann.

Über den Autor
Alex Saternus
  • Alex Saternus auf Twitter
Ich bin Alex Saternus, oder auch Utgardus. Als Netz- und Systemadministrator fühle ich mich in so ziemlich allen Produkten von Microsoft im Client-, Server- und Office 365-Bereich zu Hause. Nach der Arbeit wird dann selbstverständlich auch mal die Xbox angeschmissen. Mobil bin ich nach dem Aus von Windows Mobile auf iOS gewechselt und fühle mich dort deutlich wohler, als bei Android. Neben der IT ist Elektromobilität meine absolute Leidenschaft. Ich bin fest der Überzeugung, dass sich dort in naher Zukunft immer mehr tut, bis dann irgendwann die Verbrenner irgendwann ganz abgelöst werden.

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Kommentare
  1. Hatte die Kopfhörer für den Sport gekauft. War zufrieden, hab mich aber doch für andere entschieden, da ich mit meinem Trainingspartner oft sprechen muss. Die Aukey haben kein PassThough oder Wiedergabestop beim herausnehmen.
    Danke für die Infos :-)
    Schade, dass im Zeitalter von Bluetooth 5.0 immer noch nicht möglich ist die Kopfhörer mit mehreren Source-Geräten zu koppeln. Heutzutage hat man ein Handy, eine Smartwatch, ein Notebook, ein Fernseher und andere Musik-Streaming Devices im Haushalt.
    Da sollte es nicht mehr notwendig sein, jedes mal neu zu pairen.. zumal ich mit meinen aktuellen Jabra-Devices aber auch anderen Bluetooth Kopfhörern immer wieder mal Probleme mit dem Pairing habe.. insbesondere, wenn ich auf ein anderes Gerät umschalten muss/will
    Daher für mich ein dickes Minuspunkt in Punkte Handhabung
    Danke euch, das Bild ist nun auch richtig verlinkt ;-)
    @Corian: Da hast du leider Recht. Da ist man dann aber schnell in ganz anderen Preisregionen. Für welchen Kopfhörer hast du dich denn letztendlich entschieden? Meine Bose Kopfhörer haben dieses Feature auch nicht. Letzten Endes stört es mich allerdings nicht wirklich, da ich beim Training sowieso meist ungestört sein will ;-)
    @Hedonist: Wenn dir dieses Feature wichtig ist, kannst du dir vielleicht auch mal die Bose Sound Sport Free anschauen. Die kannst du mit mehreren Geräten koppeln und über einen Knopf am linken Hörern durchwechseln. Grundsätzlich stört mich das aber nicht, da ich im Alltag sowieso nur mein Handy und meinen Fitnesstracker als Wiedergabequelle nutze und da kann ich auch bei den Aukeys wunderbar hin- und her switchen, da die nach dem Herausnehmen sowieso direkt im Pairingmode sind.
    Hallo Alex, darf ich den Text für unser vereinsheft übernehmen?
    Schau auf unser HP www.rdtev.de und du weißt wer wir sind.
    Wir sind ein 66 jähriger Verein und haben keine kommerziellen Interessen.
    Gruß Hanse 31
    @Utgardus: Es sind schlußendlich die Jabra Elite Active 65t True Wireless geworden. Ich hatte auch noch folgende weitere ausprobieren ...
    - Bang&Olufson Beoplay E8 (Koppeln hatte nicht funktioniert, kam keine Musik)
    - JBL Under Armour True Wireless Flash (Hielt nicht im Ohr bei Sprüngen, wenige Funktionen über Knopf steuerbar, sehr Basslastig, normale Musik klang für mich künstlich
    - Sennheiser hatte ich nicht bestellt, da laut Bewertungen Selbstentladung und ich nutze die Kopfhörer nicht durchgehend
    - Aukey (Siehe oben)
    Bzgl. Koppeln und B&O... hab ein Huawei Mate 20 Pro, mit dem es nicht klappte
    Danke für den Test. Ich persönlich kann die Jabra Elite 65t empfehlen. Die haben folgende Features:
    1. Wie ich empfinde einen geilen Klang.
    2. Wenn ich die Dinger aus den Ohren nehme, stoppt die Musik / Hörbuch.
    3. ANC - sehr gutes Feature.
    Im Moment nutze ich die mit Complyfoam oder alternativ mit Foamer Aufsetzen. Ich kann mich nicht entscheiden. :-)
    Corian
    sehr Basslastig, normale Musik klang für mich künstlich

    Lassen sich keine Klangprofile einstellen?
    Für mich ist bei den True Wireless Teilen das Hauptproblem immer die kurze Akkulaufzeit. Daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern, denn, in so kleine Geräte bekommt man keinen ausreichend großen Akku. Somit habe ich da auch mein Auge eher auf In-Ears mit kurzem Kabel, und dort integriertem Akku. Leider habe ich da bislang noch nichts Interessantes für einen vernünftigen Preis (bis 50 €) gefunden.
    chakko
    Somit habe ich da auch mein Auge eher auf In-Ears mit kurzem Kabel, und dort integriertem Akku.

    Die Philips SHQ6500 sind ganz passabel. Die Anker BudsFlow hingegen eine absolutes Klangdesaster und technisch nicht ok.
    Die Tarah Pro von Jaybird finde ich sehr überzeugend klanglich und auch vom Sitz mein aktueller Favo
    Laut Spezifikation hat dieser Ohrhörer keinen AptX Low Latency-Codec, so dass er für Videos o.ä. nicht geeignet ist (Bild/Ton asynchron). Damit leider nichts für mich.
    @chakko schau mal auf Amazon bei KingYou vorbei. Da gibt's welche für 20€ und fast 8Stunden Spielzeit. Hab die jetzt knapp 2Jahre im Einsatz und bin ganz zufrieden mit denen
    @Setter: Nein, die App von JBL hat vor ein paar Tagen, als ich es ausprobiert habe die Kopfhörer nicht unterstützt. Daher konnte mann leider nichts einstellen. Für Kopfhörer in der Preisregion für mich unverständlich
    Fembre
    @chakko ich mag die kleinen Knöpfe nicht, das ist mein Grund für solch einen Bluetooth Adapter (für kabelgebundene In Ears):
    https://www.amazon.de/gp/product/B07R4JMR4B/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o02_s00?ie=UTF8&psc=1

    Cool! Wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Vielleicht leg ich mir das Teil wirklich zu, denn, an sich bin ich sehr zufrieden mit meinen kabelgebundenen Kopfhörern. Der einzige Verwendungszweck, der mir fehlt ist der Anschluss an den TV, und das ginge (nur) über Bluetooth, insofern ist sowas echt eine Überlegung wert. Schönen Dank für den Tipp.
    Ich auch. Und nenne mich verrückt, aber ich bin nicht so der Fan davon, einen Akku links und rechts am Kopf zu tragen. Ich bin da vorsichtig, das ist so eine nicht zu beschreibende Angst, die Dinger könnten hochgehen.
    PS: Der Akku des Adapters hält je nach Lautstärke zwischen 6-9 Std. durch in etwa.
    Wenn du nicht gerade irgendwas verrücktes mit den Akkus machst, und der Mikroprozessor in den Dingern kaputt ist, dann gehen die nicht hoch. Falls es dir hilft. ;)
    Sind die 5x besser als Redmi AirDots für 20€?
    Der Preis ist für die Firma ohne Eigenentwicklung im Audio-Bereich etwas übertrieben.
    @chakko: Also ich finde die sieben Stunden mehr als ausreichend. Da man die Hörer ja auch immer im Case lagert, sind die sieben Stunden quasi immer verfügbar.
    Also, ich weiß nicht was alles so getestet wird, aber mit den Ergebnissen....
    Ich bin wirklich kein Apple Fan, aber den besten Klang (nach meinem Empfinden)
    haben immer noch die Apple Earpods. Egal ob 1 oder 2.
    Der Klang ist nicht überspitzt, sehr neutral gehalten mit einem ausgewogenen Bassverhältnis.
    Die neuen Aukey T10 klingen in meinen Ohren leider wie die reinsten Blechbüchsen.
    Da sind meine Avantree TWS110, Antinim S8Plus und vor allem Bose SoundSport Wireless
    um Längen besser. Sie kommen aber alle nicht an den ausgewogenen Klang von Apple heran.
    Wenn nur der Tragekomfort bei den Earpods auch noch ein wenig besser wäre......;)
    Das bezieht sich jetzt nicht auf diesen Artikel, eher allgemein:
    Bei Reviews im Netz ist mir schon sehr oft aufgefallen, dass die Tester einfach den Klang überhaupt nicht beurteilen können. Und, bei den Rezensionen auf Amazon und Co. hört es dann ganz auf. Also, da schreiben dann manche Leute, dass sie den Bass überhaupt nicht hören, und andere schreiben "Boah ey... echt voll Knallerbass, das geht voll ab ey...". ;)
    Von daher wüsste ich jetzt auch gar nicht, wo man sich da ernsthaft informieren könnte. Ich kenne keine einzige Seite, die vernünftige Reviews macht. Und, wenn es welche gibt, dann testen die nur Studio-Sachen ab 300 €. Ist schon schade.
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