Gadgetcheck: eufy RoboVac G10 Hybrid - Günstiger Staubsaugroboter für alle?

Gadgetcheck: eufy RoboVac G10 Hybrid - Günstiger Staubsaugroboter für alle?

Heute gibt es in der Kategorie „Gadgetcheck“ einmal etwas ganz Anderes: Einen Staub- und Wischroboter der Marke eufy. eufy ist die 2016 gegründete Smarthome-Marke des Herstellers Anker, welcher mittlerweile jedem ein Begriff sein sollte. Ganz neu auf dem dem Markt ist von eufy jetzt der RoboVoac G10 Hybrid, ein 2-in-1 Saugroboter, der sowohl saugen als auch wischen kann. Dieser wurde uns für einen Test freundlicherweise von Anker zur Verfügung gestellt.

Der G10 positioniert sich ganz eindeutig als Saugroboter der Einstiegsklasse und hat weder eine Grundrissfunktion noch einen Laserturm für die Orientierung, dennoch wirbt eufy mit dem Buzzword Smart Dynamic Navigation. Der G10 Hybrid setzt zur Reinigung auf einen fest programmierten „Zickzack-Reinigungspfad“, welcher durch ein Gyroskop unterstützt wird. Andere Roboter der Einstiegsklasse setzen hier meist auf ein Chaosprinzip. Dieser Reinigungspfad soll die Reinigung deutlich beschleunigen und vor allem auch die Menge der nicht erreichten Stellen pro Reinigungslauf deutlich verringern.

Weiter hat der G10 Hybrid laut Beschreibung noch folgende Funktionen:

  • Hybrides 2-in-1 Saugen & Wischen
  • Aufladen & Zurücknavigieren
  • 100 Minuten Laufzeit
  • 2000Pa Saugleistung
  • E11 austauschbarer High-Performance Filter
  • Amazon Alexa & Google Assistant Steuerung
  • Sprachbenachrichtigung

Der Roboter hat eine Höhe von gerade einmal 7,2 cm und sollte damit unter die meisten Sofas und Schränke kommen, ohne unter ihnen hängen zu bleiben.

Doch genug der Theorie, schauen wir erst einmal, was alles im Lieferumfang des Roboters steckt.

Das Unboxing

eufy RoboVac G10 Hybrid
In dem großen Karton befindet sich folgendes:

  • Der Roboter
  • Eine Ladestation inkl. Ladekabel
  • Vier Seitenbürsten, davon zwei als Ersatz
  • Ein Ersatzfilter
  • Ein Reinigungswerkzeug
  • Ein Wassertank für die Wischfunktion
  • Zwei Wischmops, davon einer als Ersatz
  • Eine wasserdichte Platte
  • Vier Ersatzfilter für den Wassertank
  • Kabelbinder
  • Schnellstartanleitung und Benutzerhandbuch in verschiedenen Sprachen

Zunächst einmal müssen zwei der Reinigungsbürsten an den Roboter angebracht und die Transportsicherungen entfernt werden. Anschließend muss die Ladestation an einem Ort aufgestellt werden, an dem auf beiden Seiten ca. 1m und davor ca. 2m Platz sind, damit der Roboter vernünftig navigieren kann. Die wasserdichte Platte kann auf die Ladestation gesteckt werden, wenn die Wischfunktion verwendet werden soll, um den Boden bei der Reinigungsstation zu schonen.

Anschließend kann der Roboter an der Unterseite eingeschaltet, auf die Ladestation gesetzt und die WLAN-Verbindung eingerichtet werden. Dazu ist zunächst einmal das Herunterladen der eufy Home App von Nöten, welche kostenlos im Store von Apple und Android bereitstehen. Hier fällt direkt auf, dass die App in beiden Appstores eine außerordentlich gute Bewertung von mehr als 4,5 Sternen hat. Nach dem Herunterladen spiegelt sich dies direkt, zumindest mit der von mir getesteten iOS-Version, wieder. Die App reagiert schnell und lässt sich intuitiv und mit gut übersetzten Texten bedienen.
Innerhalb von 5 Minuten habe ich den Roboter somit einsatzbereit hergerichtet und ins WLAN eingebunden. So kann er auch gleich mit der ersten Reinigung loslegen.

eufy G10 Hybrid App

Mittels App wird der Reinigungsvorgang gestartet. Der Roboter dockt daraufhin von seiner Ladestation ab und fängt sogleich mit dem beworbenen Zickzack-Muster seine Reinigung an. Das macht er mit Bravour und kehrt nach erfolgreicher Reinigung wieder in seine Ladestation zurück. Hier konnte ich gleich einen großen Vorteil gegenüber eines Roboters mit Chaosprinzip-Reinigung feststellen. Ich hatte früher den RoboVac 11 von eufy, welcher einfach so lange gereinigt hat bis der Akku leer war. Danach hat er mühsam, weiterhin im Chaosprinzip, seine Ladestation gesucht. Das passiert jetzt nicht mehr, in meinem Testareal Schlafzimmer und Küche hat er sich auf direktem Weg zurück zu seiner Station begeben. Die gesamte Reinigung hat etwa 15 Minuten gedauert. Die Fläche dürfte in etwa zwischen 15- und 20m² betragen.

Sollte der Akku mit seinen 100 Minuten Laufzeit nicht ausreichen, um die komplette Fläche zu reinigen, kehrt er in seine Station zurück, lädt dort bis 80% auf und setzt die Reinigung dann am gleichen Ort wieder fort.

eufy G10 Hybrid Saugen Vorne

Nach einer erfolgten Reinigung musste ich natürlich auch das Wischen des Roboters testen. Dazu muss zunächst einmal eines der Moptücher angefeuchtet und in den befüllten Wassertank eingespannt werden. Der Wassertank mit Mop wird dann unter den Staubbehälter geklickt und in den Roboter eingesetzt. eufy rät, die Wischfunktion nur zu benutzen, nachdem eine Fläche bereits gesaugt wurde, um nicht den Dreck nur von A nach B zu verschieben. Da hier auch nicht mit Reinigungsmitteln gewischt werden darf, ist diese Funktion eher als Bonus für Allergiker oder Tierbesitzer zu sehen, um die letzten Staubteilchen oder Tierhaare im Wischmop aufzufangen, die nicht vom Sauger erwischt werden. Beim Verwenden der Wischfunktion sollte zudem die wasserdichte Platte auf die Ladestation aufgesteckt werden, auf die der Roboter nach Abschluss der Reinigung fährt. Die Wischfunktion ist nämlich passiv, das heißt das Wasser aus dem Tank tropft nach und nach ständig weiter auf den Mopp und würde sonst nach Beendigung der Reinigung gegebenenfalls einen Holzboden aufquellen lassen. Außerdem rät eufy, die Wischfunktion nur dann zu verwenden, wenn auch jemand zu Hause ist.

eufy G10 Hybrid Wischen

Das Fazit

Der eufy RoboVac G10 Hybrid ist ein echt guter Staubsaug- und Wischroboter zu einem guten Preis. Der Roboter wurde gerade für einen Preis von 269,99€ auf Amazon eingeführt.

Im Vergleich zu meinem früheren eufy RoboVac 11, der vor zweieinhalb Jahren einen ähnlichen Preis gekostet hat, ist der G10 Hybrid eine deutliche Aufwertung, auch wenn er natürlich nicht gegen kartengestützte Roboter wie beispielsweise von Vorwerk oder Neato konkurrieren kann. Nichtsdestotrotz sehe ich ihn in seiner Klasse für deutlich unter 500 Euro als absolutes Topprodukt auf dem Markt, welches als Bonus auch noch wischen und somit noch ein wenig extra Dreck aufnehmen kann.

Leider ist meine Wohnung in einem Altbauhaus nicht sonderlich roboterfreundlich, weshalb er ohne Steighilfe nicht unbeaufsichtigt durch meine gesamte Wohnung fahren kann. Deshalb auch mein Test in Schlafzimmer und Küche, da ich hier eine ebene Wohnfläche simulieren konnte. Durch die fehlende Steighilfe kann der G10 Hybrid Stufen bis 1,6cm nicht erkennen und kann dort möglicherweise hängen bleiben.

Zusätzlich sollte noch erwähnt werden, dass der G10 Hybrid im Gegensatz zu den meisten anderen Saugrobotern keine Rollbürste auf der Unterseite hat. Dadurch werden sich die Folgekosten für Ersatzmaterial genau wie die Anschaffungskosten überschaubar halten, da die Rollbürste, zumindest bei meinen bisherigen Saugrobotern, stets das teuerste Ersatzteil war.

Über den Autor
Alex Lüttgen
  • Alex Lüttgen auf Twitter
Ich bin Alex Lüttgen, oder auch Utgardus. Als Netz- und Systemadministrator fühle ich mich in so ziemlich allen Produkten von Microsoft im Client-, Server- und Office 365-Bereich zu Hause. Nach der Arbeit wird dann selbstverständlich auch mal die Xbox angeschmissen. Mobil bin ich nach dem Aus von Windows Mobile auf iOS gewechselt und fühle mich dort deutlich wohler, als bei Android. Neben der IT ist Elektromobilität meine absolute Leidenschaft. Ich bin fest der Überzeugung, dass sich dort in naher Zukunft immer mehr tut, bis dann irgendwann die Verbrenner ganz abgelöst werden.

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Kommentare
  1. Bei mir lädt der Artikel nicht, wenn ich auf "Klicke hier, um den Artikel zu lesen" klicke.
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    Die angeforderte Seite konnte leider nicht gefunden werden. Bitte versuche es mit der Suchfunktion oder kehre zur Startseite zurück.
    Auf Amazon kann bis 17.11. ein 50 Euro Guschein aktiviert werden, er kostet somit 220 Euro bis Sonntag.
    Mich würde mal interessieren wie ich dem Sauger beibringen kann das er unsere komplette Wohnung saugt, 5 Zimmer 120 qm. Muss man ihn erst irgendwie anlernen oder fährt er automatisch von Zimmer zu Zimmer?
    Er fährt automatisch von Zimmer zu Zimmer.
    In der App kannst du ihm sagen, dass er bei einem leeren Akku nach dem Laden weitermachen soll. Er fährt dann quasi für ~100 Minuten von einem zum nächsten Zimmer und kehrt dann zurück. Da lädt er bis 80% und setzt dann dort seine Reinigung fort, bis er meint durch zu sein.
    Ein Anlernen entfällt, weil er nach einem festen Raster reinigt. Im Gegensatz zu einem Roboter mit Karte ist es dann nicht ganz optimal, aber deutlich optimaler als bei einem, der nach Chaosprinzip durch die Wohnung fährt. So kann er auch erkennen, dass eben noch etwas fehlt.
    What? Keine Rollbürste? Wie sieht der dann aus von unten? Bei der Nennung der "Laser-Raumerkenner" fehlt Xiaomi. Dessen Roborock s5 gibt's ab ca. 320€ mit sehr guter Raumerkennung (jedoch mit anderen Schwächen). Der Lappen für die Wischfunktion des Roborock sieht genau gleich aus...
    Wir hatten uns kürzlich auch überlegt, einen Saugroboter anzuschaffen (einen Roborock S6), hatten das Ganze dann aber wieder verworfen. Die Gründe, die gegen die Anschaffung sprachen:
    1. Da, wo es am wichtigsten ist, kommt das Ding nicht hin. Nämlich zwischen die Stühle unter unserem Esstisch.
    2. Wir haben eine vierstöckige Doppelhaushälfte und hatten keine Lust, den Saugroboter die Stockwerke hoch und runter zu tragen. Und mehrere Geräte wollte wir uns auch nicht anschaffen, zumal bei den Kindern immer so viel Krempel rumliegt, dass es eh keinen Sinn machen würde, dort mit einem Roboter zu saugen.
    3. Das Ding müsste die Ladestation am besten hinter dem Sofa haben, so dass es quasi unsichtbar aufladen und parken kann. Das ist aber bei vielen Geräten kaum möglich.
    4. Wir haben eh eine Putzfrau, die ein Mal die Woche kommt.
    5. Es dauert viel zu lange, bis der Saugroboter den aus dem Garten vom Hund reingeschleppten Sand weggesaugt hätte. Da ist das Fegen von Hand deutlich effektiver und schneller.
    6. Eventuell hätte unser Hund das Ding als Spielkamerad angesehen und binnen kurzer Zeit zerlegt. Oder er hätte Schiss davor und würde ihn die ganze Zeit anbellen. Letzteres ließe sich immerhin wegtrainieren.
    dibadibadu
    What? Keine Rollbürste? Wie sieht der dann aus von unten? Bei der Nennung der "Laser-Raumerkenner" fehlt Xiaomi. Dessen Roborock s5 gibt's ab ca. 320€ mit sehr guter Raumerkennung (jedoch mit anderen Schwächen). Der Lappen für die Wischfunktion des Roborock sieht genau gleich aus...

    Von unten sieht er so aus, dass die zwei Seitenbürsten alles in die Mitte schieben und dann ist ein von Schiebern umgebenes Saugrohr dafür zuständig alles aufzusaugen, was erstaunlich gut funktioniert. Das hatte ich tatsächlich so auch nicht erwartet, klappt aber. Hier kann man das ganz gut sehen:
    Die Lappen sehen tatsächlich bei nahezu allen gleich aus ;-) Viel mehr kann man da auch wohl nicht machen.
    @dtp:
    1. Kommt ganz drauf an. Ich habe einen Neato D7, der durch Karten und Laserturm wunderbar durch die Stühle navigieren kann. Roboter ohne einen Laserturm haben es bislang aber noch nicht geschafft...
    2. Die Gegebenheiten müssen halt passen.
    3. Beim D7 würde es funktionieren. Dank der Karte kann er immer super zu seiner Station zurück navigieren. Der ist mit ~600€ aber doch nicht ganz günstig.
    4. Dann brauchst du wohl keinen Roboter, das ist wahr ;-)
    5. Unser Neato braucht für unsere Wohnung ca. 1h. Eine Stunde in der Zeit, in der wir sowieso bei der Arbeit sind. Wenn unsere Katzen mal wieder das Katzenklo ausgeräumt haben, macht er das Badezimmer per Zonenzuweisung innerhalb von 5 Minuten wieder sauber. Das kann der eufy allerdings genauso gut, nur das man ihm nicht sagen kann, dass er eigenständig ins Bad fahren soll.
    6. Funktioniert zumindest bei Katzen wunderbar mit der Koexistenz.
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