Gadgetcheck: Mit der Tribit StormBox Lava laut durch den Sommer
Leser, die uns schon lange verfolgen, haben sicherlich bereits einmal von Tribit gehört. Vor einigen Jahren haben wir mehrere Lautsprecher aus diesem Hause getestet. Zuletzt hatten wir die StormBox Micro beleuchtet und euch über unsere größtenteils positiven Eindrücke berichtet. Recht neu auf dem Markt ist die StormBox Lava, die uns Tribit für einen Test überlassen hat. Wie der Lautsprecher sich schlägt, möchten wir euch an dieser Stelle gerne näherbringen.
Bei der StormBox Lava handelt es sich um einen Bluetooth-Lautsprecher mit 80 Watt Spitzenleistung. 60 Watt davon fallen auf zwei Tieftöner/Woofer, die bei einer Frequenz von 43 Hz loslegen und für ordentlich Druck sorgen sollen. Die übrigen 20 Watt entfallen auf zwei Hochtöner/Tweeter, die ihr Übriges dazu tun und in der Komposition satten und guten Sound liefern sollen. Hier geht es hoch bis zu 20 kHz. Eine Wasserdichtigkeit durch IP67-Zertifizierung sorgt für die Outdoorkompatibilität, damit der Lautsprecher auch bei den sommerlichen Grill- oder Festivalaktivitäten mit im Gepäck sein darf.
Die weiteren technischen Daten lauten wie folgt:
- Bluetooth Version: V5.4
- Bluetooth Protocol: A2DP,AVRCP,HSP,HFP
- Codec Support: AAC、SBC
- Ausgangsleistung: 80W (2*30W-Woofer+2*10W-Tweeter)
- Frequenzbandbreite: 43~20KHz
- Akku:43.2Wh
- Spielzeit: 24 Stunden (bei 50% Lautstärke mit ausgeschaltetem XBass)
- Ladezeit: ca. 5 Stunden mit 15W
- Wasserdichtigkeit: IP67
- Zusammenschluss von bis zu 160 Lautsprechern im Partymodus
- AUX-Eingang
- Bluetooth-Reichweite>30m im Freien
- Maße: 310 x 147 x 152 mm
- Gewicht 2300 g
Unboxing
Im Karton der StromBox Lava finden sich neben dem Lautsprecher noch zwei verschiedene Tragebänder, ein USB-C auf USB-A-Kabel und eine mehrsprachige Anleitung.
Das erste, was mir nach dem Auspacken in den Sinn kam war: „Wow, das ist ein moderner Ghettoblaster“. Ein Kassettendeck ist heutzutage selbstverständlich nicht mehr verbaut, dafür gibt es mehr Fläche für Lautsprecher. Mit einer Abmessung von von 310 x 147 x 152 mm und 2300 g Gewicht kann man aber von Maßen sprechen, die ein damaliger Ghettoblaster mitgebracht hätte. Im Gegensatz zu damaligen Geräten sind die Lautsprecher allerdings unsichtbar hinter einem Gewebe versteckt. Laut Hersteller handelt es sich hier um zwei 30 W Tief- und zwei 10 W-Hochtöner. An den Seiten der SormBox Lava sind außerdem zwei Bassreflex-Kappen, die beim Abspielen ordentlich ins Schwingen geraten.
Tribit wirbt mit 43 Hz „Ultra Deep Bass“ für den Lautsprecher. Eine genaue Messeinrichtung habe ich dafür zwar nicht, ich kann aber sagen, dass mit aktiviertem XBass der Lautsprecher schon echt ordentlichen Sound produziert. Steht er auf einem Tisch, ist der Bass auch auf ganzer Fläche auf dem Tisch spürbar. Mein aktueller Lieblingssong Architects – Doomsday schmettert richtig und macht auch draußen ordentlich Spaß. Aber auch Hörspiele oder Kindermusik im Zimmer meines 15 Monate alten Sohnes funktionieren hiermit sehr gut und ohne größeren Aufwand.
Versprochen wird eine Spielzeit von 24 Stunden mit einer Akkuladung bei deaktiviertem XBass und auf mittlerer Lautstärke. Schwierig, das Ganze in einem Alltagstest nachzuprüfen, ich kann aber sagen, dass mich der Akku noch nie im Stich gelassen hat. Geladen wird per USB-C. Kommt ein Netzteil mit PD-Profil zum Einsatz, wird mit bis zu 15 W geladen. Insgesamt ist der Lautsprecher nach 5 Stunden dann wieder voll einsatzbereit. Nach einer Stunde sind aber auch schon wieder 30 % im Akku, wodurch rechnerisch 8 Stunden Laufzeit möglich sind. Über den USB-A Ausgang auf der Rückseite können andere Endgeräte geladen werden. Mein iPhone hat hier bis zu 7 W bekommen. Das gleichzeitige Laden des Lautsprechers und das Laden eines weiteren Gerätes über den Lautsprecher sind leider nicht möglich, da beim Laden kein Strom am Ausgang anliegt.
Außerdem befindet sich auf der Rückseite noch ein AUX-Anschluss, worüber der Lautsprecher kompatibel zu weiteren Abspielgeräten wird, die nicht per Bluetooth funken. Alle drei Anschlüsse sind hinter einer Gummikappe versteckt, die zur Wasserdichtigkeit beiträgt, im Regen also besser verschlossen bleiben sollte.
Auf der Oberseite des Lautsprechers finden sich verschiedene Knöpfe auf einer Gummileiste: Der Ein- und Ausschalter, ein Knopf für die Bluetooth-Verbindung, Tasten zum Steuern von Lautstärke und Wiedergabe, eine Taste zum Steuern der Bassverstärkung XBass und eine TWS-Taste für die Anbindung von weiteren StormBox Lavas.
Die Taste für die Wiedergabesteuerung ist dabei ein weißer Kreis, da man über eine Belegung mit verschiedenen Klickgesten – siehe Anleitung – sowohl die Wiedergabe als auch die Annahme oder Verweigerung von Anrufen oder die Aktivierung eines Sprachassistenten steuern kann.
Die aktive Bassverstärkung XBass ist standardmäßig aktiviert und wird über eine LED über der Taste signalisiert. Subjektiv finde ich die Verstärkung nicht so extrem wie bei manchen Mitbewerbern und habe sie meist für einen satter klingenden Sound aktiviert. Über die TWS-Taste kann entweder eine zweite StormBox Lava im Stereo-Modus angeschlossen werden, oder es lassen sich bis zu 159 weitere StormBox Lava über einen Broadcastmodus anschließen, die dann alle dasselbe abspielen. Diese beiden Modi kann ich leider nicht für euch testen, da mir nur ein Lautsprecher zur Verfügung steht.
Die beiden im Lieferumfang befindlichen Tragegurte sind beide aus einem sich gut anfühlenden Gewebe. Der Trageriemen für die Hand ist dabei etwas fülliger und leicht elastisch, sodass man den Lautsprecher gut tragen kann. Der Tragegurt erinnert an den einer Laptoptasche. Die Länge ist verstellbar und das Tragen über der Schulter damit bequem möglich. Schnell fällt dabei aber auf, dass es die 2,3 kg Kampfgewicht des Lautsprechers doch ganz schön in sich haben. Beide Tragemöglichkeiten haben einen Karabinerverschluss, der schnell und einfach ausgetauscht werden kann. Durch die Befestigungshaken, die fest im Gehäuse verankert sind, wackelt hier nichts und alles fühlt sich stets sicher an.
Die StormBox Lava ist wasser- und staubdicht nach IP67, darf also sogar mal kurz ins Wasser fallen. Darauf anlegen würde ich es aber nicht.
Eine App gibt es natürlich auch. Hierüber können Klangprofile und Firmware-Updates eingespielt werden. Das erste Firmware-Update hat bei mir ca. 5 Minuten gedauert. Während dieser Zeit sollte die App besser nicht gewechselt werden. Die Übersetzung der App ist zwar nicht großartig, aber verständlich sind die deutschen Texte dennoch.
Fazit
Die StormBox Lava von Tribit ist meines Erachtens nach ein toller Lautsprecher. Er liefert guten, satten Sound, lange Spielzeit und ist hochwertig verarbeitet. Die Maße sind allerdings nicht zu verachten. Nicht geeignet ist er zum Beispiel für eine Wanderung, um ihn unterwegs am Rucksack zu befestigen. Dafür ist er einfach zu ausladend und zu schwer. Für eine geplante Grillparty im Freien oder für das Camp auf dem nächsten Festival ist er allerdings absolut genial.
Durch seine Größe, die dadurch entsprechend großen Tieftöner und die 80 W Leistung ist die Lautstärke auch im Freien mit viel Umgebungsgeräuschen ausreichend hoch und klar. Die Tragemöglichkeit über die beiden Riemen macht ihn transportabel und auch Wettereinflüsse sollten bei der IP67-Zertifizierung keine großartige Rolle spielen, solang der Lautsprecher nicht ewig im Regen liegen bleibt.
Die Möglichkeit, das Smartphone über den Lautsprecher nachzuladen, ist auch eine gute Funktion, wenn das fünftägige Festival die Powerbank im Gepäck bereits leer gesaugt haben sollte.
Ein solches Monster hat dann aber auch seinen Preis. 129,99 Euro werden bei Amazon fällig. Stand jetzt gibt es allerdings einen 15 % Coupon, der jederzeit eingelöst werden kann, wodurch der Preis auf 110,50 Euro gedrückt wird. Auf der Hersteller-Webseite beträgt der Preis lediglich 128,95 Euro, jedoch gibt es hier aktuell keinen weiteren Rabatt.
Update vom 4. November 2025: Tribit hat ein umfangreiches Firmware-Update für die StormBox Lava veröffentlicht. Die Version 2.0.0 verbessert die Klangqualität erheblich. Es gibt jetzt detaillierte Equalizer-Einstellungen sowie einen verbesserten Bass-Modus. Bei hoher Lautstärke kommt es außerdem zu weniger Verzerrungen. Das Update steht über die Tribit App zur Verfügung. Für diese gibt es ebenfalls ein Update, welches zuerst installiert werden muss.
Disclaimer: Enthält Affiliate-Links. Das Testmuster wurde uns vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.
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Über den Autor

Alex Lüttgen
Ich bin Alex Lüttgen, oder auch Utgardus. Als Netz- und Systemadministrator fühle ich mich in so ziemlich allen Produkten von Microsoft im Client-, Server- und Office 365-Bereich zu Hause. Nach der Arbeit wird dann selbstverständlich auch mal die Xbox angeschmissen. Mobil bin ich nach dem Aus von Windows Mobile auf iOS gewechselt und fühle mich dort deutlich wohler, als bei Android. Neben der IT ist Elektromobilität meine absolute Leidenschaft. Ich bin fest der Überzeugung, dass sich dort in naher Zukunft immer mehr tut, bis dann irgendwann die Verbrenner ganz abgelöst werden.







