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Gadgetcheck: UGREEN Maxidok – 17-in-1 Thunderbolt 5 Dock mit allem

Gadgetcheck: UGREEN Maxidok - 17-in-1 Thunderbolt 5 Dock mit allem

Vergangenes Jahr habe ich das UGREEN Revodok Max 313 getestet. Eine Dockingstation mit Thunderbolt 4 und praktisch allem, was man im Alltag benötigen könnte. Doch Standards entwickeln sich weiter und die neueste Generation Thunderbolt 5 ist in aller Munde. Der neue Standard zieht mehr und mehr in neue Hardware ein und setzt einmal mehr ein neues Level an erreichbaren Geschwindigkeiten über den USB-C-Stecker.

Waren es bei Thunderbolt 4 noch bidirektionale 40 Gbps, so setzt Thunderbolt 5 hier noch einmal ordentlich einen drauf und verdoppelt die Gesamtbandbreite auf 80 Gbps, ebenfalls bidirektional. Ein Clou, der bei Thunderbolt 5 dazu kommt, ist allerdings auch ein asymmetrischer Modus. So kann der neue Standard auch in einem asymmetrischen Modus arbeiten und in eine Richtung bis zu 120 Gbps und in die andere Richtung bis zu 40 Gbps übertragen. Auch wurde im Bereich DisplayPort die Kompatibilität auf die Version 2.1 mit in Thunderbolt 5 einbezogen, im Gegensatz zu Version 1.4 in Thunderbolt 4. Dies führt dazu, dass bis zu drei hochauflösende Monitore (4K@60 Hz) an einem einzigen Thunderbolt 5-Anschluss betrieben werden können.

Zubehörhersteller wie UGREEN haben hier natürlich nicht lange auf sich warten lassen, auch für den neuen Standard neue Dockingstationen und weiteres Zubehör anzubieten. Für Thunderbolt 5 heißt die neue Serie nun Maxidok. Dieses gibt es in drei verschiedenen Ausprägungen. Die große Variante, das 17-in-1 Dock wurde mir von UGREEN für einen Test überlassen. Das Dock habe ich inzwischen seit gut zwei Wochen im Einsatz und möchte euch über meine Erfahrungen mit dem Dock berichten.

Hier zunächst die technischen Daten des Maxidok 17-in-1:

  • Eingang: 1x Thunderbolt 5
  • 2x Thunderbolt 5
  • 1x Display Port 2.1
  • 3x USB-A 3.2 (10 Gbps)
  • 3x USB-C 3.2 (10 Gbps)
  • 1x SD-Card (312 MB/s)
  • 1x TF-Card (312 MB/s)
  • 1x 2,5 Gbps LAN
  • 3x 3,5 mm Klinke
  • 1x M.2 (80Gbps bis zu 8 TB)
  • 140 W Leistung am Upstream Port
  • 2x 15 W an den Thunderbolt 5 Downstream Ports
  • Insgesamt 60W an den USB-C-Ports
  • 240 W Gesamtleistung
  • Aktive Kühlung

Unboxing

UGREEN Maxidok - 17-in-1 Thunderbolt 5 Dock Verpackungsinhalt

Das Maxidok kommt in einem für UGREEN typisch designten Karton zu Hause an. Alles ist hochwertig und gut verpackt. Nach dem Aufklappen präsentiert sich direkt das Dock. Das Zubehör befindet sich dann eine Etage tiefer im Karton. Mitgeliefert werden neben einer umfangreichen, mehrsprachigen Anleitung ein 240 W Netzteil, ein 60 cm langes Thunderbolt 5-Kabel, ein Schraubendreher für die Klappe zum M.2 Slot, eine Schraube zur Befestigung einer M.2 NVMe (vorinstallierte) und ein passendes Silikon-Kühlpad für diese. Netzkabel zum Anschluss des Netzteils sind für die EU, für USA, für UK und für Japan dabei. Hier hat man sich wahrscheinlich aus Kostengründen dazu entschieden, einfach eine Variante für alle Regionen zu packen und legt gleich alle Netzkabel dabei. Letztlich handelt es sich dabei auch nur um Standard Mini-Kaltgerätekabel, unter ITlern auch gerne mal Micky Mouse-Kabel genannt.

Das Dock ist UGREEN-typisch bestens verarbeitet und kommt in einer für den Hersteller typischen Farbgebung. Die kupferfarbenen Akzente sehen schick aus und die zwei Kunststoffteile passen perfekt ineinander. Knarzen tut hier nichts. Mit seinen 13,5 x 13,5 x 5,5 cm Größe sieht das Dock nahezu aus, wie ein Mini PC und passt wunderbar auf den Schreibtisch.

Auf der Rückseite finden sich der Stromanschluss, zwei der drei Klinkenaschlüsse, die drei USB-A-, der LAN-, der Display Port und die drei Thunderbolt 5-Anschlüsse (1x Upstream, 2x Downstream).

UGREEN Maxidok - 17-in-1 Thunderbolt 5 Dock Rückseite

Der Anschluss und die Inbetriebnahme sind schnell erledigt. Netzteil in die Steckdose, Thunderbolt 5-Kabel an den mit dem Laptop markierten Thunderbolt 5 Upstream Port der Dockingstation und die andere Seite in den Laptop. Schon kann es losgehen.  Angeschlossen habe ich zum jetzigen Zeitpunkt standardmäßig meine zwei Monitore (1x 1440p @60Hz, 1x 5K @60Hz) per Display Port und Thunderbolt Downstream. Per USB-A habe ich zusätzlich noch ein kleines USB-Dock meines Monitorarms dauerhaft angeschlossen. Die Erkennung lief problemlos und die Monitore funktionierten umgehend. Während des gesamten Testzeitraums konnte ich hier sowohl mit meinem MacBook mit M1 Pro als auch mit meinem Dienstlaptop mit Intel Core i7, die leider beide nur Thunderbolt 4 sprechen) keine Aussetzer im Bild feststellen. Mit meinem vorherigen Dock mit Thunderbolt 4 hat der über DisplayPort angeschlossene Bildschirm gelegentlich für ein bis zwei Sekunden die Synchronisation verloren und entsprechend einen schwarzen Bildschirm gezeigt.

An der Unterseite des Docks findet sich eine kleine Klappe, die mit dem mitgelieferten Schraubendreher schnell und einfach geöffnet werden kann. Darunter befindet sich der beworbene M.2 Slot, der NVMes bis zur Größe 2280 und mit bis zu 8 TB-Kapazität aufnehmen kann.

Der Einbau klappt schnell und problemlos und die Erkennung ist auch ohne weitere Umwege gegeben. Sobald das Dock eingeschaltet wird, taucht die Festplatte auch schon auf und kann genutzt werden. Ich habe die zusätzlich NVMe aktuell als zusätzliches Backup meines MacBooks per TimeMachine konfiguriert. Testweise habe ich sie vor der Konfiguration für das in MacOS integrierte Backup mit dem AJA System Test Lite auf Geschwindigkeit getestet. Hier konnte ich 1627 MBps (ca. 13 Gbps) im Schreiben und 3043 MBps (ca. 24 Gbps) im Lesen erzielen.  Da ich einen QHD und einen 5K-Monitor betreibe, werden von den über Thunderbolt 4 möglichen 40 Gbps bereits 27,31 verwendet. Somit ist die Schreibgeschwindigkeit durch die mit Priorität behandelten Monitore begrenzt. Letztlich sendet der Laptop hier dennoch ziemlich genau 40 Gbps. Beim Lesen dürften die erreichten 3043 MBps der maximal mögliche Durchsatz meiner zweieinhalb Jahre alten Samsung 980 1 TB sein und entspricht ziemlich genau dem, was auch das M.2 Gehäuse von UGREEN in meinem kürzlichen Test über einen dedizierten Thunderbolt 4-Port geliefert hat.

Auf der Vorderseite des Docks finden sich dazu noch je ein SD- und ein TF(Mikro SD)-Kartenslot, die drei USB-C-Ports, ein weiterer Klinkenaschluss und der Ein- und Ausschalter.

UGREEN Maxidok - 17-in-1 Thunderbolt 5 Dock Front

Ist das Dock eingeschaltet und es besteht eine Thunderbolt-Verbindung zu einem Laptop oder Computer leuchtet die LED blau. Besteht diese Verbindung nicht, wird die Bereitschaft mit grünem Leuchten angezeigt. Die LED ist nicht zu hell und blendet nicht beim Arbeiten am Schreibtisch, zeigt einem aber zuverlässig an, ob das Dock ein- oder ausgeschaltet und der Laptop ein- oder ausgeschaltet ist. Die Anschlüsse haben während meines Tests stets zuverlässig funktioniert und lieferten stets die erwarteten Geschwindigkeitsergebnisse. Leider habe ich zum jetzigen Zeitpunkt kein Gerät mit Thunderbolt 5 Controller zur Hand und kann nur die Abwärtskompatibilität zu Thunderbolt 4 testen und ganz klar bestätigen. Bidirektionale 40 Gbps konnte ich in meinem Test vollständig ausnutzen. Sollte ich eines in die Finger bekommen, liefere ich hier auf Wunsch auch gerne noch einmal Geschwindigkeitsergebnisse nach.

Aufgrund der hohen Leistung des Docks entsteht selbstverständlich einiges an Abwärme. Hierfür sind im kupferfarbenen Teil auf der Seite zwei Lufteinlässe und auf der Hinterseite ein Luftauslass verbaut. Der verbaute Lüfter ist laufruhig und wurde zu keiner Zeit des Tests durch mich störend wahrgenommen.

Fazit

Das Maxidok liefert alles, was das Herz begehrt. In der Vergangenheit habe ich viele Docks ausprobiert und ich hatte immer das Problem, dass es entweder zu wenige USB-A oder zu wenige USB-C-Anschlüsse gab. Das ist hier nun wirklich kein Problem mehr. Man könnte sogar fast sagen: Dieses Dock ist der Taxiteller unter den Docks.

In der Theorie lassen sich hier ganze drei Bildschirme am Dock betreiben, ohne Probleme mit der Bandbreite zu bekommen, ein Thunderbolt 5 kompatibler Laptop oder PC vorausgesetzt. Die Möglichkeit, eine Festplatte direkt im Dock zu verbauen, finde ich absolut genial und passend zur aktuellen Zeit, in der Festplatten häufig in Laptops so verbaut oder gar verlötet sind und nicht mehr getauscht werden können. So gibt es gleich am heimischen Arbeitsplatz immer die Möglichkeit, mit einer externen Platte zu arbeiten, die sich geschwindigkeitstechnisch ganz klar auf dem Niveau einer internen bewegt. Dazu ist sie noch gänzlich unsichtbar und muss nicht immer noch zusätzlich angeschlossen werden.

Natürlich gibt es auch hier einen ganz klaren Haken: Der Preis. War Thunderbolt 4 schon teuer, ist es bei Thunderbolt 5 nicht anders. Das Revodok Max 313 hat letztes Jahr eine UVP von 219,99 Euro gehabt. Zwischenzeitlich sind RAM- und Speicherpreise im Allgemeinen explodiert und Technik wird stets teurer. So ergibt es sich nun, dass der UVP dieses Topmodells bei 459,99 Euro liegt. Zieht man hier den Preis eines externen Thunderbolt-Gehäuses ab, bleiben nach wie vor rund 360 Euro für das Dock. Ganz klar: Muss man sich leisten wollen. Will man das und braucht man das, macht man aber ganz sicher mit dem Dock nichts falsch. Ganz UGREEN-typisch zahlt man aber natürlich nicht dauerhaft die vollen 459,99 Euro. So gibt es das Dock aktuell im eigenen Shop um 69 Euro reduziert für 390,99 Euro. Immer noch ein satter Preis, aber immerhin schon mal unter der 400 Euro-Marke. Bei Amazon gibt es ebenfalls einen 15 % Coupon, zur einfachen Aktivierung, der den gleichen Preis freischaltet.

Wem das alles zu viel ist, der findet den kleinen Bruder mit 10-in-1 Anschlüssen für 239,99 Euro bei UGREEN bzw. aktuell mit 25%-Coupon für 224,99 Euro bei Amazon. Die UVP beträgt hier 299,99 Euro. Hier muss man dann allerdings auf die drei nicht Thunderbolt USB-C-Anschlüsse, den M.2-Slot und die Klinkenanschlüsse verzichten.

Abgesehen von dem hohen Preis kann ich hier aber ganz klar eine Kaufempfehlung aussprechen.

Disclaimer: Die Testmuster wurden mir vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

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Über den Autor

Alex Lüttgen

Alex Lüttgen

Ich bin Alex Lüttgen, oder auch Utgardus. Als Netz- und Systemadministrator fühle ich mich in so ziemlich allen Produkten von Microsoft im Client-, Server- und Office 365-Bereich zu Hause. Nach der Arbeit wird dann selbstverständlich auch mal die Xbox angeschmissen. Mobil bin ich nach dem Aus von Windows Mobile auf iOS gewechselt und fühle mich dort deutlich wohler, als bei Android. Neben der IT ist Elektromobilität meine absolute Leidenschaft. Ich bin fest der Überzeugung, dass sich dort in naher Zukunft immer mehr tut, bis dann irgendwann die Verbrenner ganz abgelöst werden.

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