Gadgetcheck: UGREEN Nexode Retractable Serie – Einziehbare Kabel next Level
Über Produkte von UGREEN haben wir an dieser Stelle schon häufiger berichtet. Die Qualität und Zuverlässigkeit der Geräte waren dabei stets ebenso überzeugend wie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Teil der bisherigen Berichterstattung war die Nexode-Serie von Ladegeräten, die mit durchdachter Technik und – teils – mit Robo-Gesichtern auch unterhaltsame Gimmicks mitbrachten.
Ganz neu auf dem Markt ist nun die Retractable-Serie, die ebenfalls unter die Nexode-Kategorie bei UGREEN fällt. Dabei handelt es sich um USB-Ladegeräte mit fest integrierten, einziehbaren Kabeln. Die Serie reicht von klassischen Steckernetzteilen über eine Powerbank bis zu 12V-Autoladegeräten und einem separat erhältlichen, sich selbst aufrollenden USB-C-Kabel.
Hier kurz die wichtigsten Eckdaten:
Autoladegerät:
- 145 W maximale Gesamtleistung
- 60 W über das fest verbaute, einziehbare Kabel
- 100 W über USB-C2, 45 W über USB-C1
- 3x USB-C, 1x USB-A
Steckernetzteil:
- 65 W maximale Gesamtleistung
- 60 W über das fest verbaute, einziehbare Kabel
- 65 W über USB-C2, 22,5 W über USB-A
- 2x USB-C, 1x USB-A
Powerbank:
- 165 W maximale Gesamtleistung
- 100 W über das fest verbaute, einziehbare Kabel
- 100 W über USB-C2, 22,5 W über USB-A
- 2x USB-C, 1x USB-A
- 72 Wh Gesamtkapazität
- BxHxT 146 x 54 x 50 mm bei 540 g
- Display mit Anzeige zu Ladeleistung, Spannung und Strom, sowie Leistungskurve je Ausgang
- 100 W maximale Eingangsladung
Ausziehbares USB-C-Kabel:
- 100 W maximale Leistung
- Ausziehbar in 4 Stufen mit bis zu 1 m Gesamtlänge
Alle Geräte:
- Langlebigkeit durch garantierte 25.000 Ein- und Auszüge
- Schutzmechanismen: Überstrom-, Überspannungs-, Kurzschluss-, Überhitzungs- und Überleistungsschutz
- GaN-Technologie für hohe Effizienz
UGREEN hat mir die Produktlinie für einen Test zugesandt. Die beim Test gemachten Erfahrungen mit den Produkten möchte ich hier gerne mit euch teilen.
Unboxing und Inbetriebnahme
Die Verpackungen sind – UGREEN-typisch – auf das Nötigste reduziert, bieten aber dennoch sicheren Halt für die Geräte. Ein schlichter, dünner Karton beherbergt die Retractable-Serie aus dem Nexode-Portfolio. Die Geräte präsentieren sich in der gewohnten Farbgebung: Anthrazitgrau und Schwarz dominieren – so erkennt man die Familienzugehörigkeit sofort. Auch Haptik und Verarbeitung sind, wie von UGREEN gewohnt, hochwertig.
Aus beiden Ladegeräten sowie der Powerbank ragt neben den freien USB-Ports jeweils ein USB-C-Stecker heraus, der magnetisch am Gehäuse gehalten wird. Dieser lässt sich ohne großen Kraftaufwand lösen und bei KFZ- und Wandladegerät auf etwa 65 cm ausziehen. Bei der Powerbank liegt die maximale Kabellänge bei rund 60 cm. Das separat erhältliche, ausziehbare Kabel bietet beidseitig jeweils bis zu 47 cm, mit dem Mittelstück ergibt sich so eine Gesamtlänge von etwa 1 Meter.
Ist das Kabel vollständig ausgezogen, kann es durch einen kurzen Ruck wieder eingezogen werden. Anders als bei den meisten USB-C-Kabeln sind diese Modelle flach statt rund und dadurch nur in eine Richtung gut biegbar – was allerdings keine Einschränkung im Alltag bedeutet.
Der Ausziehmechanismus selbst wirkt robust und präzise. Es klappert oder rattert nichts, und das Ein- sowie Ausziehen funktioniert zuverlässig. UGREEN gibt eine Lebensdauer von 25.000 Zyklen an – das kann ich natürlich nicht testen, aber der Mechanismus macht einen entsprechend soliden Eindruck.
Die Temperaturentwicklung entspricht dem Niveau anderer Nexode-Geräte: Die Geräte werden spürbar warm, aber nie kritisch heiß. Dank eingebautem Überhitzungsschutz schalten sie im Zweifel rechtzeitig ab – eine solche Situation konnte ich selbst bei hohen Außentemperaturen in der letzten Woche nicht provozieren.
Die maximale Ausgangsleistung hängt wie üblich von der Art und Anzahl der angeschlossenen Geräte ab:
- Auto- und Steckerladegerät liefern über das integrierte Kabel jeweils 60 W.
- Die Powerbank schafft über ihr festes Kabel sogar 100 W.
- Höhere Gesamtleistungen sind über die weiteren Anschlüsse möglich – Details finden sich auf den jeweiligen Produktseiten.
Die Powerbank mit 72 Wh bleibt unter der für Flugreisen zulässigen Grenze von 100 Wh und darf daher problemlos ins Handgepäck. Ihr Display ist besonders für Technikfans ein Highlight: In Echtzeit lassen sich Leistungskurven, Spannung, Stromstärke sowie die daraus resultierende Ladeleistung anzeigen. Die Ansicht lässt sich über einen seitlichen Knopf umschalten.
Zusätzlich zeigt das Display Restkapazität und verbleibende Lade- oder Entladezeit an. Hält man den Knopf drei Sekunden lang gedrückt, aktiviert man den Modus für Erhaltungsladung – ideal für Kleinstgeräte wie Smartwatches oder Kopfhörer, die sonst möglicherweise nicht als Verbraucher erkannt werden, was zu einer Abschaltung der Powerbank führen würde.
Das Steckernetzteil verbraucht laut meinem Messgerät im Leerlauf lediglich 0,1 W – womöglich sogar noch weniger, da dies die kleinste messbare Einheit meines Geräts ist. Damit erfüllt es die EU-Vorgabe von maximal 0,3 W im Standby mit Leichtigkeit.
Zusatzinfos zu Varianten:
- Das Autoladegerät gibt es auch mit 90 W und 60 W, wobei sich die Anzahl der USB-C-Anschlüsse entsprechend um eins reduziert.
- Das Steckerladegerät ist neben der getesteten 65-W-Version auch in einer kompakteren 45-W-Variante erhältlich – die Zahl der Ports bleibt dabei gleich.
Mein Fazit
Im Vorfeld hätte ich nicht erwartet, dass einziehbare Kabel für mich ein Gamechanger sein könnten. Aber ganz ehrlich? Ich liebe sie. Die getesteten Geräte sind nur minimal größer als ihre Pendants ohne Kabelmechanismus, aber der praktische Zugewinn ist enorm. Das klassische „Kabel vergessen“-Szenario beim Einpacken entfällt fast komplett. Für Zweitgeräte kann man zwar weiterhin ein zusätzliches Kabel mitnehmen, aber in vielen Fällen wird es einfach nicht mehr gebraucht, da mittlerweile ohnehin fast alles über USB-C geladen werden kann.
Ein weiterer Pluspunkt: Wird das integrierte Kabel nicht genutzt, verschwindet es ordentlich im Gehäuse und liegt nicht lose herum – aufgeräumter geht’s kaum.
Auch das ausziehbare USB-C-Kabel überzeugt mich. Zwar hatte ich schon häufiger Werbegeschenke in ähnlichem Stil, doch diese waren meist nach wenigen Nutzungen defekt. Dieses Exemplar hingegen wirkt robust, präzise gefertigt und langlebig – ich traue ihm die versprochenen 25.000 Zyklen ohne Weiteres zu.
Ich kann alle hier getesteten Produkte uneingeschränkt empfehlen – sie gehören ab sofort zu meiner Standardausstattung auf Reisen.
Das Autoladegerät mit 145 W kann für 49,99 EUR bei Amazon erworben werden. Das Steckerladegerät schlägt mit 44,99 EUR bei Amazon zu Buche und die Powerbank kostet 89,99 EUR bei Amazon. Das Kabel schlussendlich ist für 15,99 EUR bei Amazon erhältlich. Aktuell läuft eine Einführungsaktion mit verschiedenen Coupons, die direkt auf der Produktseite aktiviert werden können. Diese Coupons senken im Fall der Powerbank den Preis um 20 EUR, oder im Falle des Autoladegerät sogar um 34 %. Insgesamt erachte ich alle diese Preis als fair für die gebotene Technik.
Disclaimer: Enthält Affiliate Links. Die Testmuster wurden mir vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.
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Über den Autor

Alex Lüttgen
Ich bin Alex Lüttgen, oder auch Utgardus. Als Netz- und Systemadministrator fühle ich mich in so ziemlich allen Produkten von Microsoft im Client-, Server- und Office 365-Bereich zu Hause. Nach der Arbeit wird dann selbstverständlich auch mal die Xbox angeschmissen. Mobil bin ich nach dem Aus von Windows Mobile auf iOS gewechselt und fühle mich dort deutlich wohler, als bei Android. Neben der IT ist Elektromobilität meine absolute Leidenschaft. Ich bin fest der Überzeugung, dass sich dort in naher Zukunft immer mehr tut, bis dann irgendwann die Verbrenner ganz abgelöst werden.









