Gamescom 2019 : Control - Der neueste Kracher von Remedy

Gamescom 2019 : Control - Der neueste Kracher von Remedy

Nachdem ich euch schon zwei kleine, aber sehr feine Indie-Titel von der Gamescom 2019 näher brachte, ist es nun an der Zeit, übre den ersten AAA-Titel zu sprechen.

Ich darf euch vorstellen:
Control aus dem Hause Remedy.

Waren die letzten beiden Titel aus dem Hause Remedy, Alan Wake und Quantum Break, Exklusiv-Produkte für Xbox, so ist dieses Spiel für mehrere Plattformen. Mehr noch, Sony sicherte sich für die Playstation die Marketingrechte beim Publisher 505 Games.

Bei 505 Games und dem Game Director Mikael Kasurinen hatte ich auf der Gamescom die Ehre, ein 1on1 Hands-on zu erleben. Gerne hätte ich auch schon früher davon berichtet, doch es gab ein Embargo, das erst jetzt ausgelaufen ist.

Ging es bei Alan Wake mehr um Geister und Astralwesen und bei Quantum Break um Zeitmanipulation, so geht der Macher von Max Payne dieses Mal All-in und verbindet alle paranormalen Elemente in einem Spiel.

Ich werde storytechnisch nicht zu sehr ins Detail gehen, sondern nur grob umreißen, da „selbst entdecken“ wie bei allen Remedy Games der größte Spiel-und Spaßfaktor ist.

Ihr spielt Jesse Faden, die ihren Bruder sucht und am Anfang des Spiels vor den Türen des Federal Bureau of Control, kurz Control, steht. Als ihr diesen massiven Bürokomplex betretet, wird euch schnell klar, dass etwas nicht stimmt, da es menschenleer ist und ihr nach einer Weile nur dem Hausmeister begegnet, der dank Kopfhörer nichts von allem um ihn herum mitbekommen hat.

Erste Aufgabe ist es, euren Startpunkt zu sichern und ein Team von Control zu retten, dass euch anschließend am Startpunkt zu Diensten ist. Dabei erfahrt ihr mehr über Control, aber auch mehr über das Gebäude, das „The Oldest House“ genannt wird.

Control ermittelt bei paranormalen Ereignissen unter anderem auch in ihrer Kindheit in Jesses Heimatort. Dabei erfahrt ihr, dass eine Astralmacht, „The Hiss“ (Auf Deutsch „Das Zischen“) sich der Mitarbeiter von Control bemächtigt hat und sie entweder in wehrlose schwebende Zombies oder aber in eure Gegner verwandelt.

Control Screenshot

Dabei kommen wir zu dem ersten gravierenden Unterschied zu bisherigen Remedy Spielen: UNENDLICHE MUNITION! Ja, ihr lest richtig, ihr müsst euch nie wieder von Munitionsfund zu Munitionsfund hangeln, denn eure Waffe, modular aufgebaut und erweiterbar, regeneriert die Munition selbst.

Dafür aber habt ihr das Problem, dass ihr keine Gesundheit regeneriert. Werdet ihr angeschossen oder verletzt, tragt ihr den Minus am Gesundheitsbalken mit euch rum, bis ihr einen Gegner tötet und dieser Energie fallen lässt, die euch heilt.

Für die Kämpfe selbst steht euch die oben genannte Waffe zur Verfügung, aber auch telekinetische Fähigkeiten, die Jesse nach und nach freischaltet. So könnt ihr relativ früh einen Materiestoß durchführen, der auf kurze Reichweite funktioniert, Ihr habt eine Grifffunktion, mit der ihr fast jeden beliebigen Umgebungsgegenstand nehmen und schleudern könnt. Die Waffe, aber auch eure Fähigkeiten, könnt ihr durch Mods und RPG typisch, durch einen Skilltree optimieren.

Control Screenshot

Habt ihr euch diese Grundmechaniken angeeignet, erfahrt ihr auch mehr über Control und „The Oldest House“. Zu sagen, das Haus lebt, wäre übertrieben, aber die permanenten Anomalien bewirken, dass es sich ständig verändert und ihr manchmal feststellt, dass ein Ort an dem ihr schon wart, sich geringfügig bis stark verändert hat. Und da kommen wir zum nächsten gravierenden Unterschied zu bisherigen Spielen von Remedy.

Bislang waren Remedy Spiele eher geführt und der Levelaufbau folgte dem Schlauchprinzip. Hier habt ihr trotz dem geschlossenen Gebäude ein Open World Erlebnis, denn ihr müsst öfter zurück zu bereits besuchten Arealen des Spiels, welche wie bereits erwähnt, sich seit dem letzten Besuchs verändert haben können. Es gibt zwar keine Wegpunkte, dafür aber, wie es sich in einer Behörde gehört, Richtungsschilder und auch vereinzelte Schnellreisepunkte.

Das Spiel selbst ist eine Remedy-typische Solokampagne. Durch den Open World Faktor variiert die Spielzeit enorm, multipliziert mit der Anstrengung, sämtliche Sammelobjekte im Spiel abzugreifen. Die deutsche Lokalisierung ist sehr gut und stimmungsvoll umgesetzt worden. Insgesamt ist das Spiel ein audio-visueller Genuss.

Besonders zu erwähnen ist, dass es für Nvidia auf dem PC ein Referenztitel für die RTX Raytracing Technik ist und eine entsprechende Grafikkarte das Spielgefühl durch verbesserte Lichteffekte und Reflektionen erheblich aufwertet.
Beispiel 1:

Control Screenshot Raytracing

Beispiel 2:
Control Screenshot Raytracing

Das Spiel wird für Xbox One, PS4 und den Epic Games Store am 27. August erscheinen.
Die Editionen für Playstation bieten exklusive Inhalte.

Control
Control
Entwickler: 505 Games
Preis: 59,99 €+

Control Homepage

Playstation Store Link 

Epic Games Store

Über den Autor
Daniel Heithorn
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Microsoft-Padawan seit MS-DOS 5.0 und Windows 3.1 | Überzeugter Surface, Office 365 und Xbox One X User | Xbox FanFest süchtig | RIP Windows Phone & Microsoft Band 2

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Kommentare
  1. Netter Artikel, ein bisschen durcheinander aber okay. Was mir fehlt sind so ein paar Infos wie das Game läuft, auf den Konsolen (besonders Xbox One X) und dem PC.
    Taugt die Steuerung, wie Stabil ist die Framerate usw .
    Achja, das Embargo war gestern schon vorbei ;)
    da ich selbst nur die One X habe, kann ich dir sagen, dass es sehr stabil läuft und ich keine Einbrüche in der Performance festellen konnte. die Steuerung ist ähnlich Quantum Break aber sehr viel flüssiger.
    ja das Embargo war gestern vorüber aber den Review Code gabs erst vorgestern ;-)
    ich fand den Artikel super! Spielmotivation entsteht meiner Meinung nach durch Inhalte und nicht durch Framerates oder Lichteffekte. Aber das sollte doch dann jeder für sich selbst entscheiden und nicht ein Autor ?
    Eine schlechte technische Umsetzung kann schon durchaus merklichen Einfluss auf den Spielspaß haben. (Starke) FPS Drops, Tearing und CO sind nun nicht wirklich dafür bekannt ein Spiel irgendwie besser zu machen. Oder würdest du z.B. ein Herr der Ringe lieber als verwackeltes 360p Video mit Soundaussetzern ansehen statt einer Blu-Ray-Version?
    Im Gegensatz zu vielen anderen Spielaspekten, die allesamt subjektiv sind (gefällt einem die Story, etc.), so ist der technische Aspekt sehr viel einfacher möglichst objektiv / allgemeingültig zu beurteilen.
    Leider scheint es bei Control doch einige technische Probleme auf den Basiskonsolen zu geben.
    Hehe, ja... waren meines Wissens ja bis mal Teil von Microsoft. ;)
    Ansonsten kann ich nur sagen, dass Control ein interessantes Spiel ist. Aber, wenn es Epic Store exklusiv ist, dann, nein danke. Wenn sie mein Geld wollen, sollen sie bei Steam und anderen Plattformen anbieten.
    Weswegen sollte das ein Witz sein.
    Microsoft macht wenigstens etwas für die Kunden.
    Sony zockt ständig ab und behauptet "4 the players" zu sein, obwohl alles was für die Spieler wäre von den Spielefaschisten aus Japan blockiert wird.
    Aber ähnlich Apple läuft die blinde Zombieschar weiter einer Blenderkonsole mit minderwertigen Controllern nach.
    ronnybruechner
    Weswegen sollte das ein Witz sein.

    Weil Remedy schon mal Teil von Microsoft war. ;)
    Ansonsten finde ich das hier reichlich übertrieben:
    ronnybruechner

    Sony zockt ständig ab und behauptet "4 the players" zu sein, obwohl alles was für die Spieler wäre von den Spielefaschisten aus Japan blockiert wird.

    Frag dich mal selbst, ob es bei so einem Thema angebracht ist, so "auszurasten".
    Remedy war nie Teil von Microsoft. Sie sind ein unabhängiges Studio, dass Alan Wake und Quantum Break als Auftragsarbeiten erledigt haben.
    Microsoft war bei beiden Titeln als Publisher aufgetreten, so wie bei Control nun 505 Games
    Hehe, ja... waren meines Wissens ja bis mal Teil von Microsoft. ;)
    Ansonsten kann ich nur sagen, dass Control ein interessantes Spiel ist. Aber, wenn es Epic Store exklusiv ist, dann, nein danke. Wenn sie mein Geld wollen, sollen sie bei Steam und anderen Plattformen anbieten.

    Abwarten. Das Spiel kommt wie bei den meisten Epic Exklusiv Titeln in einem Jahr auf Steam und, wenn man Glück hat auf GOG, woran ich persönlich nicht glaube. Echt schade, da ich sofort die DRM freie Version der Steam "ausleih" Version bevorzugen würde.
    Laut den Entwicklern ist das Spiel kein AAA mehr. Sie sagen selbst, dass sie früher mit Max Payn ein AAA Studio waren. Wenn man bedenkt, dass das Spiel nur 20-30 Millionen in der Entwicklung verschlungen hat, ist es verglichen mit anderen Titeln (God of War, Spiderman) und deren Produktionsqualität kein AAA Spiel mehr.
    OK. hab da ehrlich gesagt auch nicht die Ahnung, was die Epic Store exklusiven Titel angeht. Ist halt ein problematische Sache, auch für die Publisher. Biete ich auf einer exklusiven Plattform an, die weniger Gewinnbeteiligung fordert, und schränke so meinen Käuferkreis eventuell sogar recht massiv ein, oder biete ich auf den Plattformen, die viele Spieler erreichen, aber mehr Gewinnbeteiligung fordern. Gut, hier geht es wohl auch noch um das Pushen des Epic Stores, und, ich weiß nicht ob und wie viel Remedy da noch zusätzlich bekommt (könnte mir durchaus vorstellen, dass dem so ist...). Mir egal, Epic Store kommt mir erst mal nicht in die Tüte. Wenn sie irgendwann auf Steam anbieten wird es eventuell gekauft, ansonsten nicht.
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