Geheime Absprachen: EU verdonnert ZeniMax Media und andere Publisher zu Geldstrafen

Geheime Absprachen: EU verdonnert ZeniMax Media und andere Publisher zu Geldstrafen

Die Europäische Union hat mal wieder ihre Muskeln spielen lassen und gegen mehrere namhafte Publisher von Spielen Kartellstrafen in einer Gesamthöhe von rund 7,8 Millionen Euro verhängt. Den Großteil der Geldstrafen müssen Focus Home mit 2,8 Millionen Euro sowie Steam-Betreiber Valve und ZeniMax Media, künftige Microsoft-Tochter und Mutterkonzern von Bethesda, mit je rund 1,6 Millionen Euro bezahlen. Die anderen Publisher Koch Media, Bandai Namco und Capcom kommen mit geringeren Strafen von rund 300.000 Euro davon, da sie der EU entgegen kamen und die Strafen entsprechend um bis zu 15 % reduziert wurden.

Hintergrund des Ganzen sind Geoblocking-Praktiken, die die 6 Publisher bei etwa 100 Titeln vorgenommen haben sollen und die seit 2018 gegen europäisches Kartellrecht verstoßen. Nutzer waren dadurch nicht in der Lage, auch grenzüberschreitend auf die gekauften Inhalte zuzugreifen. Zumindest Valve will gegen die Entscheidung in Berufung gehen und weist alle erhobenen Vorwürfe von sich. Die anderen Publisher haben sich bisher noch nicht geäußert.

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Quelle: Eurogamer.de

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.
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