Geschäftskunden dürfen wechselbare Surface-SSD im Garantiefall behalten

Geschäftskunden dürfen wechselbare Surface-SSD im Garantiefall behalten

Das Surface Laptop 3 und das Surface Pro X sind die ersten beiden Geräte aus der Surface-Serie, bei denen sich die verbaute SSD austauschen lässt. Eine solche Option war vor allen Dingen von Geschäftskunden gefordert worden, die vertrauliche Daten gefährdet sahen, wenn sie ein defektes Gerät zum Service einschicken müssen.

Der Wunsch nach einem einfachen Speicherupgrade hat sich mit dieser neuen Option nicht erfüllt. Erstens setzt Microsoft bei den Surface-SSDs auf ein proprietäres Format, Zweitens werden die SSDs nicht einzeln zum Kauf angeboten.

Mit der Ankündigung der „Surface Drive Retention“ hat Microsoft nun auch klargestellt, worum es eigentlich geht: Nämlich nicht darum, die SSD leicht auswechseln zu können, sondern darum, das Gerät ohne die SSD zu tauschen.

Geschäftskunden, die Surface-Geräte kaufen und sich für den optionalen Service „Microsoft Complete for Business Plus“ entscheiden, der bis spätestens 45 Tage nach dem Kauf aktiviert werden muss, dürfen im Garantiefall die SSD aus dem Surface Laptop 3 und Surface Pro X ausbauen und das Gerät ohne SSD einsenden (Voraussetzung ist, dass die SSD durch einen ausgebildeten Techniker oder einen offiziellen Servicepartner ausgebaut wird). Im Austausch erhalten sie ein neues oder wiederaufbereitetes Gerät – mit SSD. Die Kunden können dann entscheiden, ob sie die alte SSD sicher entsorgen und das Austauschgerät neu aufsetzen, oder ob sie die alte SSD wieder in das Austauschgerät einsetzen.

Für Schäden, die beim Ein- und Ausbau der SSD entstehen, haftet Microsoft allerdings ausdrücklich nicht.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Ich verstehe sowieso nicht wieso die ganzen Bauteile wie CPU, GPU, RAM und HDD bzw. SSD Heutzutage fest auf dem Mainboard verlötet sein müssen das macht das Recycling umso schwieriger, unsere Ressourcen sind nun mal begrenzt!
    Ja ich bin im Grunde eine Grüne Sau, ein Linker Vogel und Aluhut Träger.
    Weil man die Geräte ansonsten nicht so kompakt bauen könnte. Und die Masse (mich eingeschlossen) möchte nun mal kleine, leichte, leistungsfähige und störungsfreie Geräte.
    @PeterK: jede Kontaktbruecke stellt einen Widerstand und Kondensator dar. Somit ist alles fest verloete in Sachen Geschwindigkeit und Stromverbrauch ueberlegen.
    Zudem ermoeglicht es sowohl flachere und robustere Geraete.
    Ein Fall von "man kann nicht alles haben"...
    Was das Recycling angeht - ist vollkommen wurscht. Fuer die Wiederverwendung gibt es schon seit Ewigkeiten Entloetanlagen, fuer die Rohstoffabscheidung wird geschreddert.
    Wo ich Dir aber zustimme: Microsoft haette schon vorher - wie jetzt beim Pro X - auf die Idee kommen koennen Kleber zu verwenden die es Reperaturwerkstaetten ermoeglichen das Geraet zu oeffnen ohne dann wahrscheinlich auch das Display austauschen zu muessen...
    Da fehlt hier nicht nur ein "Right to Repair" sondern auch eine Verpflichtung das die Hersteller das Reparieren auch entsprechend vereinfachen. Am besten inkl. Veroeffentlichungspflicht fuer Schaltplaene etc.
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