Google und AdBlock Plus gemeinsam gegen andere Werbeblocker? Es ist nicht so einfach *Update*

Google und AdBlock Plus gemeinsam gegen andere Werbeblocker? Es ist nicht so einfach *Update*

Aktuell macht eine Nachricht die Runde, die das Zeug zu einem echten Verschwörungs-Krimi hat: Google plant eine Änderung an der Chromium-Plattform, die das Aus für diverse Werbeblocker in ihrer derzeitigen Form wäre. Davon betroffen sind dann alle Browser, die auf Chromium basieren, neben Chrome selbst also beispielsweise Vivaldi oder in Zukunft Microsoft Edge.

Ausgerechnet nicht von dieser Änderung betroffen wäre AdBlock Plus, und dann kommt diese Nachricht auch noch quasi zum selben Zeitpunkt, zu dem das Bundeskartellamt einen Kooperationsvertrag zwischen Google und AdBlock Plus genehmigt hat.

Google hat in Chrome einen eigenen Werbeblocker integriert, der „nervige Werbung“ wegblocken soll. Noch basiert dieser Blocker auf den Regeln der „Coalition for better Ads“, in Zukunft könnte Google aber vor allen Dingen jene Werbung als besonders nervig betrachten, die nicht über das eigene Netzwerk ausgeliefert wird.

AdBlock Plus ist zwar augenscheinlich auch ein Werbeblocker, aber ebenso wie Google finanziell von den Einnahmen aus Internet-Werbung abhängig. Dort hat man sich das Prinzip der „Acceptable Ads“ ausgedacht: Wer nicht geblockt werden will, muss zahlen. Digitale Wegelagerei.

Die Schlussfolgerung fällt demnach allzu leicht: Google und AdBlock Plus haben sich zusammen getan, um ihre Dominanz auszuspielen: AdBlock Plus bevorzugt Google-Werbung, im Gegenzug baut Google seinen Browser so um, dass die Konkurrenten von AdBlock Plus nicht mehr funktionieren.

Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass beiden Unternehmen jedes (unlautere) Mittel recht ist, ihr Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten und zu erweitern, sehe das aber gleichzeitig „demokratisch“: Die Nutzer haben beiden Firmen diese Macht gegeben, warum sollten sie diese nun nicht für ihre Zwecke einsetzen?

Kommen wir aber nun (endlich) zum technischen Hintergrund. Im Manifest V3 dokumentiert Google geplante Änderungen am Funktionsmodell von Erweiterungen. Im konkreten Fall geht es um die webRequest-API, die von Werbeblockern wie dem ebenfalls sehr populären uBlock Origin genutzt wird. Dort filtert man nicht die Werbung aus den Internetseiten heraus, sondern blockiert bereits die Anfragen an die entsprechenden Dienste.

Über diese API kann man natürlich nicht nur Werbung blockieren, sondern Internetseiten recht weiträumig manipulieren. Darum will Google die webRequest-API durch die declarativeNetRequest-API ersetzen. Diese hat sozusagen das „letzte Wort“ und übernimmt die Kontrolle über alle Filterfunktionen.

Begründet wird das mit verbesserter Sicherheit, und diesem Gedanken kann ich ebenso gut folgen wie der oben skizzierten „Verschwörungstheorie“. Der Entwickler von Ghostery hat sogar schon mit rechtlichen Schritten gedroht, sollte Google seine Pläne in die Tat umsetzen.

Ein wirklich komplizierter Fall. Sollte Google tatsächlich aus niederen Beweggründen handeln, dann haben sie zumindest einen sehr cleveren Ansatz gefunden, weil man dem Sicherheitsargument wirklich nur sehr schwer widersprechen kann. Man könnte sie höchstens fragen, warum ihnen das so spät und ausgerechnet jetzt einfällt.

Update: Inzwischen hat sich Sebastian Noack, einer der Entwickler von AdBlock Plus, zu Wort gemeldet: Er erklärt, dass die geplante Änderung sehr wohl auch die Funktionsweise von AdBlock Plus betrifft und es dadurch insgesamt schwieriger wird, effektiv zu blocken und browserübergreifend zu entwickeln. Noack zweifelt auch an, dass die technische Änderung unter dem Strich wirklich zu mehr Sicherheit führt. Das entzieht der Verschwörungstheorie natürlich reichlich Nahrung.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Am Besten gefallt mir der Satz "Die Nutzer haben beiden Firmen diese Macht gegeben....
    Genau so ist es.
    Schwieriges Thema... Käme das neue Manifest so durch, würden uBlock Origin und uMatrix definitiv die Grundlage entzogen. Chromium würde den Weg blockieren, Firefox arbeitet an komplett eigenen Technologien (wobei das hier zumindest weiter funktionieren wird, aber Gecko ist als Plattform heute einfach ziemlich klein) und für kleinere Browser wie Falkon oder Pale Moon lohnt sich der Entwicklungsaufwand einfach nicht. Nebenbei beträfe es ja auch andere Vertreter, die Entwickler von AdGuard haben sich ebenfalls auf der Mailingliste gemeldet und ebenfalls Kritik angebracht. Wenn ein solcher Skriptblocker weiter funktionieren soll, müsste er also irgendwo den Browser verlassen und - wie AdFender oder AdGuard Desktop - vom System aus den Datenverkehr regeln.
    Man darf jedenfalls Zweifel haben, dass sich trotz eines neuen Manifestes irgendwas ändern wird. Masse ist bekanntlich träge und die, die technisch etwas versierter sind, kennen eh Wege, das Problem zu umgehen.
    Und genauso können die Nutzer den Firmen die Macht auch wieder nehmen.
    Aus Usersicht sehe ich das nun wirklich recht entspannt. Können sich die Webseitenbetreiber zudem auch freuen, dass die Masse an Usern, die von der Technik nicht so wirklich Ahnung hat, erst einmal wieder mehr Werbung zu sehen bekommen.
    Ansonsten gibt es auch für den User keinen Zwang gibt überhaupt Chrome oder AdblockPlus zu verwenden. Insgesamt sicherlich "blöd" gelaufen und ein ggf. fragwürdiges vorgehen, aber das machen halt alle Konzerne. Mit Fair-Play kommt man halt nicht an die Spitze.
    Verständnisfrage: Microsoft könnte dann bei der geplanten Umstellung der Web-Engine von Edge auf Chromium auch gar nichts daran ändern?
    Als Alternative bliebe dann somit nur Firefox übrig (bzw. auf dem Mac auch Safari)?
    @Cryx
    Kommt drauf an, was Microsoft will. An der grundsätzlichen API sicherlich kaum etwas, allerdings könnten sie einen entsprechenden Schutz direkt in Edge implementieren, so wies beim Internet Explorer mal mit den Tracking Protection Lists gemacht haben. Gibt ja auch andere Browser wie Opera, die einen nativen Blocker haben. Das Problem ist eher, dass Microsoft selber Mitglied in der Coalition for Better Ads ist und man deshalb ohnehin hinterfragen muss, wie viel Interesse man in Redmond an sowas hätte.
    Die direkte und sichere Folge wäre jedenfalls, dass man mehr experimentieren muss. Entweder man prüft die nativen Möglichkeiten, man wechselt auf einen anderen Browser, wo es noch geht, oder man reguliert das extern entweder als eigene Software oder im Netzwerk.
    Ich liebe ja die Gedankenspielerei wie das Web aussehen würde, wäre Online-Werbung verboten: Alle würde wieder für die Produkte und Dienstleistungen (Suchmaschinen, Social Media, Journalismus) zahlen müssen, Diskussionen über Datensammelei für personenfokussierte Werbung hätten ein Ende, viele bösärtige Entwicklungen wären abrupt beendet (z.B. Erregungsjournalismus, Clickbaits, monopolartige Strukturen). Ach, träumen darf ich ja wohl noch.
    Früher fand ich Werbefilter noch sehr wichtig, da gerne auch mal ungefragt Popups erschienen und ähnlich Nerviges. Seit ein paar Jahren verzichte ich aber bewusst darauf, da Werbung mMn heutzutage nicht mehr so ein großes "Nervpotential" hat und weil ich möchte, dass die Webseitenbetreiber auch ein wenig entlohnt werden, wenn ich schon deren Dienste kostenlos nutze.
    Hallo Kevin
    ja,die "Tracking Listen"im IE sind wirklich sehr gut.Ich nutze ja den IE noch oft und geniesse es,dass man beinahe werbefrei surfenn kann,ohne einen Blocker von Aussen installieren zu müssen.
    Ich hoffe und wünsche es sehr, dass MS im Edge das gleiche einbaut.
    Wenn das so ausschaut, werde ich die nächste Tage Firefox testen und dann ggf komplett auf Chrome verzichten.
    Cool... Bei der EDGE-Chromium Ankündigung hat man noch gesagt, das Chromium nicht Chrome sei. Aber Google steckt tief drin....
    MS sollte die heutige EDGE Engine open source stellen, wenn das überhaupt geht.
    Es wären asoziale Geschäftspraktiken, die mit Wettbewerb rein gar nichts zu tun hätten. Zitat: "der Nutzer hat ihnen ja die Macht …" - das wäre dann ja wohl die Einsicht in die Notwendigkeit aus der Sicht der Schafe.
    Nicht gerade zum Thema, aber für mich zur Sache: Ich bin schon lange ohne Werbung unterwegs (https://someonewhocares.org/hosts/). Es gibt sicher guten Grund, warum in solchem Zusammenhang nie von dem Weg die Rede ist, den ich nutze?
    Eispalast
    Früher fand ich Werbefilter noch sehr wichtig, da gerne auch mal ungefragt Popups erschienen und ähnlich Nerviges. Seit ein paar Jahren verzichte ich aber bewusst darauf, da Werbung mMn heutzutage nicht mehr so ein großes "Nervpotential" hat und weil ich möchte, dass die Webseitenbetreiber auch ein wenig entlohnt werden, wenn ich schon deren Dienste kostenlos nutze.

    Sehe ich anders. Popups sind weg, klar, aber nervig animierte fast die gesamten Ränder füllende und den Seitenaufbau massiv verzögernde Animationen oder Filmchen machen mich genauso aggressiv.
    Ich würde lieber direkt den Anbieter von Information entlohnen als indirekt via Werbung und der auf mich angeblich personalisierten Einblendungen (die ohnehin zu 80% nicht passen).
    Gnaeus
    Es wären asoziale Geschäftspraktiken, die mit Wettbewerb rein gar nichts zu tun hätten.

    Richtig. Willkommen in der Welt der Internet-Geschäftsmodelle. ;)
    Von einem Adblock Plus Entwickler:
    "Anyway, even with a more complete/powerful declarativeNetRequest API, the browser would essentially become the ad/content blocker, and extensions that used to provide an advanced blocking mechanism will be limited to providing filter rules. This makes it difficult and slow to evolve blocking capabilities, while web sites become better and faster at circumventing ad blocking. Also it makes it difficult to provide a consistent blocking behavior across browsers, which is essential as in the end we rely on the same filter lists."
    https://groups.google.com/a/chromium.org/forum/m/#!topic/chromium-extensions/veJy9uAwS00
    Daher glaube ich nicht an eine gemeinsame Verschwörung, eher schon an eine Aktion von Google, die es auf alle Blocker außer den eigenen abgesehen hat.
    Ich nutze den Adblock Plus bestimmt schon seit 2 Jahren nicht mehr, neulich beim Sortieren von alten Sicherungen hat mein Antivirus Programm in einer alten Einstellung inkl. Filterlisten vom Adblock Plus Malware entdeckt keine Ahnung wie die dahin gekommen ist.
    Alleine schon das sich Adblock Plus dafür bezahlen lässt nicht Nervende Werbung durch zu lassen finde ich eigentlich ein Unding.
    Ich sehe aber Werbeblocker und Trackerblocker auch als eine gewisse Art von Selbstschutz an es geht doch niemanden was an von welcher seite ich komme und wohin ich gehe!
    @ntoskrnl: Ich hab das vor ein paar Minuten im Artikel ergänzt, das macht eine "Verschwörung" ziemlich unwahrscheinlich.
    Bei solchen Themen versuche ich mir ja gerade anzugewöhnen, ein wenig abzuwarten und auch meine eigenen Gedanken erst mal ein bisschen sacken zu lassen, statt am Wettlauf um die schnellste Schlagzeile teilzunehmen. Es klappt immer besser, hier war ich dann aber trotzdem wieder ein bisschen zu früh dran :).
    Wird wohl zeit für einen umstieg zurück zu firefox. Abgesehen davon das edge bald den chromium unterbau bekommt und somit auch teil von Google's Werbeindustrie wird,klemmt es bei ihm leider an so manchen ecken. Synchronisation der Favoriten funktioniert nicht richtig , lokale Netzwerkadressen lassen sich nicht mehr öffnen. Ist echt schade wie edge sich entwickelt.
    Ich nutze AdGuard Premium, bin aber trotzdem nicht mit dieser Entwicklung zufrieden!
    Firefox werde ich mal wieder ausprobieren, war in den vergangenen 2? Jahren ziemlich lahm.
    "AdBlock Plus ist zwar augenscheinlich auch ein Werbeblocker, aber ebenso wie Google finanziell von den Einnahmen aus Internet-Werbung abhängig."
    Bei Google ist das Kerngeschäft die Werbung. Ohne Werbung wären viele Dienste im Internet kostenpflichtig. Ohne Werbung würde Dr. Windows nicht existieren können, es sei denn jemand möchte das aus eigener Tasche bezahlen. Ohne Werbung würde es das Internet, wie es heute existiert, und das zum größten Teil frei zugängig für alle ist, so nicht geben. Ich glaube, von denen, die Google tagtäglich kritisieren, und auch von denen, die hier in den Kommentaren posten, arbeitet niemand gerne umsonst. Und, abgesehen davon, besteht Google auch nicht allein aus einer Führungsetage, sondern sogar in Deutschland aus hunderten von Mitarbeitern, die ebenfalls das Brot auf den Tisch bringen müssen. Mir ist ein Internet, das für den Nutzer kostenfrei ist, weil durch Werbung finanziert, tausend mal lieber, als wenn an jeder Ecke einer die Hand aufmacht, und sagt "Haste mal 'ne Mark?...".
    Das ist ein imminent wichtiger, der leider oft in solchen Diskussionen völlig vernachlässigt wird, weil die Mentalität einfach sch****e ist (sorry). Schon die Vorstellung, dass Google einen Adblocker in seinem Browser hat, da könnte ich mir an den Kopf fassen. Das ist so, als wenn VW demnächst beim Golf den Motor ausbaut. ;) Google's Geschäft IST Werbung. Und nichts anderes. Und, wir profitieren alle davon.
    Dann nutzen die Leute eben in Zukunft verstärkt systemweite Adblocker mit Filtertreiber auf Netzwerkebene wie Adguard für Windows. Da kann der Browserhersteller machen was er will, da kommt kein Programm dran vorbei.
    Der einzige Nachteil ist, dass die Entwicklung dieser eben ungleich aufwendiger ist und es daher meines Wissens keine kostenlose Alternative gibt. Auch muss man den Entwicklern vertrauen, da zum Filtern von https/SSL-geschützten Verbindungen ein lokales Stammzertifikat installiert wird, damit der Adblocker Einblick in geschützte Verbindungen nehmen kann. Leider wird Werbung ja mittlerweise zu beträchtlichen Teilen über solche Verbindungen ausgeliefert.
    Die meiste AV-Software tut das heutzutage aus den gleichen Gründen aber auch (der optional aktivierbare Netzwerkschutz vom Windows Defender macht das vermute ich mal auch so).
    Pi-Hole im heimischen Netzwerk installieren und glücklich sein. Für das Smartphone Adblock App installieren und schon ist auch da Ruhe. 😉
    Ich denke, generell ist ja das Hauptproblem, dass es mit der Werbung einfach insofern überhand genommen hat, dass man Popups vor das Gesicht geklatscht bekommt, oder sich im Hintergrund Tabs mit Werbeanbietern öffnen etc. Ich denke, da ist so eine "Coalition for better ads" schon der richtige Ansatz, und Google selbst hat da auch etwas von, denn das bedeutet auch für sie gute Publicity. Generell ist es halt schwierig, so etwas zu steuern, denn man kann nicht mit der ethischen und moralischen Verantwortung von Leuten rechnen, die Geld machen wollen.
    @chakko
    Gegen Werbung haben die wenigsten etwas und haben Verständnis dafür dass Einnahmen generiert werden müssen.
    Es geht mir und anderen darum wie die Werbung plaziert wird, oftmals sehr aufdringlich und omnipräsent, Videos werden einfach abgespielt usw.
    hier hört das Verständnis zum Lebensunterhalt verdienen auf...
    Richtig. Und da stimme ich auch vollkommen mit überein.
    Auch wenn ich mir nicht so sicher bin, dass die meisten nichts gegen Werbung haben. Ich denke, das stimmt so nicht. Sie sehen halt nur nicht ein, dass Firmen Geld einnehmen müssen, um Dienste oder Webseiten anbieten zu können. Und, für viele sind Firmen wie Google wohl immer noch ein Boss, ein paar CEO's, ein paar Manager, und das wars. Dass die weltweit über 80.000 Mitarbeiter haben, die bezahlt werden müssen, sehen so sicherlich die wenigsten.
    chakko
    Richtig. Und da stimme ich auch vollkommen mit überein.
    Auch wenn ich mir nicht so sicher bin, dass die meisten nichts gegen Werbung haben. Ich denke, das stimmt so nicht. Sie sehen halt nur nicht ein, dass Firmen Geld einnehmen müssen, um Dienste oder Webseiten anbieten zu können.

    Das ist eigentlich gar nicht das Thema. Im Grunde kannst du für die Problematik drei Schlagworte ausgraben und du hast alles abgedeckt: aufdringliche Werbeformen, Tracking und Sicherheitsbedenken wegen Malvertising und ähnlichen Geschichten. Selbst wenn die CFBA in Punkt 1 gewisse Abhilfen schafft und Tracking an sich auch nicht unbedingt so schlimm ist (es kommt auf das Wie an), gegen Sicherheitsverbesserung kann man nunmal schlecht argumentieren. Nur muss man Google in dem Punkt attestieren, dass sie bei Chrome - mit Verlaub - sehr eigenwillige Lösungen integriert haben. Manches ist absolut sinnvoll wie eine verbesserte Verwaltung von Berechtigungen oder Safe Browsing, aber ob man mit Chrome Cleanup zusätzlich einen vollständigen Virenscanner zentral verankern musste, auch wenn er weniger invasiv ist... naja...
    Man muss sich das in Ruhe anschauen. Ich nutze auch uBlock Origin, aber hier als umgekehrte Festung, um Bedrohungen wie Malvertising zu begegnen. Gegen Werbung, die gemäßigt daher kommt, hab ich nichts, aber für die Systemsicherheit muss es dann ggf. Anpassungen geben.
    Hat jemand eine Idee, ob sich diese Änderung auch auf die Tampermonkey-Extension (Userscript-Manager) auswirken wird, falls sie denn kommt? Wenn die Tampermonkey/Greasemonkey-Scripts in Chrome nicht mehr funktionieren würde, dann müsste ich wohl oder übel auf Firefox umsteigen. :(
    Naja ich seh das ganz entspannt:
    Wenn das so kommt und dann wirklich die Funktionen soweit eingeschränkt ist das mein bevorzugter adblocker nicht mehr das macht was er soll werde ich halt von Vivaldi wieder zurück auf FireFox gehen. Zumindest solange es da noch geht.
    Würde mich nicht wundern wenn Mozilla da noch nach zieht. Bis dahin freut sich dann FF wieder über einen Nutzer mehr :)
    Browser wechseln geht heut zu Tage ja glücklicherweise genauso einfach wie die Klamotten.
    @chakko
    Die von Dir bemängelte Mentalität ist doch ein Produkt von Google und Konsorten. Es wurde doch gar nicht versucht für Angebote Geld zu nehmen. Jetzt tauchen vermehrt solche auf. Eine Grundidee des Netzes war doch, jeder profitiert vom anderen und alles bleibt kostenlos. Bis halt die Gier einiger grenzenlos groß wurde. Und was heute hauptsächlich passiert hat mit Werbung nix mehr zu tun sondern ist übelste Belästigung unrealistisch heftigstes eindringen in Privatsphäre.
    "Eine Grundidee des Netzes war doch, jeder profitiert vom anderen und alles bleibt kostenlos."
    Das siehst du etwas falsch. Vom Anbeginn des Netzes für den privaten Gebrauch war die Mentalität "Geiz ist geil" und "Ich muss alles umsonst haben". Du erinnerst dich sicher noch an die Zeiten von Napster und anderen Tauschbörsen, oder den Filesharingprogrammen, mit denen man ohne Ende MP3's gesaugt hat. Das hat nicht nur das Netz zu dem gemacht, was es jetzt ist (naja, eigentlich war es schon immer so...), sondern auch eine halbe Industrie (die Musikindustrie) durch Entwertung der Musik zerstört.
    Mal abgesehen davon, ich weiß nicht, in welchem Beruf du tätig bist, aber, du arbeitest sicher nicht umsonst, und deine Firma ebensowenig. Natürlich ist das Internet eine gute Möglichkeiten für Firmen ihre Dienste und Produkte anzubieten. Und, zum Thema "es wurde doch gar nicht versucht für Angebote Geld zu nehmen": Schau dich mal auf den Onlineseitungen der Tageszeitungen um. Oder bei Stiftung Warentest. Da gibt's die echten Inhalte nur für Geld, oder du musst sogar für den "kostenlosen" Kram (der natürlich nicht kostenlos ist) deinen Adblocker ausschalten. Schuld sind nicht die Firmen, sondern die Mentalität, die sie bedienen müssen.
    Du erinnerst dich sicher noch an die Zeiten von Napster und anderen Tauschbörsen, oder den Filesharingprogrammen, mit denen man ohne Ende MP3's gesaugt hat.
    Das Netz fing aber nicht mit Napster und Tauschbörsen an. Als die kamen, war das Netz längst aus der Pubertät.
    sondern auch eine halbe Industrie (die Musikindustrie) durch Entwertung der Musik zerstört.
    Die hatte sich doch längst selbst zerstört. Da brauchte es kaum noch den Todesstoß durch MP3.
    zum Thema "es wurde doch gar nicht versucht für Angebote Geld zu nehmen": Schau dich mal auf den Onlineseitungen der Tageszeitungen um. Oder bei Stiftung Warentest. Da gibt's die echten Inhalte nur für Geld, oder du musst sogar für den "kostenlosen" Kram (der natürlich nicht kostenlos ist) deinen Adblocker ausschalten.
    Da steht "wurde" und damit ist das schon richtig. Denn die Idee mit dem Geldverdienen kam denen erst viel später, als man längst die Kostenlos-Mentaltität geschaffen hatte.
    Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Insofern spare ich mir einen Kommentar darüber, denn du liegst da in allen Punkten komplett falsch. ;)
    Ich habe mal seit langem wieder Firefox ausprobiert,
    ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen = Absolute CrapWare.
    Nutze weiterhin Chrome = was für eine Wohltat zum Feuerfuchs,
    ich bin mit AdGuard Premium sowieso auf der Sonnenseite :D
    Firefox = "Absolute CrapWare"?
    Wie kommt man immer nur auf eine solche Aussage?
    Ich nutze den Chrome und den Firefox und kann beim besten Willen keine großartigen Unterschiede feststellen. Sind beide absolut solide Browser, nicht mehr und nicht weniger.
    Aber gut, es ist müßig ...
    Eine Mehrheit der Internetnutzer lehnt Werbung grundsätzlich ab und ist obendrein total genervt von penetranter Werbung.
    Googles Geschäftsmodell ist die Werbung und die verdienen sich damit eine goldene Nase.
    Google ist auf dem Weg, eine Art Monopolstellung im Internet zu erzwingen und versucht mit allen Mitteln, alles was sich gegen deren Konzept stellt, entweder zu bekämpfen oder einzukassieren.
    Wenn das, wie es im Artikel ausgeführt wird, wirklich in die Tat umgesetzt werden wird, dann wird das für viele Seitenbetreiber das Aus bedeuten.
    Kaum ein Mensch tut sich heutzutage das Internet ohne aktivierten Adblocker an. Über die Gründe braucht man gar nicht mehr zu diskutieren. Wird das eingeschränkt, oder gar unmöglich gemacht, dann werden viele die Seiten eben meiden. So sehe ich das voraus.
    Bezahlen werden die Leute nur dann, wenn die Seitenbetreiber ein ensprechend attraktives Angebot liefern. Und da sehe ich für die Mehrheit der Internetangebote schwarz.
    Aber gut, man wird sehen, ob das alles wirklich so kommen wird.
    Ich hoffe, dass die EU-Kommission weiterhin ein wachsames und prüfendes Auge auf die Globalplayer wie Google haben und ggf. drastische Strafen verhängen wird.
    Einen Konzern, der Milliarden umsetzt oder gar als Gewinn erzielt, muss man, falls er sich nicht an die Regeln hält, mit Bußgeldern in Milliardenhöhe entgegentreten. Und nicht in der üblicherweise lächerlichen Höhe, die man aus der Kaffeekasse entrichten kann.
    "Eine Mehrheit der Internetnutzer lehnt Werbung grundsätzlich ab und ist obendrein total genervt von penetranter Werbung."
    Dann sollen sie in den Apfel beissen, und für alles bezahlen. Hoffentlich kommt es nicht dazu, denn, ich möchte Webseiten und Dienste weiter kostenfrei nutzen.
    "Einen Konzern, der Milliarden umsetzt oder gar als Gewinn erzielt, muss man, falls er sich nicht an die Regeln hält, mit Bußgeldern in Milliardenhöhe entgegentreten. Und nicht in der üblicherweise lächerlichen Höhe, die man aus der Kaffeekasse entrichten kann."
    Das hat doch vor kurzem die EU-Wettbewerbskommissarin getan (die übrigens von der Partei "radikale Linke" aus Dänemark stammt. Ein Schelm der dabei Böses denkt ;)). Wenn sie hingegen nicht gegen die Firmen ankommen, dann haben diese auch nichts verbrochen, sondern haben sich nach den Regeln der sozialen Marktwirtschaft mit einem besseren Produkt durchgesetzt. Genau wie der Fischhändler, dessen Fisch besser ist als bei der Konkurrenz. Man kann nicht erst einen Wettbewerb schaffen, und sich dann hinterher beschweren, dass einer es viel besser als die anderen macht. Und, ich denke, wir wollen auch keinen Kommunismus, in dem alles gleich ist, und überhaupt keine Notwendigkeit mehr für Qualität, oder eigene Ideen ist. Wie das dann abläuft, haben wir jetzt schon so oft gesehen, und haben sogar das beste Beispiel gleich nebenan bei den neuen Bundesländern gehabt.
    KeyserSoze
    Ich habe mal seit langem wieder Firefox ausprobiert,
    ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen = Absolute CrapWare.
    Nutze weiterhin Chrome = was für eine Wohltat zum Feuerfuchs,
    ich bin mit AdGuard Premium sowieso auf der Sonnenseite :D

    Solche und ähnliche Blender-Beiträge sollte man am besten direkt entsorgen. Die haben die gleiche Schöpfungshöhe wie jene von diesem Kandidaten:
    https://www.drwindows.de/mitglieder-stammtisch/152967-hat-man-kritik-so-problem.html
    Auf Nachfrage bekommt man eh nur weiteren Stuss.
    Ich habe die Meldung schon ein paar Tage vorher gelesen, Kevin weiss das. Wenn Google meint, sie müssten, ja dann bitte. Bei Mozilla gibt es vorerst keine Pläne dazu, eher anders herum, man will einen vollwertigen Werbeblocker einbauen.
    Wenn Raymond sich entschliessen will, seine Erweiterung als App oder Programm zu verselbstständigen ähnlich Adguard, wäre ich mit einer der ersten Kunden - kostenlos lässt sich sowas nicht stemmen, allein schon wegen der SSL-Implementierung. Oder er integriert sich in die Adguard-Entwicklung, uBlock ist Adguard immer noch sehr weit überlegen.
    Nichts gegen Adguard, ich verweise gerne auf das Angebot zu Adguard, nutze es bislang nur unter Android, aber auch dort Firefox (Fennec)+ uBlock, weil es Chrome _technisch_ überlegen ist selbst dort.
    Muss jeder letztlich selbst wissen, welchen Browser er nutzen will und welche sonstigen Abhängigkeiten er benötigt. Es ist jedoch ein ganz schlechter Troll-Stil, was anderes auf diese Art schlecht reden zu wollen, weil man selbst nicht schlau genug ist, die Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen.
    Nachtrag - ich bin mit Chromium nicht in der Lage, gezielt die Ursache für die Werbung hier zu finden:
    HiFi-Forum - größte deutsche Community für Unterhaltungselektronik
    Bei Firefox gibt es im Inspector die Möglichkeit, dass "Event" anzuklicken und das zeigt mir ein Script an.
    Nachtrag 2
    https://bugs.chromium.org/p/chromium/issues/detail?id=896897&desc=2#maincol
    comment 23 (raymond)
    comment 32 (adguard)
    comment 33+53 (dev)
    Und hier geht es dann richtig zur Sache von allen beteiligten Entwicklern.
    https://groups.google.com/a/chromium.org/forum/#!topic/chromium-extensions/veJy9uAwS00
    KeyserSoze
    Ich habe mal seit langem wieder Firefox ausprobiert,
    ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen = Absolute CrapWare.
    Nutze weiterhin Chrome = was für eine Wohltat zum Feuerfuchs,
    ich bin mit AdGuard Premium sowieso auf der Sonnenseite :D

    Alles im Leben ist bekanntlich Geschmackssache, aber trotzdem muss man nicht rumtrollen bzw. irgendwelchen Blödsinn erzählen. Firefox ist mit Sicherheit erstmal kein Schrott, sondern hat mit Gecko seit Quantum neben Blink die modernste Engine an Board, die es aktuell gibt. Was Besseres als die beiden findest du momentan nicht am Markt und, wenn der Trend so weitergeht, wirst du auf absehbare Zeit auch nicht mehr finden, weil sich der Markt hier stark konsolidiert. Was den Browser selbst angeht: Glaub mir, ich setz mich gerade mit Browsern seit sehr vielen Jahren auseinander. Ich kann dir binnen Sekunden wirklich Projekte aus dem Ärmel schütteln, dagegen ist Firefox eine absolute Wohltat. Ich hatte z.B. vor zwei Tagen aus Neugier nochmal Pale Moon 28.3 bzw. 28.3.1 getestet, also die aktuelle Version mit Goanna-Engine. Ich bin so froh, dass Mozilla den harten Cut damals wirklich gemacht hat, so viel sei dazu gesagt.
    Im Übrigen hinkt der Hinweis zu Chrome und AdGuard. Wir haben nicht erst seit Chromium eine Konzentration auf Webkit und Chrome stellt mit seinen Eigenarten nochmal besondere Anforderungen, wenn es um Optimierungen geht. Da isses kein Wunder, dass das Web - teilweise an wirklichen Standards vorbei - bei Chrome am Besten flutscht. Und AdGuard ist halt wirklich nur ein Adblocker, wenn auch ein sehr guter, das muss man anerkennen. uBlock Origin übertrifft dessen Leistungsfähigkeit aber am Ende um ein Vielfaches, deswegen ist er auch so beliebt.
    @.Bernd
    Wäre ich auch dabei, wenn Raymond den entsprechenden Schritt gehen würde. Ich bezweifle aber erstmal, dass das so durchkommen würde. Das würde ja unabsehbare Kreise ziehen, denn es geht hier ja nicht nur um seine beiden Erweiterungen oder irgendwelche Adblocker an sich. Auch Addons wie Ghostery, Disconnect, DDG oder der Privacy Badger wären direkt betroffen und da sind mit der EFF etc. einige dabei, die sich sowas sicherlich nicht gefallen lassen würden.
    Mozilla hat das Entsorgen ihres mächtigen Erweiterungsmodells und vorher die Einführung des Signaturzwangs ganz ähnlich begründet wie jetzt Google geplante Einschränkungen.
    Alles nur damit sich die dummen User nicht selbst verletzen können. Wie habe ich das nur früher überlebt?
    ntoskrnl
    Mozilla hat das Entsorgen ihres mächtigen Erweiterungsmodells und vorher die Einführung des Signaturzwangs ganz ähnlich begründet wie jetzt Google geplante Einschränkungen.

    Eben nicht.
    Dass die verpflichtende Signierung von Addons eine Sicherheitsmaßnahme war, stimmt zwar, allerdings kannst du die Addons im Gegensatz zu Chrome weiterhin aus allen möglichen Quellen installieren, weitere Einschränkungen hatte Mozilla hier nie gemacht. Die Umstellung auf WebExtensions hatte komplett andere Gründe. Erstens war das eine Grundvoraussetzung, damit Quantum mit all seinen dringend notwendingen Verbesserungen überhaupt kommen konnte, zumal hinter vorgehaltener Hand sowieso seit zig Jahren bekannt war, dass XUL und XPCOM verschwinden sollen. Das war schon lange kein Geheimnis mehr und vorangehende Projekte wie Electrolysis, Rust oder Servo gabs auch schon Jahre vor der Umstellung.
    Außerdem ging es darum, den Wildwuchs bei den SDKs in den Griff zu kriegen und - ja, hier hast du teilweise recht - zu tiefe Eingriffe in den Browser zu verhindern. Das Problem war aber auch, dass die Nutzer wie die Bekloppten Firefox mit Addons dichtgekleistert haben und dann jammerten, wenn er langsam und/oder instabil wurde, und dass er zu fett war, das war allgemeiner Konsens. Was die Entwickler angeht, da hab ich ehrlicherweise auch kein Mitleid. Mozilla hat 2017 das ganze Jahr über gefragt, was für Schnittstellen gebraucht werden, die WebExtensions sind immer noch weit mächtiger als das Modell von Chrome, und wenn Projekte dann nicht rechtzeitig ihre Hintern in Bewegung setzen (Freiwilligkeit hin oder her), dann ist das halt Pech. Punkt. Sie hatten lange genug Zeit, sich auf die Veränderungen einzustellen.
    Wer unbedingt weiter scharf auf XUL ist, muss halt auf Pale Moon und Konsorten und der UXP-Plattform ausweichen. Allerdings muss er dann auch die massiven Konsequenzen in Kauf nehmen, was Goanna als schwache Engine und Pale Moon als schwachem Browser angeht, denen viele der üblichen Features fehlen.
    Schon nach Lesen der Überschrift, insbesondere des Teils „Es ist nicht so einfach“, habe ich mich gefragt, ob ich hier noch auf „Dr. Windows“ oder einem der typischen Android-Fanblogs gelandet bin, auf denen jede noch so schmierige (technische oder geschäftliche) Entwicklung Googles schöngeredet wird. Schwer irritiert dachte ich, dass Martin für gewöhnlich doch sonst viel besonnener ist. So sehr kann ihm die Android-Nutzung doch gar nicht zu Kopf gestiegen sein, dass er plötzlich alle Objektivität verliert...
    Vollends ausgestiegen bin ich aber an dieser Stelle hier:
    DrWindows
    Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass beiden Unternehmen jedes (unlautere) Mittel recht ist, ihr Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten und zu erweitern, sehe das aber gleichzeitig „demokratisch“: Die Nutzer haben beiden Firmen diese Macht gegeben, warum sollten sie diese nun nicht für ihre Zwecke einsetzen?

    So eine platt marktliberale Aussage als Totschlag-Argument zu verwenden ist wirklich sehr krass.
    So leid es mir tut, man kann mit Schwarm-Intelligenz, die sich bedauerlich oft leider im Gegenteil als Dummheit der Masse herausstellt, nun wirklich nicht alles rechtfertigen!
    Ja, Chrome hat, bedauerlicherweise, den höchsten Marktanteil bei Browsern (den Marktanteil von Adblock Plus bei Werbeblockern kenn ich nicht).
    Doch das allein rechtfertigt eben nicht die Anwendung unlauterer Geschäftspraktiken. Wenn man sich entscheidet, dass jedwedes Geschehen auf dieser Erde nur streng nach den Regeln der Mengenlogik zu beurteilen ist, hieße das auch die massenhafte Ermordung von Kriminellen auf den Philippinen gutzuheißen, mit Verweis auf die Tatsache, dass Rodrigo Duterte 2016 nunmal die Mehrheit der Wählerstimmen erhalten hat?!
    Es tut mit leid, aber so einfach ist das Leben leider nicht!
    Einer ausreichend großen Zahl Menschen werden die Konsequenzen ihrer (Browser-)Wahl, damals, und wahrscheinlich heute ebenso, nicht bewusst sein. Es ist vernünftig anzunehmen, dass sie sich anders entschieden, wenn ihnen die Konsequenzen klar wären.
    Deshalb lassen sich Googles und Adblock Plus schmierige Geschäftspraktiken nicht mit ihrem Marktanteil rechtfertigen.
    Und bezüglich des Updates:
    Nur weil Herr Noack unüberprüfbar behauptet, dass seine Arbeit durch Googles Änderungen auch schwerer wird, ändert das nichts an der Tatsache, dass er sich durch seine Kooperation mit Google gegenüber seinen Konkurrenten in einer bevorzugten Situation befindet. Von daher ist die Theorie der Verschwörung Googles und Adblock Plus gegen ihre Nutzer keinesfalls widerlegt.
    Da du hier regelmäßig mitliest, solltest du inzwischen bemerkt haben, dass ich in meinen Beiträgen manchmal ganz bewusst ein wenig überreiße und provoziere. Das tue ich, um die Leute ein wenig zum Nachdenken zu bringen. Der Satz "Die Nutzer haben beiden Firmen diese Macht gegeben, warum sollten sie diese nun nicht für ihre Zwecke einsetzen?" ist genau so ein Fall. Natürlich bin ich gegen den Mißbrauch einer marktbeherrschenden Stellung, genau darum hab ich ein wenig provokant darauf aufmerksam gemacht, wer letztlich dafür verantwortlich ist, dass es soweit kommt.
    Wir sind also einer Meinung, was den vorletzten Absatz deines Kommentars betrifft.
    Ich habe nichts gegen unaufdringliche Werbung. Aber ich habe etwas gegen Tracking. Daher benutze ich den Firefox in Verbindung mit dem Privacy Badger als Extension und zwar in Windows, Linux und Android.
    Ich frage mich, warum auf dieser Seite 8 Tracker auf mich angesetzt werden. Es würde doch sicherlich nur einer genügen?
    Michael
    "Das entzieht der Verschwörungstheorie natürlich reichlich Nahrung."
    Es nährt sie vielmehr, Google will adblocker - die ihr Hauptgeschäft schdäigen - aus dem weg räumen. Wer ist denn schon adp? Google ist das Problem!
    @Martin:
    Du hast schon recht, dass ich jetzt schon ein Weilchen dabei bin und deine „überziehende“ Art kenne. Ich hatte schon eine Vermutung in die Richtung. Nur leider ist mein Ironie-Detektor nicht der beste (deshalb auch meine vorsichtige Eingangs-Formulierung, dass „Dr. Windows“ kein Google-Fanblog ist).
    Ich hätte wahrscheinlich zu der Aussage, dass die Nutzer Google und AdblockPlus zu diesem Verhalten ermächtigt haben, einen Satz mehr gebraucht, um sicher zu sein, wie er gemeint ist. Nichts für ungut. :D
    @WindowsPhoenix
    Prinzipiell hast du in vielen Punkten auch recht, aber die Situation, die wir - inklusive dem Thema hier - haben, ist nunmal weitaus komplizierter. Tatsache ist erstmal, dass du Chromium als Plattform so oder so nicht mehr los werden wirst, das ist ein Quasi-Standard und mittlerweile too big to fail. Das ist eine Entwicklung, die vor gut 7 Jahren angefangen hat, als sich Safari 2012 von Windows zurückgezogen und Chrome seinen Wechsel von Webkit auf Blink vollzogen hat. Seitdem hat das Gecko-Ökosystem, was damals wirklich voll von interessanten Projekten aus allen Bereichen war, immer weiter abgebaut, während zunehmend Browser auf Chromium-Basis entweder aus dem Boden geschossen sind oder ihre Engine zugunsten von Blink fallen gelassen haben. Ist nicht schön, muss man aber mal festhalten. Und gleichzeitig gab es halt Projekte wie Node.js, wie Electron, wie Qt oder Plattformen wie Spotify oder Steam, die davon zunehmend Gebrauch gemacht haben.
    Ich lese ja jetzt viel in den Foren, dass die Leute jetzt in Scharen wieder zu Firefox zurückkehren wollen, und ja, Firefox ist seit Quantum ein weitaus besserer Browser als vorher. Aber mal ehrlich, was meinst du, wie groß der Sturm der Entrüstung sein wird? Ich sags dir: Es wird im Grunde genau gar nichts passieren und das als Sturm im Wasserglas veröden. Zum einen wird man Chromium als Technologie nicht mehr stoppen, das ist zu sehr in der Industrie akzeptiert und verankert. Und bei Firefox wird man aufgrund der Marktanteile (und damit meine ich nicht Firefox gegen Chrome, sondern Gecko gegen die massive Armada von Chromium- und anderen Webkit-Browsern) zunehmend Probleme bekommen, weil Gecko als Engine - so wie EdgeHTML auch schon - für Entwickler nicht mehr so relevant sein wird, die werden sich, auch wenns pure Faulheit wäre, zunehmend auf den Marktführer konzentrieren. Hinzu kommt noch, dass sich das noch vorhandene Gecko-Ökosystem sowieso nicht grün und einig ist. Du hast Projekte wie Firefox oder Tor, die auf Quantum setzen, dann haste die Revoluzer rund um Moonchild mit der UXP-Plattform, die das Alte konservieren wollen, und du hast Projekte wie Thunderbird oder Waterfox, die irgendwo dazwischen springen und ihren Weg erst finden müssen. Es ist kein geeinter Block und deswegen ist es sowieso sehr unwahrscheinlich, dass daraus nochmal ein ernsthafter Konkurrent zu Chromium entsteht.
    Viele, darunter ja auch @Kubiac bei uns, empfehlen ja auch den Pi-Hole als Alternative. Ihr vergesst dabei aber eine wichtige Sache: Wenn ihr Pech habt, wird es dem Browser in Zukunft egal sein, dass ein entsprechender DNS-Filter im Netzwerk hockt. Grundsätzlich kann man natürlich über einen entsprechend konfigurierten DNS-Server sowas rausfiltern, was neben der lokalen Umsetzung mit dem Pi-Hole auch über bestimmte Webangebote geht, Digitalcourage oder AdGuard bieten sowas ja an. Nur: Momentan befindet sich DNS-over-HTTPS in der Standardisierung und wenn mich beim aktuellen Draft nicht alles täuscht, dann werden die Entwickler direkt im Browser festlegen, zu welchem Anbieter sich die Browser verbinden, um das umzusetzen. Bei Mozilla ist es Cloudflare und Google hat erst vor ein paar Tagen seinen Public DNS entsprechend aufgerüstet. Es würde euch also fast gar nichts bringen, weil die Browser eure Einstellungen einfach ignorieren. Man muss dann abwarten, wie sich andere Entwickler entscheiden.
    Es ist sicherlich keine schöne Entwicklung, wenn es so kommt, aber sie war auch leider absehbar. Und so doof das jetzt auch klingt, aber mit manchen Entwicklungen wird man sich so langsam abfinden müssen. Es geht jetzt darum, die Sache in Ruhe zu beobachten und anschließend das Beste aus dem Dilemma zu machen. Aber die breite Masse ist entweder einfach zu träge oder technologisch zu unerfahren, als dass damit eine spürbare Gegenentwicklung losgetreten werden würde.
    WindowsPhoenix

    So eine platt marktliberale Aussage als Totschlag-Argument zu verwenden ist wirklich sehr krass.
    So leid es mir tut, man kann mit Schwarm-Intelligenz, die sich bedauerlich oft leider im Gegenteil als Dummheit der Masse herausstellt, nun wirklich nicht alles rechtfertigen!
    Ja, Chrome hat, bedauerlicherweise, den höchsten Marktanteil bei Browsern (den Marktanteil von Adblock Plus bei Werbeblockern kenn ich nicht).

    Es ist mindestens genauso problematisch, sich als Minderheit hinzustellen, der Masse den Durchblick, und die Intelligenz abzusprechen, und zu meinen, dass man Vormund-haft der Mehrheit seinen Willen aufdrücken muss. Ich verwende Chrome, weil es für mich der mit Abstand beste Browser ist. Er ist schnell, er zeigt keine Fehler beim Rendern der Seite, und er hatte von Anfang an Dinge, die die Benutzung erleichtern, und die die Konkurrenz so nicht hatte. Wenn man sich z.B. den Firefox anschaut, dann hat der nach und nach jede Menge Features vom Chrome übernommen, zuletzt die Omni-Suchleiste.
    Was ich mir wirklich wünschte, ist, dass sich einige wenige nicht immer so aufspielen würden, als wären ihre Auffassungen das einzig Wahre, und als wäre ihr durch die Medien verseuchtes Bild das einzige, was der Realität entspricht. Besonders auch die IT-Medien, wie heise.de, sind heutzutage einfach durchzogen von, sorry, linkem Sabbel. Früher hieß es z.B. immer, dass sich eine Firma eine marktführende Position erarbeitet hat. Heutzutage sind die immer marktBEHERRSCHEND. So, als hätte sich jede einzelne dieser Firmen ihre Position ergaunert, und als nutze sie diese aus. Durch Ergaunern kann man in einer Wirtschaft, die reguliert wird, keine führende Marktposition erarbeiten. Das ist ja auch das Problem der EU, die Google jetzt immer einen draufgeben will. Weil sie einfach nicht anders rankommen. Nun, wenn man möchte, dass Google z.B. in Deutschland einen Firmensitz hat, und nicht, wie jede Menge Privatleute übrigens auch, durch schlaue Steuervorteile Geld einsparen will, dann muss man solchen Firmen einen Anreiz bieten. Und, wenn Deutschalnd, oder, generell, Europa diesen nicht bietet, dann ist es meiner Meinung nach nur legitim, dass man sich woanders umschaut. VW ist z.B. in Asien mittlerweile stärker vertreten in Europa. Kein Wunder, wenn man hier andauernd drauf bekommt, und Tesla in den siebten Himmel gelobt wird, für den Mist, den die machen.
    Nun, wenn man möchte, dass Google z.B. in Deutschland einen Firmensitz hat, und nicht, wie jede Menge Privatleute übrigens auch, durch schlaue Steuervorteile Geld einsparen will, dann muss man solchen Firmen einen Anreiz bieten. Und, wenn Deutschalnd, oder, generell, Europa diesen nicht bietet, dann ist es meiner Meinung nach nur legitim, dass man sich woanders umschaut.

    Was würde sich denn dann großartig ändern? Google und auch andere Unternehmen (Amazon z.B.) zahlen hier bei uns doch so gut wie keine Steuern. Das ist ja der eigentliche Skandal und das wird zurecht kritisiert.
    Hätte ich was zu sagen, dann würde ich rigoros gegen diese Konzerne vorgehen und sie bei jeder Gelegenheit zur Kasse bitten.
    Wenn die sich an die Regeln halten, ist es ja kein Problem. Aber das tun sie in vielen Bereichen eben nicht.
    "Was würde sich denn dann großartig ändern? Google und auch andere Unternehmen (Amazon z.B.) zahlen hier bei uns doch so gut wie keine Steuern. "
    Zumindest ist das die Version für den neidischen Deutschen Wutbürger, den man auf diese Weise mal wieder überzeugen kann, dass große Unternehmen das ultimativ Böse sind.
    Wie gesagt, ich kenne eine Menge (Privat-)Leute, die versuchen Steuern einzusparen, und genau das machen Unternehmen selbstverständlich auch. Allein schon dadurch, Firmenkapital in Stiftungen einfließen zu lassen, damit man unter bestimmten Grenzbeträgen bleibt. Das ist völlig normal, und macht jede Firma. Egal, wie groß sie ist.
    "So gut wie keine Steuern" ist aber natürlich vollkommener Humbug, das kann ich dir garantieren.
    Eben. Und, mal abgesehen davon haben die auch das größte Interesse daran, dass die Firmen so viel Steuern wie möglich in ihren Topf spülen. Politiker müssen immerhin auch bezahlt werden. ;)
    chakko
    Wie gesagt, ich kenne eine Menge (Privat-)Leute, die versuchen Steuern einzusparen, und genau das machen Unternehmen selbstverständlich auch. Allein schon dadurch, Firmenkapital in Stiftungen einfließen zu lassen, damit man unter bestimmten Grenzbeträgen bleibt. Das ist völlig normal, und macht jede Firma. Egal, wie groß sie ist.

    Whataboutdism!
    Das macht die Sache nicht richtiger und zwischen "Steuern einsparen" von Erna Kalkowski und einer Steuervermeidung von Großunternehmen im großen Stil gibt es immer noch einen gewaltigen Unterschied.
    "So gut wie keine Steuern" ist aber natürlich vollkommener Humbug, das kann ich dir garantieren.

    Diese Garantie möchte ich gesehen haben.
    Rein zufällig bist du hier an jemanden geraten, der für den Fiskus tätig ist. Ich weiß also genau, wie sich die Sachlage darstellt und das beruht auf Fakten und nicht auf politischer Polemik oder billigem Stammtischgefasel.
    Aber geschenkt und ich bin raus, denn ...
    Zumindest ist das die Version für den neidischen Deutschen Wutbürger

    ... das ist für mich unterster Diskussionsstil, nämlich in Form von billiger Polemik und hat nichts mehr mit dem Vertreten der eigenen Meinung, oder dem Austausch von kontroversen Ansichten zu tun.
    chakko
    Ich verwende Chrome, weil es für mich der mit Abstand beste Browser ist.

    Was wärest du bereit, für Chrome monatlich zu bezahlen, wenn er nicht kostenlos wäre und z. B. ein Firefox weiterhin kostenlos zur Verfügung stände?
    Wurstsalat
    "Das entzieht der Verschwörungstheorie natürlich reichlich Nahrung."
    Es nährt sie vielmehr, Google will adblocker - die ihr Hauptgeschäft schdäigen - aus dem weg räumen. Wer ist denn schon adp? Google ist das Problem!

    Stimmt. Da kann ich dir nur Recht geben, so kann man das durchaus auch sehen.
    Was wärest du bereit, für Chrome monatlich zu bezahlen,

    Chromium wäre dann immer noch kostenlos, weil das ein gemeinschaftliches Projekt ist und der Quellcode offen. Kann sich wie bei Firefox jeder runterladen und selbst kompilieren. Also wird das bei Chrome auch högscht wahrscheinlich nicht passieren, auch wenn die nachträglich noch closed source einbauen wie pepperflash und google-Erweiterungen. Und selbst wenn, wayne juckt es bei all den Alternativen?
    Zum Firefox:
    Ich habe ja geschrieben das der Firefox für mich Crap ist,
    dafür wurde ich unter anderem als "Troll" uns so bezeichnet.
    Na ja, ist eigentlich nicht meine Art, habe ich aber selbst mit dazuzu beigetragen,
    weil ich nicht ausführlich dargelegt habe was mir an dem lahmen Browser nicht gefällt.
    Wer ist eigentlich der größte "Spender" von
    der Mozilla "Non Profit" Organisation, richtig = GOOGLE,
    dies macht Google bestimmt nicht aus Barmherzigkeit,
    hier mal zwei von vielen Artikeln zum Thema:
    https://www.basicthinking.de/blog/2011/12/23/geldregen-google-zahlt-mozilla-jahrlich-300-millionen-dollar-fur-den-firefox-bericht/
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Mozilla-und-das-schmutzige-Geld-von-Google-2055527.html
    Und schon wieder Stuss, der auch völlig veraltet ist. Mozilla kooperiert mit verschiedenen (regionalen) Partnern, nur Google ist nicht dabei.
    @KeyzerSoze
    Glückwunsch, du hast also rausgefunden, dass Google bei Mozilla das macht, wofür sie bei Apple mehrere Milliarden jährlich hinblättern, nämlich die Standardsuchmaschine im Browser zu sein. Gemessen an der tatsächlichen Finanzkraft von Mozilla macht das zwar immer noch ne Menge aus, angesichts einer tatsächlichen Stärke zwischen 500 und 600 Millionen USD wird das aber zunehmend weniger. Außerdem arbeiten sie aktuell aktiv daran, die Abhängigkeit weiter zu reduzieren. Damit meine ich nicht nur den Shop oder Donations, die verglichen damit Peanuts sind, aber auch Mozilla will in Zukunft Services anbieten. Zum Teil machen sie das schon u.a. mit Pocket, eine VPN-Kooperation mit ProtonVPN ist in Arbeit und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch bei Notes und Lockbox noch was kommen wird. Alles weitere muss man sehen.
    Was das Fiskalische und Rechtliche angeht:
    Ja, Mozilla ist Non-Profit, das ist formal nunmal korrekt. Es gibt die Mozilla Corporation und Mozilla selber ist auch ein ganz normaler Arbeitgeber mit bummelig 1.000 bis 1.200 Angestellten. Die Corp. untersteht aber zu 100 % der Mozilla Foundation als Dachverband, und das ist das, was in dem Punkt einzig und alleine von Bedeutung ist. Verglichen mit Google oder Facebook gehört Mozilla also allemal noch zu den Guten.
    Wie gesagt, dir muss Firefox nicht gefallen, aber wenn man schon was rausposaunt, sollte man auch auf Basis der Gesamtsituation argumentieren. Wenn ich sage, dass Firefox aus technischer Sicht zu dem Besten gehört, was auf dem Markt verfügbar ist, dann kannste mir das ruhig mal glauben, ich habe einen ziemlich guten Überblick über das, was in den Browserwelt passiert, und gerade bei Chromium ist auch bei weitem nicht alles Gold, was glänzt.
    Moin
    .Bernd
    Und schon wieder Stuss

    Wieso? Sind Berichte von 2011 und 2013 etwa nicht mehr aktuell? :grübel :D
    Alles klar. Mein Vorpost war sarkastisch gemeint, zu erkennen am :D. Alles klar?
    Im Übrigen habe ich heute Morgen alles von Google/Chrome auf Mozilla/FF umgestellt. Das geht sehr schnell und einen gepfefferten Abschiedsbrief hat Google auch dazu erhalten. Geht denen sicherlich am A... vorbei, aber so ohne Abschiedsgruß geht man nicht.
    Einen Extra lauten Dank an Martin. Man bekommt im Außendienst nicht immer alles mit und das war sehr interessant.
    Und langsam ist der Firefox auch nicht und war das verglichen mit anderen Browsern außer in bestimmten Sonderfällen nie. Wenn man den Browser mit Addons zu pflastert, drei Fantastilliarden Tabs öffnet, usw. dann wird wohl jeder Browser irgendwann in die Knie gehen. Daß der ein oder andere Browser mit solchen Extremnutzungen besser umgehen kann, dürfte eher dem Zufall als absichtlicher Entwicklung geschuldet sein.
    Fakt ist sowieso, daß man außer mit Benchmarks keine Unterschiede zwischen der Geschwindigkeit von Edge, Chrome, Chromium, Firefox, Opera, Vivaldi und Co. feststellen kann. Was übrigbleibt ist selektive Wahrnehmung. Selbst wenn ein Seitenelement mal eine Millisekunde mehr zum Laden braucht, ist das doch für die tatsächliche Nutzung völlig irrelevant.
    .Bernd
    Und schon wieder Stuss, der auch völlig veraltet ist.
    Mozilla kooperiert mit verschiedenen (regionalen) Partnern, nur Google ist nicht dabei.

    Gut, von mir aus bin ich eben unwissend.
    @.Bernd, Danke, habe ich schon und nutze es schon länger. Ich hatte, und habe, immer mehrere Browser installiert, so war ein Vergleich immer einfach. Nur warte ich nicht bis Google seine Androhung war macht, auch sollte es für keinen ein Problem sein sich von Chrome und Googlekonto zu trennen. Google an sich ist nicht schlecht, bekommt aber den Hals nicht voll. Die Argumentation mit den Angestellten, weiter vorn, welche entlohnt werden müssen, zieht bei mir nicht. Die könnten alle ihre Lohnsklaven mit 10.000$ entlohnen und würden trotzdem noch verdienen. Sollte es der Krake wieder moderater regeln, greife ich auch mal wieder auf ihn zurück. Im Moment bleibt er Außen vor.
    Micha45

    Rein zufällig bist du hier an jemanden geraten, der für den Fiskus tätig ist. Ich weiß also genau, wie sich die Sachlage darstellt und das beruht auf Fakten und nicht auf politischer Polemik oder billigem Stammtischgefasel.

    Soso. Du weißt also, wieviel Steuern Google genau zahlt. Na dann, lass mal hören. Bitte mit nachvollziehbarer, seriöser Quellenangabe.
    *Sitz gespannt im Sessel*
    Naja, um dem mal vorzugreifen: Wird wohl nichts. Insofern sollte man in Sachen "Stammtischgefasel" nicht mir Steinen schmeissen, wenn man im Glashaus sitzt.
    Samia
    Was wärest du bereit, für Chrome monatlich zu bezahlen, wenn er nicht kostenlos wäre und z. B. ein Firefox weiterhin kostenlos zur Verfügung stände?

    Gute Frage. Die ich so nicht beantworten kann, ohne zu wissen, wieviel Chrome hypothetisch kosten würde. Allerdings erübrigt sich die Frage ohnehin, denn Chrome wird niemals kostenpflichtig werden. Dazu profitiert Google viel zu sehr von dem Browser.
    @cakko
    falls es dich beruhigt, ja, Google zahlt Steuern, auch in Deutschland. Angemessen sind diese Zahlungen allerdings nicht, es sei denn du erachtest Unternehmenssteuern im niedrigen einstelligen Prozentbereich als angemessen. Dass das funktioniert, hat viel damit zu tun, dass deutsche Unternehmen im Ausland ebenso handeln. Wie das funktioniert, dazu gibt es haufenweise öffentlich zugängliches Material, das meist mehrere Seiten lang ist, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass du hier keine erschöpfende Antwort bekommst, die den Rahmen eines Technikportals auch sprengen würde.
    Deine Vorstellung von Googles Geschäftsmodell finde ich eher romantisch. Natürlich gibt es nicht ein einziges Google Produkt kostenlos. Im Gegenteil, Google hat ein Geldflussmodel perfektioniert, das die Zahlungen auf eine so immense Basis stellt, dass der einzelne im einzelnen zwar relativ wenig dazu beiträgt, aber andererseits jeder konsumierende Bewohner dieses Planeten täglich beteiligt ist. Jedes Produkt, das in irgendeiner Weise online beworben wird, spült beim Verkauf Geld in Googles Kassen. Dabei ist es völlig irrelevant, ob der Käufer Google Produkte nutzt, mag, oder überhaupt mit der Werbung in Berührung gekommen ist, denn die Werbung ist selbstverständlich eingepreist. So betrachtet ist Googles Kapitalmacht kein Mirakel sondern eine clevere Masche, an der man natürlich gern noch ein Weilchen hängen bleiben möchte.
    chakko
    Soso. Du weißt also, wieviel Steuern Google genau zahlt. Na dann, lass mal hören. Bitte mit nachvollziehbarer, seriöser Quellenangabe.

    Sagt dir der Begriff "Steuergeheimnis" etwas? Wahrscheinlich nicht ... deshalb hier, nur für dich:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Steuergeheimnis
    Siehe die Ausführungen von wi.du.kind, die treffen es schon exakt.
    Bin sicherlich kein Google-Freund und die Internet-Durchwanderung durch die Krake ist besorgniserregend, weil marktbeherrschend, aber:
    ...Angemessen sind diese Zahlungen allerdings nicht, es sei denn du erachtest Unternehmenssteuern im niedrigen einstelligen Prozentbereich als angemessen. ...
    Jedes Unternehmen führt (abgesehen von vorsätzlichem Betrug, Buchungsfehlern und abweichender Betrachtungsweise - was bei späteren Betriebsprüfungen idR korrigiert wird) die Steuern ab, die der Gesetzgeber für ihn vorgesehen hat. Wer meint, dass „Google“ zu wenig Steuern abführt, sollte wenn dann nicht dem/den Unternehmen oder den armen FA-Mitarbeitern, sondern sich selbst, hinsichtlich seiner Wahlentscheidungen einen Vorwurf machen. Das Problem liegt auch nicht in einem internationalen Steuerrecht begründet, sondern ist ein jeweils nationales Problem. Die Damen und Herren sind intellektuell einfach nicht in der Lage, ihr Tun und ihr Wollen zu überblicken. Auch hier läuft es nach dem Motto „das Netz ist der Speicher“.
    Jedes Unternehmen führt (abgesehen von vorsätzlichem Betrug, Buchungsfehlern und abweichender Betrachtungsweise - was bei späteren Betriebsprüfungen idR korrigiert wird) die Steuern ab, die der Gesetzgeber für ihn vorgesehen hat.

    Das ist korrekt, das nennt man bei uns "Steuergerechtigkeit". Gemäß diesem Grundsatz werden bei uns die Steuern erhoben.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Steuergerechtigkeit
    Das heißt, der Gesetzgeber darf niemanden bei der Steuererhebung bevorzugen oder benachteiligen. So weit, so gut.
    Das große Problem mit den global agierenden Unternehmen ist aber, dass sie unzählige Möglichkeiten haben und diese auch nutzen, durch Schlupflöcher oder Hintertürchen diesen Grundsatz der Steuergerechtigkeit zu umgehen.
    Sei es durch eine (theoretische) Verlegung des Hauptsitzes der Unternehmensführung, durch Errichtung globaler Produktionsstätten in Länder, in denen andere gesetzliche Vorgaben gelten und auch greifen usw.
    Nur grob ein paar Beispiele. Es ist viel zu komplex und kompliziert, um hier alles im Detail auszuführen und es würde den Rahmen hier sprengen.
    Und diese Möglichkeiten haben eben nur die international agierenden Großunternehmen. Regional agierende KMU haben diese Möglichkeiten nicht und müssen in der Regel die volle Steuerlast tragen und leisten.
    Das führt unter Umständen natürlich auch zu massiven Wettberwerbsverzerrungen und die Leidtragenden sind die Unternehmen, die diese Hintertürchen der Steuervermeidung nicht nutzen können.
    Selbstverständlich könnte der Gesetzgeber etwas dagegen tun, aber es ist nicht so einfach, das auch effektiv und nachhaltig auf den Weg zu bringen. In der Zwischenzeit lassen sich die Fachanwälte, Steuer- und Finanzberater dieser Unternehmen wieder etwas Neues einfallen und finden eine andere Hintertür.
    Es ist quasi wie ein Katz-und Mausspiel und in den überwiegenden Fällen ist die Maus schneller als die Katze.
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