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Grid Legends angespielt: Also mir gefällt’s

Grid Legends angespielt: Also mir gefällt's

Obwohl ich ein ausgewiesener Fan von Rennspielen bin, ist die Grid-Serie bislang an mir vorbeigegangen. Warum das so ist, kann ich nicht sagen, eine böse Absicht oder Ablehnung stand nicht dahinter. Wahrscheinlich ist die Auswahl in diesem Genre einfach zu groß.

Wie auch immer: Als ich die Gelegenheit bekam, Grid Legends zu testen, habe ich gerne zugegriffen und wurde nicht enttäuscht. Das Spiel macht großen Spaß und weiß optisch zu gefallen. Anscheinend sind viele Tester anderer Meinung, was mich ein wenig verunsichert hat und zu der obigen Überschrift führte.

Zum Stichwort Optik muss ich vorweg schicken: Ich habe seit kurzem sowohl einen neuen Monitor (LG 38GN950) als auch eine neue Grafikkarte (Radeon RX 6900 XT) und bin daher ganz allgemein beeindruckt, wieviel besser selbst die Spiele damit aussehen, die ich bereits kannte, insofern mag der gute Eindruck von Grid Legends davon ein wenig beeinflusst sein, denn rein technisch betrachtet reizt das Spiel die vorhandenen Möglichkeiten nicht aus, Raytracing gibt es hier beispielsweise nicht.

Grid Legends Screenshot

Auf meiner brandneuen Hardware läuft das Spiel in der grafischen Maximaleinstellung „Ultrahoch“ absolut flüssig, alles andere hätte mich dann auch überrascht.

In den Reviews der einschlägigen Fachpresse kommt Grid Legends eher so mittelmäßig weg, der Storymodus wird als zu dünn kritisiert und insgesamt scheint das Spiel die Erwartungen nicht zu erfüllen. Im direkten Vergleich mit beispielsweise Forza Horizon 5, das sogar etwas weniger kostet, fällt Grid Legends eindeutig ab, das ändert aber für mich trotzdem nichts daran, dass es ein für sich genommen solider Arcade-Racer mit sehr schönen Autos ist.

Der Beginn des Story-Modus ist eine Art Schnelldurchlauf durch das, was man in Grid Legends zu erwarten hat. Man fährt in kurzer Zeit durch London, Moskau, Paris und Yokohama, und das bei wechselnden Wetterbedingungen und zu verschiedenen Tageszeiten sowie in verschiedenen Rennwagen, vom Prototypen über Trucks bis zum Muscle Car.

Besonders angetan hat es mir das allererste Rennen, das bei tiefstehender Sonne durch die Straßen Londons führt.

Grid Legends Dämmerung in London

Grid Legends ist ein Arcade-Racer und stellt niedrige Anforderungen an erfahrene Spieler – vielleicht ist das einer der Gründe, warum die Reviews der Fachpresse weniger euphorisch ausfallen. Selbst im höchsten Schwierigkeitsgrad „Legende“ ist es vergleichsweise einfach, Erfolge zu feiern, im Anfänger-Modus fahren die Gegner schon fast höflich zur Seite.

Was für Profis langweilig ist, weil sie unterfordert sind, wird für Gelegenheitsspieler zum Vorteil, denn man kommt in Grid Legends schnell vorwärts. Die Menüs sind allesamt einfach gehalten, was man erneut positiv oder negativ sehen kann.

Selbst wenn der Story-Modus mit rund sieben Stunden Spieldauer kurz ausfällt, die vielen Strecken und Autos sowie der Multiplayer-Modus sowie die Möglichkeit, eigene Events zu erstellen, sollten auch über einen längeren Zeitraum dafür sorgen, dass es nicht langweilig wird.

Wie schon gesagt: Mir gefällt’s

Disclaimer: Das Spiel wurde uns von EA kostenlos für einen Test zur Verfügung gestellt, bei Teilnahme am Testprogramm wird die Veröffentlichung eines Artikels erwartet. Eine Einflussnahme auf die Berichterstattung gab es allerdings nicht.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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