Guido van Rossum: Erfinder der Programmiersprache Python wechselt zu Microsoft

Guido van Rossum: Erfinder der Programmiersprache Python wechselt zu Microsoft

Wenn man als Unternehmen immer stärker in den Bereichen von freier und quelloffener Software einsteigen möchte, holt man sich am Besten die Expertise von wahren Urgesteinen der Szene. Das weiß auch Microsoft und so haben sie bereits mit der damaligen Übernahme von Xamarin Leute wie den heutigen GitHub-Chef Nat Friedman und den mexikanischen Entwickler Miguel de Icaza, der als einer der Gründer der Gnome Foundation auch bekannte Projekte wie den Gnome-Desktop, die Tabellenkalkulation Gnumeric und den Mail-Client Evolution mitgestartet hat, nach Redmond geholt. Auch die freie .NET-Implementierung Mono, die zuletzt unter dem Dach von Xamarin entwickelt wurde, stammt von Friedman und de Icaza.

Nun hat sich Microsoft ein weiteres Urgestein der Szene geangelt und mit Guido van Rossum den Vater hinter der Programmiersprache Python in die eigene Developer Division gelotst. Der 64-jährige Niederländer startete die Arbeit an der einsteigerfreundlichen Sprache bereits 1989 und hatte sich nach seinem Ausscheiden bei seinem damaligen Arbeitgeber Dropbox vor gut einem Jahr eigentlich in den Ruhestand verabschiedet. Weil es ihm da nach eigener Aussage zu langweilig wurde, schließt er sich nun kurzerhand Microsoft an und soll hier helfen, Python als Teil der Entwicklerwerkzeuge weiter voranzubringen.

Für Microsoft ist die Verpflichtung von Guido van Rossum sicherlich ein großer Gewinn. Die Redmonder sind neben .NET auch sehr stark in der Python-Entwicklung aktiv und unterstützen in Visual Studio sämtliche Szenarien von klassischer Desktop-Entwicklung über Data Science bis hin zu Webanwendungen mit bekannten Frameworks wie Flask oder Django. Die Erweiterungen für Visual Studio Code kommen noch dazu.

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Quelle: TechCrunch

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.
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