Hands on mit dem Surface Pro X

Hands on mit dem Surface Pro X

Das Surface Pro X war wohl die spannendste Neuvorstellung auf dem diesjährigen Surface Event (Duo und Neo klammern wir da jetzt mal aus, die kommen ja erst nächstes Jahr). Erstmals baut Microsoft ein Surface mit Windows on ARM, sogar die CPU dafür hat man selbst entwickelt. Über welche Spezifikationen der „Microsoft SQ1“ verfügt, wissen wir noch nicht, aber es werden sicher bald die ersten Benchmarks auftauchen, die einen Vergleich zum Snapdragon 8cx erlauben.

Werfen wir mal gemeinsam einen Blick auf das Surface Pro X und stellen es zu Anfang direkt neben sein Geschwisterchen, das Surface Pro 7:

Surface Pro X und Pro 7

Man sieht es auf dem Bild, in der Realität ist es aber noch deutlicher: Das um 0,7 Zoll (13 vs. 12,3) größere Display des Surface Pro X bietet deutlich mehr Platz, durch die etwas größere Bauhöhe gibt es außerdem ein etwas größeres Touchpad und mehr Ablagefläche für die Hände. Das Gewicht beider Geräte ist übrigens praktisch identisch: Das Surface Pro 7 bringt ohne Type Cover 775 Gramm auf die Waage, das Pro X genau ein Gramm weniger.

Auch mit angedocktem Type Cover macht das Surface Pro X im zugeklappten Zustand noch immer eine schlanke Figur.

Surface Pro X

Eine tolle Idee ist zweifelsfrei die Lagerung des Stifts im Surface Pro X. So lange er in der Mulde im Type Cover liegt, wird er automatisch aufgeladen, klappt man das Gerät zu, ist er sicher verstaut. Lediglich wenn man die Tastatur hochstellt (was man beim Arbeiten ja eigentlich immer tut) muss man sich vorher entscheiden, ob man den Stift heraus nimmt oder nicht.

Surface Pro X

Das Type Cover nach ein paar wenigen Anschlägen im Demo-Bereich zu beurteilen wäre unseriös, aber da ist sicher nicht mit Überraschungen zu rechnen. Die Tastaturen des Surface Pro waren schon immer sehr gut und da wird diese sicherlich keine Ausnahme machen.

Der neue „Slim Pen“ ist dagegen gewöhnungsbedürftig, schon allein durch seine flache Bauform. Ich komme nicht umhin zu sagen, dass er auf den ersten Blick rein optisch ein wenig „billig“ wirkt – was er allerdings nicht ist. Mit einer UVP von 144,99 Euro ist er sogar aberwitzig teuer. Technisch lässt er mit 4.096 Druckstufen und Tilt-Funktion keine Wünsche offen. Wie beim Surface Pen kann die Kappe als Radierer verwendet werden.

Der Slim Pen ist mit allen Surface Pro ab Generation 3 kompatibel sowie mit allen anderen Surface-Geräten, die Stiftunterstützung bieten.

Das „platte“ Design fühlte sich in der Hand zunächst sehr ungewohnt an. Ich mag da auf die Schnelle kein Urteil fällen, sondern werde mir in Ruhe ein Bild machen, sobald das Gerät bei mir ist.

Surface Pro X

Der Slim Pen wird übrigens mit einer Ladeschale geliefert, um ihn auch unabhängig vom Type Cover des Surface Pro X aufladen zu können.

Eine weitere Besonderheit beim Surface Pro X ist natürlich das integrierte LTE-Modem. Ins mobile Internet kommt man per eSIM oder klassisch mit Nano SIM.

Eindrücke zu Performance und Kompatibilität kann es natürlich erst nach einem ausführlichen Test geben. Ich habe mir das Surface Pro X schon vorbestellt und hoffe, es trifft pünktlich zum Verkaufsstart am 19. November ein. Was man nach den kurzen ersten Eindrücken auf jeden Fall sagen kann: Es ist ein echtes Surface mit ansprechender Haptik und dem gewohnt großartigen Display. Surface Pro X

Surface Pro X bei Microsoft vorbestellen

Über den Autor
Martin Geuß
  • Martin Geuß auf Facebook
  • Martin Geuß auf Twitter
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Kommentare
  1. Muss man sich beim Pro X aufgrund des Prozessors(ARM) auf irgendwelche Einschränkungen gefasst machen oder kann man als Leihe sagen, da läuft Windows 10 drauf. Würde es mir gerne holen.
    Da läuft einfach ein ganz normales Windows 10 drauf. Einzige Einschränkungen: x86-64 Software läuft nicht und x86-32 Software wird emuliert und läuft daher ggfs. etwas langsamer.
    Was mitgeliefert wird ist aber alles nativ ARM Software.
    War die Präsentation so spannend das deine Nägel dran glauben mussten ;-)
    Spaß bei Seite ich bin schon gespannt auf deinen Praxisbericht. Ist schon ein interessantes Gerät mit einigen Fragezeichen ...
    Hey danke für den ersten Eindruck.
    Ich habe auf Twitter gelesen, dass du sagtest, dass Surface on ARM das beste wäre. Könntest du darauf irgendwie näher eingehen wieso das "besser" wäre als Intel oder neuerdings AMD zu nutzen?
    Es sieht großartig aus. Aber das Fehlen des SD-Karten Slots finde ich alles andere als toll. Das schränkt gerade dass Model mit 128GB SSD doch sehr ein und darüber wirds unverhältnismäßig teurer.
    @Martin
    Hast du noch irgendwo aufgeschnappt ob der Surface Pen irgendwie weiter verbessert wurde abseits des neuen zusätzlichen Formfaktors?
    Endlich zeigt Microsoft mal Initiative und macht Windows 10 on ARM zur Chefsache! Nicht nur, dass ein Surface auf ARM-Basis veröffentlichen. Nein, auch der eigens modifizierte Chip (Ich gehe mal von einer engen Kooperation mit Qualcomm aus), zeigt eindeutig, wie ernst es Microsoft mit der Plattform meint. Kann es kaum erwarten, das Gerät vorzubestellen!!!
    @Stefan: angesichts des fehlenden MicroSDXC Slots kann man da nur hoffen das es bald Third-Party SSDs gibt. Beim Pro kann man ja eine SanDisk 400GB fuer 80 EUR als dauerhafte Erweiterung verwenden...
    @ IngoBingo
    32 bit Programme laufen vielleicht etwas langsamer, aber es laufen alle? Programme die es nur als 64 bit gibt gibt es nicht? Ausser vielleicht Spiele, die aber eh nicht performen da keine separate Grafik.
    Wenn Adobe zumindest Lightroom und Photoshop nativ anbietet steht dem Teil eine grosse Zukunft bevor. Gerade fuer Fotografen etc. waere das - mit dann einer 1-2TB Third-Party-SSD - "die Waffe" fuer unterwegs.
    Eigentlich kann nur eine Verschwoerung von Apple und Adobe den Erfolg des Pro X verhindern :-)
    Adobe hat schon angekündigt, dass sie bei der Portierung Gas geben wollen. Heute wurden Photoshop Elements 2020 und Premier Elements 2020 offiziell veröffentlicht, ich hab gleich mal gespickt, ob die vielleicht schon nativen ARM-Support bieten. Tun sie aber leider nicht.
    @ IngoBingo
    32 bit Programme laufen vielleicht etwas langsamer, aber es laufen alle? Programme die es nur als 64 bit gibt gibt es nicht? Ausser vielleicht Spiele, die aber eh nicht performen da keine separate Grafik.

    Viele Software, die für ein so gutes ARM-Gerät interessant sind, gibt es nur noch als 64Bit Win Programme bzw Apps - die laufen durch die Bank weg alle nicht. Und es gibt nur wenige Entwickler, die treu zu MS stehen und ARM64 oder wenigstens ARM32 kompilieren.
    Mein Miix 630 mit Snapdragon 835 emuliert einen halben Atom 3770 - für viele 32bit Programme unterirdisch - für fast alle Apps aber ok.
    Um ein anspruchsvolleres "Malprogramm" zu finden, das läuft, musste ich ins Jahr 2015 zurück. CorelDraw geht mit massiven Einschränkungen. Der emulierte 32bit ChromiumEdge (daran sieht man, wie ernst MS die Sache nimmt, denn vom Firefox gibt es eine ARM64-Version) liefert ca. halbe bis viertel Leistung gegenüber dem "alten" Edge...
    Viele Installer überprüfen wohl, ob ein 32bit oder 64bit Windows läuft, die scheinen dann nicht zu merken, dass zwar ein 64bit Windows läuft, aber nur 32bit-Programme installiert werden können. Mehrere Programme konnte ich deshalb nicht installieren.
    Zusammenfassend: Für Office, Medienkonsum, anspruchsloses Surfen ist ein Snapdragon 835 schon top geeignet, für alles andere schöne, das ich mir beim Kauf vorgestellt hatte (malen mit dem Stylus etc) gibt es nicht die Softwareauswahl, die ein ARM-Gerät verdient.
    Ich glaube auch nicht, dass die Geschwindigkeit der CPU irgendetwas hilft, wenn es viele Software einfach nicht gibt... Und die der Store natürlich sogar als Empfehlung anzeigt...
    InstantOn ist klasse, das Aufladen kann ich für meinen Bedarf fast immer über die Woche vergessen - Heißt eine Ladung für die Woche, eine für das Wochenende...
    LTE mag ich auch nicht mehr missen. Nur AlwaysConnected verstehe ich nicht, Ich habe noch nie eine Email oder Benachrichtigung bekommen, wenn der Bildschirm aus war....
    Was mir auffällt, über die Akkulaufzeit wurde bisher fast nichts geschrieben.

    13 Stunden. Für ARM recht wenig dafür aber sehr leicht und großes Display. Und fast Charge. Zusätzliches Laden über USB C wäre aber gut gewesen
    Das ist das einzige Gerät was mich wirklich neugierig auf weitere Infos macht.
    Bin gespannt wie die Performance ist und ob noch immer mit Einschränkungen im Vergleich zum normalen W10 Betrieb zu rechnen ist.
    ... verstehe nicht warum man SP X braucht, wenn man den SP 7 nehmen kann. der größere Bildschirm wiegt den Verlust des SD Slots nicht auf.
    Und es hat im Gegensatz zum Pro 7 auch "nur" 802.11 ac (Wifi 5). Das Pro 7 hat schon mal 802.11 ax (Wifi 6). Für wen das eine Rolle spielen sollte.
    Da ich hier in kürze einen Wifi 6 kompatiblen Router stehen habe, nicht ganz uninteressant. Gerade wenn man viel und häufig (größere) Datenmengen im heimischen LAN/WLAN zw. einem NAS hin-u. herschiebt.
    Das Design und das größere Display und das Tastatur-Cover mit der Pen-Lademulde, hätten dem Pro 7 aber auch gut gestanden...
    Vielleicht ja dann 2020 ein Pro 8 im Pro X Design...
    @jebeyer
    Danke für den Typ. Hab auch scho einen ax Router im Visier, ist aber im Moment nicht lieferbar. Da das Pro 7 auch keine Grafikkarte hat, nehme ich lieber das bessere Design und die höhere Mobilität.
    Das erste Gerät mit MS eigenem Prozessor SQ1 zu haben ist als Fanboy, natürlich ein extra anreiz. Das mit WiFi ist sehr schade auch das es keine 5G hat, viel wichtiger ist aber das dann die Xbox Scarlett ax kann.
    Für Pro 8 ne gute Idee.
    @Stefan: eigentlich ist heute das LCD und Hintergrundbeleuchtung der groesste Stromverbraucher in mobilen Geraeten. Insbesondere so viele Pixel/hohe DPIs... . Insofern waeren 13 Stunden aber ein Top-Wert. Insbesondere wenn der mit LTE-On gemessen wurde. Aber auch so schlaegt es ein Intel Pro ja mal glatt um Faktor 2... .
    @Stefan: eigentlich ist heute das LCD und Hintergrundbeleuchtung der groesste Stromverbraucher in mobilen Geraeten. Insbesondere so viele Pixel/hohe DPIs... . Insofern waeren 13 Stunden aber ein Top-Wert. Insbesondere wenn der mit LTE-On gemessen wurde. Aber auch so schlaegt es ein Intel Pro ja mal glatt um Faktor 2... .

    Nichts genaues weiß man nicht. Die Zahlen zur Laufzeit sind daher für mich erst mal Marketing.
    Das mit dem langen Durchhaltevermögen insbesondere bei ultramobiltypischen Szenarien wird auch so lange so bleiben bis Intel(AMD) den Finger zieht und für surfen/Video/Audio-Playback sowie fotografieren Low Power Signal Prozessoren in die CPU's integrieren. Ein "normaler" CPU Kern braucht halt zuviel Saft selbst bei 2% Last und kleinster Taktung. Ist also für sowas überdimensioniert. Immer dann wenn richtig (Dauer)-Leistung nahe 100% verlangt wird, hat kein Design entscheidende Vorteile. Vielleicht ist ja dieser ominöse 5-Kern-Intel sowas in diese Richtung.
    Auch wenn ich nach wie vor befürchte, dass Microsoft sein ARM-Abenteuer irgendwann wieder beerdigt, fasziniert mich das Surface Pro X schon. Ich würde es gerne mal testen. Vielleicht habe ich es nur überlesen, aber wie ist das mit dem Stift. Wird der in der Lademulde irgendwie festgehalten, z.B. magnetisch? Ich vermute, dass der Stift Taster zum Klicken hat. Diese werden wohl durch das flache Design leichter zu finden sein, als mit einem runden Stift. Ich hatte mal einen Surface-Pen. Da war ich immer am suchen nach den Tastern. Wenn ich das Surface Pro X so sehe, würde ich es durchaus gerne kaufen, einfach nur um meine Neugierde zu befriedigen.
    Ich hatte zwar die Finger dran, aber ob der Stift nur durch die Schwerkraft in der Mulde gehalten wird, hab ich nicht bewusst ausprobiert. Dass er eine Taste hat, kann ich allerdings bestätigen.
Nach oben