Heute Abend im Ersten: "Das Microsoft-Dilemma"

Heute Abend im Ersten: "Das Microsoft-Dilemma"

Heute Abend um 22:55 Uhr läuft im Ersten eine Dokumentation mit dem Titel „Das Microsoft-Dilemma“. Hintergrund und Auslöser dieser Reportage war das Chaos, welches die Schadsoftware WannaCry im letzten Jahr angerichtet hat. Die Cyber-Attacke legte nicht nur viele PCs lahm, sondern auch Verwaltungen, Krankenhäuser und Bahnhöfe.

WannaCry betraf Windows-Systeme, und so machte sich ein Team von Reportern auf Ursachenforschung: Wie konnte das passieren? Sind wir zu abhängig von Microsoft und seiner Software? Und gibt es Alternativen?

Das sind durchaus spannende Fragen. Leider nährt aber bereits die Beschreibung der Sendung den Verdacht, dass man sich mit der Thematik nicht so wirklich objektiv auseinandersetzen wird. Im Vorschautext heißt es, die Software von Microsoft „macht angreifbar für Hacker und Spione, verstößt gegen das europäische Vergaberecht, blockiert den technischen Fortschritt und kommt Europa teuer zu stehen.“

Es kommen Experten zu Wort, die beschreiben, wie groß die staatliche Abhängigkeit von Microsoft inzwischen ist (ich werde die Sendung im Nachgang kommentieren, aber so viel schon mal vorab: Ja, die Abhängigkeit von Microsoft ist groß, ich hoffe aber, man beschäftigt sich auch mit der Frage, inwieweit man daran selbst schuld ist).

Bei der Frage, ob es Alternativen zu Microsoft gibt, wird es natürlich um Open Source Software gehen, und man darf davon ausgehen, dass der eine oder andere Fürsprecher zu Wort kommen wird. Ich hoffe aber, dass die Vorschläge deutlich über „Open Source ist kostenlos und sicherer“ hinaus gehen, denn diese Plattitüden haben wir schon oft gehört und seit LiMux wissen wir, dass es am Ende doch ein wenig mehr braucht als guten Willen.

Wer um 22:55 Uhr keine Zeit hat, der kann sich die Sendung auch nachträglich in der ARD-Mediathek ansehen, außerdem gibt es mehrere Wiederholungen.

Ich bin sehr gespannt und hoffe inständig, dass wir nicht 45 Minuten Troll-TV zu sehen bekommen.

P.S.: WannaCry nutzte eine Sicherheitslücke in Windows. Der Angriff begann zwei Monate nach Bereitsstellung eines Patches, der diese Lücke beseitigte. Es wurden also nur Systeme lahmgelegt, die sicherheitstechnisch nicht auf dem neuesten Stand waren. Ich bin unfassbar gespannt, ob diese Tatsache Erwähnung findet.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Hier werden sicherlich Redakteure am Werk gewesen sein, welche sich politisch dem Thema zugewandt haben. Wenn schon die Links-Gazette c't von Heise einen Redakteur beisteuern konnte, ist nichts anderes zu erwarten.
    Und dann wird die Sendung vom Westdeutschen Rotfunk (WDR) und dem traditionell tiefroten RBB ausgestrahlt. Was soll man da noch erwarten?
    Gut, dass ich hier in den Emiraten nicht zu den Zwangsbeitragszahlern dieser Einrichtungen gehöre.
    G.-J.
    Hier werden sicherlich Redakteure am Werk gewesen sein, welche sich politisch dem Thema zugewandt haben. Wenn schon die Links-Gazette c't von Heise einen Redakteur beisteuern konnte, ist nichts anderes zu erwarten.
    Und dann wird die Sendung vom Westdeutschen Rotfunk (WDR) und dem traditionell tiefroten RBB ausgestrahlt. Was soll man da noch erwarten?
    Gut, dass ich hier in den Emiraten nicht zu den Zwangsbeitragszahlern dieser Einrichtungen gehöre.
    G.-J.

    Sehr guter Beitrag! Die linke Gesinnung macht vor keinem HALT!
    Werde ich mir mal anschauen, aber die linken Redakteure von den Öffentlichen werden über einen US-amerikanischen Konzern sicherlich kein gutes Wort verlieren.
    Ich würde von den öffentlichen Rechtlichen gerne Mal eine Dokumentation über die Machenschaften der GEZ sehen. Wenn man sich den immer so objektiv gibt.
    Als ich die letzten Tage über diese "Doku"-Ankündigung gestoßen bin, habe ich mir das gleiche gedacht, wie Martin - ob das objektiv wird? Ich muss ganz ehrlich sagen, ich glaube es nicht. Zum einen deshalb, weil WannaCry auf aktuellen Systemen ja kein Problem war, wären also alle IT-Admins ihrer Verantwortung nachgekommen, wäre WannaCry ins Leere gelaufen. Microsoft trifft dann keine Schuld.
    Zum anderen passt es einfach so wunderbar zum Zeitgeist: den Amerikanern kann man nicht mehr trauen, die sind alle nur auf ihren eigenen Vorteil aus ("America first"), usw. usf.
    Kurzum: Die Doku wird denke ich nicht wirklich Alternativen aufzeigen, sondern einfach wieder mal so richtig schönes Microsoft Bashing betreiben. Eigentlich schade.
    Ich sehe über die deplatzierten politischen Bemerkungen mal großzügig hinweg - sofern jetzt Schluss damit ist.
    Cloud- & Online-Dilemma würde vermutlich besser passen. Wäre nicht MS so dominant, dann wären es halt die gleichen Probleme nur mit einem anderen OS.
    Ich sehe über die deplatzierten politischen Bemerkungen mal großzügig hinweg - sofern jetzt Schluss damit ist.

    Sehe ich genauso. Das ist ein Tech Forum und kein politisches.
    Außerdem, was haben die Beiträge mit rot, grün schwarz etc. zu tun?
    Es geht um Microsoft, nicht um Apple oder Android und all die anderen US Konzerne. Open Source ist auch meistens von drüben....
    Oh Mann, da weiß man gleich was man zu erwarten hat.
    Hoffentlich wird auch der für die meisten Leute, die wirklich arbeiten und nicht nur reden, wesentliche Punkt erwähnt: dass nämlich die Open Source-Alternativen zu MS Office total unterlegen sind. Von den ganzen Kompatibilitätsproblemen (vor allem bei Power Point) ganz zu schweigen.
    Geh doch mal mit einer Libre Office Impress-Datei zu einem Kunden um was zu präsentieren. Viel Glück! ;-)
    Na dann bin ich ja gespannt. Bestimmt wieder ein contra Microsoft.
    Mittlerweile ist es ja überall so: Es wird immer nach einem Schuldigen gesucht. Klar: Microsoft hat eine Monopolstellung: Warum? Weil es gut ist.
    In Sachen Sicherheit ist MS das einzige OS Unternehmen das massiv Gelder in sein OS bzgl. Sicherheit reinsteckt. Apple und Co hatten das nie so nötig: Ist ja auch uninteressant wenn fast alles auf MS läuft. Wäre Apple und Co. dominierend bzw. wäre es mal "rentable" diese Anzugreifen: Einen Fehler im OS findet man immer. Linux ist Open Source d.h. den Quellcode kann jeder einsehen defacto findet ein Genie immer eine Eintrittstür. Abgesehen davon: Die größte Sicherheit liegt immer beim Benutzer: Nicht alle Anlagen aufmachen, mal überlegen was man da tut und ein sensibles surfen im Internet.
    WannaCry war ein Jahr bekannt. Dann kamen die nächsten (Goldeneye etc.), die funktionierten genauso und was war: Wieder Chaos weil wieder die selben Fehler begangen werden. Nie ist man selbst schuld: Jemand anders ist es, derjenige der mit seiner Technologie das alles überhaupt erst ermöglicht.
    Für mich als Informatiker, der Ahnung hat, ist natürlich Linux bzw. Unix das bessere Betriebssystem. Stabil und "Sicher". Warum? Weil ein Benutzer da nicht alles gleich machen kann bzw. nichts was das System großartig schädigen kann. Dafür muss man sich teilweise "kompliziert" umelden bzw. Vorgänge immer mit root Rechten autorisieren.
    Wen ich das bei Benutzern einrichte, kommen Dinge wie: Das ist zu kompliziert, dauert zu lange und man überfordert ja schon den Durchschnittsuser sich ein Passwort zu merken.
    Wer mir das nicht glaubt sollte mal einen gewöhnlichen User beobachten: Auch MS hat früher und auch jetzt immer Warnhiweise gebracht oder Aufforderungen Updates zu installieren. Was wird da gemacht? Auf ja geklickt oder gesagt "Jaja, später". Gemacht hat es keiner.
    Ein Grund weshalb Windows sich jetzt "zwangsupdatet", da es die User sowieso nicht tun. Und das passt dann auch nicht...
    Politiker regen sich auf, aber darf ich daran erinnern, dass bis vor ein paar Jahren Gigabytes an Daten aus dem Bundestag bzw. der gesamten Regierungsverwaltung über eine Woche!!! abgezogen wurden. Warum? Verwendung von Windows XP obwohl schon längst nicht mehr supportert. Keiner hat die Regierung verklagt: Das ist/war grob Fahrlässig! Den Bürgern dieses Landes gegenüber. Wer weiß was da alles übertragen worden ist.
    Der Hohepunkt war ja LiMux (wie im Bericht ja auch zu lesen). Der Spaß hat jetzt mal so locker über hundert Millionen gekostet. Steuergelder, unser Geld. Jetzt wird doch alles auf MS umgestellt. Das hätte von vornherein klar sein müssen: Die meisten Benutzer verwenden Windows auch Privat usw. Uralte und bewerte Programme können nicht von heute auf Morgen umgeschrieben werden. Ein MA in der Münchner Verwaltung sagte mir, wie das funktionierte: Neuer PC mit Linux stand da und daneben der "alte" mit Windows... Wie soll das funktionieren?
    Keine Firma kann sich so etwas leisten. Da sagt keiner was. Stattdessen wird es immer an MS weitergereicht.
    Ein Witz.
    Der User, der einfach nur Arbeiten will, nimmt Microsoft. Der, der mehr will Linux und der, der es möglichst Simple und einfach haben will: Apple. So einfach ist das.
    Nur eins muss ich zugeben: Diese Abhängigkeit von Software und Hardware "Made in US" ist kritisch zu sehen. Die "Super" Technolgie und damit nahezu alles was davon Abhänkt lieg in den "Händen" der USA.
    P.s:: Der größte bisherige "Supergau" ging nicht von MS oder einem anderen OS aus: Sondern von den Herstellern von Chips. Spectra und Meltdown bilden die bisher größte Gefahr die jemals da war.
    Habe mir grad mal die Info (Beschreibung) zur Sendung durchgelesen. Ich vermute mal stark, daß es MS volle Breitseite abbekommt. Nach dieser Sendung werden sich viele von MS Produkten trennen wollen.
    OT: Nutze PC/Notebook seit Windows 98 und hatte noch nie Probleme bzgl. Viren/Malware. Was mache ich nur "falsch".... ;-)
    Soviel zum Thema Vorverurteilung.
    Im Übrigen, der Heise -Vertreter, welchen ich häufig in Verbrauchersendungen sehe, ist zumeist sachlich und objektiv aber auch (berechtigt) kritisch.
    Habe mir grad mal die Info (Beschreibung) zur Sendung durchgelesen. Ich vermute mal stark, daß es MS volle Breitseite abbekommt. Nach dieser Sendung werden sich viele von MS Produkten trennen wollen.

    Wenn es danach gehen würde, würden weder Microsoft, noch Apple oder Google überhaupt noch Marktanteile erzielen. Selbst die extremen TV-Beiträge konnten den Softwareumsatz noch dem Handel der Blutdiamanten des 21.Jahrhunderts etwas anhaben.
    Ist nur ein TV-Bericht, der noch für einige Tage für Diskussionen sorgen wird (wenn überhaupt), der durch ein neues Thema von der Medienlandschaft verdrängt wird.
    Danke für den Hinweis, Martin. Werde mir die Sendung mal ansehen. Mal schauen wie die Sendung ist.
    Am besten ist so wieso in Sachen Beiträge über Windows, Sicherheitslücken etc. wenn mal was ist und wieder im Fernsehen darüber berichtet wird, Stern TV. Finde die Beiträge von dem Computer Experten echt gut, zu mal dann live in der Sendung getestet wird.
    Angeklickt in der aktuellen Stunde finde ich auch gut, auch wenn die Beiträge sehr kurz sind.
    Ich nutze Windows seit Version 1 und habe noch original Disketten irgendwo im Keller. Sind die schon was wert? ^^
    Wie geil. Ich speichere das gleich Mal um den Azubis zu zeigen wie Vorverurteilung funktioniert. Und die typischen Beißreflexe des prekären Milieus werden ebenfalls deutlich dargestellt. Hängt C't und heise und GEZ ...am besten vorher.
    Vielleicht übertrieben, dennoch: Einem Bericht von BVB-Sympathisanten zu RB Leipzig würde ich ebenfalls nicht unbedingt absolute Objektivität, Sachlichkeit und Fairness zutrauen. Selbst wenn sie recht hätten.
    Abhängigkeit, Ausnutzen eines quasi-Monopols, "nach Hause telefonieren"? Dieses zu monieren ist weder rechts oder links noch oben oder unten, sofern diese altertümliche Verortung überhaupt Substanz hat. Es ist ein Problem für Staaten bzw. deren Bürger. Nicht umsonst gibt es bestehende Gesetze für jeden, auch wenn dieses Gebiet "Neuland" ist. Bei dem Thema geht es um mehr als nur die Sandkastenspiele der "OS-Fraktionen".
    Danke für den Hinweis. Ja, denke auch, dass das ein Tendenz-Bericht wird, dem es an Sachlichkeit mangeln wird.
    Aber dennoch:
    Morgen hat das Volk wieder seine Spiele (Winter-Olympiade) und alles ist gut!
    *Predator*
    Wenn irgendjemand ein Betriebssystem, sei es Windows/Apple/Unix, seit 20 Jahren nutzt und sich niemals einen Virus/Malware eingefangen hat, dann hat er dieses Betriebssystem nicht wirklich genutzt!
    Monokulturen sind immer anfällig gegen Seuchen. Wie war das noch mit den tausenden deutscher Speedports vor einiger Zeit?
    Dem gegenüber steht natürlich Produktivität und Kosteneffizienz.
    Natürlich wird der Bericht Contra MS sein. Ein Pro MS Bericht wäre ja uninteressant, wer würde da einschalten außer ein paar MS-Fans?
    Ich denke es wird von der FLOSS-Lobby (z.B. FSFE) beeinflusst sein.
    Wenn ich das Radio einschalte, machen die ÖR-Sender sowas:
    "Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine WhatsApp-Nachricht!"
    Ähm, entschuldigung, aber der Staat und die ÖR-Sender fördern doch die Monokultur bzw. proprietären Netzwerke!!!
    O.T.
    *Predator*
    Wenn irgendjemand ein Betriebssystem, sei es Windows/Apple/Unix, seit 20 Jahren nutzt und sich niemals einen Virus/Malware eingefangen hat, dann hat er dieses Betriebssystem nicht wirklich genutzt!

    Wie nutzt man denn eine System richtig, damit man sich was einfängt? So weit mir bekannt ist, nutzt man eher die installierten Anwendungen. In den meisten mir bekannten Fälle, trugen eher unkritische, leichtsinnige und unbedarfte Handhabung zur "Infektion" und weniger durch die wirkliche Nutzung eines Systemes.
    Früher war es noch die SMS.
    Ja, ganz fürchterlich schlimm, das man die gängigen Kommunikationsmittel favorisiert.
    So wie das klingt, wird das Klischee bedient von dem bösen Konzern Microsoft. Ist ja auch angesagter, sich wie David zu fühlen, der gegen Goliat kämpfen muss, oder wie ein Rebell gegen das Regime. Dass wir abhängig sind, nicht nur Behörden, von Microsoft ist kein großes Geheimnis, aber die verschiedenen Standards machen eben den Umstieg schwer.
    Martin
    Ich sehe über die deplatzierten politischen Bemerkungen mal großzügig hinweg - sofern jetzt Schluss damit ist.

    Oh danke! Ich habe schon Luft geschnappt und hörte mich an wie ein Teekessel, als ich diesen Politik-Stuss las über die "Unterwanderung durch die Roten"; fehlt jetzt noch das Bild von der Schere mit der roten und goldenen Schneide und wir wären nah bei den Verschwörungstheorien aus dem Buch "Mein Kampf". Na ja, zumindest lernt man dadurch, wem man Verstand weniger zutrauen sollte, jetzt, wo solcher Stuss für Viele schon als salonfähig gilt.
    Rivn
    Abhängigkeit, Ausnutzen eines quasi-Monopols, "nach Hause telefonieren"? Dieses zu monieren ist weder rechts oder links noch oben oder unten, sofern diese altertümliche Verortung überhaupt Substanz hat. Es ist ein Problem für Staaten bzw. deren Bürger. Nicht umsonst gibt es bestehende Gesetze für jeden, auch wenn dieses Gebiet "Neuland" ist. Bei dem Thema geht es um mehr als nur die Sandkastenspiele der "OS-Fraktionen".

    Absolut. Und bei diesen Themen kritisch den Finger in die Wunde zu legen, ist wichtig und richtig. Das erwarte ich auch. Und trotzdem kann man das sachlich und objektiv machen. Wenn der Report beispielsweise sagt, dass WannaCry die Schuld von Microsoft ist, weil es eine Sicherheitslücke in deren Software ausnutzte, ist das korrekt. Dazu gehört dann aber auch die Feststellung, dass ein Patch bereits zur Verfügung stand.
    Wenn man nämlich darauf verweist, dass Open Source Software sicherer sei, weil Lücken schneller gefunden werden (was falsch ist, dafür gibt es genügend Gegenbeispiele), dann nützt das ja nichts, wenn Sicherheitsupdates nicht eingespielt werden.
    Und von daher bin ich eben gespannt, welches Bild man da insgesamt zeichnen wird.
    Wenn der Report beispielsweise sagt, dass WannaCry die Schuld von Microsoft ist, weil es eine Sicherheitslücke in deren Software ausnutzte, ist das korrekt.

    Naja, so eigentlich auch nicht, da es sich um eine Lücke in SMB1 handelt. Das dies überhaupt noch verwendet wird, ist nicht alleinig Microsoft zuzuschieben. So betrachtet ist dieses Problem zu komplex, um den schwarzen Peter mal so eben Einem zuzuschieben.
    Entsprechende Darstellung würde ich auch von einer sachlichen Berichterstattung erwarten.
    Ich sehe über die deplatzierten politischen Bemerkungen mal großzügig hinweg - sofern jetzt Schluss damit ist.

    ... zumal sich die Redakteure ja höchstwahrscheinlich vor allem auf den technischen Gebieten selbst disqualifizieren werden...
    Cloud- & Online-Dilemma würde vermutlich besser passen. Wäre nicht MS so dominant, dann wären es halt die gleichen Probleme nur mit einem anderen OS.

    Wir haben doch vor allen Dingen das Dilemma, dass das Internet eine noch nicht einmal begonnene Baustelle zur Herstellung einer Infrastruktur ist.
    Ich gehe soweit, zu sagen: "Wir haben noch gar kein Internet", oder auch: "Das Internet gibt es nicht".
    Aber natürlich muss man dann vor allen Dingen in dieser Situation genau den Konzern angreifen, dessen Technologien dieses Dilemma beheben könnten.
    Da ich davon ausgehe, dass eine Menge Leute von hier sich das ansehen werden:
    Wenn das wirklich so schlecht ausgeht, wie hier beschrieben (manche sprachen von Vorverurteilung, leider passiert hier in den Kommentaren gerade genau das gleiche...), kann man ja kollektiv ne Petition für qualifiziertere Technikbeiträge in staatlichen Medien aufsetzen. Dafür braucht man dann jedoch stichhaltige Punkte, wo die falsch gelegen haben und nicht einfach ein "Passt mir halt nicht, weil ich Microsoft mag"
    EDIT: Ich habe gerade die Vorschau in TV gesehen, ich kann die Befürchtungen schon nachvollziehen...
    Wenn man von den öffentlich rechtlichen etwas Objektives erwartet, geht man schon an die Sache total falsch heran.

    Na ja, das ZDF ist da schon deutlich besser, als die meisten ARD-Rundfunkanstalten.
    Man sollte auch die 12 ÖR nicht alle über einen Kamm scheren.
    Wenn hier jemand Objektivität fordert, dann bitte immer und überall und auch von sich selbst.
    *Predator*
    Wenn irgendjemand ein Betriebssystem, sei es Windows/Apple/Unix, seit 20 Jahren nutzt und sich niemals einen Virus/Malware eingefangen hat, dann hat er dieses Betriebssystem nicht wirklich genutzt!

    Diese Pauschal-Aussage bezieht sich dann fälschlicherweise auch auf mich.
    " ich hoffe aber, man beschäftigt sich auch mit der Frage, inwieweit man daran selbst schuld ist."
    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Außerdem hätte das mit jedem x-beliebigen System passieren können. Daran ist Windows an sich ja nicht schuld. Wäre z.B. Mac OS X das vorherrschende Desktop-OS, würde dafür eine ganze Flut an Viren, Würmer etc. entwickelt werden. Und die Unternehmen waren selbst schuld, da sie ihre Systeme schlichtweg nicht aktualisiert haben.
    Martin
    Absolut. Und bei diesen Themen kritisch den Finger in die Wunde zu legen, ist wichtig und richtig. Das erwarte ich auch. Und trotzdem kann man das sachlich und objektiv machen. Wenn der Report beispielsweise sagt, dass WannaCry die Schuld von Microsoft ist, weil es eine Sicherheitslücke in deren Software ausnutzte, ist das korrekt. Dazu gehört dann aber auch die Feststellung, dass ein Patch bereits zur Verfügung stand.
    Eben. Um mal ein weitere Beispiel zu nennen: Wenn das Problem des Nach-Hause-Telefonierens beleuchtet wird, gehört auch dazu, daß man als Großkunde schon auch Forderungen stellen kann, daß zur IT-Infrastruktur mehr gehört als 100.000 Standardarbeitsplätze naiv ans Internet anzuschließen und daß bestimmte Daten überhaupt nichts auf Rechnern, die ungesichert mit dem Internet verbunden sind, zu suchen haben. Wenn Microsoft das so nicht gewährleisten will oder kann, dann haben Politiker und hohe Beamte mit Entscheidungskompetenz verdammt nochmal die Pflicht das im Sinne von Sicherheit und Datenschutz zu regeln.
    Es wird also, wie auch den Vorberichten zu entnehmen ist, vermutlich nicht hauptsächlich oder zumindest nicht nur um Microsoft, sondern um den Umgang des Staates mit seiner IT gehen. Wie sehr häufig bei "Die Story im Ersten" sollten die Erwartungen an Objektivität und nicht besonders hoch sein. Seriösen, guten Journalismus findet man selten in dieser Reihe. In der Regel sind derartige Dokumentationen eine bunte Collage aus Einzelschicksalen, Beispielen vom Rande des Themengebietes vermischt mit Pauschalisierungen und Verallgemeinerungen, um die vorgefasste Meinung des Autors bzw. der Autoren vermeintlich zu bestätigen. Je nachdem wie gut man sich auf einem Themengebiet auskennt, findet man in den Beispielen und Einzelschicksalen häufig die Auslassungen, die verschwiegen werden, weil sie eben nicht zur These des Autors passen.
    O.T.
    Wenn irgendjemand ein Betriebssystem, sei es Windows/Apple/Unix, seit 20 Jahren nutzt und sich niemals einen Virus/Malware eingefangen hat, dann hat er dieses Betriebssystem nicht wirklich genutzt!
    Um mal genauso pauschal zu antworten: Wenn jemand es schafft seinen PC mit Malware infizieren zu lassen, ist er entweder zu dumm oder surft überwiegend auf Pornoseiten.
    @Martin
    Selbstredend wäre objektive Berichterstattung generell wünschenswert, nur wann gab es diese jemals? Unverändert gilt doch ein genauer Blick auf "wes Brot" AutorInnen essen und welchen fachlichen Hintergrund diese mitbringen.
    Pauschale Aussagen sind eh nur bis zur ersten Ausnahme gültig ;-)
    Ich sehe über die deplatzierten politischen Bemerkungen mal großzügig hinweg - sofern jetzt Schluss damit ist.

    Meine Geduld wäre da auch nicht grenzenlos.
    Rotfunk u.ä. ist in der Wortwahl nur schwer zu ertragen!
    "Rotfunk", "Staatsfunk" etc.. Hält der Blödsinn jetzt auch vermehrt hier Einzug? Es gibt gute Berichte und schlechtere Berichte. Gute Recherche und schlechtere Recherche. Sogar Fehler sollen Menschen gelegentlich passieren, aber bitte hört mit diesem Quatsch auf.
    Glaube es wird kein Objektiver Bericht, dass ist ja die ARD^^ kann man sich sicherlich sparen zu gucken^^ Wenn an diesen ARD Film letzten Mittwoch denke, das war auch son totaler Hirnloser Film^^
    Habt ihr auch etwas zum Kernthema dieses Artikels beizutragen!?
    Über 95% aller Kommentare sind impertinent und beruhen lediglich darauf, bestimmte Anstalten und Personen zu diffamieren.
    Ha da werden sich morgen bestimmt Schwiegereltern usw. bei mir melden. Da sie jetzt angst haben ihren Pc anzuschalten. :-) nachdem sie den Bericht gesehen haben. Denk mal auch dass das ganze nicht Objektiv sein wird. Am Ende ist es wieder nur panikmache und man bestärkt die jenigen wo kein Plan haben darin, doch alles richtig zu machen und die Schuld sowieso wo anders liegt. Bin mal gespannt ob auch erwähnt wird, dass in sehr sehr vielen fällen der Fehler 40cm vor dem Bildschirm hockt...
    Das ist vor allen Dingen deswegen so hirnrissig, weil ein einseitiger Bericht über den bösen Monopolisten und die Staaten, die sich in dessen Abhängigkeit begeben haben, bestimmt nicht im regierungsgesteuerten Staatsfernsehen laufen würde. Das würde man nämlich eher vertuschen wollen.
    Hallo ich bin Riegel, Riegel der Kommentar.
    Ich verschließe nun ab hier den Kommentarfluss für sämtliche politische Diskussionen und die Wörter "Staatsfunk" und "GEZ". Das beinhaltet im übrigen auch Kommentare, die sich darauf beziehen.
    Stattdessen öffne ich nun die Schleusen für inhaltliche Diskussionen.
    MfG,
    eurer K. Riegel
    Sind schon erschreckend, die Kommentare hier - aber nun gut. Jedem seine Meinung ...
    Dem Anrisstext der ARD entnehme ich, dass es um die Abhängigkeit staatlicher Stellen von einem Monopolisten geht, obwohl es in der EU Vergaberichtlinien gibt. Da würde mich schon interessieren, wie Verantwortliche argumentieren.
    Empfehlung: Sendung ansehen, über die Informationen oder Thesen nachdenken, bewerten (für sich bzw. die eigene Arbeit) und dann Entscheidungen fällen, anstatt irgendwelchen 'Beißreflexen' zu huldigen. Wäre doch schon was - meine ich jedenfalls.
    Kissi
    Na ja, das ZDF ist da schon deutlich besser, als die meisten ARD-Rundfunkanstalten.
    Man sollte auch die 12 ÖR nicht alle über einen Kamm scheren.
    Wenn hier jemand Objektivität fordert, dann bitte immer und überall und auch von sich selbst.
    ...

    Ich weiß nicht, warum alles so schlechtgeredet wird, vermutlich weil nur ausgesuchte Dinge gesehen werden, die tatsächlich fachlich nicht korrekt sind oder zumindest unvollständig.
    Hier muss man aber sagen, dass Microsoft interessanterweise allgemein zum Feindbild erklärt wird; so bin ich auch aufgewachsen und erst ab Windows 8 habe ich mich umentschieden, als ich überlegte, ob diese vorgefasste Skepsis angebracht ist, wenn ich das System und die Produkte von denen ohnehin nutze.
    Noch heute hält sich aber verstärkt die Meinung, das Mittelalter sei überall rückständig gewesen und die Leute hätten bloß von einer flachen Erde gesprochen. Beides lässt sich nicht so sagen, wenn man die Quellen korrekt behandelt, aber es ist beliebt.
    Das führt mich zu dem Punkt, wo ich hinwollte: ich war überrascht, wie gut die Dokumentationen oder Sendungen bei den Öffentlich-rechtlichen sind, wo durch die Disziplinen hindurch neue Theorien oder Erkenntnisse besprochen werden, die finden sich häufig auf ZDFinfo, zdf_neo, ARD-alpha oder ONE.
    Wer einen Vorgeschmack auf die "Dokumentation" haben will:
    http://mediathek.daserste.de/Mittagsmagazin/Microsoft-Dilemma/Video?bcastId=314636&documentId=50066690
    Ab etwa Minute eins:
    "An diesem System können nur Programmierer arbeiten die für/mit Microsoft arbeiten" so weit so offensichtlich, dann geht's allerdings weiter:
    "das bedeutet z.B. dass unsere Sicherheitsbehörden nicht überprüfen können, ob die Programme und Systeme, die der Staat bei Microsoft einkauft, wirklich sicher sind und irgendwelche Lücken haben"
    So eine Aussage kann man nicht mehr unter Fehler abhaken, sondern nur noch als bewusste Lüge bezeichnen. Warum? Microsoft bietet seit längerem das Government Security Program an, das u.a. Zugang zu den Quelltexten von Windows, Office, Sharepoint etc. bietet. Wer u.a. Einsicht hat: Russland, China, Ägypten, UK, Neuseeland, Österreich (seit 2001, waren die ersten in der EU)
    Und dann die Kosten: "The GSP is a no-fee initiative" zudem "In addition to GSP, Microsoft recently introduced the Security Cooperation Program (SCP), a no-fee initiative that provides a structured way for governments and Microsoft to engage in cooperative security activities in the areas of computer incident response, attack mitigation and citizen outreach."
    https://enterprise.microsoft.com/en-us/trends/government-security-program-available-to-qualified-governments/
    und
    https://news.microsoft.com/2005/02/10/national-institute-of-standards-and-technology-joins-microsofts-government-security-program/
    Es ist noch viel schlimmer als befürchtet. Höhepunkt der Sendung ist der italienische General, der präsentiert, daß ein Dokument in Word und Writer doch tatsächlich gleich aussieht. Bei der Demonstration, wie derselbe Text in einem Office-Dokument zehnmal soviel Zeilen(!) Quellcode wie in einem Libre-Office-Dokument erzeugt und der Behauptung, daß schon das ein Sicherheitsproblem ist, hätte ich fast abgeschaltet.
    Wiedermal wurde einem wichtigen und diskussionswürdigen Thema durch eine effektheischende und tendenziöse Berichterstattung ein Bärendienst erwiesen. Daß Europa im IT-Bereich diverse Probleme hat, die gemeinschaftlich gelöst werden müssten, um mit USA und China konkurrenzfähig zu bleiben und Unabhängigkeit zu sichern, geht so in den Halbwahrheiten und der Empörung gegen den großen bösen Konzern verloren.
    Politische Indoktrination wie zu erwarten bei diesen Autoren und Produzenten
    Letztlich ging es den Autoren nur um zwei Dinge:
    a) Geldbeschaffung für die Erstellung angeblich sicherer Software als OpenSource Anwendungen
    b) Verunglimpfung der Methoden von Microsofts Marketingmaßnahmen
    zu a) OpenSource ist weder qua defintionem noch sonst wie sicherer als proprietäre Software. Für beide Systeme gibt es dicke Argumente für und gegen
    zu b) Nur mal zum "Nach-Denken": Die Politiker, die im Beitrag so schön für OpenSource geschwärmt haben, lassen zu, dass die meisten Gesetze heute -sowohl auf Ebene der Mitgliedsstaaten der EU als auch auf Ebene der EU Verwaltung selbst- *nicht* von Staatssekretären und deren Mitarbeiter formuliert und geschaffen werden, sondern von wem? Von für bis zu € 1.500,-- die Stunde berechnenden Anwalts- und Wirtschaftsprüferfabriken. Nur deren Spezialisten sind heute noch in der Lage, komplizierteste Zusammenhänge in Gesetzestexte zu fassen.
    Ich weiß in etwa, wovon ich schreibe: Unsere Tochter hatte schon während ihres Jurastudiums eines ihrer Praktika in einer internationalen Anwaltsfabrik zu absolvieren. Im Berliner Ministerium der Finanzen hatte sie ein eigenes Büro mit eigener Durchwahlnummer des Ministeriums und eigener Mailadresse des Ministeriums. Dort arbeitete sie einem Seniorpartner zu, bestimmte Doppelbesteuerungsabkommen neu zu formulieren. Später, bei einem anderen Praktika an der deutschen Botschaft in Neuseeland, durfte sie einem Senior Partner eine anderen Anwaltsfabrik bei der Neuformulierung bestimmter zwischenstaatlicher Abkommen zuarbeiten. Der Legationsrat 1. Klasse, Volljurist, hatte 0 Ahnung, um was es da überhaupt ging.
    Ein Staat oder die EU, welche nicht mal ihre eigenen Gesetze und Bestimmungen selbst von ihren eigenen Beamten und Mitarbeitern formulieren kann, sollte sich tunlichst aus der Erstellung von eigener Software (durch gesponserte Dritte) heraushalten.
    Das Problem ist schlicht die Qualität der Beamten und Angestellten: Die richtet sich auch nach der Bezahlung. Und da sind riesen Lücken zwischen den Gehältern und den Kosten der wirklichen Experten.
    Der homo sapiens arbeitet aber vorzugsweise dort, wo er am besten bezahlt wird. Auch unsere Tochter hatte lieber für ein fettes sechsstelliges Anfangs-Jahresgehalt nach ihrem Studium im Alter von nur 24 Jahren bei einer internationalen Anwaltsfabrik angeheuert, als dem Werben des OLG-Präsidenten einer deutschen Großstadt nach einer Bewerbung für den Richterdienst oder dem Werben des Generalstaatsanwaltes einer anderen deutschen Großstadt zur Bewerbung als Staatsanwältin nachzugeben.
    Money make the world go round
    G.-J.
    Ich bin ja wirklich in beiden Welten daheim und sowohl Microsoft als auch FOSS-Projekten (trotz kritischer Betrachtung in beiden Ecken) prinzipiell zugeneigt, aber etwas dermaßen Schwaches und Oberflächliches wie das da habe ich wirklich selten gesehen. Wenn das das sein soll, wieso wir 17,50 € pro Monat abdrücken, kann man die genauso gut in den Hafen kippen, da fällts noch weniger auf.
    War zwar durchaus der eine oder andere valide Punkt dabei, das sei zur Ehrenrettung gesagt, aber alleine die groben Schnitzer in der Recherche (nein, liebe ARD, Linux ist immer noch nur ein Kernel und das eine Linux gibts auch noch nicht, abgesehen davon, dass nicht jedes Linux kostenlos ist und die Unternehmen dahinter das gleiche Geld durch Supportleistungen reinholen...) und die Tatsache, dass sie wirklich keinen Deep Dive ins Technische gemacht haben, macht das Teil de facto wertlos. Da schwankt man zwischen Fremdscham und Lachanfall...
    So... Bericht auch angeschaut und naja. Gewisse Punkte wären fast nachvollziehbar und wenn man als unwissender den Bericht anschaut auch logisch. So das man ab morgen Abstand von Microsoft Produkten nehmen sollte. Irgendwie hab ich in dem Bericht aber wirkliche ITler vermisst die was zu dem thema sagen. Der vergleich zwischen Libre Office und MS Office war auch nicht schlecht. Ein dokument wie da gezeigt wurde können auch viele andere. Dazu braucht man nicht unbedingt word stimmt. Aber wenn man so wie ich bei uns in der Firma z.B. mit VBA arbeitet und damit wirklich komplexe Abläufe aufbaut sieht es schon wieder anders aus. Aber gut mit Libre Office kann man alles tun was man mit MS Office auch kann haben wir heute gelernt ? Was ich auch nicht schlecht fand und womit ich fast gerechnet hab das LIMUX als Thema aufkommt. Das aus von LIMUX jedoch allein nur auf den neuen Bürgermeister und seiner Microsoft Connection zu schieben, ist am Ende wohl der einfacher weg das versagen schön zu reden. Meines Erachtens war der Bericht optimal um Laien Panik zu machen, jedoch ohne wirkliche funktionierende alternativen aufzuzeigen. Teils war der Bericht auch relativ unverständlich und oberflächlich Aufgebaut, sodass der Otto normal Verbraucher wahrscheinlich nur die hälfte verstanden hat. Für mich war der Bericht nichts halbes und nichts ganzes. Man hätte vieleicht noch erwähnen sollen dass man die Google Suchmaschine in öffentlichen Institutionen meiden sollte. ?
    Ich finde es schon erstaunlich, die Kommentare nach der Sendung. War mir klar, dass da technisch gekrittelt wird - da war der Beitrag schwach. Aber das war nicht das Ziel. Ich denke, es ist schon zu hinterfragen, wieso unsere Behörden und Regierungen sich auf diesen Schiene immer weiter in eine Abhängigkeit von einem Monopol begeben. Und wenn ich sehe, wie das Informationsfreiheitsgesetz durch Schwärzungen und Schweigen unterlaufen wird, dürfte uns das das Thema früher oder später noch arg auf die Füße fallen. Nein, ich meine nicht die Technik, sondern die Transparenz. Wenn alles so alternativlos ist, wie von den 'Entscheidungsträgern' dargestellt, wieso wird dann gemauert, verschwiegen und geschwärzt? Da müsste es doch im ureigensten Interesse sein, alles möglichst transparent offen zu legen. Denn es ist ja alternativlos und kann belegt und begründet werden ...
    "Alles was IT-Hardware ausmacht, stammt von außerhalb Europas."
    ARM kommt aus England. Gehört seit kurzem Japanern.
    Problem bei Hardware direkt sehe ich weniger, problematisch ist allerdings oft die Firmware u.ä.. In die Intel Management Engine hatte nicht mal die NSA Vertrauen, u.a. deshalb ist die überhaupt unter gewissen Umständen deaktiverbar :lol.
    @TV
    Der Bericht war vor allem Werbung für Open Source. Niveau auf dem was im allg. TV zu erwarten ist.
    Wer zum BSI und MS was lesen möchte: https://wikileaks.org/bnd-inquiry/docs/BSI/MAT%20A%20BSI-2i.pdf
    Da sag noch einer, der halbwegs wach aus seinen windows Augen schaut, Technik sei nicht politisch. .. harr!
    gborn
    Ich finde es schon erstaunlich, die Kommentare nach der Sendung. War mir klar, dass da technisch gekrittelt wird - da war der Beitrag schwach. Aber das war nicht das Ziel. Ich denke, es ist schon zu hinterfragen, wieso unsere Behörden und Regierungen sich auf diesen Schiene immer weiter in eine Abhängigkeit von einem Monopol begeben. Und wenn ich sehe, wie das Informationsfreiheitsgesetz durch Schwärzungen und Schweigen unterlaufen wird, dürfte uns das das Thema früher oder später noch arg auf die Füße fallen. Nein, ich meine nicht die Technik, sondern die Transparenz. Wenn alles so alternativlos ist, wie von den 'Entscheidungsträgern' dargestellt, wieso wird dann gemauert, verschwiegen und geschwärzt? Da müsste es doch im ureigensten Interesse sein, alles möglichst transparent offen zu legen. Denn es ist ja alternativlos und kann belegt und begründet werden ...

    Das war ja gerade das, was ich mit durchaus validen Punkten meinte, aber der große Rest war nunmal überwiegend kompletter Murks. Das fängt schon bei den Definitionen an, wie sie die ARD verbreitet hat und die fachlich teilweise einfach komplett falsch waren. Die "freien Betriebssysteme Linux und Android" gibt es so nunmal nicht, sondern Linux ist immer noch nur ein Kernel und die Arbeit verrichten die Distributionen. Und wer Android kennt, der weiss zwar vom AOSP, aber zum überwiegenden Teil kontrolliert Google nunmal die Entwicklung und schirmt Android dahingehend auch von der FOSS-Gemeinde ab. Genauso war die Trennung zwischen Microsoft und den Konkurrenten, die komplett auf FOSS setzen, komplett überholt. Mit keinem Wort wurde erwähnt, dass Microsoft mittlerweile einer der größten Aktivposten in der Ecke ist und zum Beispiel bei Git maßgebliche Weiterentwicklungen (GVFS) einbringt.
    Dass dieses Quasi-Monopol existiert, stimmt natürlich, das streitet keiner ab. Es bröckelt global gesehen aber sowieso. In der Business-Cloud ist Microsoft nur ein (wenn auch sehr starker) Player neben Amazon und Google, in den US-Schulen hat Surface großen Druck durch die Chromebooks und auf dem Servermarkt hat Linux sowieso gegen Windows gewonnen. Zudem mag man einen großen Monolithen vermeiden, wenn man auf Linux und FOSS setzt, aber ob es hinterher wirklich günstiger wird (weil mehr Anbieter, die gleich oder noch viel mehr Geld durch Supportleistungen reinholen) und man sich wirklich frei macht von solchen Giganten, darf man halt sehr anzweifeln. Zudem wirds auch sicherheitstechnisch schwieriger, wenn Linux um Spiel ist. Meistens wechseln die Einrichtungen dann auf Ubuntu und wer Canonical kennt, der weiss, dass nur das Main Repository Sicherheitsupdates bekommt, das wesentlich größere Universe aber dahin gammelt.
    Will man wirklich komplett unabhängig von irgendwelchen Unternehmen werden, bräuchte es schon eine Familie wie Debian, Arch, Gentoo oder Solus. Arch und Gentoo sind für den Unternehmenseinsatz aber zu risikoreich, Debian dafür zu antik (es werden nur Patches eingepflegt, die nix brechen, ansonsten bleiben Lücken offen) und Solus ist zwar eine sehr gute Distribution, aber zu klein, als dass man sich als Behörde darauf verlassen sollte. Mit Linux stolpert man also letztlich ins nächste Dilemma.
    gborn
    War mir klar, dass da technisch gekrittelt wird - da war der Beitrag schwach.
    Schwach ist das falsche Wort. An manchen Stellen wurde einfach übertrieben. Diverse Behauptungen waren falsch oder nicht beweisbar. Außerdem wurden wieder mal wie typisch für derartige Fernsehbeiträge Verallgemeinerungen und bewußte Übertreibung eingesetzt. So drängt sich zumindest der Verdacht auf, daß bei den Behauptungen, die man nicht selbst überprüfen kann, ebenso verfahren wurde.
    Man kann einen Vergleich von Word und Writer nicht auf die Fähigkeit, daß beide dasselbe Dokument darstellen können und daß die Anzahl der Codezeilen im Dokumentenformat in Word mehr als in Writer ist, reduzieren. Dann noch zu behaupten, daß durch diese höhere Anzahl an Codezeilen die Sicherheit gefährdet ist, weil Viren mehr Ansätze zum Angriff finden, ist einfach dämlich, weil nicht beweisbar oder sogar falsch. Es mag ja sein, daß Libre Office sicherer als Microsoft Office ist, aber das soll man dann bitte anders darlegen als so wie in dem Beitrag.
    Eine weitere Behauptung war, daß Microsofts Produkte überkomplex seien. Selbst wenn das stimmt, dann trifft das für die Konkurrenz Linux und Libre Office auch zu. Auch die Kosten wurden angesprochen und Beispiele präsentiert, bei denen mit Open Source Software Geld gespart wurde. Bei dieser oberflächlichen Feststellung ist es dann leider geblieben. Details, warum und wie Kosten gespart wurden, wurden weggelassen. Dabei wäre genau das interessant. Es ist ja nicht so, daß Linux keinerlei Kosten verursacht und Windows auf jeden Fall durch die Lizenzkosten einen Nachteil hat. Außerdem war das wiedermal nur ein Beispiel und man wird vermutlich auch andere finden, bei denen der Umstieg auf Libre Office oder Linux sind als teurer erwiesen hat. Immerhin verursacht die Umstellung von Windows auf Linux erheblichen Aufwand, der berücksichtigt werden und gegen die Vorteile abgewogen werden muß.
    gborn
    Ich denke, es ist schon zu hinterfragen, wieso unsere Behörden und Regierungen sich auf diesen Schiene immer weiter in eine Abhängigkeit von einem Monopol begeben. Und wenn ich sehe, wie das Informationsfreiheitsgesetz durch Schwärzungen und Schweigen unterlaufen wird, dürfte uns das das Thema früher oder später noch arg auf die Füße fallen.
    Eben. Der Beitrag hat einige diskussionswürdige Ansätze enthalten, aber durch die Schwächen macht er alles kaputt. Wer mit einem Schild "Das große böse Microsoft mit seinen gemeinen Lobbyisten und die dummen Politiker erst" durch die Gegend läuft, muß damit leben, daß er nicht ernst genommen wird.
    Bzgl. der Vergabepraxis hätte ich mir gewünscht, daß mehr Informationen geliefert werden. Interessant wäre aus meiner Sicht nämlich der Unterschied zwischen Linux und Windows, daß man bei Windows mit der Windows-Lizenz von Microsoft oder Händlern und dem Support von ggf. Dritten zwei Produkte kaufen muß, während man bei Linux nur den Support kaufen muß. Wie stellt sich das rechtlich dar, wenn sich eine Behörde für Windows entscheidet? Muß diese dann überhaupt Linux in das Vergabeverfahren einbeziehen? Ist eine solche Entscheidung für ein bestimmtes System überhaupt erlaubt? Wie sind die Umstellungskosten in dem Verfahren einzuordnen? etc.
    @gborn:
    Die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter stammt letztlich daher, dass es in Europa und speziell in Deutschland quasi unmöglich ist, eine ähnliche Infrastruktur aufzubauen, wie sie MSFT vorzuweisen hat. Dazu benötigt man Risikokapital, und das gibt es in größerem Ausmaß nicht in Europa aufzutreiben. Jedenfalls nicht für die Schaffung eines Softwarekonzerns, der dann den Quellcode einer jeden Anwendung und eines jeden Betriebssystems einer Regierungsbehörde übergibt. Denn dann wäre das Geschäftsgeheimnis in Gefahr, und ohne Geschäftsgeheimnisse, die ja den inneren Wert einer Firma darstellen, gibt es kein Geld.
    Europa hat die Amis und jetzt die Chinesen die IT vorfinanzieren lassen und geglaubt, finanziell damit besser zu stehen, wenn man deren IT dann in Raten per Lizenzen abkauft.
    Kommt davon, wenn man Beamte mit Besoldungsstufe A oder C soundso viel damit betraut, Grundsatzentscheidungen zu treffen. Die gehen immer den Weg des geringsten Widerstands, für mehr werden sie nicht bezahlt.
    Die wirkliche Gefahren liegen aber gar nicht in der Software oder einem Betriebssystem, sondern in der Hardware begründet, wie wir unlängst noch erfahren durften. Da waren auch OpenSource Systeme betroffen.
    Wenn in Europa Niemand mehr vorhanden ist, der den Willen und die Macht hat, eine eigene Chipindustrie in die Welt zu setzen, was dann dicke dreistellige Milliardenbeträge kosten wird, soll es schnell gehen, dann ist die Diskussion um Microsoft völlig umsonst.
    Alles was IT-Hardware ausmacht, stammt von außerhalb Europas. Hier liegt die größte Gefahr.
    G.-J.
    @mulmia960:
    "Technik" wird dann politisch, wenn es ums (große) Geld geht. Es gibt wohl nicht wenige IT-Dienstleister, denen die Lizenzgebühren an die proprietären Softwareproduzenten ein Dorn im Auge sind.
    Und weil man nicht als Neidhammel durchgehen will, werden dann Argumente ins Feld geführt, die -zu Ende gedacht- nicht mehr stringent sind.
    Im TV-Beitrag war von Ersparnissen von 200 Euro pro Mitarbeiter pro Jahr berichtet, würde man auf Office und Co. verzichten.
    Ein einziger Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung kostet mindestens € 70.000,-- wenn man den Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungskosten und Rückstellungen für Krankheit, Urlaub, Kindekrankheiten, Kur und Reha Aufenthalte richtigerweise einberechnet. Da machen dann € 200,-- keine 3 Promille aus. Das ist nicht mal Peanuts.
    Aber 200 Euro mal 100.000 Mitarbeiter machen beim TV-Publikum riesig Eindruck, können doch die wenigstens Zuschauer diese Rechnung noch im Kopf ausführen.
    Ganz tolles Kino vom Zwangsgebühren finanzierten TV.
    G.-J.
    Was am ende auch nicht aufgezeigt wurde, was eine Umstellung von MS auf Linux wirklich kosten würde. Das man 200€ pro MA sparrt wird so eh nicht aufgeben. Berechnet man allein die Schulungskosten für all die MA damit sie überhaupt erstmal das neue wieder vernünftig nutzen können. Das sind am ende die Support Leistungen wo angesprochen wurden. Und diese lässt man sich auch mit Linux im Hintergrund gut bezahlen. Umsonst macht dort auch keiner was. Kann man drehen wie man will, am ende kostet alles geld. Was dann halt als nächstes zählt ist die Produktivität und da hat MS mit seinem komplettangebot die Nase vorn. Ist halt mal so.
    Die Kosten waren ja nur ein kleiner Teil der Argumentationskette - wichtiger sind gerade im Staatswesen Dinge wie Kooperation von MS mit den US-Amerikansichen Behörden und Geheimdiensten. Das ist bei offenen Quelltexten halt einsehbar, von daher ist das ein kleiner Punktsieg für Linux, Libreoffice und Co. Wobei das natürlich voraussetzt, dass sich wirklich jemand die ganzen Quelltexte auch durchliest und begutachtet. Das wird sicherlich teurer, als wenn man ein von vornehrein propietäres Produkt ohne Quelltexteinsicht kauft.
    Und da fallen dann die paar Schulungsstunden für die Mitarbeiter nicht wirklich in das Gewicht.
    Einiges in dem Beitrag stimmt aber es fehlen auch wichtige Fakten wie z.B. die Möglichkeiten für Behörden und große Unternehmen auch Einblick in den Source Code bekommen können.
    Android als Gegenbeispiel ist auch toll, da da Google drin steckt, obwohl der Code öffentlich ist.
    WannaCry hätte mit rechtzeitigen Gegenmaßnahmen verhindert werden können, da eine bereits geschlossene Lücke, die schon länger bekannt war genutzt wurde. Das machte den Angriff einfacher.
    Bio-logisch
    Die Kosten waren ja nur ein kleiner Teil der Argumentationskette - wichtiger sind gerade im Staatswesen Dinge wie Kooperation von MS mit den US-Amerikansichen Behörden und Geheimdiensten.
    Außer Mutmaßungen hatte der Beitrag dazu aber nichts zu bieten.
    Bio-logisch
    Das ist bei offenen Quelltexten halt einsehbar, von daher ist das ein kleiner Punktsieg für Linux, Libreoffice und Co. Wobei das natürlich voraussetzt, dass sich wirklich jemand die ganzen Quelltexte auch durchliest und begutachtet.
    Wenn NSA, CIA und Co. ihren Job auch nur halb so gut machen wie die Autoren dieser Dokumentation, dann haben die längst auch ihre Leute an den entscheidenden Stellen der Linux-Entwicklung plaziert. Der Quellcode von Linux ist so umfangreich, daß auch da genug Verstecke für Hintertüren vorhanden sind.
    Bio-logisch
    Und da fallen dann die paar Schulungsstunden für die Mitarbeiter nicht wirklich in das Gewicht.
    Fang mal an zu rechnen. Wenn Du ehrlich kalkulierst, kommen da Summen heraus, die nicht nur einfach ins Gewicht fallen, sondern einen erheblichen Anteil am Aufwand ausmachen. Allein daß die Mitarbeiter während der Schulung ausfallen, verursacht schon erhebliche Kosten.
    Zitat: Wenn NSA, CIA und Co. ihren Job auch nur halb so gut machen wie die Autoren dieser Dokumentation, dann haben die längst auch ihre Leute an den entscheidenden Stellen der Linux-Entwicklung plaziert. Der Quellcode von Linux ist so umfangreich, daß auch da genug Verstecke für Hintertüren vorhanden sind. Zitat Ende.
    Auch das ist Spekulation, aber wie ich schon Eingangs schrieb, das zu Überprüfen wird auch bei quelloffenen Systemen richtig teuer. Ein mal den ganze Linuxkernel durchlesen, debuggen und eventuell patchen? Der Kernel alleine hat über 20 Millionen Codezeilen, eine Distrution wie Debian so eher 320 Millionen: https://de.wikipedia.org/wiki/Lines_of_Code
    Wenn Du 100 Zeilen pro Stunde schaffen würdest, was obtimistisch ist, brauchst alleine für den Kernel 70 Mannjahre.
    Zitat: Fang mal an zu rechnen. Wenn Du ehrlich kalkulierst, kommen da Summen heraus, die nicht nur einfach ins Gewicht fallen, sondern einen erheblichen Anteil am Aufwand ausmachen. Allein daß die Mitarbeiter während der Schulung ausfallen, verursacht schon erhebliche Kosten. Zitat Ende.
    Nen Linux mit XFCE oder so kann an sich jeder bedienen, der mal ein Windows ab Windows 95 bedient hat. Die Leute sollen da ja nichts installieren, da halten sich die Kosten in Grenzen.
    Was Office anbelangt, Libreoffice find ich gut. Ist nicht perfekt, aber die Kompatibilität zu älteren Office Paketen von MS ist teilweise besser als bei Office 365.
    Mehr als einen halben Tag, also 4 Stunden, sollte ein erster Einstieg nicht dauern.
    Von daher bleibe ich bei meiner Behauptung: Eine ernsthafte Überprüfung ist in jedem Fall deutlich teurer als die paar Stunden Schulung pro Mitarbeiter...
    Schwachstellen im code werden doch heute nicht mehr manuell gefunden, sondern durch verschiedenste Automatismen (diffing, fuzzing, etc.).
    Diese Automatismen werden immer schneller und besser, was auch ein Grund ür die Zunahme der gefundenen Vulnerabilities ist. Immer mehr seriöse Institutionen, leider aber auch immer mehr kriminelle Gruppen können diese automatischen Methoden nutzen.
    Lg sneaker
    Bio-logisch
    Nen Linux mit XFCE oder so kann an sich jeder bedienen, der mal ein Windows ab Windows 95 bedient hat. Die Leute sollen da ja nichts installieren, da halten sich die Kosten in Grenzen.
    Nicht von Dir auf andere schließen. Viele Laien sind schon von kleineren Änderungen an der Benutzeroberfläche überfordert. In einer Verwaltung müssen aber nahezu alle Mitarbeiter mit den Systemen arbeiten können. Da wird schon erheblicher Schulungsbedarf bestehen. Zumal es i.d.R. nicht mit dem Anklicken von Öffnen, Schließen und dem Eingeben von Text getan ist.
    Bio-logisch
    Was Office anbelangt, Libreoffice find ich gut. Ist nicht perfekt, aber die Kompatibilität zu älteren Office Paketen von MS ist teilweise besser als bei Office 365.
    Also öffnen lassen sich die alten Office-Formate in einem neueren Office nach meinen Erfahrungen problemlos. Die andere Richtung, neue Office-Format in älterem Office, sollte in Behörden und Unternehmen, die mindestens Office 2010 einsetzen sollten, gar nicht relevant sein.
    Bio-logisch
    Mehr als einen halben Tag, also 4 Stunden, sollte ein erster Einstieg nicht dauern.
    Selbst wenn das der gesamte Schulungsbedarf wäre, bei 4 Stunden mal Anzahl aller Mitarbeiter mal durchschnittlicher Stundenlohn kommt schon einiges zusammen. Dazu kommen die Kosten für die Schulung selbst.
    Von daher bleibe ich bei meiner Behauptung: Eine ernsthafte Überprüfung ist in jedem Fall deutlich teurer als die paar Stunden Schulung pro Mitarbeiter...
    Kein Argument, denn die Überprüfung wäre sowohl für Windows als auch Linux nötig und, wie Martin schon im anderen Artikel erläutert hat, grundsätzlich auch bei Windows möglich.
    build10240

    Wenn NSA, CIA und Co. ihren Job auch nur halb so gut machen wie die Autoren dieser Dokumentation, dann haben die längst auch ihre Leute an den entscheidenden Stellen der Linux-Entwicklung plaziert. Der Quellcode von Linux ist so umfangreich, daß auch da genug Verstecke für Hintertüren vorhanden sind.

    m.w. hat die NSA Code beigesteuert und soweit mir bekannt ist, sogar eine dispro.
    Das wird aber weniger hinterfragt, genauso wie die TOR-Finanzierung hinterfragt wurde.
    Im Übrigen, TrueCrypt ist auch ein Paradebeispiel für blindes Vertrauen in offene Quellcodes.
    Ich glaub, wir liegen sachlich gar nicht so weit auseinander. Nur noch mal zu den Schulungen:
    Zitat: Viele Laien sind schon von kleineren Änderungen an der Benutzeroberfläche überfordert. In einer Verwaltung müssen aber nahezu alle Mitarbeiter mit den Systemen arbeiten können. Da wird schon erheblicher Schulungsbedarf bestehen. Zumal es i.d.R. nicht mit dem Anklicken von Öffnen, Schließen und dem Eingeben von Text getan ist. Zitat Ende.
    Das gilt dann aber auch für jede Neuerung bei Windows. Also z. B. ein Windows 8 hätte ich im Leben nicht in einem Unternehmen eingeführt. Da wäre der Schulungsaufwand sicher deutlich größer gewesen, einfach weil das Grundkonzept sich doch sehr von Windows 7 unterscheidet. Aber da hat Micrsoft mit Windows 10 schon richtig reagiert.
    Zitat: Also öffnen lassen sich die alten Office-Formate in einem neueren Office nach meinen Erfahrungen problemlos. Zitat Ende
    Kommt sicherlich auf das Dokument an. Hatte ich auch schon mal anders erlebt, gerade wenn es um größere Tabellen in Word oder komplexere Grafiken bei Excel geht.
    Zitat: ...denn die Überprüfung wäre sowohl für Windows als auch Linux nötig und, wie Martin schon im anderen Artikel erläutert hat, grundsätzlich auch bei Windows möglich. Zitat Ende.
    Richtig: Wie gesagt, die Überprüfungen gehen in jedem Fall richtig ins Geld. Bei Opensource hast Du aber trotzdem den Vorteil, dass Du für die Überprüfung keine Geheimhaltungsverträge brauchst. Du hast bei den meisten OS - Programmen das RECHT die Quelltexte zu sehen, bei MS ist es eine Gnade unter Vorbehalten.
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