HoloLens 2: Verkauf und Auslieferung sind gestartet

HoloLens 2: Verkauf und Auslieferung sind gestartet

Fast fünf Jahre ist die HoloLens jetzt schon alt. Eigentlich ist sie natürlich noch viel älter, denn die Entwicklung des weltweit ersten holografischen Computers begann ja schon viele Jahre, bevor das fertige Produkt im Januar 2015 der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Es war ein langer Weg vom ersten Prototyp bis zur Marktreife, wie uns das nachfolgende Foto zeigt.

HoloLens Prototyp

Wie seinerzeit bei der Kinect wusste Microsoft am Anfang selbst gar nicht so recht, was sie da geschaffen haben. Tatsächlich hatte man bei der Entwicklung eher Consumer-Szenarien im Kopf, die dann auch die ersten Demos prägten. Satya Nadella versprach einen „erschwinglichen Preis“ und so Mancher sah die HoloLens in Gedanken schon unterm Weihnachtsbaum liegen, am besten natürlich unter dem eigenen.

Dann wurde Microsoft regelrecht mit Anfragen aus dem Unternehmensumfeld überschüttet, und schnell wurde klar: Hier hat man offenbar eine Goldader angezapft. Statt sich die Preise im Endkundenmarkt zu ruinieren, bog man stattdessen schnurstracks auf die Business-Schiene ab und verdiente seither trotz kleiner Stückzahlen gutes Geld.

Nun ist also die HoloLens 2 da. Sie wurde im Februar auf dem Mobile World Congress vorgestellt und wird ab sofort an Geschäftskunden und Entwickler ausgeliefert. Wer 3.500 Dollar über hat, der kann sie auch als Privatmann kaufen, so genau werden die Vertriebspartner da sicher nicht hinschauen. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, eine HoloLens 2 ab 125 Dollar im Monat zu mieten.

Für Entwickler gibt es bei der zweiten Generation keine vergünstigte Kaufoption mehr, aber man kann sie für 99 Dollar monatlich mieten. Infos zu den einzelnen Paketen und zum Kauf gibt es auf der Microsoft-Homepage.

Die zweite Generation ist gegenüber der ersten in praktisch jeder Hinsicht ein riesiger Fortschritt. Meine ersten Eindrücke habe ich auf der Hannover Messe gesammelt und hier aufgeschrieben: Heads On mit der HoloLens 2: Ein riesiger Schritt in die Zukunft.

Eine Consumer-Version ist nach wie vor noch lange nicht in Sicht. Microsoft wäre auch in der Tat schlecht beraten, sich das anzutun. HoloLens-Vater Alex Kipman sagte dazu, die HoloLens 2 sei noch nicht gut genug für den Consumer-Gebrauch, und da hat er in der Tat Recht. Das nach wie vor recht beschränkte Sichtfeld reicht da als Argument schon aus. Endkunden würden daran sofort herummäkeln, für Firmenkunden und deren Szenarien reicht es aber vollkommen aus.

Die Nachfrage nach der HoloLens 2 ist riesig. Schon jetzt, so hörte ich, gibt es sehr viel mehr feste Vorbestellungen, als man von der ersten Generation insgesamt gebaut hat. Viele Kunden werden sich also auf Wartezeit einstellen müssen.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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