Honor Magicbook 14 und 15 mit Ryzen 5 4500U angeschaut

Honor Magicbook 14 und 15 mit Ryzen 5 4500U angeschaut

Das Honor MagicBook 14 habe ich im Frühsommer einem ausführlichen Test unterzogen. Mein damaliges Fazit lautete „Mehr Notebook fürs Geld geht nicht“. Das bezog sich auf die UVP von 599 Euro und gilt nach wie vor, zumal sich die Straßenpreise zwischenzeitlich in Richtung 500 Euro bewegen. Ich habe das Gerät im Freundes- und Familienkreis ein gutes Dutzend Mal weiterempfohlen und bislang durchweg positive Rückmeldungen erhalten.

Inzwischen hat Honor das MagicBook 14 und 15 mit einem CPU-Upgrade ausgestattet. Die beiden Modelle sind jetzt auch in einer Version mit AMD Ryzen 5 4500U Prozessor und 512 GB statt 256 GB SSD erhältlich.

Was das MagicBook 14 angeht, möchte ich auf meinen oben verlinkten Testbericht verweisen, denn mit Ausnahme des stärkeren Prozessors und der größeren SSD ist es exakt das gleiche Gerät. Ich werde in diesem Beitrag daher etwas näher auf das MagicBook 15 eingehen und außerdem die Frage beantworten, ob der Ryzen 4500U gegenüber dem 3500U fühlbar schneller ist.

Was bringt das Prozessor-Upgrade?

Der AMD Ryzen 5 4500U hat gegenüber dem Ryzen 5 3500U sechs statt vier Kerne und taktet mit maximal 4,0 Ghz etwas schneller (3,7 Ghz). Ich war davon ausgegangen, dass man den Unterschied in der Praxis einfach überhaupt nicht bemerkt, vor allen Dingen auch deshalb, weil mich die gefühlte Arbeitsgeschwindigkeit schon beim MagicBook 14 mit der schwächeren CPU enorm beeindruckt hat, das System „klebte“ förmlich an meinen Fingern.

In Benchmarks zeigt der 4500U gegenüber dem 3500U etwa zehn Prozent mehr Leistung, und zu meiner Überraschung fühlt sich das in der Praxis dann auch tatsächlich so an. Alles geht noch einen Tick schneller von der Hand, wirklich spürbar ist der Performanceunterschied vor allen Dingen beim Start von „schwergewichtigen“ Programmen wie Microsoft Outlook.

Das Leistungsupdate hat sich also in jedem Fall gelohnt. Ob sich der Aufpreis lohnt, ist dagegen nicht so leicht zu beantworten.

Bei Amazon kostet das MagicBook 14 in der Version mit Ryzen 3500U und 256 GB SSD aktuell 529 Euro, für die Version mit Ryzen 4500U und 512 GB SSD werden 699 Euro aufgerufen. Die Differenz von 170 Euro würde ich als in Ordnung bezeichnen, man bekommt dafür mehr Power und den doppelten Speicher. Wer diesen Speicherplatz aber nicht benötigt, dem würde ich dennoch zum kleineren Modell raten, dessen Preis- Leistungsverhältnis für mich nach wie vor sensationell gut ist. Das Geschriebene gilt im Übrigen auch für das MagicBook 15, dessen Preise sind identisch.

Das MagicBook 15

Honor MagicBook 15

Kommen wir damit zum MagicBook 15 und beginnen wie üblich mit den technischen Daten:

  • 15,6 Zoll FullHD Display, matt und entspiegelt, ohne Touch
  • AMD Ryzen 5 4500U
  • 8 GB RAM
  • 512 GB PCIe NVMe SSD
  • Radeon Vega 8 Grafik
  • 2 x Type A (3.0/2.0)
  • 1 x USB-C 3.1
  • 1x HDMI
  • 1x 3,5mm Audio
  • Fingerprint-Reader (im Einschaltknopf)
  • Akku: 3.665 mAh
  • angegebene Laufzeit: 6,5 Stunden
  • Maße:  357,8 × 229,9 × 16,9 mm
  • Gewicht 1,53 kg

Honor MagicBook 15

Auf den ersten Blick sind die Steckbriefe beider Geräte mit Ausnahme der Bildschirmdiagonalen gleich. Da verwundert es, wie Honor für das MagicBook 15 den gleichen Preis aufrufen kann wie für das kleinere MagicBook 14?

Ihr ahnt es bereits: So ganz gleich sind die Geräte dann eben doch nicht. Gespart wurde beim größeren Modell am Display. Es ist zwar größer, dafür aber in Punkto Farbwiedergabe und Kontrast sichtbar schwächer. Wenn man die beiden Geräte nebeneinander aufstellt, fällt das auf, nutzt man das MagicBook 15 für sich, fällt das aber nicht negativ auf.

Verzichten muss man beim MagicBook 15 außerdem auf eine Hintergrundbeleuchtung der Tastatur. Die Mechanik der Tastatur könnte gleich sein, das vermag ich nicht mit Sicherheit zu sagen, beim kleineren MagicBook 14 ist die Haptik der Tasten allerdings hochwertiger. Im Gegenzug bekommt man beim MagicBook 15 ein größeres Touchpad (12×7,5cm gegenüber 12×6,5 beim MagicBook 15).

Honor MagicBook 15

Für alle anderen Eindrücke verweise ich erneut auf den Test des MagicBook 14 – was dort steht, gilt im übertragenen Sinne auch für das größere Modell.

Ich persönlich hätte beim MagicBook 15 auf diese Kompromisse verzichtet und es dafür ein wenig teurer gemacht, aber Honor ist eben in erster Linie eine preisbewusste Marke. Man bekommt für sein Geld immer noch ein sehr gutes Gerät.

Honor MagicBook 15

Mit beiden Geräten macht man bei einem Kauf nichts falsch. Das ist in diesem Fall nicht nur die Sicht eines Außenstehenden, das MagicBook 14 ist mir derart ans Herz gewachsen, dass ich es nach wie vor als mein primäres Laptop nutze. Die kleineren Modelle sind echte Preis-/Leistungskiller, aber auch die größeren Modelle sind ihr Geld durchaus wert.

Disclaimer: Enthält Affiliate Links. Beide Geräte wurden mir von Honor für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Verpflichtung zur Veröffentlichung oder eine Einflussnahme auf die Berichterstattung gab es nicht.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!
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