Huawei MateBook 14: Windows-Maschine im MacBook-Design

Huawei MateBook 14: Windows-Maschine im MacBook-Design

Bereits im Juni testete Martin an dieser Stelle das Huawei MateBook 13. Er beschrieb das Gerät damals als hübsche Mittelklasse mit gutem Bild, aber schwachem Akku. Nach fast genau fünf Monaten wird es Zeit, sich den etwas größeren Bruder in Form des MateBook 14 anzusehen, welches ab 899 € im Handel erhältlich ist. Ich (David) habe es zwei Wochen lang getestet, aus zeitlichen Gründen allerdings nicht so ausführlich, wie ich das eigentlich vorhatte. Was ich aber zumindest bis hierhin sagen kann: Das MateBook 14 erinnert vom Design her, wie alle Geräte dieser Serie, doch sehr an ein MacBook.

Das hier sind die technischen Daten der von mir getesteten Version des MateBook 14:

  • 14 Zoll (35,56 cm) Display, 2160 x 1440 Pixel
  • AMD Ryzen 7 4800H Prozessor
  • 16 GB RAM
  • 512 GB SSD
  • Anschlüsse: USB 3.2 Gen 1 x 2, USB-C x 1, 3,5 mm Audio, HDMI
  • Drahtlos: WLAN: IEEE 802.11a/b/g/n/ac, 2,4 GHz und 5 GHz, 2 x 2 MIMO, WPA / WPA2 / WPA3, Bluetooth 5.0
  • Webcam: 720p HD-Kamera
  • Akku: 56 Wh, angegebene Laufzeit bis 14,7 Stunden bei 1080p Video-Wiedergabe
  • Betriebssystem: Windows 10 Home
  • Maße: 307,5 x 223,8 x 15,9 mm
  • Gewicht: 1,49kg
  • Preis (UVP): 1099€
  • Design und Verarbeitung

Design und Verarbeitung 

Wie auch schon das MateBook 13 wirkt auch das MateBook 14 sehr kompakt. Auch die Verarbeitung wirkt sehr hochwertig, erinnert wie bereits in der Einleitung geschrieben designtechnisch sehr ans MacBook. Ob es sich hierbei um eine gute oder schlechte Kopie handelt, möchte und kann ich nicht beurteilen.   

Auch bei dem MateBook 14 befindet sich die Kamera wie schon beim MateBook 13 in der Tastatur, dadurch ist die Perspektive natürlich nicht ganz optimal. Hier würde ich mir genau wie Martin wünschen, dass man darauf in zukünftigen Generationen wieder verzichtet. 

Näheres zur Kamera im weiteren Verlauf des Artikels.  

Huawei MateBook 14

Display

Das Seitenverhältnis des Bildschirms beträgt wie beim Surface Pro 3:2, es bietet somit also ordentlich Platz für Dokumente und Webseiten. Videos hingegen wirken im 16:9 sowie 4:3 Format recht ordentlich und werden mit schmalen Rändern dargestellt, was aber völlig akzeptabel ist. Noch zu erwähnen ist auch, dass alle RGB-Farbtöne zu 100 % unterstützt werden.

Das Display an sich wirkt ansonsten sehr scharf, Pixel erkennt man mit bloßem Auge keine. Darüber hinaus wirkt das Display mit seinen sehr dünnen Rändern sehr modern. Bei dem Display handelt es sich um einen Touchscreen, dieser reagierte in unserem Test auch immer recht schnell, wobei ich dann doch eher dazu tendierte, das MateBook 14 als Notebook denn als Tabletersatz zu verwenden.

Tastatur und Touchpad

Die Tasten haben eine angenehme Größe und es wird beim Tippen in keinem Fall zu eng. Ein Ziffernblock ist nicht vorhanden, fehlt aus meiner Sicht aber auch nicht wirklich, die normalen Zahlentasten reichen zumindest mir völlig aus. Das Tippgeräusch ist auch genau richtig und stört nur wenig bis gar nicht, auch der Tastendruck ist sehr angenehm. Mit der Tastatur lässt sich recht schnell tippen, sogar aus meiner Sicht ein Tick schneller und besser als beim Type Cover auf dem Surface Pro.

Auf der Tastatur lässt sich auch bei Dunkelheit dank eingebauter Beleuchtung noch optimal schreiben.

Das Touchpad gefällt mir ebenfalls sehr gut, hier ist vor allem die doch recht schöne Größe erwähnenswert, auf dem gesamten Touchpad kann man außerdem klicken.

Ebenfalls eingebaut ist ein Fingerabdrucksensor. Dieser befindet sich im Powerbutton und ist für mich der bisher beste Fingerabdrucksensor, den ich je verwendet habe. In meinem Test reagierte er jedes Mal sofort ohne große Verzögerung.

Huawei MateBook 14 Tastatur

Akkulaufzeit

Offiziell gibt Huawei eine Akkulaufzeit von 14,7 Stunden bei 1080p Videowiedergabe an. In der Praxis kommt man auf diese Zeit vielleicht nicht ganz, aber immerhin hält der Akku bei normalen Arbeiten locker über den Tag. Im Standby hält der Akku sogar locker über eine Woche aus.

Geladen wird über USB-C, das beigelegte Netzteil liefert 65 Watt. Von den beiden USB-C Ports rechts und links am Gehäuse kann nur der linke zum Aufladen verwendet werden. Steckt man den Stecker auf der rechten Seite ein, wird aber sofort ein Hinweis eingeblendet, dass man den anderen Port verwenden soll.

Der Akku lässt sich übrigens in nur 15 Minuten für drei weitere Stunden aufladen.

Kamera, Lausprecher und Mikrofon

Die Kamera löst in 720p auf und liefert dafür eine sehr gute Qualität. Nachteil ist allerdings, dass die Kamera wie schon bei vorherigen Modellen in der Tastatur eingebaut ist und dafür die Perspektive nicht optimal ist. Im Grunde schaut das Gegenüber immer nach oben in Richtung Decke. Vor allem beim Tippen wirkt es so, als wenn man mit den Händen vor der Kamera rumfuchtelt. Der einzige Vorteil ist, dass die Kamera nur dann aufgeklappt wird, wenn man sie auch wirklich benötigt. So muss man zumindest keine Datenschutzbedenken haben.

Kommen wir nun zu den Lausprechern, die Lautsprecher befinden sich an der Unterseite des Geräts und wirken etwas dumpf und es fehlt ihnen an Bass. Im Vergleich zu meinem Surface Pro 7 sind die Lautsprecher doch ein wenig enttäuschend, diese klingen deutlich besser.

Das Gerät hat 4 Digitalmikrofone, die allerdings recht leise und ebenfalls dumpf wirken.

Huawei MateBook 14 Webcam

Fazit:

Das Huawei MateBook 14 ist ein sehr edles und elegantes Notebook. Es könnte vor allem für die Leute interessant sein, die auf der Suche nach einem MacBook-ähnlichen Laptop mit Windows 10 sind. Im Vergleich zu einem MacBook sticht hier allerdings die Webcam negativ heraus. Durch die ungünstige Perspektive und das Problem, dass man vor allem seine Finger sehr groß beim Tippen abfilmt, wird dieses Notebook für anspruchsvolle Videokonferenzen nahezu unbrauchbar. Ein Vorteil gegenüber einem MacBook ist dafür der Touchscreen.

Hervorzuheben ist beim MateBook 14 außerdem der Fingerabdrucksensor, der so gut wie in fast keinem anderen Gerät funktioniert und reagiert. Die Lautsprecher sowie die Mikrofone kamen dafür weniger überzeugend rüber. Hier bieten andere Geräte deutlich bessere Qualität.

Der verbaute AMD Ryzen 7 4800H Prozessor sorgt bei allen Alltagsaufgaben für reibungsloses Arbeiten

Zusammenfassend gesagt ist das MateBook 14 ein tolles Notebook mit einem recht kompakten, eleganten Design. Schön ist vor allem auch das fast randlose Display. Abgesehen von der Position der Kamera und der nicht so berauschenden Qualität der Lautsprecher und Mikrofone ist das MateBook doch ein sehr empfehlenswertes Gerät.

Disclaimer: Das Testgerät wurde uns von Huawei leihweise überlassen, ohne Einflussnahme auf die Berichterstattung oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung.

Über den Autor
David und Oliver
Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren intensiv mit Microsoft Produkten und betreiben als Freizeitprojekt den Technikradiosender TechLiveRadio.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Kommentare

  1. Bietet das MateBook die Möglichkeit die Akkuladung bei Netzbetrieb auf einen Wert in % zu begrenzen ? Hast du mal geprüft wie hoch die Entladung des Akkus pro Tag ist wenn das Matebook heruntergefahren ist ? Lüftergeräusche ??
    "Hervorzuheben ist beim MateBook 14 außerdem der Fingerabdrucksensor, der so gut wie in fast keinem Gerät funktioniert und reagiert."
    Klingt komisch, funktioniert der Scanner oder nicht?
    Ich schätze mal, David wollte "so gut wie in keinem anderen Gerät" sagen. Ich war so frei, ihm das in den Mund zu legen :).
    Ich möchte auch mal was dazu sagen, zumal ich das Matebook D-14 nun auch schon eine Weile besitze.
    Sorry, aber das mit der Webcam geht gar nicht. Ich nehme sehr häufig in diesen Zeiten an Videokonferenzen teil. Aber garantiert nicht mit dem Huawei-Laptop. Weil diese Pespektive einfach unmöglich ist.
    Weiterhin: die Zahl der Anschlüsse ist schwach. Das reicht gerade mal für das Nötigste. Und einen SD-Karten-Slot gibt's leider nicht. Ein eingebautes LTE-Modem auch nicht. LAN-Anschluss nur über einen USB-C-Adapter (der nicht mitgeliefert wird).
    Die Tastatur ist sicher nicht übel, aber sie hat keinen Hub. Und bei Bahnfahrten macht es echt keine Freude, darauf zu tippen. Ansonsten ein hübsches Teil, aber eben: Mittelmaß.
    Würde ich mir - ganz ehrlich - nicht wieder kaufen.
    https://www.apple.com/de/macbook-pro-13/specs/
    Wer hier nachliest welche Anschlüsse das Macbook hat und das mit dem MateBook vergleicht ... (SD-Slot, Lan-Anschluß, hat auch das MacBook nicht)
    Mein MateBook hat zusätzlich noch einen HDMI-Port und zuisätzlich zum USB-C zwei USB-A Anschlüsse. Der USB-C kann außer PD zusätzlich eine Dockingstation bedienen.
    Das Mittelmaß liegt eben im Auge des Betrachters. Nur zwei Anschlüsse mehr als das MacBook ist , zugegebenermaßen, viel zuwenig. Auch wenn es um Einiges weniger kostet. Im Zug liest halt Jeder Huawei und es ist (peinlich?) kein angebissener Apfel zu sehen.
    Bei dem Arbeitstempo, welches das Mate Book vorlegt ist "Prestig der Marke" eine durchaus verzichtbare Eigenschaft. Nasenspiegelung der Webcam - geschenkt.
Nach oben