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Huawei: Weitere Konzerne kündigen Partnerschaft auf – Folgen für bestehende Android-Geräte

Huawei: Weitere Konzerne kündigen Partnerschaft auf - Folgen für bestehende Android-Geräte

Die neue Woche hatte noch gar nicht begonnen, als die Nachrichtenagentur Reuters die Meldung über die Aussetzung der Partnerschaft von Google mit Huawei verbreitete. Mittlerweile haben nicht nur Google und Huawei die Vorkommnisse in recht knappen Statements bestätigt, auch mehrere Hersteller von entsprechender Hardware kündigen ihre Zusammenarbeit mit dem chinesischen Technologieriesen vorerst auf. Dazu gehören Intel, Qualcomm, Western Digital, Micron, Xilinx und Broadcom. Auch das deutsche Unternehmen Infineon hat seine Partnerschaft mit Huawei auf Eis gelegt.

Eine große Frage ist weiterhin, wie es mit bestehenden Geräten von Huawei und Honor weitergeht, die sich bereits mit Android auf dem Markt befinden. Wie Google auf Twitter bestätigte, sollen für diese Geräte in der Regel keine Einschränkungen gelten, was den Teil betrifft, der von Google selber versorgt wird. Die Nutzer werden also weiterhin Zugriff auf den Google Play Store haben und können auch die Google-Dienste weiter nutzen. Ebenso werden weiterhin Updates für die Google Play Services und Google Play Protect ausgerollt, eine Grundversorgung im Bereich der Sicherheit ist also weiterhin gewährleistet, auch wenn man intern bei Google die weiteren Folgen noch intensiv diskutiert.

Derweil hat sich auch Huawei mittlerweile in einem knappen Statement dazu geäußert, wie es mit bestehenden Geräten weitergehen soll. Demnach sollen weiterhin Sicherheitsupdates für bestehende Smartphones und Tablets von Huawei und Honor ausgeliefert werden, auch die Services werden weiter gepflegt. Das betrifft sowohl bereits verkaufte als noch auf Lager vorrätige Geräte. Das ist möglich, da Huawei weiterhin auf die Quellen der öffentlichen AOSP-Version von Android zugreifen kann, wird aber sicherlich nur mit größeren Verzögerungen umsetzbar sein. Richtige Versionsupdates, darunter auch das schon angekündigte Update auf Android Q für die vorgesehenen Smartphones, können aber nicht mehr ausgeliefert werden, da hier bereits der Bann durch die US-Regierung greift und Google hier zum Handeln gezwungen ist.

Interessanterweise wurde das für morgen angekündigte Launch Event des Honor 20 und Honor 20 Pro (noch) nicht abgesagt und wird nach derzeitigem Stand wie geplant über die Bühne gehen. Auch von Microsoft steht eine entsprechende Reaktion noch aus. Immerhin arbeitet man mit Huawei im Bereich der Übersetzungstechnik eng zusammen und auch die MateBooks werden bekanntlich mit Windows 10 ausgeliefert.

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Über den Autor

Kevin Kozuszek

Kevin Kozuszek

Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und den Entwicklerthemen zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.

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