In Einzelteile zerlegt: Teardown-Video vom Surface Pro 7

In Einzelteile zerlegt: Teardown-Video vom Surface Pro 7

Beim Surface Pro 7 setzt Microsoft überwiegend auf Altbewährtes. Freunde des Geräts haben damit kein Problem, Kritiker bemängeln allerdings, dass im neuesten Surface Pro zu wenig Innovation steckt. Reparaturdienstleister hatten gehofft, dass sich das Surface Pro 7 leichter zerlegen und reparieren lässt, diese Hoffnung hat sich allerdings nicht erfüllt.

Während dem Surface Laptop 3 zumindest einige sehr gute Ansätze bescheinigt wurden, hat das Surface Pro 7 bei iFixit erneut die Minimalbewertung 1/10 erhalten.

Das deutsche Serviceunternehmen comsmile, mit dem Dr. Windows eine Kooperation unterhält, hat das Surface Pro 7 unter die Lupe genommen, die Wartungsfreundlichkeit beurteilt und den Zerlegeprozess in einem Video dokumentiert.

Das Innenleben des Pro 7 scheint auf den ersten Blick ebenso unverändert wie das Design. Es wurden zwar einige Spezifikationen etwas optimiert, die Teile wurden jedoch auf dieselbe Weise zusammengeklebt wie zuvor. Bereits das Display zu entfernen, um in das Innere des Surface zu gelangen, ist aufgrund des vielen Klebers sehr riskant, es droht bei einer falschen Bewegung sofort zu zersplittern.

Auch der Akku ist fest verklebt und problematisch zu entfernen. Dort, wo Schrauben zum Einsatz kommen, wurden immerhin Standard-Torx-Verbindungselemente genutzt. Die anderen Komponenten wie die CPU, der RAM oder das Speicherlaufwerk sind auf die Hauptplatine gelötet. All das macht es extrem schwierig, Teile zu ersetzten oder das Surface aufzurüsten.

Die niedrige Bewertung durch iFixit wird durch die Erkenntnisse von comsmile bestätigt:

„Es ist keine Überraschung, dass auf einschlägigen Bewertungsseiten der Reparatur-Score erneut bei nur 1/10 liegt, denn Microsoft setzt auch bei diesem Modell wieder auf Unmengen von Kleber, der viel Hitze und Lösungsmittel benötigt, um ihn zu entfernen. Die Reparatur, die bereits schon beim Surface Pro 6 Kopfzerbrechen bereitete, wurde nicht verbessert. Das Surface Pro 7 ist zwar nach wie vor ein leistungsstarkes Gerät, jedoch mit enormen Defiziten, was die Reparierbarkeit angeht.“

Was das nachfolgende Video angeht, so gilt natürlich: „Don’t try this at home“. Während der Gewährleistungsphase sollte man sowieso niemals selbst Hand anlegen. Bei selbstverschuldeten Schäden hat man die Wahl, ob man das Gerät an Microsoft einsendet oder in einer Fachwerkstatt reparieren lässt. Comsmile wirbt mit dem Vorteil, dass man sein Gerät wieder zurück bekommt und somit auch keine Daten verliert, während Microsoft die Geräte grundsätzlich immer austauscht. Außerdem – hier beginnt jetzt der Werbeteil – erhalten Leser von Dr. Windows einen Nachlass von fünf Prozent, wenn sie die Frage, wie sie auf comsmile aufmerksam wurden, mit „Dr. Windows“ beantworten.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Macht echt weh da zuzuschauen... das arme Surface...
    Interessant ist es aber auf jeden Fall, danke fürs zeigen und den Bericht!
    Hmmm, sieht doch einigermaßen machbar aus. Ich hätte erwartet, dass man aufgrund des Klebers mehr "aufreißen" muss. Das meiste sah eher gesteckt und geschraubt aus. Lass mich ma, ich kann dat! :-D
    Wir hatten im letzten Jahr erstmals einen defekten Akku in einem Pro4 und haben anschließend beschlossen, künftig auf bessere Reparierbarkeit zu achten.
    Mal schauen, wie lange der Vorsatz hält ... ?
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