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Intel schmeißt seinen CEO Brian Krzanich raus

Intel schmeißt seinen CEO Brian Krzanich raus

Der Chipriese Intel braucht einen neuen Chef: Brian Krzanich ist mit sofortiger Wirkung aus dem Unternehmen ausgeschieden, teilt das Unternehmen mit. Oder auf Deutsch: Krzanich wurde hochkant raus geworfen. Grund ist offenbar eine Affäre mit einem Angestellten.

„Intel wurde kürzlich darüber informiert, dass Herr Krzanich in der Vergangenheit eine einvernehmliche Beziehung zu einem Intel-Mitarbeiter hatte“, schreibt Intel in einer Pressemitteilung. „Eine laufende Untersuchung durch interne und externe Anwälte hat einen Verstoß gegen Intels Richtlinie bestätigt, die für alle Manager gilt.“ Den Führungskräften sind persönliche Beziehungen zu Mitarbeitern untersagt. (Hinweis: Es handelt sich hier um eine gender-neutrale Formulierung, ob es sich bei „dem Angestellten“ um einen Mann oder eine Frau handelte, ist also nicht klar – und außerdem auch egal).

Nachdem die Affäre bekannt wurde, hat Krzanich seinen sofortigen Rücktritt angeboten und das Board of Directors hat diesen angenommen, um auf diese Weise ein Zeichen zu setzen, „dass alle Mitarbeiter die Werte von Intel respektieren und sich an den Verhaltenskodex des Unternehmens halten werden“.

Nun beginnt die Suche nach einem geeigneten Nachfolger, vorerst wird Robert Swan das Unternehmen leiten. Krzanich war seit 1982 bei Intel und war seit 2013 CEO.

Wow, das ist ein Paukenschlag. Man mag kaum glauben, dass eine interne Liebschaft den CEO eines der wichtigsten Technologie-Unternehmen der Welt aus dem Sattel wirft. Gedanken wie „da muss doch mehr dahinter stecken“ oder „hat man einen Grund gesucht, um ihn loszuwerden?“ lassen sich da nur schwer verdrängen. Mal sehen, welche Informationen dazu noch ans Tageslicht kommen.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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