Intel wird zum White Label Hersteller für Notebooks - das Schenker Vision 15 macht den Anfang

Intel wird zum White Label Hersteller für Notebooks - das Schenker Vision 15 macht den Anfang

Mit dem NUC M15 hat Intel ein Laptop entwickelt, welches man interessierten Herstellern als White Label Produkt anbietet. Diese müssen also nur noch ihr eigenes Logo anbringen und können es selbst vermarkten. Mit Schenker ist bereits der erste Partner gefunden.

White Labelling ist nichts Neues und bei Geräten aller Art seit vielen Jahren etabliert, dass sich allerdings Intel auf diese Weise betätigt, kommt durchaus überraschend. Man möchte damit den eher kleineren Herstellern neue Möglichkeiten an die Hand geben, die sich anders als die Branchengrößen keine teure Entwicklungsabteilung leisten können.

Schenker Vision 15

„Schenker Vision 15“ heißt das erste Produkt, welches auf dieser Basis angeboten wird und von dem wir sicher noch den einen oder anderen Zwilling sehen werden. Während das White Label Konzept sonst eher im Budgetsegment vertreten ist, greift Intel die Premiumklasse an.

Im Unibody-Aluminiumgehäuse des NUC M15 oder Schenker Vision 15 stecken Intel Core CPUs der 11. Generation und via PCI Express 4.0 angebundene Samsung SSDs, es gibt außerdem gleich zwei Thunderbolt 4 Ports, WiFi 6 und Bluetooth 5.1, zwei USB-A-3.2-Gen2-Anschlüsse und eine 3,5mm Audiobuchse. Das 15,6 Zoll große Multitouch-Display ist mit 450 Nits zwar ordentlich hell, bietet aber nur FullHD-Auflösung, was angesichts des Startpreises von 1.499 Euro dann doch eher dürftig ist. Damit dürfte auch klar sein, dass es sich in erster Linie um ein Arbeits- und weniger um ein Spaßgerät handelt.

Schenker Vision 15

Dank eines ausgeklügelten Kühlkonzepts sollen die auf dem NUC M15 basierenden Notebooks auch unter Last sehr leise arbeiten. Wenn die Lüfter anspringen, zeichnen sie sich laut Pressemeldung durch ein „tieffrequentes und daher weniger störendes Betriebsgeräusch aus“.

Das Schenker Vision 15 kann ab dem 4. Dezember vorbestellt werden.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Intel sollte sich lieber mal Gedanken machen wie man gegen ein Apple M1 antreten will. Nach all den Benchmarks über den M1 muss Intel ja nun im Panik Mode sein.
    Intel hat AMD vor der Nase, daran wird man sich messen müssen nicht an 7% Marktanteil Apple Kosmos, die sind sowohl für AMD (Grafik) wie für Intel (CPU) verloren, damit muss man sich nicht weiter beschäftigen. Nichts was Apple gezeigt hat, ist irgendeine Gefahr für den restlichen Laptop Bereich. Sie heben hier jetzt nur denselben Graben aus, den sie im Smartphone Bereich mit eigenen Chips und eigenem abgezäunten Ökosystem bereits etabliert haben.
    @Sdfendor Irgendwie erinnert mich deine Aussage an Steve Balmer als er über das iPhone befragt wurde. Was Apple gezeigt hat ist wie performant die ARM Architektur ist. Und das ist ja erst der M1. Wie wird erst der M2 oder M3 in zwei Jahren. Schlussendlich ist die x86 Architektur die nun seit 1987 mitgeschleppt wird das eigentliche Problem. Intel wird damit untergehen.
    Ich würde Sdfendor Recht geben. Dass Apple nun sein eigenes Chip-Ding macht, muss Intel nicht weiter interessieren, da ist AMD die weitaus größere Bedrohung.
    Nur wegen des M1, und sei er noch so performant, werden nicht mehr Leute von einem Windows-Laptop auf ein MacBook wechseln. Die "iOSierung" von macOS hat da meiner Meinung nach mehr Potenzial, vor allen Dingen im Consumer-Bereich Nutzer von Windows wegzulocken. Man darf aber nie vergessen, in welchen Preisregionen sind das abspielt.
    @Gimbley: Das ist nur "erst" der M1 - defakto ist das bereits die 8. Generation von "Apple Silicon". Vielmehr stellt sich die Frage dort: wie sieht es denn aus wenn das RAM NICHT direkt an der CPU sitzt? Was ist mit PCIe (inkl. via Thunderbolt) Anbindung?
    Anscheinend wird der M1 bereits am "Anschlag" betrieben - er wird trotz aktiver Kühlung im Pro und Mini nicht höher getaktet...
    Apple hat auch keine Road-Map vorgestellt - etwas "ungewöhnlich" für einen Chip-Hersteller. Nun ja, man wird sehen.
    Was man aber jetzt schon sagen kann: Apple ist nicht gewillt die eigenen Margen zu kappen. Denn eigentlich würde den meisten auch die 1/3 bis 1/2 der Leistung reichen, wenn der Preis entsprechend niedriger wäre. Sprich: wo ist das MacPad - ein iPad mit mehr RAM und - vorausgesetzt Apple erwischt einen sozialen Tag - mit MicroSD Slot?
    Letztendlich werden andere ARM Hersteller die "Secret Sauce" von Apple auch übernehmen - was ja nur gutes für Windows on ARM Devices bedeuten wird.
    Bei einem 15-Zöller, vor allem wenn er für den professionellen Bereich konzipiert ist, erwarte ich, dass die Tastatur einen Nummernblock enthält. Wer viel mit Excel arbeitet und nur die Zahlenreihe unter den Funktionstasten zur Verfügung hat, dem vergeht schnell der Spaß an der Arbeit.
    Wer tatsächlich glaubt, dass X86 Prozessoren langfristig eine Zukunft haben werden, glaubt auch noch an BTX.
    Passend wurde ja zum Launch des M1 Chips bekannt, dass Adobe für Windows on ARM nun Photoshop anbietet.
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