Intels Waffe gegen Windows on ARM ist ein Logo

Intels Waffe gegen Windows on ARM ist ein Logo

Mit dem Project Athena will Intel einen Innovationsschub bei mobilen PCs auslösen, wie es ihn seit langer Zeit nicht mehr gegeben hat. Es ist ein bisschen vergleichbar mit der Ultrabook-Offensive, allerdings gibt es bei Athena einen entscheidenden Unterschied: Es ist keine Spezifikation, die einmalig verabschiedet wird, sondern eher eine Fortschreibung von Eigenschaften, die ein mobiler PC mitbringen sollte.

Zur Computex hatte Intel erste konkrete Mindestanforderungen genannt, die ein Project Athena PC erfüllen muss. Dazu gehört neben einer Akkulaufzeit von 16 Stunden bei der Video-Wiedergabe und echten neun Stunden unter „normalen Arbeitsbedingungen“ auch das Folgende:

  • Aufwachen aus dem Standby in maximal einer Sekunde
  • schnelles Aufladen via USB-C
  • Thunderbolt 3
  • Intel WiFi 6, optional Gigabit LTE
  • dünnes und leichtes Design
  • Minimum Core i5, 8 GB RAM und 256 GB NVMe SSD
  • biometrische Authentifizierung
  • Touch-Display mit mindestens 1080p
  • Stift-Unterstützung
  • hintergrundbeleuchtete Tastatur
  • Far Field Spracherkennung

Im oben verlinkten Beitrag schrieb ich:

Die Spezifikation hat allerdings eine Designschwäche: Im Gegensatz zur Ultrabook-Definition gibt es keine offizielle Marketing-Bezeichnung, was die Vermarktung der entsprechenden Produkte ein wenig erschwert.

Gegen diese Schwäche hat sich Intel nun etwas einfallen lassen: Ein Logo. „Engineered for Mobile Performance“ steht auf diesem geschrieben. Es wird allerdings nur in Marketing-Materalien aller Art verwendet und nicht auf Notebooks geklebt werden, wie man das ansonsten von „Intel Inside“ und anderen Logos kennt, die auf besondere Komponenten hinweisen sollen.

Das Logo bzw. der Slogan, der Fokus auf Konnektivität und schnelles Aufwachen sind untrügliche Anzeichen dafür, dass Intel die Bedrohung durch Windows on ARM erkannt hat. Darum hat diese Plattform jetzt schon gewonnen. Sie wird entweder kommerziell erfolgreich, oder sie wird wieder verschwinden, weil Intel sie überflüssig macht – was nicht passiert wäre, hätte es Windows on ARM nicht gegeben.

Microsoft kann dieser Wettlauf zwischen Intel und Qualcomm im Grunde egal sein, sie profitieren in jedem Fall. Und wir Kunden sowieso.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Hoert sich erstmal gut an - wobei das mit FullHD "grenzwertig" ist. Ein Surface Go faellt z.B. nicht drunter (1800 x 1200) und es ein bisschen mehr an Spezifikation zur Display Qualitaet waere auch nicht schlecht... .
    Wie auch immer wird es richtig spannend was Intel abliefert - die Konkurrenz ist ja nicht nur ARM sondern AMD wird den Markt auch beackern...
    Und während sich Intel mit Qualcomm im Mobile-Segment ärgert, überholt AMD Intel gerade im Desktop-Segment bzw. holt auf im Serversegment.
    Am Ende nur gut für uns Kunden!
    Und während sich Intel mit Qualcomm im Mobile-Segment ärgert, überholt AMD Intel gerade im Desktop-Segment bzw. holt auf im Serversegment.

    Muss mich gerade sehr beherrschen, um nicht laut loszulachen. ;)
    Du vergleichst intels neue AMD Bulldozer Revival 9200er Xeons aber jetzt nicht mit den neuen Epic. Ist schon eine stolze Ansage Steine raus zu hauen die fast das doppelte fressen bei wesentlich weniger Leistung zu höheren Anschaffungkosten und wo der ganze Serverraum für umgebaut werden darf damit man die zusätzlichen Racks und die nötige Kühlung überhaupt unterbringt. Naja ein positives hat es endlich wieder warme instant Nudeln im Serverraum
    Das Surface Go hat eine höhere Auflösung als FHD.
    War es bei den Ultrabooks nicht auch so, dass die eiegentlich offiziell Touch unterstützten müssten, aber sich kaum einer dran hielt?
    Seit wann. Die Schleuder hatte schon immer 1800x1200 bei 10 Zoll. Und das Briefmarken Display mit seiner Minderbemittelten Größe ist der einzige Grund warum das Teil eine höhere Pixeldichte hat als ein NovaGo und Konsorten. Bei gleicher Displydiagonale wäre es nämlich drunter. Und nein Ultrabooks waren auch allesamt zuerst ohne Touch Spezifiziert das kam erst ein paar Jahre später mit rein zusammen mit den bescheuerten 9 Stunden Laufzeit im Windows Leerlauf vorher warens wenigstens 5 Stunden im leichten Betrieb
    Nun.... 1080p bedeutet 1080 Zeilen horizontale Auflösung. Das SGO hat hier 1200 Zeilen.
    Und von der Gesamtpixelzahl (1800*1200) liegt es auch über einer 1080p Auflösung mit 1920 vertikalen Spalten.
    Nebenbei, ein "vernünftiges" Tablet definiert sich nicht durch eine möglichst große Displaydiagonale (=Gerätegröße) sondern durch einen für den individuellen Einsatzzweck passendes Design. Und das ist manchmal größer und manchmal kleiner.
    Das 3,3" Mehr an Display beim NovaGo bedeutet übrigens auch das doppelte (!) Gewicht: 1392 g (NovaGo) vs 522 g (SGO ohne Tastatur). Wie gesagt, den einen stört es nicht, den anderen schon :smokin
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