Keine fixen Releases mehr: Microsoft krempelt das Testprogramm für Windows 10 um
Dem Windows Insider Programm steht einmal mehr ein Umbau bevor. Nachdem in diesen Jahr die verschiedenen Ringe bereits durchgeschüttelt wurden und künftig nicht mehr alle dem selben Release zugeordnet sind, geht die jetzt angekündigte Änderung im Fast Ring noch einen Schritt weiter.
Der Fast Ring ist ab sofort der „aktive Entwicklungszweig“. Klingt simpel, hat aber eine gravierende Umstellung zur Folge: Der Fast Ring ist keinem festen Release mehr zugeordnet. Neue Funktionen, die im Fast Ring getestet werden, können kurz darauf in das aktive Release von Windows 10 wandern, sie können im kommenden Release integriert oder aber über einen längeren Zeitraum getestet werden und erst sehr viel später ihren Weg in eine produktive Version finden.
Außerdem heißt es im Blogpost zur Insider Build 19536, die gemeinsam mit dieser Ankündigung veröffentlicht wurde, dass die im Insider Programm getesteten Neuerungen entweder als vollwertige Upgrades oder aber als Service Updates wie zuletzt die Version 1909 ausgeliefert werden. Nachdem Microsoft zuletzt gesagt hat, das „Service Pack“ 1909 sei eine Ausnahme und nur ein Versuch gewesen, hört man zuletzt aus informierten Kreisen wieder vermehrt die Aussage, dass 20H2 / 2009 wieder ein solches „Service Pack“ werden soll (was sehr vernünftig wäre).
Das ist neu in Build 19536
Kommen wir damit zu den Neuerungen in Build 19536. Die Auslieferung optionaler Treiber via Windows Update wird damit erneut getestet. Microsoft schreibt, dass man künftig nicht mehr den Gerätemanager bemühen muss, um die neuesten Treiber zu installieren, sie werden unter Windows Update als Optionale Updates gelistet und können bei Bedarf installiert werden.
Die App „Ihr Smartphone“ zeigt bei den Insidern im Fast Ring jetzt die letzten 2.000 Fotos an. Das gilt allerdings nur für Android, und allmählich sollte man darüber nachdenken, die App in „Ihr Android Smartphone“ umzubenennen, um iPhone-Besitzer vor Frust zu schützen, weil all die beworbenen Features bei ihnen nicht zur Verfügung stehen. Dafür kann Microsoft zwar in den meisten Fällen nichts, aber das sollten sie vielleicht etwas klarer kommunizieren.
Außerdem gibt es noch eine Neuerung beim Setup: Wenn ein Gerät innerhalb der Familie genutzt wird, kann man das bei der Einrichtung auswählen. Damit soll es leichter werden, die Jugendschutzeinstellungen und Familien-Funktionen bereitzustellen. Das klingt vielversprechend, vielleicht lebt der schon tot geglaubte „Family Hub“ ja doch noch auf.
Für die Insider ist die Umstrukturierung des Fast Ring eine gute Sache, sie sind künftig immer ganz vorne dabei. Auch Microsoft befreit sich damit vom „Release Druck“ und muss sich nicht mehr rechtfertigen, wenn eine im Fast Ring getestete Funktion nicht ins nächste Release von Windows 10 integriert wird.
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- Windows 10
Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!


