Keine Pläne für The Outer Worlds 3: Teil zwei hat sich zu selten verkauft
The Outer Worlds 2 ist ähnlich gelungen wie Teil eins, aber die Verkaufszahlen könnten deutlich besser sein. Vorerst scheint Entwickler Obsidian Entertainment deshalb kein TOW3 entwickeln zu wollen. An zusätzlichen Spielinhalten für TOW2 und Grounded 2 wird 2026 emsig gearbeitet.
Obsidian verfehlt anvisierte Verkaufszahlen
Am 29. Oktober 2025 erschien The Outer Worlds 2. Obwohl die Fachpresse dem Rollenspiel mehrheitlich gute Bewertungen zugestand, räumte Studiochef Feargus Urquhart jüngst in einem Interview mit Bloomberg ein: TOW2 hat sich zu selten verkauft. Zwar seien die Verkaufszahlen kein Reinfall, aber auch nicht zufriedenstellend. Entwickler Obsidian Entertainment versucht nun herauszufinden, wie weiter vorzugehen ist. Neue Games sollen künftig binnen drei bis vier Jahren Marktreife erlangen. Ziel ist es, so Entwicklungskosten zu sparen. 2026 sind DLC-Inhalte für The Outer Worlds 2 geplant, ebenso für das Survival-Spiel Grounded 2.
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The Outer Worlds 3 auf absehbare Zeit nicht zu erwarten
Fans von Outer Worlds können sich auf neue Spielinhalte für Teil zwei gefasst machen. Doch wer ähnlich wie bei Avowed mit einem Nachfolger gerechnet hatte, wird enttäuscht sein. Wegen der schwachen Verkaufszahlen wurden Pläne für einen neuen Serienteil vorerst auf Eis gelegt. Obwohl Outer Worlds der AA-Branche zuzuordnen ist, scheint TOW2 finanziell nicht drin zu sein. Mit Grounded 2 hat Obsidian aber zumindest eine derzeit erfolgreiche Marke, die unbedingt zu hegen ist.
Hoher Preis: Teil zwei wurde vor Relase scharf kritisiert
Noch vor Veröffentlichung hatte The Outer Worlds 2 heftige Kritik auf sich gezogen. So hatte Microsoft ursprünglich beabsichtigt, TOW2 für 79,99 € zu verkaufen. Erst nach einem anhaltend negativen Echo kehrte man wieder zu einem Verkaufspreis von 69,99 € zurück. Angesichts eines Entwicklungsbudgets von schätzungsweise 80 Millionen Euro wäre ein höherer Preis durchaus gerechtfertigt gewesen. Ausgerechnet 2025 hatten sich aber einige Ausnahmetitel für einen viel niedrigeren Preis entschieden. Clair Obscur: Expedition 33 wird seit Release für 49,99 € vertrieben, und Hollow Knight: Silksong gibt sich mit 19,99 € zufrieden. Beide Titel waren bei den Game Awards 2025 vertreten. Ungeachtet der höheren Entwicklungskosten muss sich TOW2 qualitativ und preislich an der restlichen Branche messen.
Xbox Game Pass hat Verkaufszahlen sicher gemindert
Neue Xbox-Spiele wie Indiana Jones und der Große Kreis, South of Midnight oder Avowed sind zum Release im Game Pass Ultimate erhältlich. Dies ist den Verkaufszahlen abträglich. Wer Interesse an The Outer Worlds 2v hat, schließt mit höherer Wahrscheinlichkeit ein Monatsabo ab, statt das Action-Rollenspiel einzeln zu kaufen. Mit einer Spieldauer von rund 18 Stunden für die Hauptgeschichte ist TOW2 nicht zu lang, um binnen eines Monats beendet zu werden.
Microsoft kann die Kosten als Publisher auffangen und mit dem Game Pass verrechnen. Doch Obsidian Entertainment scheint sich – wie das oben verlinkte Interview beweist – mehr erhofft zu haben. Xbox wurde zuletzt häufiger kritisiert, die Verkaufszahlen seiner exklusiven Spiele mittels Game Pass ungewollt zu torpedieren. Jedoch ist für die neuesten Games eine Mitgliedschaft für 26,99 € pro Monat erforderlich. Über mangelnde Umsätze kann sich Microsoft daher nicht beklagen. Da Microsoft an diesem Geschäftsmodell festhält, scheinen die Diskussionen online ins Leere zu laufen.
Original konnte keine treue Fangemeinde um sich scharen
The Outer Worlds hatte 2019 die Aufmerksamkeit von Fallout-Fans erregt. Denn: Obsidian hatte 2010 Fallout: New Vegas hervorgebracht, das bis heute als bestes Fallout angesehen wird. Rasch mussten Fans einsehen, dass The Outer Worlds kein New Vegas war, dies gar nicht sein wollte. Während New Vegas Fans mit seiner postapokalyptischer Western-Einöde in den Bann zog, war TOW futuristischer angelegt. Des Weiteren ist das Outer-Worlds-Universum satirisch durch und durch – im Vergleich ist Fallout ernster. Auch die offene Spielwelt wurde eingestampft, gegen kleinere Areale zum Erkunden ausgetauscht.
Auf jeden Fall hat The Outer Worlds Fans für sich begeistert. Doch der anfängliche Hype verflog schnell, ernüchterte Fallout-Enthusiasten. Während Bethesda mit Fallout 5 eher schleppend vorwärtskommt, hatte man sich zu viel von TOW erhofft. Dies könnte der Marke langfristig eher geschadet als geholfen haben.
Von wegen klein: Grounded 2 voller Erfolg
Trotz einiger Fehlschläge hat Obsidian Entertainment ebenso Erfolge vorzuweisen. Grounded 2 schrumpft das Alter Ego auf die Größe einer Ameise. Jetzt gilt es, inmitten eines Hinterhofs ums Überleben zu kämpfen. Warum Grounded derartiges Interesse weckt, ist einfach zu erklären. Erstens ist das Setting unverbraucht, zweitens ist das Survival-Abenteuer im Koop spielbar, und drittens entwickelt Obsidian das Spiel stetig weiter, bügelt Fehler aus, liefert neue Inhalte.
Grounded 2 verbessert das, was den Vorgänger ausgemacht hat – und birgt Neuerungen. So lassen sich Insekten reiten, das Kampfsystem wurde verbessert. Grafisch ist die Spielwelt schöner – und furchteinflößender – denn je. Obsidian hat auch das Tutorial verfeinert, um Neulingen die Spielmechaniken nahezubringen.
Fazit: Obsidian Entertainment sitzt weiter fest im Sattel
Wenngleich sich Obsidian Entertainment höhere Verkaufszahlen gewünscht hätte, sind weder The Outer Worlds 2 noch Avowed als Desaster zu bewerten. Dennoch versucht der Studiochef, einen anderen Kurs einzuschlagen, der Entwicklungskosten stärker begrenzt. Mit Grounded 2 hat man einen Volltreffer gelandet, auf dem man aufbauen kann.
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