Kommentar: App Stores sind wichtig - wenn mit Liebe gemacht

Kommentar: App Stores sind wichtig - wenn mit Liebe gemacht

Ob nun App Stores auf den diversen Plattformen gut oder schlecht sind, wurde in der Vergangenheit breit und heiß diskutiert. Diese zentralen Marktplätze haben etliche Nachteile für die dort verfügbaren Apps. Wie hartes Sandboxing, was eigentlich einen großen Sicherheitsvorteil darstellt, oder dass bei  allen Verkäufen die Konzerne hinter den App Stores teils kräftig die Hände aufhalten.

Ich, als leidenschaftlicher Entwickler, welcher Software Engineering als spannende Mischung aus Kunst und Handwerk ansieht, möchte nun einmal meinen Blick auf diese ganze Thematik teilen. Hierbei ist das bloße Verteilen von Programmen nur ein kleiner Teil des Gesamten, was mir App Stores auf egal welcher Plattform bieten können.

Fairerweise muss man hier schon zugleich sagen, dass Microsoft da kein Vorbild ist. Durch das ewige Ping-Pong-Spiel über die Zukunft des Store wurden nach meiner Meinung essenzielle Bestandteile, die moderne App Stores ausmachen, übersehen und erst gar nicht versucht umzusetzen.

Aus diesem Grund werden für manche Teilabschnitte dieses Beitrages die verschiedenen App Stores von Apple als Beispiel genommen. Dies heißt mitnichten, dass Microsoft dies nicht auch anbieten könnte – wenn sie es denn wollten.

Meine Kernpunkte Pro App Stores

Für Entwickler: Es ist alles da, was man benötigt

Für Entwickler bieten App Stores eine einfache Möglichkeit, Programme bereitzustellen. Es wird hierbei nicht nur für den Speicherplatz auf den Servern als auch den Datenverbrauch pro Herunterladen der Software gesorgt, der Entwickler muss sich auch nicht um rechtssichere Shops und Co. kümmern. Dies ist ein sehr komplexes Thema, das für Einzel- oder Kleinunternehmen oft nicht zu stemmen ist, wenn man keine dedizierte Abteilung dafür hat und vor allem, wenn man die eigene Software nicht nur im eigenen Land anbieten möchte.

Für Entwickler: Monetarisierung von freier Software

Auch wenn dies nur ein kleiner Teil ist, so zeigen manche Programme auf, dass man gut zweigleisig in der Verteilung von Software fahren kann. Einerseits werden Programme wie zum Beispiel Paint.NET  oder (KDE) Krita kostenfrei auf der Homepage des jeweiligen Entwicklers angeboten – wo verdienterweise auch um Spenden gebeten wird – als auch als bezahlte Apps im Store. Der Preis hierbei wiederum kommt auch den Projekten zugute und sichert den Fortbestand von freier Software.

Für Benutzer: Sicherheit, genau das zu laden, was man sucht

Schon die simpelsten Suchen nach Programmen auf Bing oder Google bringen eine Vielzahl an subjektiv gefühlt unseriösen Seiten mit Download-Buttons zum Vorschein. Vor allem nicht technikaffine Menschen klicken hierbei entweder einmal zu viel oder einmal zu wenig, weil man nicht wirklich weiß, ob das nun genau das Programm ist, was man sucht, oder ob es sich eventuell doch um eine Schadsoftware handelt.

In App Stores ist der Freigabe ein Review vorgeschaltet. So kann man sicher sein, dass zum Beispiel das oben erwähnte Paint.NET im Microsoft Store auch wirklich das seit Jahren bekannte Grafikprogramm ist. Somit ermöglichen App Stores das Herunterladen und Nutzen ohne schlechtes Gefühl.

Für Benutzer: Zentraler Anlaufpunkt für Aktualisierungen

Vor allem wenn es um Security Updates geht, zählt jede schnell aktualisierte Installation. Durch die zentrale und meist automatische Ausspielung solcher Aktualisierungen kann schnell auf Geschehnisse reagiert werden. Nur wenig ist so schlimm wie für Fremde weit offene und veraltete Programme.

Für Entwickler & Benutzer: Unbekannte Softwareperlen finden

Wenn Firmen wirklich hinter ihren eigenen App Stores stehen, ermöglichen diese auch, dass Softwareperlen von Indie-Entwickler ohne großen Namen oder noch größeren Marketingbudgets gefunden und genutzt werden können.

Ein positives Beispiel sind hier die täglich erscheinenden kurativen Artikel in den Apple App Stores. Hier werden anhand eines thematischen Kontext diverse Programme vorgestellt welche innerhalb dieses Gebietes verschiedene Aufgabenbereiche gelöst werden können.

Kuratierte App-Empfehlungen in Apples App Store

Hierbei sieht man nicht nur, wie Apps in existierenden Szenarien eingesetzt werden können, sondern auch, dass es nicht immer die bekannten Softwarehersteller sein müssen. Auch werden hier nicht nur freie Applikationen demonstriert, sondern auch solche, die den Entwicklern vernünftige Einnahmen bringen können. Klar, Apple bekommt von diesen 30% ab.

Status quo Microsoft Store

Machen wir uns nichts vor. All das oben Beschriebene ist nur in bescheidenem Rahmen im Microsoft Store unter Windows 10 zu finden. Von „Mühe geben“ kann ebenso wenig die Rede sein wie von irgendeiner Art der Förderung der Entwickler Community.

Hierbei hilft auch nicht, dass der Store aus Redmond mit einer einmaligen Zahlung ab 19$ benutzt werden kann, wohin gegen beispielsweise bei Apple jährlich mindestens 99$ fällig werden.

Nichtsdestotrotz erinnere ich mich gern an die Zeiten, als Microsoft mit Windows 8 seinen ersten eigenen App Hub veröffentlicht hat. Damals mit großen Ambitionen und gewagtem Design gestartet, war es eine Art Goldgräberstimmung, welche wie wir wissen vorbei zu sein scheint.

Versteht mich nicht falsch. App Stores für den Desktop haben es auf allen Plattformen schwer, so steht Microsoft hier nicht allein mit seinen (vergeblichen) Bemühungen, sowohl Entwickler als auch Benutzer dafür zu begeistern. Nur stellen sich meiner Betrachtung nach andere Softwaregiganten gekonnter an, dies auch mit Sinn fürs Detail umzusetzen.

Windows 10X und Windows on ARM als letzte Chance

So wie es aussieht, wird für das Windows 10, wie wir es jetzt kennen, der Store immer eine immer kleiner werdende Rolle spielen. Als letzten Rettungsanker, diesem wieder mehr Popularität und gern genutzte Funktionalität zu geben, sehe ich in Windows 10X und Windows on ARM.

Wie auch Apple oder Google kann eventuell auch Microsoft hier einerseits dem Entwickler Arbeit abnehmen und eine einmal hochgeladene und kompatible App nicht nur für Windows 10 Home und Co. zur Verfügung stellen, sondern gleich auch für eine komplett andere Prozessor Architektur wie ARM neu kompilieren. Somit hätten Entwickler weniger Arbeit, Windows on ARM hat dadurch ein vorhandenes und vor allem explizit für diesen Prozessortyp optimiertes Softwareportfolio. Ob dies und wie dies bereits möglich ist, dafür fehlen mir tiefere Kenntnisse. Für etwaige Erklärungen in den Kommentaren wäre ich dankbar.

Zuletzt kann auch Windows 10X ein neuer Impulsgeber für den Store sein. Zu einem solch stark auf das Nötigste reduzierten System passt das alt erlernte Installer.exe herunterladen einfach nicht. Hier ist eine komfortable, sichere und nachvollziehbare Softwarequelle genau das richtige Medium– also ein App Store.

Über den Autor
Tobias Scholze
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Bayrischer Open Source- und Community-Enthusiast, Verfechter des neuen Microsoft und Wandler zwischen den Betriebssystemwelten. #communityrocks Von Herzen ein Nerd mit der festen Überzeugung, dass man gemeinsam und durch den Einsatz von moderner IT die Welt für jeden ein Stückchen besser machen kann.

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Kommentare

  1. Was ich bis heute nicht verstehen kann, das MS so eine Softwarequalität veröffentlicht und auch noch am laufen hält. Um es ganz unverblümt auszudrücken, der MS Store ist einfach der letzte scheiß. Selbst mit einem 0815 Android Smartphone und dem Google Store bin ich um ein vielfaches schneller bei den Apps & am herunterladen, als mit meinem High End PC und dem MS Store.
    @L_M_A_O:
    Die Antwort ist ganz einfach. Alles was den gegenwärtigen CEO nicht interessiert wird vor die Hunde gehen gelassen.
    Da vom Autor explizit angefragt 😉 hier meine Sicht der Dinge:
    Ganz interessant, welche Einblicke aus Sicht eines Entwicklers zum Thema Appstores es gibt.
    Als TechCoach & Music mit Leidenschaft jedoch meist aus Perspektive eines Consumers bis Prosumers heraus beobachtend und analysierend, habe ich folgende Impressionen:
    Vorteil Updates
    Da ich der Meinung bin, dass Webapps die große Masse der heutigen Apps ablösen sollten/werden, ist es nur logisch, dass Updates eben auch einfach im Background eingespielt werden. Das ist ja bei Webseiten auch nicht anders.
    Das bringt auch Innovation in Web Technologien.
    Ich hoffe dass PWAs immer beliebter und zum Standard werden und damit das von mir so genannte aber von Microsofts - the mobility of the user experience in a mobile first, cloud first World - inspirierte Ziel
    Konsequente, Funktionale Plattformunabhängigkeit massiv gepusht wird.
    Stores fand ich aus Perspektive meiner Kernzielgruppe immer gut einzig wegen den automatischen Updates.
    Spätestens seit sich ein für mich völlig unakzeptables Duopol etablieren möchte, kritisiere ich alles was dieses zementieren möchte.
    Für mich sollte ein store ruhig clean und strukturiert sein und in Grunde sogar völlig stupide nur das anzeigen was ich tatsächlich suche. Und es sollte viel mehr stores geben, die alle das gleiche anbieten. Auf jeder Plattform und gerade auf dem android-"System" von ganz vielen Herstellern ein und das selbe Angebot.
    Da Microsoft zwar mit Windows 10 x die eigene Design-Identität, welche ich so liebe leider komplett verrät zugunsten von Wiedererkennungswert der duopolistischen mobilen Betriebssysteme, aber damit auch in dem für mich unsagbar hässlichen Startmenü Apps und Webseiten als ein und selbe Kategorie führt, sehe ich mich in meiner Angewohnheit und Sicht sehr bestätigt: Webapps als App zu priorisieren und diese zu "installieren"
    Deshalb wollte ich auch unbedingt in meinem Portfolio meine Website incl Blog, YouTube etc als PWA anbieten können. Und es ist für mich erstrebenswert eben keinen Store dafür zu benötigen. Es ist für mich eben das nächste Level.
    Bin sehr gespannt, ob der Microsoft Store automatisch Webapps anbieten wird von ebenso kleinen Anbietern, die heute auch der Meinung sind man braucht heutzutage unbedingt eine eigene App.
    Es gibt so viel bessere Möglichkeiten in Digitalien.
    Weil ich es gerade wieder lese..
    Microsoft und vor allem Satya Nadella machen im Moment und seit Amtsantritt einiges richtig und zwar für Consumer und Prosumer.
    Das sein Mantra-artiges mobile-first, cloud-first World, the mobility of the UI und Co als Bekenntnis zu einem mobilen Windows für klassische "smart" phones interpretiert wurde, was er nie gesagt hat, dafür kann er nichts. Aber man kann ihn nur für seine technologische Weitsicht loben, dass es keine Rolle spielen darf, auf welchem Formfaktor von welchem Geräte hersteller auch immer man seine Dinge nutzen möchte. Es darf einfach keine Rolle mehr spielen ob Tablet, Website, Phone, Desktop und besonders ob man für das jeweilige Gerät Microsoft, Apple, Samsung, Xiaomi, Lenovo, HP oder was auch immer verwenden möchte. Die Services, Tools und "Apps" sollten das gleiche können. Microsoft bewegt sich konsequent darauf zu, wenn wir ehrlich sind und ist damit ein zu lobendes Vorbild, was ich in bisher unbekannten Artikeln auch thematisiert habe. Beim Obsthändler aus Cupertino wie ich ihn mangels Innovationskraft inzwischen verniedlichend nenne, strebt man ein zu kritisierendes krasses Gegenteil an, was unter dem Begriff goldener Käfig sogar bekannt ist.
    Ich freue mich auf SurfaceNeo, SurfaceDuo, Windows 10x und denke dadurch gehört PWAs die Zukunft.
    Beste Grüße aus Digitalien, euer Tobias
    Da das ja fast schon Artikel sind... @MartinGeuss
    @Tobias Scholze
    Vielen Dank für diesen sehr guten Artikel.
    Damit bestätigt sich mein Eindruck bezüglich der MS App Stores leider auch von Entwicklerseite.
    @WindowsPhoenix
    In der Tat kann man diesen Eindruck wirklich kaum noch widerlegen.
    Die Strategie vom CEO ist für mich als Consumer überhaupt nicht nachvollziehbar, aber selbst von der Businessseite betrachtet macht vieles für mich bisher nicht wirklich viel Sinn.
    Für mich ist der MS Store einfach nur da,um die Windows System Apps zu aktualisieren. Ansonsten hol ich mir keine Apps daraus.
    Hach, was waren das damals für tolle Zeiten mit Windows Phone. nokia-developer.com, dvlup.com, Unterstützung von Microsoft durch Red-Stripe-Deals und Featured-App-of-the-Day/Week. Dann noch MyFreeApp, wodurch man mal eben 5-stellige Downloads an einem Tag generieren konnte. *träum* Dann noch die vielen begeisterten Nutzer und Entwickler in den Foren mit denen man sich austauschen konnte.
    Schon krass (traurig), dass 40-50 Millionen Mobile Nutzer im Vergleich zu den aktuell 800-900 Millionen Desktop Nutzern das ~10-fache an Downloads generieren konnten.
    Immerhin gibts ja noch die "Spiele für Pros" :lol
    Letztlich ist es halt an Microsoft, die Entwickler davon zu überzeugen, ihre Software im Store anzubieten. Das Problem dabei ist bisher, dass die Entwickler dadurch halt mehr Arbeit haben, da sie ihre Programme für ältere Windows Versionen und Store-Verweigerer auch noch als normale Installer anbieten müssen.
    Mit zunehmender Verbreitung von Windows 10 wird dieses Problem vielleicht geringer, aber aktuell scheint es nicht so, dass Microsoft es schafft, den Store bis dahin wirklich zu etablieren.
    Ich würde gerne als Nutzer den Store mehr nutzen und verwende ihn auch, wo es denn möglich und sinnvoll ist. Denn er ist halt bequem, sicher und grundsätzlich sinnvoll. Dazu müssen halt die Anwendungen, die ich nutze, auch dort verfügbar sein.
    Letzteres bekommen viele Entwickler nicht hin, dummerweise Microsoft selber ja schon nicht. Wieso gibt es denn beispielsweise Microsoft Teams nicht im Store?
    Wenn eine App gut ist bezahle ich auch gerne dafür, das ist doch selbstverständlich, aber gut 80% der Apps im Microsoft Store sind, sind nur großer Mist zb. die Foobar2000 App ist ein klägliches Abbild dessen was Foobar2000 wirklich als Programm kann.
    Genauso wie die Adobe Lightroom & Adobe Photoshop Elements App mit der ist kaum wirklich etwas anzufangen, so schnell wie die installiert war hatte ich die auch wieder gelöscht und ausgeblendet.
    Und den ganzen Rest an Spielen ist allenfalls eine große Abzocke.
    IngoBingo
    Wieso gibt es denn beispielsweise Microsoft Teams nicht im Store?

    Gibt es doch! Also in Googles Play Store. :P
    Davon mal abgesehen finde ich die Aussage "All das oben Beschriebene ist nur in bescheidenem Rahmen im Microsoft Store unter Windows 10 zu finden" nicht komplett richtig. Ja, die Store App ist nicht besonders toll zum Stöbern und die Entwickler sind nicht total angefixt... die anderen Punkte die da stehen sind aber nicht zwingend unerfüllt. Und für mich ist und bleibt ein gewichtiger Punkt, dass ich das Deployment darüber problemlos machen kann und sich Microsoft um die Lizenzierung kümmert. Klar, man könnte für 2 Euro auch selber Rechnungen schreiben und Kreditkarten abrechnen, und am besten noch einen Serial-Generator in die Anwendung einbauen der dann eigene Keys prüft ob derjenige auch echt gezahlt hat. So richtig back to the 90s wo man halt nix anderes hatte.
    Ja, der Store hat nur überschaubares zahlendes Publikum, aber eine kleine unbekannte App ausserhalb des Stores verdient sich auch keine goldene Nase. Da darf man nicht immer nur auf die bekannten Platzhirsche schauen die halt bekannt sind und auch ausserhalb des Stores leicht gefunden und zahlreich heruntergeladen werden.
    "Wie auch Apple oder Google kann eventuell auch Microsoft hier einerseits dem Entwickler Arbeit abnehmen und eine einmal hochgeladene und kompatible App nicht nur für Windows 10 Home und Co. zur Verfügung stellen, sondern gleich auch für eine komplett andere Prozessor Architektur wie ARM neu kompilieren."
    Äh, seit wann macht Google das? Ist jetzt vielleicht eine technische Finesse, aber die Prozessorarchitektur ist auch bei Google nur wurscht, wenn man keinerlei native Abhängigkeiten hat. Falls doch, und das ist bei vielen Nicht-Trivial-Apps schnell der Fall, darfst Du sehr wohl alle Abhängigkeiten entweder selber für die jeweilige Architektur kompilieren oder hoffen dass sie halt schon entsprechend für jede Architektur zur Verfügung steht wenn Du sie referenzierst. Der Store kompiliert da aber meines Wissens nix, eher sind die Apps erstmal "plattformneutral". Bau eine App aber abseits vom Android Studio etwa mit Qt in C++, dann kompilierst Du brav alles lokal, weil das eben nicht mehr neutral ist.
    ARM64 ist bei UWP ebenfalls kein Problem, so lange man keine fancy Abhängigkeiten hat. Die müssen ansonsten kompatibel vorliegen und nicht irgendwelchen nativen Schweinekram machen der nicht durch den ARM64-Compiler kommt. Bei neuen Projekten ist das aber einfach nur Häkchen setzen und gut ist. Alte Projekte von vor Build 16299 um ARM64 zu erweitern kann frickeliger sein.
    Automatisch kompiliert Microsoft aber auf alle Fälle nix für diverse Prozessorarchitekturen. Das wählt man brav in Visual Studio aus und es muss auf alle Fälle lokal baubar sein. Und nur die Zielarchitekturen die man hochlädt die baut Microsoft später auch. Alles andere wäre aber eh ungetestetes Glücksspiel. Dass Microsoft nochmal nachgelagert kompiliert, liegt aber dabei auch nur daran dass sie den IL Code sauber prüfen und erst danach final selber nochmals nach .NET Native kompilieren. Bei der Desktop Bridge geht das wiederum nicht, da prüfen sie dann folgerichtig weniger (lässt sich halt schlechter reinschauen was da irgendwie vorgebaut geliefert wurde) und sie belassen es wie es ist.
    Ach na ja. Ich wäre schon zufrieden 1) wenn die Apps nach einem Update in meiner Sprachen bleiben würden und kein weiteres Update erforderlich ist. 2) nicht nach jedem Update die Signatur in der Mail-App auf "Gesendet von Mail für Windows 10" gesetzt wäre. Ich habe für einigen Konten eine "Impressumähnliche" Signatur und die ist jedesmal weg.
    Danke für den Artikel! Auch aus meiner Sicht ist der Store eventuell noch über Windows10X zu retten. Voraussetzung sind Entwickler und erkennbares Potential. Der CEO kann die Zeit nicht zurück drehen, um halbgare Konzepte der Vergangenheit abzuwenden, die das heutige Fundament stellen. Der Store wie die Oberfläche kamen über die Smartphone-Schiene auf den Desktop, sind aber nicht wieder mit ihr ausgestorben. Damit hat der erheblich ältere Desktop-Unterbau bisher jeden Nachwuchs überlebt. Hoffentlich gelingt es mit Win10X, einen passenden. modernisierten Unterbau zu schaffen.
    Win10X hat überhaupt keinen wirklich neuen Unterbau. Der Explorer/Launcher/Startmenü - wie auch immer man den Teil des UI nennen mag - ist neu.
    Win10X sperrt vor allem das meiste in Container ein. Entsprechende Einschränkungen sind damit verbunden.
    @Store
    Das Problem bei vielen Stores ist, daß damit weniger möglich ist als bei der klassischen Installation.
    Ich will ein Backup des Installers haben. Ich will alte Versionen installieren können. Ich will Programme mit vollen Rechten installieren können. Das alles bietet der Windows-Store nicht.
    Was bleibt ist eine zentrale Quelle und (hoffentlich optionale) Updates.
    Ist doch ganz einfach. Der Store von Windows ist für die Tonne.
    Wenn einer Apps auf den Desktop bekommt, wird es Apple demnächst sein. Hiervon könnte Windows X profitieren. Eventuell auch Windows X86, bezogen auf den Store.
    Am Ende wird es Apple sein, was Microsoft sein ARM zum mehr oder weniger großen Erfolg verhelfen wird.
    Wobei ich von Windows X bis Dato noch recht wenig begeistert bin. Es haut mich absolut nicht vom Hocker, es gibt mir mehr das Gefühl, dass ich funktionierendes gegen halb fertiges und halb funktionierendes tausche.
    Außerdem empfinde ich den Konsumentenbereich bei MS mehr als ausgelutscht.
    Ja auch den Xbox Bereich empfinde ich als ein Abstellgleis. Wo sind die Games, wo sind die coolen Games hin? Selbst mit der neuen X Box kommt ja absolut nichts geniales, auch nicht auf absehbare Zeit. Da hoffe ich ja für meine One X auf eine Cloud App. Das ich dann künftig über die Cloud einfach zocke im Game Pass. Neue Hardware sehe ich jetzt nicht, welche aus dem Hause MS kommt bei mir zuhause.
    Am Ende des Tages und das heißt schon was, fühle ich mich trotz Käfig bei Apple besser aufgehoben als bei MS.
    Guter Artikel. Es gibt drei Store-Probleme: der Store an sich, UWP und das beides von Microsoft ist.
    Es ist eigentlich nicht vorstellbar das auf all die Gedanken hier zum Thema Verbesserung der Store-Akzeptanz bei Kunden und Entwicklern keiner bei Microsoft gekommen ist.
    Da geht irgendwas anderes ab...
    Naja, ich sehe da kein großes Problem für den Kunden. Oder die potenziellen Kunden die es nicht geben wird.
    Der Kunde von Apple installiert über den Store, der Kunde von Android über den Store, der Kunde von Microsoft installiert die .exe. Das war so und das ist so. Vor allem weil (ich bin kein ITler) die Programme aus dem Store ALLE um Klassen schlechter sind als die bei ComputerBild.
    IKEA verkauft keine Möbel, die nicht von IKEA sind, es ist aber noch hanebüchener: MS verkauft KEINE eigene Software über den Store, die von Relevanz ist. Die machen das nicht ohne Grund.
    Der Store ist eine Verkaufsplattform für Werbetreibende, für Leute die Werbung anbieten und solche die meinen, sie würden durch Werbung reich.
    Mensch, die Urheber des Internetgeschäftes könnten beweisen, dass es gut, vielleicht sogar besser ist, genau DORT zu kaufen. Aber sie beweisen, dass es eine verdammt schlechte Idee ist.
    Ich bleibe Windows-Fan, aber MS kann mir gestohlen bleiben. Ich komm halt beruflich nicht davon weg.
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