Kommentar: Microsoft und Chromium: Alles gut!.... oder?

Kommentar: Microsoft und Chromium: Alles gut!.... oder?

In den frühen Morgenstunden sorgte ein Bericht der Kollegen von Windows Central für einiges Aufsehen. Microsoft möchte sich angeblich im kommenden Jahr von seiner Engine EdgeHTML verabschieden und künftig auch auf Chromium aufbauen, so wie es schon zahlreiche andere Browser wie Chrome, Opera oder Vivaldi machen. Erneut scheint es so, als ob man in Redmond wieder viel zu früh das eigene Handtuch in den Ring wirft und sich der übermächtigen Konkurrenz beugt. Die Frage ist: Wenn es so käme, wäre es tatsächlich eine erneute Niederlage oder doch nur eine logische Konsequenz?

Tatsache ist vor allem Eines: Microsoft braucht Chromium. Zwingend. Und das aus mehreren Gründen. Einer besteht natürlich darin, dass mit dem Electron-Framework ein ganz wesentlicher Faktor in der heutigen Welt der Anwendungsentwicklung durch die Übernahme von GitHub mittlerweile Teil der erweiterten Unternehmensfamilie ist und man in Redmond gut daran täte, sich aktiv an der Entwicklung bei Node.js und Chromium zu beteiligen. Noch wichtiger ist allerdings, dass auch eine ganze Reihe der eigenen Anwendungen von Microsoft und seinen Töchtern auf Chromium in der einen oder anderen Weise aufbaut. Dabei handelt es sich auch um keine kleinen Fische, sondern wir reden hier von Projekten wie Visual Studio Code, Skype, Microsoft Teams, Azure Data Studio, Atom oder GitHub Desktop, die jeder für sich eine größere Relevanz haben.

Mit Blick auf Edge muss man das alles etwas anders sehen. Das Problem des Browsers war eigentlich nie die Shell, die von Update zu Update eigentlich immer besser wurde und Edge im Wesentlichen zu einem recht guten Browser macht, der besser ist als sein Ruf. Das hatte ich auch in früheren Beiträgen schon geschrieben, wo ich auch erwähnte, wie mir Edge ansonsten im digitalen Alltag hilft. Problematisch war hingegen immer wieder seine Rendering-Engine. EdgeHTML war in der Zeit der Rapid Releases, wo Google und Mozilla ihre Engines immer spätestens alle zwei Monate erweitern und die Derivate anderer Entwickler in der Regel mitziehen, viel zu tief im System verankert und das Tempo in der Entwicklung entsprechend viel zu langsam. Gleichzeitig ist EdgeHTML im Grunde eine Insellösung, die nur auf Windows 10 existiert, im Gegensatz zu WebKit keine offene Basis hat und aufgrund geringer Marktanteile für Webentwickler sowie nicht besonders interessant war.

Grundsätzlich könnte es für Microsoft in Zukunft auch einfacher werden, für seinen Browser bestimmte Implementierungen vorzunehmen. Verbesserungen und Erweiterungen für die Progressive Web Apps könnten schneller kommen, die Webkompatibilität wird deutlich verbessert, der Zugriff auf wichtige Erweiterungen, von denen Microsoft speziell für Chrome auch viele entwickelt hat, deutlich vereinfacht. Im Grunde klingt das also alles recht vielversprechend. Muss man sich dann noch Gedanken machen?

Genau an dieser Stelle findet man dann die großen Fragezeichen, die Microsoft dann selbst noch eindeutig beantworten müsste. Das größte Problem: Im Gegensatz zu Gecko von Mozilla ist Chromium zumindest in freier Wildbahn nicht auf eine LTS-Variante ausgelegt. Das bedeutet automatisch, dass Microsoft die Engine künftig mehr oder minder zwingend von Windows entkoppeln müsste, um Schritt zu halten. Natürlich gibt es Browser, die auf länger unterstützten Varianten wie der QtWebEngine (z.B. Falkon, Qutebrowser) oder sogar Electron (z.B. Brave, Beaker) aufsetzen oder – wie Vivaldi – Patches öfter einfach zurückportieren. Allerdings ist eben das Rückportieren von Patches nicht immer unproblematisch und die meisten der besagten Browser haben gleichzeitig einen hoffnungslos veralteten Unterbau. Selbst Brave, der als so ziemlich Einziger eine aktuelle Chromium-Version im Zusammenspiel mit Electron einsetzte, hat mittlerweile kapituliert und ist von GitHubs Framework auf eine klassische Chromium-Shell ausgewichen.

Unterm Strich würde eine intensivere Nutzung und Unterstützung von Chromium durch Microsoft in Teilen also absolut Sinn machen. Dennoch hätte ich mir in der Browserfrage eher gewünscht, dass man sich dann in Redmond mit Mozilla zusammentun und EdgeHTML durch Gecko ersetzen würde. Einerseits ist Gecko besser auf die LTS-Anforderungen ausgelegt, andererseits braucht es in Zeiten, wo Chromium und Blink immer präsenter und mächtiger werden, weiterhin ein starkes Gegengewicht. Das kann einzig und allein Mozilla noch liefern. Ob Microsoft mit Blink unter der Haube dann langfristig auch die Anforderungen seiner Enterprise-Kunden abdecken kann, wird die Zeit zeigen müssen.

 

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. Hier kann ich mich Kevin nur anschließen. Ob MS den Unterbau wechselt oder nicht ist mir, und wohl so ziemlich jedem Nutzer, völlig Latte.
    Ich mein sind wir mal ehrlich: 95% der Nutzer wissen sowieso nicht auf welcher Engine der Browser den sie nutzen aufbaut. Ist es wirklich wichtig? Grundlegend nein. Wichtig ist das der Browser das macht was man will und funktioniert. Zumindest ist es das was den Ottonormalverbraucher interessiert.
    Das es nun ausgerechnet Chromium sein muss finde ich aber auch bedenklich es gibt der Engine noch mehr Marktmacht. Hätte hier auch besser gefunden wenn sich MS da an Mozilla wendet um ein stärkeren Gegenpart zu bilden. Für mich Persönlich wird sich nicht viel ändern da ich aktuell auf den FF setze und da weiter bei bleiben werden.
    Edge mag vielleicht besser sein wie sein Ruf aber er ist dennoch nicht brauchbar. Zumindest nicht für mich. Als Alternative hier und da zu FF war er aber ausreichend.
    Chromium Browser sind für mich nicht benutzbar da sie alle das selbe ekelhafte verhalten haben das sie Tabs soweit zusammenmatchen bei vielen offenen Tabs das sie im Grunde nicht mal mehr anwählbar sind. Die Tab Manager die es gibt sind genauso furchtbar. Schade.
    "Hätte hier auch besser gefunden wenn sich MS da an Mozilla wendet um ein stärkeren Gegenpart zu bilden."
    Oh Gott, bitte nicht, dann hätten sie gleich bei EdgeHTML bleiben können... es gibt so viele FF Nutzer, die wegen der langsamen Engine zum Chrome gewechselt sind, ich kann sie nicht mal mehr zählen.
    auch besser gefunden wenn sich MS da an Mozilla wendet

    Schon vergessen? Netscape Navigator, der später zum Firefox wurde, war der größte Feind für MS. ;)
    Hallo chakko
    Du sagst es. Feindbilder muss man haben, Meines ist eindeutig Google.
    Ich hoffe noch immer,dass dies ein verfrühter Aprilscherz ist,denn ich wüsste nicht was ich mit Windows 10 ohne Browser anfangen sollte.
    Die Cortana Websuche mit Bing basiert ja auch auf Edge. Was passiert denn damit? Abschreiben?
    Ob Microsoft dafür wohl den Internet Explorer auffrischt auf IE 12 und neuer Technologie? Open Source ist auch nicht mein Ding.Verzichte ich gern drauf.
    Wie gesagt, im Chromium/Bink ist wenig Google drin. ;) Google setzt da seine proprietären Sachen auf, und nennt das Ganze dann Chrome. Chromium ist komplett Open Source. Wird allerdings auch maßgeblich von Google entwickelt. MS wird definitiv seine eigenen Dienste anbinden wollen, insofern wird in einem potentiellen Edge mit Chromium-Unterbau auch nichts von Google drin sein. Naja, wahrscheinlich bleibt die Google-Suche integriert.
    Jedenfalls wirst du den Edge, denke ich, bedenkenlos weiterhin verwenden können. Wenn dann wirst du dann von MS abgehört, nicht von Google. ;) ;) ;) <-- 3 Smilies, damit die Ironie deutlich wird.
    Eben,weil Chromium komplett Open Source ist halte ich mich distanziert davon.Ich nutze Microsoft und möchte auch Technologien von Microsoft nutzen.Ich bin noch zu sehr dem Steve Ballmer verbunden und das ist für mich alles "HippieZeug".
    Sonnschein: "Schon vergessen? Netscape Navigator, der später zum Firefox wurde, war der größte Feind für MS."
    - War das Linux nicht auch mal? ;-)
    Na ja, Chomium als Open Source Projekt könnte ja gekapert werden. Stellt Euch vor auf einmal stellt Microsoft für Chromium genauso viele Entwickler wie Google, das könnte lustig werden.
    Dürfte aber vermutlich nie passieren. Google stellt mehr reine Softwareentwickler für Chromium bereit als beispielsweise Mozilla überhaupt Personal inkl. Marketing etc hat. Da müsste Microsoft schon neue Leute einstellen um ein "fremdes" Produkt zu entwickeln.
    Google und Microsoft wetteifern ja nicht um die beste Engine, denn die kauft der Kunde ja nicht. Der Kunde kauft Produkte, Dienste und eine Experience. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Microsofts Entscheidung bei Google weder Genugtuung noch Sorge auslöst, sondern die sich einfach drüber freuen, dass Unterstützung kommt. Die Engine ist ja für beide nur das notwendige Übel, um darauf ihre Produkte aufbauen zu können. Wenn Beide in Zukunft weniger Aufwand in den Unterbau stecken müssen und dafür mehr Zeit für das "Sichtbare" haben, ist das doch eine prima Sache - auch für die Nutzer.
    "andererseits braucht es in Zeiten, wo Chromium und Blink immer präsenter und mächtiger werden, weiterhin ein starkes Gegengewicht"
    Ja, das ist das Elend hierin. Gecko wird noch mehr Verbreitung verlieren und dann haben wir den Salat: Ein Chromium/Blink Monopol und "Standards" die davon diktiert werden. Das sollte sich niemand wünschen!
    Zumindest hier war bei Edge die Engine nie das Problem. Edge ist in den meisten Fällen schneller und näher an den HTML Standards. Wobei letzteres halt Teil des Problems ist, wenn Seiten spezifisch auf Blink optimieren.
    Das Problem in Sachen Edge war hier immer das Drumherum. Die UI allgemein, die Einstellungen, die Favoritenverwaltung, der immer wieder problematisch Sync von Favoriten und Einstellungen, die vielen fehlenden Bequemlichkeiten.
    Welche Engine da jetzt drunter steckt, merkt eigentlich nur der Webentwickler, aber eher selten der Nutzer.
    Ist das gut? Für die Industrie selber nicht. Monopol...das kann nicht gut werden. Allein wird es Mozilla nicht ewig durchhalten können.
    Ich persönlich verstehe es nicht. Websites die so sehr auf Webkit optimiert sind das sie auf anderen Engines unbenutzbar sind, sind ohnehin schlecht. Wer sich an standards hält sollte keine Probleme haben. Edge unterstützt viele Standards. Ich seh einfach nicht wieso MS das tun sollte. Im Gegensatz zu Martin sehe ich das Problem von Edge überhaupt nicht an der Rendering Engine sondern das sich die Nutzer einfach an Chrome gewöhnt haben. Wieso sollte man den Browser wechseln? Alle sind gut genug im Kern, kein Browser hat ein "must have" feature das die anderen zerstampft. Google ist im Internet nun mal quasi omnipräsent und bewirbt Chrome viel mehr als es MS könnte. Ausserdem war Edge halt ein Desaster am Anfang. Dieser Schritt wird mMn. kaum was ändern.
    Was heisst das übrigens für DRM? Edge kann ja Netflix in 4K abspielen, Chrome nicht. Gäbs dann also ein Downgrade
    @Stahlreck es gibt leider einige Nickligkeiten und Probleme bei einigen Nutzern mit Edge. Amazon läuft bescheiden unter dem Browser, YouTube noch bescheidener und bei Zahlungen mit PayPal auf Steam hapert es immer wieder.
    Gerade Amazon und YouTube sind mit einer der meistbesuchten Webseiten der Welt, und wenn es hier irgendwo hakt, dann ist Edge insgesamt unten durch. Egal, wieso, weshalb, warum das der Fall ist, das interessiert gewiss nur die wenigsten. Auch die Synchronisation der Lesezeichen und der Leseliste über mehrere Geräte hinweg funktioniert nicht zuverlässig.
    Persönlich mag ich das UI von Edge, auch die Bedienung finde ich aufgrund der Schlichtheit sehr angenehm. Dadurch, dass Edge tief in Windows 10 integriert ist, rennt er wie Schmitz Katze und ist auch recht ressourcenschonend.
    Insgesamt mag ich ihn, bin allerdings aufgrund der oben beschriebenen Probleme gerade auf meinem Windows 10 Tablet nicht mehr begeistert von ihm; die Amazon-App taugt nichts und die YouTube-Apps sind recht lahmarschig unterwegs, beziehungsweise laden mal Videos, mal nicht.
    Ich habe vorhin auf Günter Borns Blog einen Kommentar zu dem Thema gelesen, den ich recht ansprechend finde:
    Ralf Lindemann sagt:
    4. Dezember 2018 um 19:24
    Soll Microsoft halt einen neuen Browser entwickeln, bitteschön. Wenn die nichts Besseres zu tun haben. Dann verteilt sich der Marktanteil von rund 8% in Zukunft auf drei Browser statt auf zwei. Was ist damit gewonnen? – Das Problem ist, dass an Microsoft der Zug der Zeit ein wenig vorbeigefahren ist: Den Trend zu mobilen Geräten hat man vor 10 Jahren verpennt und so richtig ist es dem Unternehmen bis heute nicht gelungen, in diesem Segment Fuß zu fassen. – Das wäre meiner Ansicht nach aber dringend notwendig, wenn man einen Browser erfolgreich im Markt platzieren will. Eine wirkliche Chance hat das Projekt nur, wenn Microsoft die immobile Windows-Welt verlässt und den Browser plattformübergreifend entwickelt & anbietet, insbesondere auch für Android. Wie will man sonst die junge Generation als Trendsetter erreichen? Teenager finden Windows-Computer ungefähr so sexy wie Latein oder Integralrechnung. Die lieben ihre Android-Smartphones, und wenn man sie als Browser-Nutzer gewinnen will, muss man sie genau dort abholen. – Kurz: Entwickelt Microsoft den neuen Browser wieder nur für Windows 10, dann ist das Projekt gestorben, bevor es geboren wurde.

    Quelle:
    https://www.borncity.com/blog/2018/12/04/killt-microsoft-den-edge-und-bringt-eine-chromium-variante/#comments
    Es geht nicht darum, daß Microsoft dem Windows-Nutzer einen guten Browser zur Verfügung stellt. Es geht darum, daß Microsoft nur mit einem eigenen Browser vom Nutzer Daten erhält, die man gewinnbringend weiterverwenden kann.
    Der Internet-Explorer kann das nicht und Edge ist ein Flop - also neuer Versuch.
    Das Ding heisst "Anaheim",wie eine Stadt in California,die bekannt ist für starke Windströmungen.
    Vielleicht ist das alles nur viel Wind um nichts
    @Chakko: du solltest vielleicht mal die neuen FF Versionen versuchen. Von Langsam kann da keine Rede mehr sein. Opera, Vivaldi und Edge laufen auch nicht mehr schneller wie FF...
    @Micha45: Der Kommentar ergibt dann einen Sinn, wenn man unterstellt, es ginge Microsoft um Nutzeranteile. Ich bin mir inzwischen sehr sicher, das ist ihnen völlig egal. Welcher Browser zum Surfen verwendet wird, kann ihnen auch komplett egal sein, das schlägt sich in der Bilanz nicht nieder.
    Abgesehen davon glaube ich nach wie vor nicht an einen neuen Browser, sondern einfach nur an einen Motorentausch bei Edge. Sonst müsste man Edge ja auch auf Android und iOS wieder umbennen.
    @PeteM92: Du musst nicht mal den Quellcode der Programme kennen - ein intensiver Blick in Microsofts Geschäftszahlen, und schon erkennst du, dass deine Sorgen und Unterstellungen haltlos sind. Microsoft verdient kein Geld mit der Verwertung von Nutzerdaten, ebenso wenig wie Apple. Es gibt nur ein Unternehmen, welches wirtschaftlich davon abhängig ist.
    Ich glaube, beim Austausch der Engine geht es nur beiläufig darum, dass Edge ein besserer Browser wird. Hier geht es in Verbindung mit "Lite" um Fundamentales.
    Es sind schon ein paar mehr Unternehmen in der IT-Welt, die davon abhängig sind... Aber es ist insofern richtig, dass Apple und Microsoft dies nicht in dem Sinne nicht vermarkten.
    @Martin, Dein Argument "ein intensiver Blick in Microsofts Geschäftszahlen" überzeugt mich nicht. Da steht Microsoft vielleicht erst am Anfang. Auch die Einführung des Microsoft Store (der ist ja im Vergleich zu Windows selbst noch gar nicht so alt) zeigt mir, daß Microsoft da die Konkurrenten nachahmt.
    @PeteM92:
    MS hat schon immer nachgeäfft. Ob es bei Win3.* der fehlende Mülleimer war, den die Mitbewerber schon seit Jahren hatten, oder der Desktop, den man schon seit Jahren von Amiga kannte, oder oder oder.
    Ich behaupte Mal ganz keck, das MS nichts eigenständiges entwickelt hat. Selbst MS-DOS wurde eingekauft und ist nicht aus eigener Kraft/Kreativität entstanden...
    Was man aber MS lassen muss ist, das sie ihre Produkte, so schlecht wie sie auch gewesen sind, immer super verkauft bekommen haben.
    Das macht den Unterschied. Die einen sind die besseren Entwickler, die anderen die besseren Verkäufer. ;)
    Es gibt nur ein Unternehmen, welches wirtschaftlich davon abhängig ist.
    Ein paar mehr Unternehmen sind es schon, aber Microsoft gehört ganz sicher nicht dazu. Wenn überhaupt, ist das eher für die Kaffeekasse.
    Ich gehe auch nur von einem Motorentausch aus. Ob das insgesamt langfristig gut oder schlecht ist, mag ich nicht beurteilen. Ich hoffe jedenfalls, Edge behält seine Schlichtheit, denn die gefällt mir sehr gut. Ich nutze den Browser nur deswegen schon lange zu 99% aller Tätigkeiten im Netz, weil mir alle anderen Browser für meinen Geschmack zu überfrachtet sind.
    Da ist ja wieder alles dabei!
    Marktwirtschaftlich wird geredet, dass es nun schlecht für die Leute wird, weil Monopole an sich schlecht sind, egal wo und egal wie, überall sind Monopole schlecht, eigentlich kann man den Begriff das Schlechte oder das Böse austauschen gegen das Monopol. Statt Erfahrung wird ein Axiom daraus.
    Konkurrenz ist gut, meistens, der Wettstreit oder das Wettrennen findet hier anscheinend aber gegen die bösen Buben statt. Das alles würde ich darum nicht gleich verteufeln wollen.
    Und dann nähern wir uns den Verschwörern, ja, Microsoft, die bösen Buben, die wollen jetzt aber echt und erst recht ins Vermarkten der Kundendaten einsteigen, das sind wieder klare Zeichen, eigentlich hat Google Microsoft schon längst aufgekauft und nutzt die Firma dafür, von sich abzulenken und an mehr Daten zu kommen -- wer die Ironie bis hierhin noch nicht fand, darf sich auf sie hingewiesen fühlen.
    Natürlich wird man gegen alle Unterstellungen keine zwingenden Argumente liefern können, genau wie immer, wenn man beweisen und belegen soll, dass etwas nicht ..., denn dann hat man die Unendlichkeit der Möglichkeiten vor sich und irgendwo könnte sich irgendwas dann doch noch verstecken; so auch eine flache Erde unter unseren Füßen!
    Micha45
    Ich habe vorhin auf Günter Borns Blog einen Kommentar zu dem Thema gelesen, den ich recht ansprechend finde:
    Quelle:
    https://www.borncity.com/blog/2018/12/04/killt-microsoft-den-edge-und-bringt-eine-chromium-variante/#comments

    Ja, die Herkunft kann man erahnen.
    Warum Microsoft das tut, ist nicht bekannt, bloß eine wilde Unterstellung von einer Person mit angeblichem Durchblick also.
    Edge gibt es bereits auf Android und iOS und dort steckt auch nicht drin Edge in Form von EdgeHTML. Der Kommentar ist also wenig nützlich, beweint nur die Vergangenheit und belehrt über die Ziele, die der Kommenter selber eingeführt und unterschoben hat.
    Mein Arbeitgeber hat schon unter Windows XP auf den Internet Explorer gesetzt. Alle Programme am Arbeitsplatz benötigen ihn bisher als Benutzeroberfläche. Beim Wechsel von XP zu 7 hatte sich daran nichts geändert. Allerdings mussten die Programme aktualisierrt werden, was nicht bei allen gelang. Anfang September d.J. begann man die bis zu 10 Jahre alten Arbeitsplatzrechner gegen HP EliteDesk 800 auszutauschen. Davon betroffen sind Konzernweit bis 150.000 Arbeitsplätze. Dabei kommt Windows 10 Enterprise 1709 zum Einsatz. Auffällig ist, das der Internet Explorer als Standard eingestellt ist und er auch bei Anklicken von Edge gestartet wird. Des weiteren ist inzwischen eine Anwendung dabei, für die Google Chrome als Benutzeroberfläche voreingestellt ist. Ich könnte mir vorstellen, das Edge nach Wechsel der Rendering Engine von EdgeHTML zu Chromium künftig der Standard-Browser wird.
    anthropos
    Ja, die Herkunft kann man erahnen.
    Warum Microsoft das tut, ist nicht bekannt, bloß eine wilde Unterstellung von einer Person mit angeblichem Durchblick also.
    Edge gibt es bereits auf Android und iOS und dort steckt auch nicht drin Edge in Form von EdgeHTML. Der Kommentar ist also wenig nützlich, beweint nur die Vergangenheit und belehrt über die Ziele, die der Kommenter selber eingeführt und unterschoben hat.

    Der Verfasser hat ja nur seine eigene Meinung und Wahrnehmung zum Ausdruck gebracht. Üblicherweise kommt dann gleich wieder eine Abqualifizierung der Person, wenn man anderer Meinung ist.
    Das ist das Niveau des Meinungsaustausches heutzutage und mich kotzt das einfach nur noch an. Aber geschenkt ...
    Kernaussage des Kommentars ist aber folgende und da ist nichts falsch dran:
    Teenager finden Windows-Computer ungefähr so sexy wie Latein oder Integralrechnung. Die lieben ihre Android-Smartphones, und wenn man sie als Browser-Nutzer gewinnen will, muss man sie genau dort abholen. – Kurz: Entwickelt Microsoft den neuen Browser wieder nur für Windows 10, dann ist das Projekt gestorben, bevor es geboren wurde.

    Wie hoch ist denn der Anteil der Nutzer, die auf einem Android oder iPhone den Edge nutzen?
    1 oder 2%?
    Darum geht es! Plattformübergreifend heißt, den Leuten ein Produkt zu bieten, das sich von anderen hervorhebt.
    Und wir reden hier über Microsoft. Einem Konzern, finanziell potent und mit dem notwendigen know-how.
    Wenn die es nicht auf die Reihe kriegen, ja wer denn dann?
    Dass die mobile Sparte in den Sand gesetzt wurde, ist zwar ein großer Nachteil für Microsoft im Wettbewerb mit anderen Global-Playern. Doch dann muss man eben auf den Gebieten, auf denen man unterwegs ist, besser sein als andere.
    Ansonsten ist es irgendwann schnell vorbei mit dem Status eines Weltkonzerns, der in der Vergangenheit bahnbrechendes geleistet hat. Denn nichts ist vergänglicher als der Ruhm von gestern.
    Das wirst du auch können.
    Der verlinkte Bericht ist wie viele andere falsch. Microsoft Edge wird nicht eingestellt und auch nicht fallen gelassen, er bekommt eine neue Engine. Und aus der Sicht eines einfachen Nutzers könnte man sogar sagen: Er bekommt NUR eine neue Engine.
    Microsoft wird das als Weiterentwicklung von Edge darstellen. Und das ist ja dann nicht mal gelogen.
    Du wirst mit Edge weiter surfen können. Und Viele, die es heute noch nicht können, werden es ebenfalls bald können. Und nun beiß ich mir aber wieder auf Zunge.
    Und Viele, die es heute noch nicht können, werden es ebenfalls bald können.
    Wie, Edge wird in Küchengeräte integriert? :eek: Also wenn mein Mixer irgendwann Ätsch, Ätsch macht, dann ist es bald nicht mehr der Motor, sondern ich hab vielleicht den Browser zermixt?
    (oder wird Edge etwa in Smart-TVs integriert?)
    Interessant. Darauf wäre ich nun nicht gekommen. (Tatsache, ich habe zu abstrakt gedacht und mich gedanklich verrannt)
    Keine Ahnung, eventuell liegst Du auch richtig und es geht um Alexa und den anderen Schrott, für den ich mich zu erwachsen fühle, aber man könnte schon an ein Ende des IE´s denken. Ob dann die New-Edge-Bewegung auf iOS von Safari auf Chromium wechselt? Ginge dies?
    Momentan wäre mir dann ein Safari für Windows sympathischer...
    War nicht als Stich gemeint. Scherzkeks ist doch kein böses Wort.
    Hatte wohl vergessen, das hier dahinter zu setzen.;)
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