Kommentar: Wohin des Weges, Microsoft?

Kommentar: Wohin des Weges, Microsoft?

Dass Microsoft in den vergangenen Monaten einen massiven Qualitäts- und Vertrauensverlust bei den klassischen Endkunden verursacht hat, darüber dürfte in unserer Community weitgehende Einigkeit herrschen. Damit ist gar nicht mal so sehr die Einstellung von in der Community beliebten Produkten wie dem Groove Music Pass oder Windows 10 Mobile gemeint. Vor allem die fehlende klare Linie in der eigenen Produktpalette und die Sprunghaftigkeit bei den eigenen Entscheidungen, wie sie zuletzt bei Windows 10 S zu Tage getreten sind, sorgen für diesen Eindruck.

Auch bei den anderen Produkten zieht sich dies oft wie ein roter Faden durch die einzelnen Bereiche. Als Nachfolger von Wunderlist verharrte Microsoft To-Do in seiner Weiterentwicklung seit dem Launch durchgehend in einem eher halbkomatösen Zustand und scheint erst jetzt wieder etwas Fahrt aufzunehmen. Noch bezeichnender ist aber das Chaos im eigenen Messagingbereich, wo Microsoft nach dem x-ten Neustart von Skype, dem parallelen Weiterbetrieb von GroupMe und der plötzlich wieder neuentdeckten Liebe für die Nachrichten-App von Windows 10, wo ein großer Batzen von Fluent Design demnächst ins Haus steht, nicht so richtig weiß, was es will. Die Frage, ob Redmond weiterhin ein verlässlicher Partner ist, stellt sich für viele Nutzer also mehr denn je.

Die Braut, die sich nicht cloud

Natürlich wird die Antwort von Vielen, die diese Frage beantworten wollen, klar negativ ausfallen. Zwar ist weiß Gott nicht alles schlecht, was aus Redmond kommt, aber es fällt auch nicht schwer, eine erste Liste potenzieller Todeskandidaten aus der Hüfte zu feuern. Eines der besten Beispiele ist nicht zuletzt Microsoft Sway. Es bildet zwar, genau wie Office Lens, einen Seitenarm in der Office-Familie, ist aber im Gegensatz zu diesem nicht wirklich gut verankert. Die Tatsachen, dass die App für Windows 10 nur ein Wrapper ist und auf den anderen Plattformen bisher nur eine App für iOS zu finden ist, sind eigentlich Beweis genug dafür, wie wenig sich Microsoft eigentlich für sein (misslungenes?) Experiment interessiert. Ginge besser, aber sie wollen es anscheinend nicht.

Überhaupt beweist Microsoft mittlerweile in geradezu masochistischem Eifer wieder, dass sie mit großer Vorliebe gegen unsichtbare Wände rennen, um ihre persönliche Hitliste von Pleiten, Pech und Pannen nicht unnötig zu verkürzen. Vom ursprünglichen Hype um die Universal Windows Platform sind letztlich nur die (teilweise) qualitativ hochwertigen Desktop-Portierungen wie die Affinity Suite, Newton Mail oder auch Office 365 sowie diverse Games geblieben, das Konzept der klassischen Universal Apps hat Microsoft selber abgesägt und muss nun darauf hoffen, dass die Progressive Web Apps das einigermaßen ausgleichen. Auch andere Features von Windows 10 wie MyPeople (mit QQ und Xing haben, wie Zac Bowden es gestern twitterte, nur zwei Drittanbieter mit offiziellen Apps das Feature genutzt) und Cortana (Dead on arrival, weil der globale Markt nach Ansicht eines Weltkonzerns Europa anscheinend nicht wirklich umfasst) erwiesen sich mit zunehmender Zeit als Rohrkrepierer.

Der Blick von Außen

Rechnet man dann noch den Käse dazu, den Microsoft zuletzt bei den Lokalisierungen ihrer Produkte oder bei ihren Webanwendungen (ich erinnere an die Syncprobleme von Outlook.com) fabriziert hat, ist das Bild des schludrigen Milliardenkonzerns perfekt. Dass viele (ehemalige) Kunden aufgrund dessen einen Wechsel in ein anderes Ökosystem in Erwägung ziehen, kann man ihnen letztlich nicht verübeln. Aber ist das Gras dort wirklich grüner?

Letztlich muss man festhalten, dass es für nahezu alle Ökosysteme unruhige Monate waren, die zuletzt an ihnen vorüber gezogen sind. Apple hatte mit seinen Plattformen nicht besonders viel Glück und musste so oft wie selten zuvor nachpatchen, und bei Linux hatte ausgerechnet Ubuntu bei Version 17.10 mit einem kaputten Intel-Treiber zu kämpfen, der ein Re-Release notwendig und zuvor viele Heimrechner unbrauchbar machte. Das einzige Unternehmen, welches nicht spektakulärer als sonst durch seine Fahrwasser segelte, war am Ende Google, wo Chrome OS und Android nicht wesentlich mehr als sonst für Schlagzeilen sorgten.

Also alles schlecht?

Natürlich ist Microsoft nicht der in Bits und Bytes gegossene Schrottplatz, den der Artikel hier vielleicht andeuten mag. Es gibt auch heute trotz aller Kritikpunkte für mich weiterhin Anwendungen und Dienste von Microsoft, die ich gerne benutze und auf die ich nicht verzichten möchte. Dazu gehören Windows 10 auf dem Desktop, Office 365, diverse Entwicklerwerkzeuge oder auch der Microsoft Launcher unter Android, um nur mal einige exemplarisch zu nennen. Trotzdem überlege ich momentan auch sehr stark, welche Services von Microsoft ich abseits des ursprünglichen Kerns wirklich noch nutzen will und wo ein Wechsel angebracht ist. Microsoft ist in vielen Punkten mittlerweile einfach zu unzuverlässig geworden.

Bezeichnend für die derzeitige Situation sind eigentlich die Progressive Web Apps, die ab 1803 bzw. Redstone 4 auch bei uns Einzug halten werden. Einerseits sind sie ein Segen, weil sie industrieweite Akzeptanz genießen, unabhängig von irgendwelchen Appstores funktionieren (können) und letztlich noch am ehesten das Potenzial haben, den Microsoft Store mit entsprechend qualitativen Apps zu füllen. Vergleicht man sie aber mit dem, was Microsoft Anfang 2015 mit den Universal Apps mal vorgezeichnet und welchen Hype sie damit verursacht haben, wirken sie dann doch eher wie eine Art Abwrackprämie, um überhaupt noch irgendwas von dem ursprünglichen Gedanken über die Ziellinie zu retten.

Klar ist vor allem Eines: Auch wenn 2018 bei Microsoft intern als Übergangsjahr im Consumergeschäft gelten mag, ist es doch de facto ein entscheidendes Jahr, an dessen Erfolg oder Misserfolg sich Satya Nadella und seine Chefstrategen messen lassen müssen. Mit Restrukturierungen in Sparten wie Gaming und Mixed Reality, neuen Windows 10-Features wie Sets und dem Cloud Clipboard in der Pipeline und neuen Ideen wie Windows Core OS gibt es in der Zukunft keine Entschuldigung mehr, wenn sie hier, wie Satya Nadella es selber mal gesagt hat, in diesen Bereichen all-in gehen werden. Niemand braucht zwingend weitere Innovationen von Microsoft. Was aber dringend gebraucht wird, sind wieder mehr Zuverlässigkeit und der Wille, begonnene Arbeiten an neuen Features auch endlich mal konsequent zu Ende zu bringen.

Über den Autor
Kevin Kozuszek
  • Kevin Kozuszek auf Twitter
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. Danke Kevin für diesen Artikel!
    Ja, man merkt sehr wohl die vielen Baustellen im Konzern...
    Dennoch sind ein paar interessante Ideen in der Schublade. Und es wird Microsoft natürlich auch weiterhin geben ;-)
    Aber eine partielle Neufokussierung ist nicht schlecht. Die PWAs sind spannend, wenn auch nicht für alles - bsp. aufwendige offline-fähige Spiele - zu gebrauchen. Insofern hat UWP schon eine Zukunft, in einer spezifischen Rolle, also nicht ganz so, wie ursprünglich geplant. Aber der Markt hat so entschieden. Und mit der Xbox One hat man ein gewaltiges Zugpferd in Sachen Gaming!
    Überspitzt würde ich sagen, dass Satya Nadella am liebsten ganz auf den privaten Endkunden, einschließlich des Betriebssystem-Users, verzichten würde. Cloud mit dazu passender Server-Software ist sein Ding. Firmen und Konzerne sind sein Ziel.
    Und ich stimme Martin in seiner Einschätzung zu. MS ist ein chaotischer Laden. Mich würde es interessieren, ob es die US-Kunden genauso sehen?
    Bravo! Das musste so in aller Deutlichkeit gesagt werden. MS erzeugt Magengeschwüre und Depressionen. Leider.
    Überspitzt würde ich sagen, dass Satya Nadella am liebsten ganz auf den privaten Endkunden, einschließlich des Betriebssystem-Users, verzichten würde. Cloud mit dazu passender Server-Software ist sein Ding. Firmen und Konzerne sind sein Ziel.
    Und ich stimme Martin in seiner Einschätzung zu. MS ist ein chaotischer Laden. Mich würde es interessieren, ob es die US-Kunden genauso sehen?

    Im Endeffekt könnte man Nadella auch einsparen und durch eine KI ersetzen. Ich glaube nicht das er in der Lage ist ausserhalb von Logik zu entscheiden. Auch ein noch so hohe Manager muss in der Lage sein auch mal Bauchentscheidungen zu treffen. Erfolge entstehen nicht nur aus blanker Logik. Es wird sich bei MS dieses Jahr gar nichts ändern...
    Auf den Punkt Kevin, vielen Dank! Jetzt muß es bei Microsoft nur noch jemand lesen und, viel wichtiger, verstehen.
    Stimme ich weites gehend zu, aber man muss auch ein bisschen Fair bleiben.
    Was sollte denn Microsoft anders machen?!
    Es wurde Win8 entwickelt, mit Kachelfunktion und einem neuen App Store. - Kam nicht an.
    Dann ging man einen Schritt weiter und brachte Win10 raus, was die Vorzüge von 7&8 vereint. Schon besser.
    Aber immer noch will keiner Apps produzieren.
    Also: Universal, One Windows, etc.
    Klappt auch nicht.
    Was nun?! Progressive Web Apps....
    Mal ehrlich, all das dauert.
    Man kann nicht innerhalb einer Woche auf die Ideen kommen, sie entwickeln und auf den Markt schmeißen.
    Leider, für Firmen unberechenbar, für normale User unberechenbar, ohne seine Wolke würde er bei unserem Kramer am Eck nicht einmal an der Kasse Arbeiten
    Aus dem Hause Microsoft sind für mich aktuell das Betriebssystem Windows 10 und Office 365 Home wichtig. Die meisten der im Artikel genannten Apps interessieren mich nicht. Selbst mit Windows 10 bin ich unzufrieden. Es werden für mich jede Menge überflüssige Zusatzfunktionen installiert, die man nicht deinstallieren kann. Das gilt auch für den Microsoft Store und die installierten Apps. Ach ja, und das Microsoft ein chaotischer Laden ist, konnte man schon vor über 30 Jahren feststellen. Anfragen bei Microsoft, Deutschland, wurden oft durch Microsoft, USA, bearbeitet und selten zufriedenstellend beantwortet. Das hat sich bis heute nur insoweit geändert, das Microsoft den direkten Kontakt zum Kunden beendet hat, und mein Arbeitgeber damals ein von Microsoft zertifiziertes Systemhaus als IT Partner nehmen musste.
    Danke Kevin stimme ich dir voll zu.
    Was mich persönlich vor allem stört ist die Unzuverlässigkeit bzw der Qualitative Mangel an wichtigen Kern Produkten von MS wie z.b. Office!
    Es kann nicht sein das seit Office 2016 erschienen ist keine geteilten Kalender im Desktop Client von Outlook bearbeitet werden können. In der Mobilen App und in Windows Mail funktioniert es. MS weiß auch bescheid aber es scheint ihnen einfach egal zu sein und das kanns nicht sein. AN anderen stellen ein ähnliches Bild und das in einem so wichtigen Kern Produkt für MS ist absolut unverständlich.
    Alles schön geschrieben, aber Abseits der Communitys bekommt das meiste des Geschriebenen kein Mensch mit - was den klassischen Endkunden stört wird hier nur selten behandelt - was zumindest für mich vollkommen ok ist.
    Aussage von Bekannten deren PCs ich auf W10 gebracht habe "Store - ich will doch nichts kaufen" was dem Endkunden fehlt ist Marketing - er weiß es nur nicht!
    ich mag MS, seine Philiosophie und viele seienr Tools. Aber als Unternehmen bleibt MS eine Katastrophe. Leider gibt es für mich eigentlich keine Alternativen aktuell. chromeOS? zu wenig power. MacOS? teuer und auch am sterben.
    gerade deshalb bin ich aber auch extrem gespannt wie es weiter geht. das rennen um den desktop und auch mobiles computing steuert auf eine neue phase zu, PCs sind weiter in der Krise und müssen sich neu erfinden. das selbe gilt langsam auch für Smartphones. neue Ideen sind gefragt, 3-in-1 Geräte könnten der next step sein und deshalb ist für MS nix verloren. sie haben haufen geld und Ressourcen, sie müssen es nur endlich einmal in die richtige Idee stecken und diese dann richtig umsetzen. allein der glaube daran fehlt nach den Ereignissen der letzten Monate/jahre, einzig die Entwicklung von surface kann noch positiv stimmen. und deshalb gilt für mich auch weiterhin, gibt es irgendwann eine gute alternative werde ich MS auch hinter mir lassen :/
    Die Frage, ob Microsoft weiterhin ein verlässlicher Partner ist, stellt sich mir nicht (mehr). Bzw. kann ich sie mit einem klaren "NEIN!" beantworten.
    Passend zur hervorragenden Öffentlichkeitsarbeit von MS läuft am Montag, 22:15 h ein Beitrag in der ARD, der die Abhängigkeit Europas von amerikanischen Software Unternehmen, speziell MS, zum Thema hat.
    Das gibt wieder gute Presse.... :|
    Wie schön, dass die kritische Sicht auf die Dinge immer öfter Bestätigung findet die deutlich zum Ausdruck gebracht wird :daumen+
    docsp
    Windows 10 mobile ist NICHT "eingestellt".

    Stimmt absolut. Es ist halt nur so, dass das Insiderprogramm beendet ist, Microsoft die Leute aus den eigenen Diensten raus schmeisst, zunehmend Apps die Biege machen, keine neuen Features mehr kommen und das System noch für absehbare Zeit Sicherheitsupdates bekommt. Aber es ist alles andere als tot, richtig. Nennen wir es Zombie.
    Im Ernst: Microsoft hat selber gesagt, dass Windows 10 Mobile ad acta gelegt ist und man nur noch auf absehbare Zeit Sicherheitsupdates liefern wird. Nicht mehr, nicht weniger.
    Es ist eine Frage der Definition. Windows 10 Mobile wird weiterhin "unterstützt", aber niemand bei Microsoft macht mehr einen Finger dafür krumm, wenn es nicht zwingend notwendig ist, und in der Kommunikation mit Entwicklern wird es nicht mehr erwähnt, es soll bei Neu- und Weiterentwicklungen von Apps nicht mehr berücksichtigt werden. Das kann jeder nennen wie er mag, ich nenne das inzwischen auch ganz einfach "tot".
    Darum sollte es im Verlauf der Diskussion besser nicht mehr erwähnt werden. Windows 10 Mobile ist ein Teil der Vergangenheit, und hier geht es außerdem um ein viel größeres Bild als das bisschen Mobile, was es mal eine Zeit lang gab und von dem die Welt nicht so sehr viel mitbekommen hat.
    ..Microsoft hat selber gesagt, dass Windows 10 Mobile ad acta gelegt ist und man nur noch auf absehbare Zeit Sicherheitsupdates liefern wird. Nicht mehr, nicht weniger.

    Die Aussage war, dass der Schwerpunkt (Focus) derzeit nicht auf Windows mobile liegt. "ad acta" ist etwas anderes.
    Läuft die Windows always on Strategie insbesondere auch auf 6 Zoll Phablets dann wird Windows mobile evtl. "ad acta" gelegt.
    Das dürfte aber wie man sieht noch dauern.
    docsp
    Die Aussage war, dass der Schwerpunkt (Focus) derzeit nicht auf Windows mobile liegt. "ad acta" ist etwas anderes.
    Läuft Windows always on Strategie insbesondere auch auf 6 Zoll Phablets dann wird Windows mobile evtl. "ad acta" gelegt.
    Das dürfte aber wie man sieht noch dauern.

    Windows Mobile != Windows 10 Mobile
    Windows 10 Mobile ist de facto Vergangenheit und wird nur noch für begrenzte Zeit mit den nötigsten Sicherheitsupdates versorgt. Windows Core OS mit der Andromeda-Variante der CShell ist eine komplett andere Tasse Tee und hat mit der jetzigen Variante überhaupt nix mehr zu tun.
    Windows Mobile != Windows .. Windows Core OS mit der Andromeda-Variante der CShell ist eine komplett andere Tasse Tee und hat mit der jetzigen Variante überhaupt nix mehr zu tun.

    Hat auch niemand behauptet. Es wurde jedoch oben behauptet Windows mobile sei "eingestellt" was definitiv falsch ist.
    Vergangene Monate? Vergangene Jahre!
    Verlassen kann man sich wie immer nur auf Windows und Office - am besten ohne MS Onlinedienste. Wenn man sich Windows 10 und die Pläne für Office 2019 anschaut, könnte man allerdings auch hier Gefahren sehen.
    "Wie Windows 7 und Windows 8.1 halt, da laufen auch nur noch Sicherheitsupdates"
    Mit dem nicht unwesentlichen Unterschied: Es gibt keinen erweiterten Support (insgesamt 10 Jahre Support), obwohl das angeblich mal anders angekündigt war. Zudem gibt es kaum Programme von Drittanbietern (Browser, Mail, Office), es hängt sehr an MS' Onlinediensten.
    docsp
    Hat auch niemand behauptet. Es wurde jedoch oben behauptet Windows mobile sei "eingestellt" was definitiv falsch ist.

    Es wurde gesagt, dass die Weiterentwicklung von Windows 10 (!) Mobile eingestellt wurde. Und genau das ist nunmal Tatsache. Es gibt keine neuen Features mehr, sondern nur noch Sicherheitsupdates. Was Windows Mobile allgemein angeht, hast du recht, da geht es natürlich weiter. Nur heißt das Teil dann eben nicht Windows Mobile, sondern Windows Core OS mit Andromeda-Shell.
    Man ej, warum immer so kompliziert....
    Ich für meinen Teil habe meine Lehren aus den letzten 24 Monaten gezogen. Bei allem was nicht XBox oder Office heißt ist MS kein verlässlicher Partner wie man sich ihn wünscht oder braucht. Die Welt heute ist schnelllebiger keine Frage, aber von einem Weltkonzern in dieser Größe erwarte ich Zuverlässigkeit und Kontinuität. Beide Faktoren sind aus meiner Sicht nicht ausreichend gegeben. Auch nicht bei dem "großen" Produkt Windows. Meine Investitionen innerhalb des MS-Ökosystems werden sich daher auf absehbare Zeit lediglich auf meine Office365-Gebühren beschränken. In allen anderen Bereichen kann ich mir geschäftlich kein Risiko erlauben und habe privat keine Lust mich damit herumzuschlagen.
    Also, seit Tagen kann ich nur sporadisch Apps öffnen. (Telegram, WhatsApp, Sparkasse, Skat) Ich fühle mich hilflos, da ich nicht weiß, liegt es am Gerät (L 830), am Store, Updates oder Sonstiges. Es macht mich wütend, auch weil ich Anderen Lumias empfohlen habe.
    ha, ich denke die Führungskräfte bei MS haben sich längst mit Apple Aktien eingedeckt und tun nun alles damit diese sich prima entwickeln..., anders kann ich es mir nicht mehr erklären.
    Es wurde gesagt, dass die Weiterentwicklung von Windows 10 (!) Mobile eingestellt wurde. ....

    Das wird oben gesagt "Damit ist gar nicht mal so sehr die Einstellung von ..... Windows 10 Mobile gemeint.
    Ich für meinen Teil habe meine Lehren aus den letzten 24 Monaten gezogen. Bei allem was nicht XBox oder Office heißt ist MS kein verlässlicher Partner wie man sich ihn wünscht oder braucht. ...

    Warum? Die Hauptprodukte Windows, Windows mobile, Office usw. werden doch weiterhin unterstützt.
    Die Kopflosigkeit bei MS sieht man unter anderem daran, dass man mit dem Termin für die Entwicklerkonferenz viel zu spät kommt und diese sich jetzt sogar mit der von Google überschneidet. Ob das einen Grund hat?
    Du meinst Android Subsystem for Windows, Microsoft Android Store, Microsoft (Play) Services, und Microsoft Android Distribution kommen demnächst?
    ich denke die Führungskräfte bei MS haben sich längst mit Apple Aktien eingedeckt

    Das ist genau, also wenn man etwas weiter denkt, der Grund, warum MS wie ein läufiger Hund den Mitbewerbern hinterherhechelt. Es geht nur ums Geld. Die Aktionäre von MS sind glücklich, weil sie eine nette Dividende ausgezahlt bekommen. Die Geschäftsführung denkt anscheinend auch nur an das schnelle Geld.
    Das, was mal Bill Gates in den 80er und 90ern mit den "großzügigen bereitstellen" von MS-DOS und Windows bis 3.11 und Anwendungsprogrammen angefangen hat und dadurch die Mitbewerber ins Abseits geschubst hatte, war zwar auf den ersten Blick komisch und unverständlich, aber es war der Weg ein mittelmäßiges Produkt auf der Überholspur an den Mitbewerbern vorbei an die Spitze zuschicken.
    Zudem hat MS für wenig Geld bzw. zum Teil kostenlos, Administratoren auf MS Produkte geschult. Ebenfalls auf den ersten Blick unverständlich. Aber die Abhängigkeit, die dadurch geschaffen wurde, ist bemerkenswert.
    Was sehe ich jetzt?
    Ich sehe, das in der Industrie die MS Admins langsam aber sicher in den Vorruhestand gehen, oder sich auf Unix/Linux weiterbilden.
    Ich selbst kenne ein Mädel aus Berlin, die Informatik studiert hat und wie üblich den Schwerpunkt auf MS gelegt hatte.
    Schnell wurde ihr aber bewusst, dass der Arbeitsmarkt für MS Produkte gesättigt ist. Also hat sie sich spezialisiert auf Unix Netzwerktechnik und Server.
    Dass sie den richtigen Weg gegangen ist, zeigt ihr jeden Monat der Lohnzettel. Sie verdient mal locker das 3 bis 4fache von einem MS Admin.
    Was will ich mit dem vielen Text eigentlich sagen? MS gräbt sich sein eigenes Grab, so wie es Karl Marx in seinem Manifest mal geschrieben hatte. Es fehlt die Weitsicht.
    Da Windows7 auch nur noch ein paar Jahre einen Support bekommt, schaue ich mich ebenfalls bei Linux um. Wenn es interessiert, Linux Mint.
    Ich habe meine Zweifel, das MS wieder einen so Cleveren Kopf wie es Bill Gates war, wieder finden wird. MS wird seinen Weg in der Cloud/Server finden und sich damit dumm und dusslig verdienen. Die Betriebssparte wird wohl in die Unwichtigkeit verwiesen.
    Ich finde den Artikel sehr treffend und gut geschrieben.
    Das entscheidende Stichwort ist "Zuverlässigkeit", denn wenn es daran mangelt, ist der ganze Rest eigentlich schon egal.
    Die Frage ob das Gras woanders grüner ist, muss ich inzwischen leider (im Großen und Ganzen) bejahen.
    Nach ein paar Wochen Parallel-Nutzung zweier Ökosysteme (MS vs. Google) und zweier Betriebssysteme (Windows vs. Linux) ist nun die Entscheidung gefallen, mich Schritt für Schritt von MS und seinen Services zurückzuziehen.
    Ganz aufgeben werde ich MS nicht, denn sie haben EIN Produkt, das bisher kaum zu ersetzen ist: Office.
    Sollte es da mal haken, dann hat Redmond ein echtes Problem.
    MSFT hat das Smartphone Zeitalter einfach komplett verpasst. Alles was in den letzten Jahren passiert ist, und alles was in den nächsten Jahren passieren wird, basiert zum Großteil auf dieser Verfehlung.
    Dass der Konzern trotzdem sehr positive Zahlen schreibt, ist Nadella zu verdanken. Ich finde es absolut müßig zu diskutieren, ob wir das als Endkunde nun gut oder schlecht finden sollen. Es ist eben so. Punkt.
    Ein Technologie-Unternehmen ist kein Fußball Verein. Wenn mein Club mal schlecht spielt, bleibe ich trotzdem Fan. Aber wenn ein Unternehmen nicht mehr das liefert was ich (als Endkunde) haben will, dann wird eben etwas anderes gekauft.
    All diese Artikel, die die Enttäuschung über MSFT aktuellen Kurs äußern, basieren nur auf irgendeiner seltsamen Loyalität, und dass es aktuell ja so schwierig sei, diese Loyalität irgendwie noch aufrecht zu erhalten und mit nachvollziehbaren Argumenten zu begründen.
    Hört einfach auf in Marken zu denken, Problem gelöst.
    Was soll ich am PC mit Apps? Man hätte sie im mobilen Bereich brauchen können,
    Und ehrlich, gäbe es im Desktopbereich eine preislich akzeptable Alternative, würde ich auch da in Kürze weg gehen.
    Den Rest verstehe ich nicht und interessiert mich auch nicht
    Und ehrlich, gäbe es im Desktopbereich eine preislich akzeptable Alternative, würde ich auch da in Kürze weg gehen.

    Gibt es doch. Das Betriebssystem von Google. Also das OS, wo MS hinter hechelt. Wenn du dir die beiden OS, als Chrome OS und Win10 anschaust, sieht du wunderbar, wie MS versucht schritt zuhalten.
    Aber es ist leider auch für einen Laien ersichtlich, das MS abkupfert. Also für den Laien, der über den Tellerrand schaut. ;)
    Chrome OS ist keine Alternative. SPiele laufe nicht, viele Programme laufen nicht. Daher ist es keine Alternative.
    Als Nadella bei Microsoft übernahm, schwante mir schon nichts Gutes. Ein paar Monate später, als er die ersten Entscheidungen traf, wurde das schlechte Gefühl bestätigt. Inzwischen halte ich Nadella für den Totengräber Microsofts. Er macht einen ganz großen Fehler - er vergisst die Basis.
    @Eagle02:
    sehen aber verdammt viele völlig anders. Darum eiert ja MS rum. Schau dir dazu die aktuellen Statistiken der USA an... Da würde mir als MS auch schlecht werden.
    Google Chrome OS ist ein webbasierendes Betriebssystem. Der Nutzen ist klar definiert: Seine Arbeit abbrechen und überall an allen kompatiblen Geräten seine Arbeit fortsetzen, exakt an der Stelle, wo sie unterbrochen worden ist. Egal ob ich den Computer abrupt beende oder er es tut, man landet nach einem erneuten Versuch stets an derselben Textstelle und so weiter.
    Der Google Chrome hat das mit Einschränkung auch mal gekonnt. Ob ich einen Tab versehentlich geschlossen habe, den Browser, was auch immer, der gesamte zuletzt gecachte Textinhalt und die letzte Seitenposition sind erhalten geblieben nachdem man diesen Tab erneut ausgeführt hatte.
    Leider haben euer Gejammer und Proteste gegen Datensammlung und Spionage dazu geführt, dass der Chrome um einer nützlichen Funktion beraubt wurde, die ich gerne geschätzt habe. - Ihr Technik-Banausen mit eurer protektionistischen Überzeugung habt den Fortschritt boykottiert und das Webbrowsing ins Mittelalter zurück gehievt.
    Als Nadella bei Microsoft übernahm, schwante mir schon nichts Gutes. Ein paar Monate später, als er die ersten Entscheidungen traf, wurde das schlechte Gefühl bestätigt. Inzwischen halte ich Nadella für den Totengräber Microsofts. Er macht einen ganz großen Fehler - er vergisst die Basis.

    Dem kann ich mich nur anschließen!
    Der Fehler war, dass auf einmal Nokia zu kaufen eine Fehlentscheidung war und ein gewisser Herr das so schnell wie möglich abschreiben wollte. Der zweite Fehler war, dass allgemein Leute entlassen wurden (auch langjährige gute Microsoftler neben den Nokianern) - als ob die jemals wieder kommen würden, weil man sich ja "neu für andere Stellen bewerben" kann. Die wurden (zumindest teilweise) mit Kusshand von Amazon oder vom Valley aufgenommen. Und dann fehlten die guten Leute, so dass zum Beispiel ein Marketing Blogschreiber zum Insider Program Manager wurde (ja, der Star Trek Nerd - was keine Beleidigung sein soll, nur zum identifizieren ;).
    Und der Rest, der noch da geblieben ist, hat begründete Ängste, als nächstes rauszufliegen. Da sind bestimmt einige mit der nächsten Chance geflohen (wobei das hier keiner öffentlich zugeben wird vorerst). Und nun sieht man ja die Qualität und Quantität - verbugt und langsam in vielen Bereichen und lieber an neuen unausgereiften Features sitzen (wie zum Beispiel MyPeople mit seinen 5(!) Apps nach 10(!) Monaten, davon 60% von Microsoft selber).
    Nur die Cloud Ecke läuft natürlich. Aber da bin ich gespannt ob sich Azure noch so gut halten kann, wenn die C# Entwickler langsam umsteigen (oder kann man PWA mit C# entwickeln?) und sich damit auch vom MS-Ökosystem losreißen.
    Hört einfach auf in Marken zu denken, Problem gelöst.

    Der Endkunde wird aber immer in Marken denken und solange andere Marken ebenso denken und damit erfolgreicher umgehen, wird jene Marke, die meint, sich diesem System mit Konfusion und ohne Marketing entziehen zu können, ins Abseits geraten.
    Und: Der Fisch beginnt immer am Kopf zu stinken! Das bestätigt sich immer wieder.
    Eines Tages wird auch bei MS der Gestank größer. Nur könnte es dann zu spät sein.
    Ich meinte nun mal eine Alternative für einen Privatanwender mit entsprechenden Kenntnissen . Das fängt schon beim Einkauf des Geräts an. Am Besten wie halt bei HP,Acer, ASUS.... iV mit Windows als fertig konfiguriertes Gerät. Anschalten, wlan einrichten...... . Mal von einem Mac für € 1000 abgesehen, gibt es doch nix fertiges in diesem Funktionsumfang und Preusgefüge wie MS und die großen OEMs es anbieten(?)
    Als Nadella bei Microsoft übernahm, schwante mir schon nichts Gutes. Ein paar Monate später, als er die ersten Entscheidungen traf, wurde das schlechte Gefühl bestätigt. Inzwischen halte ich Nadella für den Totengräber Microsofts. Er macht einen ganz großen Fehler - er vergisst die Basis.

    Like!!
    Danke euch allen. In der Tat, Zuverlässigkeit. Ich hatte gestern von den Problemen mit outlook.com so die Nase voll, dass ich mehrere Familienmitglieder mit Mail, Kontakte, shared Kalender zu Google gezogen habe. Und in der Tat ist es dort grüner. Dort scheinen Profis zu arbeiten.
    Was sich der Microsoft Support geleistet hatte, geht auf keine Kuhaut. Ich wäre ja nicht gezwungen, das kostenlose outlook.com zu verwenden und sollte stattdessen das Desktop Outlook verwenden. Dafuq?!?
    1. Bin ich zahlender Kunde (Office 365, Outlook Premium)
    2. Backend Service outlook.com versus desktop Programm Outlook. Genau.
    3. Sollte ich dann mit Fiddler unverschlüsselte Debug Logs mit unverschlüsseltem Traffic senden. Es geht aber darum, dass verbundene 'nur senden' Konten (u.a. ein Google Konto) auf 'wird aktualisiert' hängen blieben.
    Microsoft degeneriert immer mehr und kann nicht mehr empfohlen werden. Ich ziehe massenweise Leute davon weg, weil es einfach unzuverlässig ist.
    Entsprechend: Leb wohl, Microsoft
    Ihr Technik-Banausen mit eurer protektionistischen Überzeugung habt den Fortschritt boykottiert und das Webbrowsing ins Mittelalter zurück gehievt.

    Ironie solltest Du besser kennzeichnen, das versteht nicht jeder.
    Mit Nadella wurde jemand an die Spitze des Unternehmens geholt, der aus der Cloud-Sparte kam. Man hat jemanden haben wollen, der aus einem schnell wachsenden Bereich kommt. Damit war die folgende Entwicklung vorgezeichnet.
    Das Hin- und Her- der Windows (Mobile)-Strategie mag zweierlei Ursachen haben.
    Zum einen vermute ich einen Microsoft internen Richtungsstreit zwischen der neuen Cloudmacht Nadella, Shareholdern auf der einen und alten Windows-Fürsprechern auf der anderen Seite. Versuchte man es zu Beginn noch mit einem Ausgleich ("Der Nutzer soll Windows lieben, One Windows" gewannen am Ende die Argumente der besseren Quartalszahlen und die von Nadella als neuer CEO mit der Folge einer starken Fokussierung auf Cloud und Business. Für Nadella waren Windows-Mobile und Nokia ungeliebte Stiefkinder, die das Erbe Ballmers mitbrachte. Als dann die Entlassungswellen rollten, hat man sich der Kritiker und sicherlich einiger Windows Enthusiasten entledigt und die Bahn war frei für die Cloud-First-Strategie und Windows NONE - Strategie.
    Zum anderen mögen Microsoft radikale Schwenks in der Ausrichtung sehr von kurzfristigem wirtschaftlichen und US-persektivischen Denken geprägt sein. Es wird quartalsweise entschieden, sich traditionell nur auf den USA-Markt bezogen - alles andere ist erst mal nebensächlich. Und der Sofortismus hält auch im Wirtschaftsdenken Einzug: "wenn etwas nicht kurzfristig erfolgreich ist, dann lassen wir es bleiben und stellen es ein". Ich bin gespannt, wie es mit Microsoft und insbesondere Windows weitergeht, noch sehe ich keine echte Alternative für den klassischen Businessbereich der mittleren Unternehmen und Großunternehmen. Unter Freiberuflern und Kleinstbüros nicht nur der Kreativbranche ist der Apple-Anteil dagegen jetzt schon sehr hoch - auch und gerade wegen der nahtlosen Mobile/Mac-Verknüpfung. Linux ist nach wie vor unter Freaks, Nerds und Datenschutz-First-Strategen verbreitet.
    Für den Endkonsumenten und Privatmensch ("Consumer") wird Microsofts Rolle abnehmen. Seien wir ehrlich, wenn man auf den einfachen Consumer und dessen Probleme für -wohlgemerkt gekaufte- Produkte verzichten kann, erspart man sich unheimlich viel Ärger und Support-Kosten. Oder man macht es wie Apple und verkauft nur hochpreisigen Luxus in geringer Auswahl, da reduziert sich der Ärger mit Kunden. Microsoft wird sich langfristig von diesen Kosten befreien und überlässt den Consumer dem Markt kostenloser OS (die natürlich auch keinen hauseigenen Support bieten).
    Langfristig betrachtet wird einem sehr simplen OS, das sich nahtlos zwischen Online-/Offline-Welten bewegt die Zukunft gehören. Und da sehe ich Google als einen möglichen Gewinner, der an Microsoft vorbeiziehen wird.
    Meine Hoffnung liegt aber in einer radikalen neuen Innovation, die heute noch keiner auf dem Schirm hat und die es den 'alten Systemen' mal so richtig zeigen wird. Träum.
    worbel65
    Ich meinte nun mal eine Alternative für einen Privatanwender mit entsprechenden Kenntnissen . Das fängt schon beim Einkauf des Geräts an. Am Besten wie halt bei HP,Acer, ASUS.... iV mit Windows als fertig konfiguriertes Gerät. Anschalten, wlan einrichten...... . Mal von einem Mac für € 1000 abgesehen, gibt es doch nix fertiges in diesem Funktionsumfang und Preusgefüge wie MS und die großen OEMs es anbieten(?)

    Eine Alternative: https://www.tuxedocomputers.com/index.php
    Es gibt auch noch mehr von ähnlichen Anbietern. Es ist ein Trug*schluss, das MS und Apple die einzigen wären, die Komplettgeräte anbieten. DELL hatte/hat ähnliche Angebote. ;)
    Und wenn ich dann höre, das man von MS abhängig ist, weil man als Endverbraucher unbedingt mit Outlook und MS-Office arbeiten muss...
    Etwas Flexibilität und wenn nötig den Support bemühen, reicht meist schon aus.
    Ich kann jetzt nur von mir reden, der unter Umständen etwas mehr Erfahrungen mit Computern gesammelt hat, als eventuell der normale Endverbraucher.
    Ich teste seit ein paar Tagen Linux Mint.
    Hey, es ist alles halb so wild. Alles was ich als Endverbraucher machen möchte, macht Linux Mint. Sogar besser und mit weniger Ressourcen.
    Ein Beispiel ist z.B. das mein alter Canon Lide20 Scanner beim anschließen automatisch erkannt wird. Das kannste bei Windows 64Bit abhaken.
    Was natürlich ärgerlich ist, das ich den eMClient nicht mehr nutzen kann. An den eMClient habe ich mich schon gewöhnt. Auch das mein Adobe Photoshop Elements 14 nicht läuft ist ärgerlich.
    Aber *trommelwirbel* Man kann unter Linux Mint Windows Programme installieren.
    Also ist dieses Thema auch abgehakt.
    Ich glaube, das MS sehr schmerzhaft bewusst ist, das sie, wie sagt das ein Berliner?! Verkackt haben.
    Das miese QA zieht sich wirklich wie ein roter Faden durch Microsoft. Selbst bei der Xbox bin ich mittlerweile genervt. Seit Monaten gibt es dort das Problem, dass externe Geräte wie Festplatte oder Kinect nicht mehr erkannt werden, wenn ein neues Update/Fix installiert wurde. Dann hilft nur noch Stecker ziehen und ein kompletter Neustart.
    Wenn die Geräte/Windows Sparte mal so richtig einbricht, weil die Leute aus diversen Gründen zu Alternativen migrieren, wird es ganz ganz düster für Microsoft aussehen. Ich find das alles nur mega tragisch, weil ein "ätsch, ich hab's gewusst" ja niemanden was bringt. Die MS Manager/Geschäftsführung leben gerade alle in einer Blase, um ja keine Verantwortung übernehmen zu müssen, damit die eigene Position gesichert bleibt. Kann man nichts machen. Da hilft vielleicht nur noch massive Kritik an der Basis, z.B. in den Communities.
    Sonnschein

    Ich teste seit ein paar Tagen Linux Mint.

    Wenn du wirklich wechseln willst, würde ich aber noch zwei, drei Monate warten. Das nächste Ubuntu, was jetzt kommt, ist wieder eines mit Langzeitunterstützung und das Linux Mint 19.0, was dann darauf basieren wird, sorgt dann für 5 Jahre Ruhe. Linux Mint 18.3 macht dagegen in rund 3 Jahren Schluss. Musste halt wissen, was dir lieber ist.
    Oder je nach Desktop (es sei denn, du benutzt Cinnamon), kannst du statt Linux Mint Mate bzw. XFCE (KDE wird nicht mehr weiter unterstützt, da war 18.3 die letzte) auch Ubuntu Mate bzw. Xubuntu nehmen. Die kommen beide Mitte April ebenfalls mit 3 Jahren Support, dafür hast du da aber auch die Treiber für ne bessere Hardwareunterstützung und neuere Software drinne. Nur so als Tipp.
    @Kevin Kozuszek:
    Ich habe Cinnamon genommen.
    Zur Zeit experimentiere ich noch rum. Ich habe Linux Mint auf einen USB-Stick und starte auch vom Stick. Ich schaue mir alles ganz in Ruhe an und werde erst dann vermutlich aktiv, wenn der Support für win7 ausgelaufen ist.
    Meine Hardware wird übrigens komplett unterstützt. Angefangen vom Netbook Samsung NC10, über den DELL XPS L502X bis hin zum LENOVO ThinkPad 10".
    Ich werde wohl erst dann dicke Backen machen, wenn ich im Terminal Handtieren muss :eek:
    Ich werde kein Gerät mehr bei Microsoft kaufen, und sei es noch so gut.
    Das Vertrauen ist verspielt.
    Ich kaufe mir selten neue Geräte und dann möchte ich mein sauer verdientes Geld in zuverlässigen Händen wissen. Seit einem Jahr erlebe ich nun, wie bei einem eigentlich guten OS und einem super Smartphone nach und nach die Lichter ausgeknipst werden, wie alle paar Wochen eine neue Meldung kommt, die nahelegt, dass es jetzt wirklich bald vorbei ist.
    Ich gehe demnächst zu Nokia/HMD und werfe dann wie alle anderen alle 2 Jahre mein Handy weg. Dann muss ich mich auch nicht mehr ärgern, wenn ich aufs falsche Pferd gesetzt hab.
    Zwei Aussagen zusammengefügt, ergeben für mich das Bild von Microsoft (2018):
    Domviller von 12:22 Uhr, am 17.2.2018:
    Überspitzt würde ich sagen, dass Satya Nadella am liebsten ganz auf den privaten Endkunden, einschließlich des Betriebssystem-Users,
    verzichten würde. Cloud mit dazu passender Server-Software ist sein Ding. Firmen und Konzerne sind sein Ziel.
    Paule21 von 17:13 Uhr, am 17.2.2018:
    Als Nadella bei Microsoft übernahm, schwante mir schon nichts Gutes. Ein paar Monate später, als er die ersten Entscheidungen traf,
    wurde das schlechte Gefühl bestätigt.
    Inzwischen halte ich Nadella für den Totengräber Microsofts. Er macht einen ganz großen Fehler - er vergisst die Basis.
    Diesen Aussagen kann ich mich anschließen.
    Sehr schöner Artikel! Ich kann mich den meisten Kommentaren hier auch anschließen und bin sehr skeptisch, wohin die Reise in einem Cloud-First Konzern mit Windows&Co gehen soll.
    Die Qualität sinkt in den verschiedenen Bereichen, so dass Windows einfach nur noch nervt. Selbst auf meinem selbstgebauten Desktop, wo der Nerv-Faktor niedrig war, kommt der Wunsch nach iMac auch immer mehr... Das restliche Ökosystem ist schon umgestellt...
    Kevin Kozuszek
    Oder je nach Desktop (es sei denn, du benutzt Cinnamon), kannst du statt Linux Mint Mate bzw. XFCE (KDE wird nicht mehr weiter unterstützt, da war 18.3 die letzte) auch Ubuntu Mate bzw. Xubuntu nehmen. Die kommen beide Mitte April ebenfalls mit 3 Jahren Support, dafür hast du da aber auch die Treiber für ne bessere Hardwareunterstützung und neuere Software drinne. Nur so als Tipp.

    Da habe ich eine kleine Verständnisfrage: Hat Ubuntu gegenüber Mint generell eine bessere Hardwareunterstützung und neuere Software, oder bezieht sich deine Aussage nur auf die Tatsache, dass Ubuntu 18.3 ein paar Monate früher auf den Markt kommt als Mint 19? Mir gefällt Mint eigentlich besser, aber wenn Ubuntu generell aktueller ist, würde ich da doch noch mal einen Blick draufwerfen.
    @HansS:
    Wenn ich da mal einhaken darf.
    UBUNTU ist die Mutter. Mint bedient sich der Pakete von UBUNTU.
    Der Hintergrund ist, das die Mint Entwickler auf Stabilität sehr viel Wert legen. UBUNTU legt mehr auf Aktualisierung wert.
    Das kann bedeuten, das UBUNTU sicherer ist, aber dafür instabiler läuft.
    Zudem hat sich Linux Mint vorgenommen, so anwendungsfreundlich wie nur möglich zu sein.
    Das habe ich auch recht schnell gemerkt. Für einen Windows User ist das arbeiten mit Linux Mint sehr einfach. Es ist vieles da, wo man es vermutet und wie gesagt, man kann sogar Windowsprogramme unter Mint installieren.
    @Sonnschein: Danke für die Klarstellung! Als (hauptsächlich) Windows 10 Nutzer gefiel mir Cinnamon auf Anhieb sehr gut. Mit Gnome 3 werde ich nicht warm, aber mal abwarten, welche Anpassungen Canonical mit 18.3 noch vornimmt. Bliebe noch Kubuntu. KDE ist ein wirklich schöner Desktop, aber man braucht einige Zeit, bis man die vielen Optionen zur Gestaltung der Oberfläche ausprobiert hat.
    HansS
    Da habe ich eine kleine Verständnisfrage: Hat Ubuntu gegenüber Mint generell eine bessere Hardwareunterstützung und neuere Software, oder bezieht sich deine Aussage nur auf die Tatsache, dass Ubuntu 18.3 ein paar Monate früher auf den Markt kommt als Mint 19? Mir gefällt Mint eigentlich besser, aber wenn Ubuntu generell aktueller ist, würde ich da doch noch mal einen Blick draufwerfen.

    Sonnschein sagt es ja schon: Ubuntu ist letztlich die Basis. Der Unterschied wäre, dass Mint 18.3 noch auf der alten LTS-Version 16.04 basiert, während die neue 18.04 Mitte April rauskommt. Im Gegenzug ist es bei Ubuntu erfahrungsgemäß so, dass neue LTS-Versionen gerade bei AMD-Grafikkarten ziemliche Zicken am Anfang sind. Die Kombination aus Intel und Nvidia funktioniert bei Ubuntu zumindest in den ersten 4-6 Monaten einer LTS-Version grundsätzlich besser.
    Man tut allerdings gut daran, sich bei Linux-Distributionen nicht auf Ubuntu und Linux Mint zu versteifen. Wenn ich nach einer Empfehlung für eine Distribution gefragt werde, habe ich immer eine relativ große Zahl von Betriebssystemen zur Hand, die ich auch persönlich mag und die ich auch anderen so ans Herz legen würde.
    - Ubuntu: Linux Mint, Ubuntu Mate, Xubuntu, Linux Lite, Peppermint OS
    - Debian: MX Linux (aktuell MX 17.0)
    - Arch: Manjaro, Antergos, ArchMerge
    - Unabhängig: Solus
    Ich sags gleich vorneweg: Wenn ich Linux benutze, nutze ich in aller Regel Arch Linux, weil das für mich einfach am Besten funktioniert und das auch am Ehesten wirklich mein Ding ist. Das ist aber wirklich nicht jedermans Sache und schon gar nicht für Beginner, auch wenn die Distribution Manjaro heißt. Das heißt es dann wirklich Wiki pauken. Ansonsten ist auch Solus meine Lieblingsdistribution neben Ubuntu Mate.
    Wenn du einen guten, funktionierenden Desktop willst, der a) nicht so altbacken ist und b) dir trotzdem aus dem Weg geht und dich nicht stört, würde ich die Auswahl wirklich auf Mate, Budgie oder Cinnamon eingrenzen. Die sind in der Regel schön schlank (Cinnamon etwas weniger), funktionieren aber sehr gut. Mate ist selber auch mein Lieblingsdesktop unter Linux.
    Was MS die letzten Jahre vorzüglich beherrsch ist groß Versprechen und dann nicht wirklich liefern. Das hat sie schon viele "Fan-Boys" gekostet und das rächt sich so langsam. Wenn sie nicht langsam glaubhaft darstellen, dass ihnen der Consumer nicht ganz so egal ist, wie man derzeit leider das Gefühl hat, dann ist das Terrain rettungslos verloren und Google, Apple & Amazon reiben sich die Hände ob solchem Dilletantismus.
    @Kevin: Vielen Dank für die Tipps! Mate und Budgie werde ich mir auf jeden Fall näher ansehen.
    Ich unterstelle Microsoft, dass sie unter der Ägide Nadellas kein Interesse am Endkunden mehr haben. Das Cloudgeschäft ist im Focus. Das erinnert mich an die Deutsche Bank in den Neunzigern. Die wollten auch keine Endkunden mehr und haben ihre Bestandskunden in der Deutschen Bank 24 versenkt. Immobilien und Aktiengeschäfte sollte den Laden so richtig durchstarten lassen. Seitdem ist die Bank bei mir unten durch. Der Punkt, wo sich beide Unternehmen aus meiner Sicht verrechnen ist der, dass alle Endkunden auch Geschäftskunden sind und diese Behandlung früher oder später "goutieren" werden. Ein weiterer Aspekt ist, dass die jungen Menschen ihre Technologien später auch in den Unternehmen selbstverständlich weiter nutzen werden wollen. Also Android und Co. Und das wird Microsoft auf lange Sicht überflüssig machen. Bleibt MS nur zu wünschen, dass Clouddienste nicht irgendwann durch etwas anderes ersetzt werden.
    @Martin
    Warum soll man sich heute noch ein Windows Device kaufen? Ich hab da keine echte Antwort mehr darauf.
    also wenn du mich fragst hat MS eine Art Schnupfen oder einen internen Virus mit dem sie sich selbst zerlegen.
    Satya scheint wohl voll auf die Cloud zu gehen.
    Der Bereich wächst ja auch. Alles andere ist halbherzig.
    Der Kritik Punkt für mich ist Windows. Die können Windows so sehr als Plattform entwickeln wie sie wollen, wenn es keinen interessiert, interessiert es einfach keinen mehr und Windows interessiert nun mal immer weniger.
    Die Plattform die gewinnt ist schmerzlich gesagt Google Android und Chrome. (zum kotzen)
    Das was sie in Cloud Bereich gewinnen verlieren sie im Consumer und auch Windows Bereich.
    Die Frage für mich ist: Warum ist das so?
    Die arbeiten so stark gegen sich selbst, dass man schon meinen könnte die haben nen Maulwurf in den eigenen Reihen.
    Bringen die Produkte nicht zu Ende. Siehe Cortana. Alle Innovationen verpuffen. Siehe UWP.
    Was man echt bräuchte wäre eine echte Developer Innovation. Evtl eine neue Sprache oder Methode um einfacher zu entwickeln. Etwas was den Consumer (egal welcher Bereich) nach vorne bringt. Vielleicht eine neue App Art.....keine Ahnung....vielleicht die KI Programme schreiben lassen....oder so.
    Außer der XBOX wird nichts wirklich für den Endkunden (Anwender/Entwickler) entwickelt.
    @Martin
    Du solltest dich dr.Android nennen. Oder Dr. IT oder Dr. Digital.
    Scheiß auf Redmond, die scheißen auch auf dich.........is doch so
    Sonnschein
    @Eagle02:
    sehen aber verdammt viele völlig anders. Darum eiert ja MS rum. Schau dir dazu die aktuellen Statistiken der USA an... Da würde mir als MS auch schlecht werden.

    Keine Ahnung, was für Statistiken du fantasierst.
    ChromeOS hat ca. 3% Marktanteil in den USA, weltweit unter 1%. Und der Hauptteil davon ist im extremen Low-Cost/Bildungs-Bereich, wo die Margen minimal sind.
    Die eigentliche Bedrohung ist wohl eher macOS, das hat in den USA nämlich beachtliche 20% Marktanteil, Tendenz steigend.
    obzervatoer
    Der Endkunde wird aber immer in Marken denken und solange andere Marken ebenso denken und damit erfolgreicher umgehen, wird jene Marke, die meint, sich diesem System mit Konfusion und ohne Marketing entziehen zu können, ins Abseits geraten.
    Und: Der Fisch beginnt immer am Kopf zu stinken! Das bestätigt sich immer wieder.
    Eines Tages wird auch bei MS der Gestank größer. Nur könnte es dann zu spät sein.

    Fair enough.
    Meine nächste Frage ist dann aber, wann ist das Image der Marke Microsoft endlich weit genug gesunken, damit sich manche hier endlich abwenden und sich den "besseren" Marken widmen?
    Ich finde das so typisch deutsch, es wird sich beschwert aber Konsequenzen ziehen die wenigsten. Wenn euch der aktuelle Kurs von MS so gegen den Strich geht, dann lasst euer Geld sprechen. Geht gesammelt zur Konkurrenz. Wenn MS sich um euch/uns als Kunden schert, dann würde wohl bald ein Kurswechsel kommen. Und wenn nicht, umso besser, dass man dieses sinkende Schiff schon längst verlassen hat! In dem Fall sollte der Captain zuletzt von Board gehen. Wir sind aber Passagiere.
    Sonnschein sagt es ja schon: Ubuntu ist letztlich die Basis. Der Unterschied wäre, dass Mint 18.3 noch auf der alten LTS-Version 16.04 basiert, während die neue 18.04 Mitte April rauskommt. Im Gegenzug ist es bei Ubuntu erfahrungsgemäß so, dass neue LTS-Versionen gerade bei AMD-Grafikkarten ziemliche Zicken am Anfang sind. Die Kombination aus Intel und Nvidia funktioniert bei Ubuntu zumindest in den ersten 4-6 Monaten einer LTS-Version grundsätzlich besser.
    Man tut allerdings gut daran, sich bei Linux-Distributionen nicht auf Ubuntu und Linux Mint zu versteifen. Wenn ich nach einer Empfehlung für eine Distribution gefragt werde, habe ich immer eine relativ große Zahl von Betriebssystemen zur Hand, die ich auch persönlich mag und die ich auch anderen so ans Herz legen würde.
    - Ubuntu: Linux Mint, Ubuntu Mate, Xubuntu, Linux Lite, Peppermint OS
    - Debian: MX Linux (aktuell MX 17.0)
    - Arch: Manjaro, Antergos, ArchMerge
    - Unabhängig: Solus
    Ich sags gleich vorneweg: Wenn ich Linux benutze, nutze ich in aller Regel Arch Linux, weil das für mich einfach am Besten funktioniert und das auch am Ehesten wirklich mein Ding ist. Das ist aber wirklich nicht jedermans Sache und schon gar nicht für Beginner, auch wenn die Distribution Manjaro heißt. Das heißt es dann wirklich Wiki pauken. Ansonsten ist auch Solus meine Lieblingsdistribution neben Ubuntu Mate.
    Wenn du einen guten, funktionierenden Desktop willst, der a) nicht so altbacken ist und b) dir trotzdem aus dem Weg geht und dich nicht stört, würde ich die Auswahl wirklich auf Mate, Budgie oder Cinnamon eingrenzen. Die sind in der Regel schön schlank (Cinnamon etwas weniger), funktionieren aber sehr gut. Mate ist selber auch mein Lieblingsdesktop unter Linux.

    @Kevin
    Kennst du lxle.net? Das hatte ich mal für ein non PAE-System installiert und war sehr begeistert, weil es selbst auf Uralt-PCs extrem schnell läuft und trotzdem alles hat, was Ottonormalverbraucher braucht und darüberhinaus richtig schick aussieht.
    sbfy
    @Kevin
    Kennst du lxle.net? Das hatte ich mal für ein non PAE-System installiert und war sehr begeistert, weil es selbst auf Uralt-PCs extrem schnell läuft und trotzdem alles hat, was Ottonormalverbraucher braucht und darüberhinaus richtig schick aussieht.

    Klar kenne ich LXLE, aber zum einen bin ich kein großer Fan vom LXDE-Desktop und zum anderen hing die Distribution für ne gefühlte Ewigkeit auf ner Betaversion fest und kam nicht mehr vorwärts. Das war auch mit der Grund, wieso ich mich irgendwann davon abgewendet habe.
    Würde ich heute eine Linux-Distribution als Daily Driver aussuchen, würde es definitiv Solus werden. Der einzige Grund, warum Arch in der VM deutlich die Nase vorne hat, ist vor allem, dass die Guest Addition für VirtualBox darin aus dem Stand funktionieren, während das unter Solus ne ziemliche Bastelei ist, die richtig zu verbauen. Momentan besteht aber insofern Hoffnung, weil die Guest Additions jetzt direkt im kommenden 4.16er-Kernel landen und damit etwaige Bastelei obsolet wird. Sobald Ikey und Kollegen den 4.16er in Solus aufgenommen haben, gibts da einen neuen Versuch, so viel steht fest.
    Was Ubuntu angeht, versuche ich mich davon auch zu lösen, wenn ich ehrlich bin. Klar, ich mag Ubuntu Mate, aber ich bin auch überzeugter AMD-Nutzer und da ist Ubuntu nunmal von Zeit zu Zeit ne fette Zicke. Deswegen habe ich letztens viel mit Fedora rumgespielt und werde mir demnächst dann auch nochmal OpenSuse ansehen, wenn Leap 15.0 draußen ist. Sofern das gut/besser funktioniert, gibts hier mindestens ne Suse-VM und beim WSL tausche ich dann auch Ubuntu gegen Suse aus.
    Fair enough.
    Meine nächste Frage ist dann aber, wann ist das Image der Marke Microsoft endlich weit genug gesunken, damit sich manche hier endlich abwenden und sich den "besseren" Marken widmen?
    Ich finde das so typisch deutsch, es wird sich beschwert aber Konsequenzen ziehen die wenigsten. Wenn euch der aktuelle Kurs von MS so gegen den Strich geht, dann lasst euer Geld sprechen. Geht gesammelt zur Konkurrenz. Wenn MS sich um euch/uns als Kunden schert, dann würde wohl bald ein Kurswechsel kommen. Und wenn nicht, umso besser, dass man dieses sinkende Schiff schon längst verlassen hat! In dem Fall sollte der Captain zuletzt von Board gehen. Wir sind aber Passagiere.

    Wie jemand anderes schon sagte: Der Consumer ist eben auch Business-Kunde.
    Nicht nur als Betreiber eines Geschäfts, sondern auch privat, muss ich wirtschaftlich denken. Nun habe ich meine stationäre soweit auch die mobile IT (2014-2017) ganz auf MS ausgerichtet. Jetzt einfach die Marke und damit das Ökosystem wechseln wäre weder wirtschaftlich sinnvoll, noch technisch machbar. Allein weil einige branchenspezifische Hardware und auch Software in keinem anderen Ökosystem betreibbar ist.
    Zwei Systeme parallel bedeuten immer ein praktisches Übergangshemmnis nebst potenzieller Inkompatibilitäten sowie Mehraufwand bezüglich Wartung und Schulung.
    Noch ist es leider so, dass MS die größten Potenziale und die maximale Freiheit bezüglich Hardwareauswahl bietet.
    Selbst privat würde mich ein totaler Systemwechsel zu sehr einschränken. Lediglich in Sachen Smartphone ist ein Ausweichen momentan unumgänglich, leider...
    @obzervatoer
    Der normale Consumer ist in der Regel kein Business-Kunde. Was man am Arbeitsplatz vorgesetzt bekommt, darauf haben die meisten Mitarbeiter absolut keinen Einfluss. Und ob sich Mitarbeiter privat nun lieber ein W10 Notebook kaufen, weil im Arbeitsleben auch mit Windows gearbeitet werden muss, wage ich mal zu bezweifeln.
    Andersrum ist jeder Business-Kunde natürlich irgendwo im Privatleben auch Consumer, falls du das gemeint hast. Wenn man sich die aktuellen Statistiken aber ankuckt, dann dürfte den meisten privat der mobile Bereich am wichtigsten sein. Und genau da ist MSFT praktisch komplett raus, was wieder zu meinem ursprünglichen Kommentar zu diesem Beitrag zurückführt.
    Wozu dieses ganze Abstoßen von Consumern am Ende führen könnte?
    Die kommenden Generationen werden mit sehr viel weniger Windows/Microsoft aufwachsen als wir. Nehmen wir mal an im unteren Bildungsbereich setzt sich ChromeOS langfristig durch, im gehobenen Bildungsbereich der Mac, und im Privatleben ist man eh nur noch mobil unterwegs. Wo lernen diese jungen Menschen den grundlegenden Umgang mit Windows, den die Arbeitswelt erwartet? Was passiert, wenn diese jungen Menschen irgendwann in Positionen kommen, wo sie bestimmen können, welches System im Unternehmen eingesetzt wird?
    Klar, das ist jetzt nur Spekulation. Aber in meiner Zukunftsvision droht Microsoft ein ganz düsteres Schicksal. Hoffentlich erkennen die, was für ein riesiger Rattenschwanz an der aktuellen Strategie hängt. Kurzfristig gibts natürlich tolle Zahlen im Cloud Bereich, bravo.
    KnSN schtrieb:
    > Google Chrome OS ist ein webbasierendes Betriebssystem
    Nein...ChromeOS ist kein webbasierendes, sondern ein
    cloudbasierendes OS, wobei die übergänge zum Web fließend sind.
    Und ein cloudbasierendes OS ist jedem lokalen OS(nicht nur Windows) haushoch überlegen.
    Wäre eigentlich kein Problem, aber es wird von vielen hier in DE
    einfach nicht begriffen. Die kommen von ihrer 80er-Jahre-Denke
    und der Fixierung auf lokale Systeme einfach nicht nicht weg.
    Selbst der einfachste Schritt, Dass das lokale OS und lokale
    Anwendungen/Apps keine Rolle mehr spielen, sondern in einem
    Cloud-Ökosystem laufen überfordert hierzulande schon viele.
    z.B. Bei mir ist zwar das OS noch WIN 10....der Rest
    (die Anwendungen) läuft aber komplett auf einer Cloud-Plattform...
    und das OS wäre eigentlich auch jederzeit austauschbar.
    MS spielt da eigentlich nur noch eine Rolle am Rande.
    Aber....
    Da ist man in anderen Ländern eben schon weiter...und in DE
    jammert man darüber dass der Zug immer häufiger abgefahren
    ist und auch nicht mehr zurückkommt.
    Wundert mich persönlich aber schon lange nicht mehr....ist aber
    ein anderes Thema.
    Und ein cloudbasierendes OS ist jedem lokalen OS(nicht nur Windows) haushoch überlegen

    Na ja, aber nur bis zu der Minute wo das Netz mal kurz oder länger Pause macht...
    @Artemisos
    bitte benenne diese Länder.
    @pixelschubse
    In den USA verkauft Google mehr Chromebooks wie MS und Apple an mobilen Rechnern zusammen.
    In Schweden, und Norwegen sind ChromeOS-Rechner Standardrechner im Bildungsektor
    In UK haben Chromebooks mittlerweile einen Marktanteil von 12%
    u.s.w.
    Auf Chromebooks laufen auch Android-Apps und die laufen auch ohne Netz
    Jeder Android-Nutzer weiss das, wenn er den Flugzeugmodus einschaltet
    und eine App trotzdem läuft
    Die Google Office-Suite ist auf Chromebooks auch auf Offline-Betrieb ausgelegt.
    Davon ab...auch ein Windows/LINUX/Mac-Rechner ist heutzutage ohne Internet
    mehr oder weniger nur noch eine Krücke.
    Im Bereich der Betriebssysteme muss man aktuell noch etwas vorsichtig sein, weil es hier aktuell noch sehr viele Unbekannte gibt und letztlich auch Google hier das Zünglein an der Waage ist. macOS ist eine Welt für sich und war schon immer in einer besonderen Position und bei Linux ist aktuell sehr Vieles im Wandel und sortiert sich neu, wenn ich nur mal an Wayland oder an unabhängige Paketformate wie Flatpaks denke. Außerdem muss es nicht so bleiben, dass Ubuntu hier eine Vormachtstellung behält, auch eine Distribution wie openSuse Leap oder Manjaro macht den Einstieg leicht und das Angebot jüngerer Distributionen wie Solus ist ebenfalls extrem attraktiv.
    In den nächsten zwei Jahren dürften wir von Google noch nicht so viel merken, aber Ende 2019 sollen die ersten Geräte mit Fuchsia auf den Markt kommen, wie man es jetzt munkelt. Das wird dann der Zeitpunkt sein, wo es spannend wird, weil das dann im Extremfall einige merken werden. Einerseits kann Google Windows ganz gewaltige Marktanteile bei den einfachsten Nutzern wegschnappen und auch Linux wird das dann weh tun, weil Fuchsia, nach allem was man weiss, Chrome OS und Android irgendwann ablösen soll und Fuchsia hat keinen Linux-Kernel mehr. Außerhalb von Servern und Embedded-Geräten wäre Linux dann raus aus dem Mainstream und nebenbei würde dann auch Java nur noch im Unternehmensbereich eine gewichtige Rolle spielen, weil Fuchsia in Dart geschrieben ist und damit der wichtigste Kontaktpunkt für normale Consumer mit Java, sprich Android, wegfällt.
    Persönlich macht es für mich auch keinen Sinn, auf breiter Front einen Systemwechsel anzustoßen. Es gibt einen Bereich mit Produkten von Microsoft, die ich entweder schlichtweg brauche (dazu gehört vor allem Skype, aber auch Windows 10 ist für mich auf dem Desktop schlicht die beste Lösung) oder die ich immer noch mag (damit meine ich vor allem Office 365, Werkzeuge wie VS Code oder den Microsoft Launcher). Aber es wird sich demnächst an etlichen Fronten noch etwas tun bei mir. Nur mal ein paar Beispiele.
    - Outlook.com: Momentan ist es so, dass der Kalender (quasi aus der Not heraus geboren) schon bei Google liegt und sich die Mails noch zwischen Microsoft und Google aufteilen. Das ist alles noch etwas chaotisch, aber das Ganze will ich im März aufräumen und dann soll die Rolle von Outlook.com auch deutlich abnehmen. Ich bin halt nur noch unsicher, ob das wirklich bei Google bleibt oder ob ich einen alternativen Weg gehe (zum Beispiel mit Nextcloud und einem Anbieter wie Posteo, als Beispiel jetzt).
    - Translator: In dem Punkt schwanke ich ehrlich gesagt noch ziemlich. Die Ergebnisse, die mir der Microsoft Translator in der letzten Zeit ausspuckt, sind nicht mehr so prickelnd, dafür hat sich Google Translate ziemlich verbessert. Am Liebsten würde ich DeepL per Addon in die Browser integrieren, nur geht das halt aktuell schlichtweg nicht.
    - Edge: Der Drops ist weitgehend gelutscht, weil Edge so oder so schon der mit Abstand unwichtigste Browser für mich ist. Die beiden Punkte, die hier aber noch einfließen, sind Sets (da käme Edge theoretisch durch die Hintertür) und die PWAs, die dann auf EdgeHTML aufbauen. Da stellt sich dann die Frage, ob man sich die PWAs dann aus dem Store holt oder einen anderen Browser nimmt, der die auch supported.
    - Entwicklung: Hier wird sich sehr wenig tun, weil VS Code und Visual Studio unumstritten sind und der Rest meistens eh von außerhalb kommt. Trotzdem wollte ich mir hier noch einige Alternativen ansehen. Rider als Alternative zu Visual Studio gehört zum Beispiel dazu, informieren schadet ja nicht.
    - Gaming: Das ist ein ganz schwieriges Thema, weil ich im Konsolenbereich die Nachfolge meiner Wii noch klären muss und ich hier bisher neben der Switch, was für mich als Nintendo-Fan die logische Nachfolge wäre, normal auch die Xbox One im Hinterkopf hatte. Da ist noch alles offen.
    Nur einige Beispiele, aber in der Summe hatte ich irgendwas bei 15 Punkten (müsste die Liste nochmal raussuchen, liegt gerade nicht neben mir), die ich abklappern will und die mich dann deutlich unabhängiger von Microsoft machen werden. Alles kann ich jetzt sowieso auch noch nicht regeln, weil es zum Beispiel bei To-Do wirklich darauf ankommt, ob Microsoft in den nächsten Monaten wirklich Features nachliefert, die sich jetzt angedeutet haben und die es damit wieder eher auf Wunderlist-Niveau bringen. Mal schauen.
    Sind doch alles die Kunden schuld. Wenn sie nicht genug drauf anspringen und Gewinn kommt, wird halt abgewrackt. Rest in peace
    Jetzt werden viele User zu Linux wechseln.
    Wenn man liest wie viele Windows 10 User Probleme mit Updates haben, da wird mir schlecht.
    Windows schießt sich selbst ab und fährt auf ein Abstellgleis.
    Artemisos
    @pixelschubse
    In den USA verkauft Google mehr Chromebooks wie MS und Apple an mobilen Rechnern zusammen.

    M.W. betrifft es den Bildungssektor.
    Eagle02

    Es kann nicht sein das seit Office 2016 erschienen ist keine geteilten Kalender im Desktop Client von Outlook bearbeitet werden können.

    Ist mir noch nicht aufgefallen, kannst du die Symptome und das verwendete Konto näher beschreiben?
    Wenn es so viele Probleme wären, würde sich auch was ändern ;-) Liegt in der Natur der Sache, das man überwiegend von Problemen ließt - weil es schlicht keinen Bedarf gibt sich mit keinen Problem im WWW zu melden.
    Die Wahrnehmung wird dadurch ordentlich ins negative verschoben.
    wenn MS das Ende von Bach erreicht hat - Ende 2018, setzte ich mich in mein selbst fahrendes BüroAutoMobil das garantiert nix mit MS zu tun hat.
    Was ich beobachtet habe, als ich letztens bei Mediamarkt einen neuen Surface Pen kaufen wollte. Es gab einen großen Tisch mit rund 20 ausgestellten Chrome Books. Wie viele verschiedene das waren kann ich nicht sagen.. und MS? Es gab versteckt in einer hinteren Kopfecke einen Tisch auf dem Surface Book 1 (ausgeschaltet und Leer) und ein Surface Pro 3! Darunter ein bisschen Tinnef.
    Bei der Xbox? Die Xbox Wand nimmt ca. die Hälfte der Playstation ein. Und dann stehen in den Xbox Regalen noch Playstation Spiele...
    Ich bin etwas entsetzt. Wenn MS keine Endkunden mehr haben will, sollen sie es einfach sein lassen. Als Anbieter von Server und Buisness Softwarelösungen scheint es interessanter zu sein
    Was ist mit den Erfolgenn von Microsoft?
    -Marktführer im Cloud-Segment
    -Surface Sparte wächst stark
    -Marktführer in der OS-Branche
    -Marktführer im Office-Bereich
    -Xbox One X in USA erfolgreicher als PS4 Pro
    -Microsoft Launcher schon jetzt 10 Millionen Downloads im Play Store
    Aber das wird hier ja ganz erfolgreich außer Acht gelassen und mit Misserfolgen im Mobile Segment und mit Cortana überdeckt. Ich will nur das ihr euch neben den Misserfolgen auch die Erfolge Microsofts vor Augen führt.
    Hallo Kevin, danke für deinen Kommentar. Natürlich hast Du in vielen Punkten recht, und ich habe mich selbst oft geärgert in letzter Zeit. Ich sehe das so, dass Herr Nadella eine Fehlbesetzung ist, und sollten das die Verantwortlichen in Redmond nicht bald einsehen, er für den Untergang von MS verantwortlich ist. Aber was mich noch mehr schockiert ist, Google als eine stabilere und sicherere Plattform zu bezeichnen. Manchmal frage ich mich sch, ob nicht Google-Leute ins Dr. Windows-Team eingeschleust wurden, um gar die restlichen MS-Fans zu entfremden. Google ist für mich zwar innovativ, aber was stabil und sicher betrifft, mit Sicherheit das letzte. Schönen Sonntag noch.
    @TheRyJr
    Wir reden hier über Microsoft im klassischen Consumermarkt, da spielt Azure nicht ansatzweise eine Rolle. Eher ist das ein Anzeichen dafür, dass der ohnehin schon deutlich stärkere Business- und Enterpriseanteil noch mehr an Gewicht gewinnt, als er das ohnehin schon tut.
    Die anderen 5 Punkte sind zwar richtig, sind aber gleichzeitig sehr auf kleine, isolierte Bereiche beschränkt. Windows und Office sind zu Recht Marktführer in ihren Bereichen, aber man muss hier auch differenzieren. Die Entwicklung von Office lässt sich wunderbar für beide Bereiche vereinen, weil die jeweilige Version von Word, Excel und Co. identisch ist. Das fällt für den Consumer hinten mit runter und fertig ist die Laube. Gleichzeitig profitiert Office immer noch von seiner Rolle als Quasi-Standard, der über die Jahrzehnte angewachsen ist.
    Was Windows betrifft, hat das in erster Linie einen historischen Hintergrund. Betrachtet man das Ganze technisch, kommt Windows um eine umfassende Modernisierung quer durch das Betriebssystem aber nicht herum. Ansonsten ist es den Herausforderungen, die an ein modernes OS mittlerweile und in der näheren Zukunft gestellt werden, irgendwann nicht mehr gewachsen. Diese Modernisierung läuft zwar, aber es wird definitiv noch Jahre dauern, bis wir wirklich an einem Punkt X sind, wo die Altlasten zum überwiegenden Teil beseitigt sind. In der Zeit dreht sich die Welt weiter und die anderen schlafen nicht. Und dass da was auf uns zu kommt, wurde schon oft genug erwähnt.
    Die anderen Punkte kann man so stehen lassen, aber sie betreffen wie gesagt nur isolierte Bereiche.
    @Gobel77
    Das hat mit Entfremdung nichts zu tun, aber wir können vergleichen. Nimm dir die Eskapaden von Outlook.com und vergleiche das mal mit Gmail, Google Kalender etc. und du wirst feststellen, dass die Google-Dienste in aller Regel nichts so schnell umhaut, völlig anders als bei Microsoft. Und ich spreche hier nicht nur Gmail, sondern auch von Services wie Google Drive, Google Photos oder Google Maps. Da kannste zu Google stehen, wie du willst, das sind einfach Tatsachen. Und ich stehe Google selber neutral bis eher skeptisch gegenüber, ich bin weiß Gott kein glühender Fan von denen und wäge immer sehr genau ab, bevor ich einen Google-Service als beste Option in Betracht ziehe.
    Nun kann man argumentieren, dass Google eine Datenkrake ist und man Google immer, wo möglich, ausweichen sollte. Daran ist sicher auch Vieles richtig, aber: De facto kannst du Google nicht mehr ausweichen. Ich geb dir ein einfaches Beispiel: Sobald du Edge öffnest, eine Internetadresse eingibst und per Enter dann eine verschlüsselte Verbindung aufgebaut wird, hast du schon an mindestens drei Stellen Google-Technik verwendet, ohne dass du es wirklich bemerkt hast: bei der Eingabe der Adresse (in HTTP/2 stecken die meisten Teile von Googles Alternative SPDY), bei der Verschlüsselung (PFS bzw. Perfect Forward Secrecy) und beim eigentlichen Seitenaufruf (Brotli-Kompression). Und das ist wirklich nur das Mindestmaß. De facto ist das Netz, selbst wenn man die Werbenetzwerke ausklammert, voll mit Google-Technik.
    Deswegen sage ich auch nicht umsonst: Wenn es um den Umgang mit Google geht, weicht nicht aus, das bringt sowieso nichts. Man kann nur versuchen, es zu steuern und es zu minimieren. Teilweise ist es einfach so, dass man sich mit Google arrangieren muss, weil man auf sie angewiesen ist oder weil es bestimmte Sachen nur dort gibt. Gefällt mir auch nicht besonders, aber so isses nunmal. Abgesehen davon wird sich Microsoft, wenn die Cloud und AI mehr und mehr auch in Windows etc. Einzug halten, in eine sehr ähnliche Richtung entwickeln. Viel "sicherer" wärst du in Redmond also sowieso nicht.
    Wandel von einem Inhaber geführten Unternehmen zu einer öffentlichen Aktiengesellschaft
    Was hier moniert wird, sind die Folgen des Wandels eines von wenigen Inhabern geführtem Unternehmen zu einer öffentlichen Aktiengesellschaft mit einer gänzlich anderen Eigentümerstruktur als es die Firma bei ihrer Gründung und den folgenden 20 Jahren aufwies.
    Bei Gates und Co. kamen erst die (privaten) Kunden, dann die Mitarbeiter, dann erst der kurzfristige wirtschaftliche Erfolg.
    Jetzt stehen für jeden CEO erst der kurzfristige wirtschaftliche Erfolg an erster Stelle, dann folgen mit Abstand die gewerblichen Kunden, die Mitarbeiter und zum Schluss die privaten Kunden.
    Erschwerend hinzu kommt, dass den früheren Inhabern einige schwerwiegende Fehler bei der Beurteilung der Zukunftsträchtigkeit der mobilen Geräte unterlaufen sind. Daraus resultierende Kosten und Verluste mussten vom neuen CEO in kürzester Zeit verdaut werden.
    Was einen wirklich "nach-denklich" stimmen sollte, ist der Fakt, dass der größte und erfolgreichste Investor der Welt, Warren Buffett, mit seinem Investmentfonds in letzter Zeit seinen Anteil an Apple Aktien drastisch aufgestockt hat, wertmäßig sogar über seinen Anteil an der Bank of America, an der er der Hauptaktionär ist.
    Wenn Buffett Milliarden in die Hand nimmt, und in ein einiges Unternehmen investiert, dann sind solche Entscheidungen über lange Zeit vorbereitet. Aus der Kooperation von IBM und Apple bei der Entwicklung von Anwendungen für größere und ganz große Unternehmen scheinen sich Ertragsaussichten abzuzeichnen, die es in sich haben. Microsoft bleiben dann nur noch die gewerblichen Kleinkunden und der untere Teil der Mittelstandskunden.
    Für ein Multimilliardenunternehmen reicht das auf Dauer nicht. Das weiß auch der jetzige CEO und daher die hektische und kopflose Handlungsweise der letzten 18 Monate.
    G.-J.
    Macht Spaß hier mitzulesen, lauter Aufsätze :)
    Diese vermeintliche Erneuerung von WINDOWS, davon können wir ständig bei uns lesen, zusammen mit allerlei Argumentationsketten….
    Ich bin sicher, dass ist Nonsens. Aus zwei Gründen. Zum einen ist WINDOWS nur seiner „Altlasten“ wegen interessant. Zum anderen hat WINDOWS keine Basis für das, wo man WINDOWS in Zukunft sieht.
    Die Leute kaufen WINDOWS in letzter Konsequenz, weil sie die Dinge so machen können wie es schon immer war – im weitesten Sinne. Ist das weg, spricht nichts mehr für WINDOWS. Das ist jedoch das erklärte Ziel. So wird WINDOWS aus Consumer-Sicht das Mobile-Schicksal erleben.
    Hätte man Mobile eine ordentliche Basis verschafft, sähe das völlig anders aus.
    Jede Aufteilung von WINDOWS in kastrierte Funktions-Versionen ist von vorne herein eine Todgeburt. Wir erleben diesbezüglich aktuell den 3. Anlauf.
    Demnach ist der Ansatz schon falsch. Mit WINDOWS 8 war der Ansatz aus heutiger Sicht nahezu perfekt. Zwei Welten auf einem Gerät in einem System. So könnte das klappen. Anders aus meiner Sicht nicht.
    Hinzu kommt, dass man mitunter die richtigen Dinge tut, aber die Dinge nicht richtig tut. Die Ideen sind Weltklasse und perfekt, die Umsetzung geht pausenlos in die Hose. Nur daran scheiterte Mobile, dessen bin ich mir sicher. Das ließe sich nun wunderbar schlüssig ausargumentieren, dafür ist aber gerade das Wetter zu schön ;).
    Und dabei wäre Mobile der wahrscheinlich einzige Weg gewesen, die Basis für ein WINDOWS, so wie man es sehen möchte, zu schaffen.
    Die Präsenz auf den anderen mobilen Plattformen war zunächst gut gedacht und umgesetzt. Inzwischen allerdings, werden die Leute mehr genervt und genötigt, als dass das sie einen Nutzen haben.
    Da wird mal eben die Synchronisation angehalten um den Kunden zur Nutzung einer MS-App zu bewegen, Outlook.com, eine eigentlich geniale Plattform, läuft nur noch mit MS-Domains fehlerfrei, usw…..
    Geht so nicht! Und es ist aktuell keinem Consumer zu empfehlen diese MS-Dienste zu nutzen. Denn, der Consumer lässt sich den Kram einrichten, hat keinen Dunst davon und kann und will mit so einem Quatsch nicht umgehen!
    Wie ich schon andernorts schrieb, aktuell funktioniert bei Microsoft nur ganz wenig. Und der klägliche Rest, der läuft, rettet den Rest. Das ist Denken in Quartalsberichten und wird sich bitter rächen!
    BlackNinja2017
    Jetzt werden viele User zu Linux wechseln.

    Nein. Es werden vielleicht drei Leute zu Linux wechseln (umgangssprachlich gemeint). Die ganz, ganz große Masse der Windows-Nutzer bekommt von alledem nämlich nach wie vor überhaupt nichts mit.
    Nun, falls das so ist, ist das nachvollziehbar. Große Konzerne verdienen ihr Geld mit dem was Microsoft Altlasten nennt. Bei dem was Microsoft treibt, liegt es nahe, sich für aus diesem Grunde anstehende Investitionen einen neuen Partner zu suchen. Klassisch verschissen würde ich interpretieren. Und wenn Buffett handelt, ist es bereits entschieden.
    TheRyJr
    Was ist mit den Erfolgenn von Microsoft?
    -Marktführer im Cloud-Segment
    -Surface Sparte wächst stark
    -Marktführer in der OS-Branche
    -Marktführer im Office-Bereich
    -Xbox One X in USA erfolgreicher als PS4 Pro
    -Microsoft Launcher schon jetzt 10 Millionen Downloads im Play Store
    Aber das wird hier ja ganz erfolgreich außer Acht gelassen und mit Misserfolgen im Mobile Segment und mit Cortana überdeckt. Ich will nur das ihr euch neben den Misserfolgen auch die Erfolge Microsofts vor Augen führt.

    Die Xbox ist nicht als Erfolg zu werten wenn man über 40mio Stück zurück liegt und die Switch wohl bald vorbeizieht.
    Nintendo ist eine eigene Liga.. ob Nintendo mit einer Konsole erfolgreich ist (Wii, Switch) oder nicht (WiiU) hat auf die anderen beiden so gut wie keinen Einfluß. Darum können Spielehersteller auch alte Spiele auf der Switch recyceln und die Besitzer kaufen diese dann auch. Wenn sie die Spiele bereits auf PC, XBox oder Playstation gezockt hätten, würden sie sich kaum eine grafisch deutlich schwächere Version erneut zulegen.
    Da irrst du dich,gerade in Europa hat das erheblichen Einfluss auf die Xbox die da ohnehin nicht gut dasteht.
    Das ist eine Behauptung ohne Grundlage. Kennst Du wirklich Leute, die über Switch und XBox als gleichwertige Alternativen zur Anschaffung als primäre Gaming-Plattformen nachdenken? Ich nicht. Die Switch wird nur von Casuals als alleinige Gaming-Plattform angeschafft, von die-hard Nintendo Fans und von anderen als mobile sekundär-Plattform. Es ist einfach nicht das selbe Zielpublikum. Obwohl die Wii die meistverkaufte Konsole ihrer Zeit war, kenne ich nur einen, der eine besaß. Und zwar hat er sie sich gebraucht besorgt, als bereits die WiiU draußen war. Und der ist kein Gamer. Nicht mal an seinem PC. Dem gegenüber standen Heerscharen von Besitzern einer PS3, XBox360 oder eines Gaming-tauglichen PCs. Und daß Sony Europa dominiert ist keine neue Erscheinung, die magischerweise mit der PS4 Einzug gehalten hätte.
    Aber eine Dominanz, die mit der PS 4 massiv ausgebaut wurde. Das sah zu 360/PS3-Zeiten deutlich anders aus.
    Man wird sehen, wie es bei MS weitergehen wird. (Nicht nur mit der Box) Vermutlich - so kommt es einem mitunter vor - weiß man das bei MS selbst nicht wirklich. Leider nicht gerade ein zuverlässiges Zeichen für den Nutzer / Käufer.
    Merkwürdiger Artikel, merkwürdige Resonanz. MS stand noch nie so gut da wie heute. Solch einen unbeweglichen Tanker wieder auf Kurs zu bringen, was für eine Mammut Aufgabe. Klar das es da Mal knirscht. Im großen und ganzen kann man bisher nur den Hut vor Nadella ziehen. Man Stelle auch Mal vor wo MS unter Ballmer wäre. Ein Übernahme Kandidat... Aber wie üblich in Deutschland, früher war alles besser. Was gerade bei MS ein riesen Witz ist denn genau das war MS unter Ballmer. Ein lächerlicher Bluescreen Konzern ohne Eier ohne Energie ohne Mut und ohne ein Verständnis für die Herausforderung des 21jhd. Klar das die Fachleute der dr.windows Community es anders sehen. Schade nur das euch niemand fragt. Ihr würdet den Konzern innerhalb von 3 Wochen gegen die Wand fahren...
    Merkwürdiger Kommentar vpm emmtee vom 17 Uhr: Sie sind es? der Microsoft-Boss? Microsoft wird gegen die Wand gefahren, da es gegen die "Basis" agiert. Sicherlich läuft der Tanker Microsoft noch eine Zeitlang weiter zum Wohle der Aktionäre ... aber immer gegen das Wohl der Basis, sprich der Kundschaft. Traurig, dass dies von Microsoft nicht erkannt wird. Gute Nacht.
    keksvertilger
    .......Und wenn Buffett handelt, ist es bereits entschieden.
    naja, würde da eher zweifelnd zustimmen, wenn im gleichen Atemzug ein anderer, nicht ganz unbedeutender Investor, namens Soros, sich u.a. komplett von Apple befreit hat
    @emmtee
    ich sehe es eher so: Microsoft ist unter Nadella zu einen lächerlichen Konzern degradiert, der durch sein nebulöses Fake Reporting nur Buzz in der Finanzwelt produzieren will und sonst nichts mehr auf die Reihe bekommt. Mir ist es bis jetzt immer noch unbegreiflich, wie Nadella so ein Weltklasse Konzern vollständig gegen die Wand fahren kann.
    @emmtee
    Microsoft steht wirtschaftlich vor allem deswegen so gut da, weil Azure wie bescheuert wächst und sie sich in Redmond damit dumm und dusselig verdienen. Azure ist nunmal die neue Cashcow mit schlappen 98 % Wachstum im letzten Quartal. Das hat mit dem klassischen Endkonsumentengeschäft überhaupt nix zu tun.
    Geht man zum normalen Consumer, kommt Microsoft einfach nicht aus dem Quark. Beispiele gefällig? Zeig mir doch mal, wo Sway in all der Zeit, die es jetzt existiert, irgendeinen finanziellen Gewinn abgeworfen hat oder wo die Android-App geblieben ist (oder wo die zentrale Verankerung im Zusammenspiel mit PowerPoint oder OneNote als Beispiel ist). Sag mir, warum Microsoft es bis heute nicht geschafft hat, wohl die iOS-App von Skype zu erneuern, die aber nicht bis zum iPad durchzureichen (das ist immer noch die alte, die seit über nem Jahr kein Update gesehen hat). Sag mir doch mal, warum Wunderlist mitmal wieder Updates bekam und To-Do bis heute nicht auf Augenhöhe ist. Bei Acompli und Sunrise Calendar haben sie auch relativ schnell gehandelt. Oder warum Cortana bis heute nicht in Deutschland verfügbar ist unter iOS und Android, obwohl ne deutsche Lokalisierung durch Windows schon jahrelang vorliegt. Das ist kein Hexenwerk, das ist das gleiche Backend, und wenn deutsche Insider auch sonst wie die Bekloppten testen dürfen, verstehe ich nicht, warum sie ausgerechnet hier einen Region Lock vorknallen.
    Oder die Syncprobleme bei Outlook.com... Gut, wenn es um reine Freeware geht, muss man Kompromisse machen, sehe ich ein. Aber wer Office 365 hat, hat auch Outlook Premium. Das heißt, wir buttern da unser eigenes Geld rein, und spätestens dann ist Schluss mit lustig. So einfach ist das. Oder die Lokalisierung. Dass sie die so nicht auf die Ketten kriegen, ist schon erstmal peinlich. Dass durch die Lokalisierung aber ganze Funktionen aussteigen, die grundlegend sind, ist nicht mehr peinlich, das ist ne Sauerei. Und auch hier betraf es Outlook.com, womit wir wieder bei Premium wären, womit wir wieder bei unseren Investitionen wären, womit eigentlich ein Grund da wäre, den Geldhahn zu zu drehen, weil die Zuverlässigkeit in dem Fall nicht gegeben ist und eine Leistung nicht erbracht wird. Die Probleme existieren lange genug. Microsoft kann hier froh sein, dass das restliche Paket wirklich gut ist.
    Irgendwann ist der Welpenschutz auch mal vorbei. Natürlich reden wir hier nicht von einem Startup und Microsoft ist ein schwerfälliger Tanker, aber in diesem Fall reden wir von Punkten, wo sie die Richtung schon lange eingeschlagen haben. Sie müssten nur laufen. Allmählich dürfen die Consumer auch mal Antworten erwarten, gerade jetzt, wo Microsoft sein Consumergeschäft wirklich neu ordnet. Wenn sie erstmal die Basis verloren haben, und genau das riskieren sie gerade ganz massiv, dann isses sowieso zu spät.
    Microsoft ist ein Unternehmen, das jedes Vierteljahr seinen Aktionären Erfolgsmeldungen präsentieren muß (sonst steigt der Aktienkurs nicht).
    Da ist klar, daß man auch nur in Sektoren investiert, die Wachstum versprechen, Azure und Office und....
    Dinge, die keinen Umsatz bringen, läßt man links liegen (Windows Mobile).
    Windows 10 pflegt Microsoft, weil man ja eine Basis für Azure, Office und anderes braucht.
    Ich will mal bitte konkrete Azure Umsatz- und Gewinnzahlen sehen. Wenn schon von den 24Mrd Cloud "Umsatz" von über 96Mrd Gesamtumsatz in FY2017 zu Recht vermutet wird, dass der Großteil Umlagen sind, die durch eigene Produkte wie Office365 generiert werden, aber auf der anderen Seite wirklich seit zig Jahren jährliche Azure Wachstumsverdopplungen verkündet werden, dann frage ich mich wo sich das im Gewinn widerspiegelt? Wo? Kann ja nur Kleckerkram sein. Denn dann würden sich die vollkommen nebulösen, relativen Wachstumszahlen erklären. Wenn man bspw. nur popelige 100-200Mio Umsatz hätte, kann man mehrere Jahre hintereinander ganz groß 100% Umsatzsteigerungen verkünden bis mal wirklich 1Mrd Umsatz durchbrochen wird. Und selbst dann sagt das noch nichts über die Marge/Gewinn aus.
    Fakt ist, dass Windows und Devices immer noch 40% Umsatz in FY2017 generiert hat und knapp danach kommt dann Office, Dynamics und Co. Und danach kommt dann Windows Server und Server Tools wie SQL Server, wo irgendwo Azure reingewurschtelt wird. Das Reporting ist einfach vollkommen intransparent und soll es ja auch sein, um Azure zu "schützen". Wenn jetzt Windows und Devices wegbricht bzw. deutlich zurückgeht, wofür es gute Gründe gibt, sehe ich nicht, wie das Nadella abfedern will. Dann bricht Microsoft ganz schnell zu einer unbedeutenden Nummer/Größe wie z.B. Oracle ein.
    Der Kommentar ist schon nicht ganz falsch. Ich muss zugeben das ich mit Nadella auch große Hoffnungen verbunden habe, doch mittlerweile scheint mir Microsoft die falsche Richtung einzuschlagen. Microsofts Kerngeschäft ist immer noch das Windows Betriebssystem, was meiner Meinung nach seit etwa zwei Jahren vernachlässigt wird. Es gibt schöne Ankündigungen wie "One Windows" -dessen Konzept zweifellos gut ist- aber umgesetzt bekommt man letztendlich nichts.
    Dazu natürlich noch die Sache mit Windows Mobile. Warum steigt man hier gleich komplett aus ? Man hätte beispielsweise die Software liefern und für die Fertigung sich an OEM Partner wenden können. Der Store ist auch irgendwie nichts halbes und nichts ganzes, gerade im Hinblick auf den S-Mode.
    Vom Edge Browser ganz zu schweigen: Der ist für mich irgendwie so ein halbfertiges Produkt, was den Eindruck einer Dauerbaustelle macht.
    Microsoft ist Stand derzeit eine Cloud-Firma mit Fokus auf Businesskunden. Das ist ja nicht verboten, aber ich brauche auch weitere Standbeine wenn es dort mal nicht so berauschend läuft.
    Ich habe schon vor einiger Zeit geschrieben, das MS sich eine Nische sucht um Geld zu Drucken. So oder ähnlich wie IBM, SAP ... die Consumer sind nicht mehr oder werden nicht mehr im Focus sein. Schade da ist MS aber hergekommen. Na ja vielleicht übernimmt Google mit Android diesen Job, also Consumer OS für Mobil und PC (wenn der noch gebraucht wird) dann die App drauf, der Rest kommt aus der Cloud. Gut ist für die Consumer und viele Unternehmen.
    Bin gespannt wer da zustimmt. In 10 Jahren wissen wir's.
    Ich habe mir das lange angesehen und habe einiges in halb fertige, unausgegorene Geräte gesteckt.
    Surface RT, fast nicht zu bedienende Tablets von Dell etc.
    Als dann noch das Windows Phone Fiasko kam, bin ich ab zu Apple und habe es bis heute nicht bereut.
    Nebenbei bekommt man als Interessierter mit, was Microsoft alles plant, auf den Markt wirft und wieder aufgibt.
    Ich habe für so was keine Zeit...
    Ich finde es ja ausserordentlich gut, das man inzwischen auch drwindows kritischer mit Microsoft umgeht, als man das zum Beispiel noch vor einem Jahr getan hat. Eben viele der selben Kommentatoren hier, haben damals noch kritische Befürchtungen ins lächerliche gezogen, die hier mehrfach aufgezeigt wurden.
    Zuverlässigkeit, Stabilität und Kontinuität wurden mehrfach kritisiert, aber die Mehrheit hat das absolut nicht gekümmert, im Gegenteil, Kritiker der Firmenpolitik wurden "abserviert", obwohl die Gefahren dieser "Stategie der Umentscheidungen" offensichtlich waren.
    Das war nicht nur hier bei DrWindows der Fall, sondern fast überall. Nichts desto trotz, hier war man meiner Meinung nach wirklich sehr blauäugig, was Microsoft angeht. Manchmal sogar "federführend".
    Ich finde es jetzt wirklich sehr positiv, das man sich mit den Dingen jetzt auseinander setzt, die da falsch laufen.
    Was mich angeht, Ich habe immer nur auf die Dinge hingewiesen, weil ich befürchtet habe, das es eigentlich immer nur ums Geld geht, und die Kundenwünsche gar nicht mehr existent sind.
    Das ganze System "as a Service" gibt es gar nicht, weil Service eben Zuwendung zum Kunden erfordert, und nicht nur Unternehmensziele absteckt.
    Nadella hat meiner Meinung nach das Unternehmen in Kundenorientierter Hinsicht komplett an die Wand gefahren. Sicher, Aktien und Boni stimmen, aber wie lange noch, wenn man sich auf Basiscs nicht verlassen kann, ständig etwas geändert und verworfen wird, und man sich nicht mehr auf solide Software/Dienste verlassen kann ?! Warum sollte da umgestellt werden ?
    Diese Friss - oder Stirb Mentalität rächt sich irgendwann, es recht wenn die Basis wegbricht, diese hat immerhin für den grossen Erfolg von MS Produkten und deren Verbreitung auch beigetragen.
    Aber diese Basis der treuen könnte irgendwann wegbrechen, weil eben Stabilität und Zuverlässigkeit fehlen.
    "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ?", wie es zB zugesagten Support betrifft. Meine ändert einfach seine AGB's nach belieben, stellt einfach Dienste ein, oder ändert deren Zeiträume oder die Unterstützung, und der Kunde wird das schon fressen.
    Irgendwann ist der H. Nutella weg, mit einer dicken Geldtasche, und hinterlässt einen Scherbenhaufen. Aber so ist das mit den heutigen Strategen. Die haben meist wenig Ahnung von der Materie und Kundenwünsche interessieren Sie auch nicht. Das Marketing gibt dann die Marschrichtung vor, ohne Sinn und Verstand.
    So ist das leider auch in vielen anderen Unternehmen, Bürokraten sagen "so muss das gehen und so macht Ihr das..". Obwohl das technischer Blödsinn ist und auf Dauer nur Nachteile bringt. Die Entwicklung beunruhigt mich, nur noch Profit, egal was dabei herumkommt.
    Aber egal, der Kunde wird es schon fressen. Man weiss ja, das man ein Monopol hat und die Abhängigkeiten sind bestens bekannt.
    @mirovb das mit dem "Nutella" war doch sicher ein Autokorrektur-Fehler, oder? ;)
    Wertet den ansonsten tollen Kommentar nämlich unnötig ab.
    Den Schuh des "Blauäugigen" ziehe ich mir übrigens an. Das war so, da gibt es nichts schönzureden. Ich hab mich da auch zu lange an Hoffnungen geklammert.
    @TheRyJr
    Wir reden hier über Microsoft im klassischen Consumermarkt, da spielt Azure nicht ansatzweise eine Rolle. Eher ist das ein Anzeichen dafür, dass der ohnehin schon deutlich stärkere Business- und Enterpriseanteil noch mehr an Gewicht gewinnt, als er das ohnehin schon tut.
    Die anderen 5 Punkte sind zwar richtig, sind aber gleichzeitig sehr auf kleine, isolierte Bereiche beschränkt. Windows und Office sind zu Recht Marktführer in ihren Bereichen, aber man muss hier auch differenzieren. Die Entwicklung von Office lässt sich wunderbar für beide Bereiche vereinen, weil die jeweilige Version von Word, Excel und Co. identisch ist. Das fällt für den Consumer hinten mit runter und fertig ist die Laube. Gleichzeitig profitiert Office immer noch von seiner Rolle als Quasi-Standard, der über die Jahrzehnte angewachsen ist.
    Was Windows betrifft, hat das in erster Linie einen historischen Hintergrund. Betrachtet man das Ganze technisch, kommt Windows um eine umfassende Modernisierung quer durch das Betriebssystem aber nicht herum. Ansonsten ist es den Herausforderungen, die an ein modernes OS mittlerweile und in der näheren Zukunft gestellt werden, irgendwann nicht mehr gewachsen. Diese Modernisierung läuft zwar, aber es wird definitiv noch Jahre dauern, bis wir wirklich an einem Punkt X sind, wo die Altlasten zum überwiegenden Teil beseitigt sind. In der Zeit dreht sich die Welt weiter und die anderen schlafen nicht. Und dass da was auf uns zu kommt, wurde schon oft genug erwähnt.
    Die anderen Punkte kann man so stehen lassen, aber sie betreffen wie gesagt nur isolierte Bereiche.
    @Gobel77
    Das hat mit Entfremdung nichts zu tun, aber wir können vergleichen. Nimm dir die Eskapaden von Outlook.com und vergleiche das mal mit Gmail, Google Kalender etc. und du wirst feststellen, dass die Google-Dienste in aller Regel nichts so schnell umhaut, völlig anders als bei Microsoft. Und ich spreche hier nicht nur Gmail, sondern auch von Services wie Google Drive, Google Photos oder Google Maps. Da kannste zu Google stehen, wie du willst, das sind einfach Tatsachen. Und ich stehe Google selber neutral bis eher skeptisch gegenüber, ich bin weiß Gott kein glühender Fan von denen und wäge immer sehr genau ab, bevor ich einen Google-Service als beste Option in Betracht ziehe.
    Nun kann man argumentieren, dass Google eine Datenkrake ist und man Google immer, wo möglich, ausweichen sollte. Daran ist sicher auch Vieles richtig, aber: De facto kannst du Google nicht mehr ausweichen. Ich geb dir ein einfaches Beispiel: Sobald du Edge öffnest, eine Internetadresse eingibst und per Enter dann eine verschlüsselte Verbindung aufgebaut wird, hast du schon an mindestens drei Stellen Google-Technik verwendet, ohne dass du es wirklich bemerkt hast: bei der Eingabe der Adresse (in HTTP/2 stecken die meisten Teile von Googles Alternative SPDY), bei der Verschlüsselung (PFS bzw. Perfect Forward Secrecy) und beim eigentlichen Seitenaufruf (Brotli-Kompression). Und das ist wirklich nur das Mindestmaß. De facto ist das Netz, selbst wenn man die Werbenetzwerke ausklammert, voll mit Google-Technik.
    Deswegen sage ich auch nicht umsonst: Wenn es um den Umgang mit Google geht, weicht nicht aus, das bringt sowieso nichts. Man kann nur versuchen, es zu steuern und es zu minimieren. Teilweise ist es einfach so, dass man sich mit Google arrangieren muss, weil man auf sie angewiesen ist oder weil es bestimmte Sachen nur dort gibt. Gefällt mir auch nicht besonders, aber so isses nunmal. Abgesehen davon wird sich Microsoft, wenn die Cloud und AI mehr und mehr auch in Windows etc. Einzug halten, in eine sehr ähnliche Richtung entwickeln. Viel "sicherer" wärst du in Redmond also sowieso nicht.

    @Kevin Kozuszek
    Vielen Dank für Deinen Beitrag. Ja, du hast recht und das wusste ich auch, aber sollte genau das uns nicht Angst machen. Es gibt keinen zweiten oder dritten Anbieter mehr. Die alleinige Macht bei Goole? Stellt euch mal vor was das für uns in 10 oder 20 Jahren heißt. Ich mag mir das nicht vorstellen. Auch wenn andere Unternehmen vielleicht in die gleiche Richtung gehen, es ist immer besser wenn die Marktmacht aufgeteilt ist. Es ist gar nicht so lange her, da habe ich einen Artikel gelesen wie Google einen Entwickler mit Absicht fast in die Insolvenz getrieben hat, nur weil der nicht nach Google's Regeln gespielt hat. Düstere Zukunft. Schönen Dienstag noch.
    Danke, Martin.
    Ja, das mit dem "Herrn Nutella" ist mir sicherlich durchgegangen, und ist mit meiner Verärgerung über diverse Entscheidungen des Konzerns verbunden. ;)
    Nichts desto trotz, er ist der Chef dieser Strategie, und hat das im Endeffekt zu verantworten. Sicherlich, der Erfolg spricht für Ihn, aber den Preis mit samt seinen Nachteilen dafür müssen die Konsumenten, Admins, Supporter und die Entwickler ausbaden. Weiterentwicklung muss sein, aber es muss immer eine vernünftige und stabile Strategie erkennbar sein. Und, mal ehrlich, bei dem durcheinander das Redmond veranstaltet - Windows 10 ist da das beste Beispiel - kann ich da gar nichts erkennen.
    Nicht alles muss schlecht gemacht werden, aber irgendwie sehe ich in den ganzen Entscheidungen keinerlei Konzept. Egal, ob es Mobile, UWP, Messaging, etc betrifft. Etwas wird eingeführt und wieder verworfen. Oder absolut verschlimmbessert. Und selbst wenn sich etliche Millionen an Usern beschweren, scheint es in Redmond keinen zu kümmern. Stur und blindlings sieht das ganze aus. Der Kunde hat keine Lust mehr darauf, als Versuchskaninchen herzuhalten. Er will Stabilität und Kontinuität.
    Ich finde es jedenfalls mehr als löblich, das DrWindows sich "weiter" entwickelt, und das ganze auch mal kritischer anfasst. So sollte es sein,wenn man nicht nur als eine "Fan-Site" eingestuft werden möchte. ;)
    Eure Berichte in letzter sind meines erachtens definitiv objektiver geworden.
    Was Nadella betrifft, so habe ich die Entscheidung, Windows Mobile einzustampfen, zwar bedauert, aber aus Unternehmenssicht für richtig gehalten. Inzwischen sehe ich das aber anders, weil daran noch so viel mehr hängt und ich glaube, dass sich Microsoft da an ein paar Stellen selbst den Weg abgeschnitten hat.
    Meine Sicht auf ihn ist aber nicht nur deshalb kritischer geworden, sondern ich beginne mich insgesamt zu fragen: Wie viele Chancen entgehen Microsoft durch seine Führung. Seine Erfolge sind unbestritten, und diese kleinzureden, nur weil man anderen Stellen unzufrieden ist, halte ich für Unfug. Aber man muss sich fragen: Wie viel besser könnte Microsoft dastehen, wenn man die Felder, die mehr und mehr brach liegen, genau so intensiv bestellen würde wie die, auf denen die Cloud blüht. Wir werden es womöglich nie erfahren.
    Wir würden es nur erfahren, wenn ein anderer die Geschicke lenkt. Nur dann könnte man die Unternehmensstrategie auch aus Kundensicht besser vergleichen. Aber das wird wohl die nächste Zeit nicht passieren, und wenn dann würde es wieder etliche Jahre dauern, um alles wieder umzukrempeln. Ob das dann so viel besser für die Ausrichtung der Services wäre, lasse ich mal dahingestellt. Ich finde einfach nur, es muss deutlich mehr Ruhe und Sorgfalt in den "Verein" rein, mir ist das einfach alles zu sprunghaft. Und da fehlt mir eigentlich der gute, alte Gates. Auch wenn den viele damals verdammt haben, er hatte einen entscheidenden Vorteil: er hat das ganze mit aufgebaut, hatte Ahnung von der Materie und war deutlich besonnener, als die Leute, die danach kamen.
    Heute wird 90% (wenn nicht sogar 100%) nur noch von Marketing und Bürokraten gelenkt, die lediglich auf Gewinnmaximierung aus sind und den Wert und die eigentlichen Ziele völlig aus den Augen verloren haben. Ja, die Cloud ist sehr erfolgreich. Dagegen kann man nichts sagen, aber das ist nicht alles, was ein proprietäres Unternehmen wie Microsoft ausmachen sollte.
    Vielleicht wäre es langsam mal sinnig, das ganze aufzuspalten. Das sich jeder Bereich auf seine Aufgaben konzentriert. Ich habe langsam so das Gefühl, das man nicht weiss, was man will, und die Geschäftsfelder unüberschaubar werden.
    In erster Linie sind wir ja nicht Unternehmer, die sich herum tummeln, sondern sind Privat Konsumenten, und das ist auch eine wichtige Klientel. Und wenn der Nadella das eben nicht so sieht, finde ich das richtig dumm. Das mit Mobile hast du schon genannt. Ich finde, man hat die Flinte viel zu schnell ins Korn geworfen. "Auf Eis legen", Konzepte erarbeiten, vor mir aus auch abkupfern bei den anderen. Aber das ganze gleich einstampfen war trotz der Misere meiner Meinung nach verfrüht. Da hat man etliche Kunden vor den Kopf gestossen, nicht nur im privaten Sektor. Mobile und Cloud gehören meiner Meinung nach zusammen, wie Brot und Wasser.
    Der Arbeitsplatzabbau hat sicher auch nicht positiv zu der ganzen Entwicklung beigetragen. Es gehen immer kluge Köpfe mit Erfahrung, die nicht mehr ersetzt werden, und das Know-How fehlt einfach. Und diese Entwicklung, vor allem im Bereich Windows, gefällt mir ganz und gar nicht. Und der "Chef" ist nun mal dafür verantwortlich. :(
    Aber, wie Du schon sagst, wir werden es wohl nie erfahren. Ist nur meine persönliche Meinung. ;)
    mirovb
    Wir würden es nur erfahren, wenn ein anderer die Geschicke lenkt. Nur dann könnte man die Unternehmensstrategie auch aus Kundensicht besser vergleichen. Aber das wird wohl die nächste Zeit nicht passieren, und wenn dann würde es wieder etliche Jahre dauern, um alles wieder umzukrempeln.

    Das glaube ich nicht einmal. Es ist bei Microsoft mit Ausnahme einer eigenen Smartphone-Plattform ja alles vorhanden, was man für eine erfolgreiche Endkunden-Strategie braucht. Man muss es nur mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Zielstrebigkeit betreiben.
    Den Vorschlag der von dir erwähnten Aufspaltung habe ich im Herbst 2016 schon mal gemacht und ich halte weiterhin daran fest. Im Moment hat man in der Tat des Gefühl, man kümmert sich primär um die boomende Cloud, und den Rest schaut man sich dann irgendwann später wieder an. Und das führt eben dazu, dass viele Gebiete nicht oder schlecht bedient werden.
    Ich tröste mich im Zweifel immer damit, dass ich höchstwahrscheinlich zu dumm bin, um das zu verstehen. Sonst würde ich ja auch irgendwo im Top-Management sitzen.
    Gobel77
    @Kevin Kozuszek
    Vielen Dank für Deinen Beitrag. Ja, du hast recht und das wusste ich auch, aber sollte genau das uns nicht Angst machen. Es gibt keinen zweiten oder dritten Anbieter mehr. Die alleinige Macht bei Goole? Stellt euch mal vor was das für uns in 10 oder 20 Jahren heißt. Ich mag mir das nicht vorstellen. Auch wenn andere Unternehmen vielleicht in die gleiche Richtung gehen, es ist immer besser wenn die Marktmacht aufgeteilt ist. Es ist gar nicht so lange her, da habe ich einen Artikel gelesen wie Google einen Entwickler mit Absicht fast in die Insolvenz getrieben hat, nur weil der nicht nach Google's Regeln gespielt hat. Düstere Zukunft. Schönen Dienstag noch.

    Ich will ja hier Google nicht verteidigen, aber "aufkaufen und aus dem Wettbewerb stossen" machen alle grossen Konzerne, oder sind halt so vorgangenen. Und sind unter anderem deswegen auch zu den Mischkonzernen geworden, die Sie jetzt sind. Ich mache da keinen grossen Unterschied, Microsoft ist da auch nicht ganz koscher, habe da auch schon etliches gelesen.
    Darum geht aber nicht, sondern das US Firmen in der Hinsicht bisher deutlich aggressiver vorgegangen sind, als europäische Unternehmen. So langsam nähert man sich aber an. Ob zum Guten oder schlechten, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Das wirtschaftliche, unternehmerische denken hat sich meiner Meinung nach eher zum negativen entwickelt. Jedenfalls, was Fairness angeht. Vor etwa 20 Jahren noch hatten sich auch deutsche Firmen neben Produktivität auch soziale Verantwortung auf die Fahnen geschrieben. Indem zB die Steuern auch hier in Deutschland bezahlt wurden. Inzwischen ist nicht mehr viel davon übrig. Das hat man sich ebenso von den US Unternehmen abgeschaut, leider. Und so wird es auch weitergehen.
    Insbesondere, die grössten Konzerne sollten sich Ihrer Verantwortung stellen. Sie beschäftigen viele Menschen in vielen Herren Ländern, aber vergessen Ihre soziale Verantwortung und Ihre Klientel. Und das finde ich einfach traurig.
    Der Markt wäre beim weitem nicht so gesättigt, und auch viel innovativer, wenn es fairer zugehen würde. Aber das ist und bleibt ein Wunschtraum, die Wettbewerbshüter segnen doch so gut wie alles ab, und es wird sich nichts ändern. Im Gegenteil, Arbeitsplatzabbau und Steuerverluste sind die Folge.
    Im Endeffekt kristalliert sich am Ende aber trotz allem der Erfolg durch die Einfachheit heraus. Und da haben die grossen, komerziellen alle nun mal unbestreitbar Ihre Vorteile. Leider, möchte man sagen, weil darum der freie Wettbewerb faktisch nicht existent ist. Und wenn einer mal eine Innovation hat, ist diese schnell "weggekauft", oder fristet Ihr trostloses Dasein irgendwo im "Raum der Patente".
    Open Source ist ja schön und gut, aber mal ehrlich: wir haben uns doch auf Verdeih und Gederb ausgeliefert, und sind auch damit gross geworden, abhängig zu sein. Wie sollte man das jetzt ändern ?! Indem man zB auf etlichen Komfort verzichten muss, und selbstgestrickte Lösungen bevorzugt, die deutlich weniger gut funktionieren, oder die viel Aufwand mit sich bringen ?!
    Der Kunde geht immer den Weg des geringsten Widerstands, und der für Ihn besten Lösung. Sorry, aber Linux ist für mich einfach keine Option. Wenn mich im Privaten Bereich alleine das Thema Videobearbeitung interessiert, sträuben sich mir die Nackenhaare, wenn ich da an OpenSource denke. Am eigenen Leib erfahren, und für mich nicht hinnehmbar.
    Wenn man "relativ offen" bleiben will, und auch Softwaremässig flexibel sein möchte, führt momentan kein Weg an Microsoft vorbei. Und deswegen werde ich diese Produkte auch weiterhin einsetzen. Auch wenn mir etliche Punkte in der Firmenpolitik überhaupt nicht gefallen. Da bin ich ganz ehrlich, und das gilt bestimmt auch für einen Grossteil der anderen User.
    @Martin
    Guter Beitrag von 2016. Ich würde das zu 100% befürworten. Geschäftsfelder entkoppeln, Verantwortlichkeiten festlegen. Konzentration und Besinnung auf die eigenen Bereiche. Aber, ob sich das Marketing sowas gefallen lassen würde ?! Ökosystem wäre praktisch nicht mehr vorhanden. Wenn es denn überhaupt noch am "Leben" ist :D
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