Kommentar zum Ende der Xbox One X: Plötzlich ergibt alles einen Sinn

Kommentar zum Ende der Xbox One X: Plötzlich ergibt alles einen Sinn

Microsoft hat darüber informiert, dass die Xbox One X und die Xbox One S All Digital Edition nicht mehr produziert werden. Bis sie komplett aus dem Einzelhandel verschwunden sind, wird es aber sicherlich noch eine ganze Weile dauern. Es müssen ja alle Restbestände abverkauft werden, und niemand weiß, wie viele Konsolen Microsoft noch am Lager hat.

Der Abverkauf dürfte im Angesicht der Tatsache, dass die neue Generation schon in den Startlöchern steht, entsprechend schleppend verlaufen. Für Schnäppchenjäger oder Käufer einer Zweitkonsole aber dürften interessante Zeiten anbrechen. Insbesondere bei der All Digital Edition würde ich Preise von um die 100 Euro im Ausverkauf nicht ausschließen. In Verbindung mit Project xCloud, das früher oder später auch auf die Xbox streamt, könnte das sogar eine wirklich interessante Option werden.

Aber zum Thema: Ich habe kurz gezuckt, als ich die Nachricht vom Ende der Xbox One X vernommen habe. Bisher war ich fest davon ausgegangen, dass sie neben der Xbox Series X weiter existiert. Diese Fehleinschätzung war auch die Ursache dafür, dass es mir bislang schwer fiel, mir Microsofts neue Konsolenstrategie schlüssig zu erklären. Nun aber ergibt das plötzlich alles einen Sinn.

Ich hatte immer meine Probleme damit, mir einen Preis für die Series X auszumalen und den Sinn der Series S zu verstehen. Wäre die Xbox One X auf dem Markt geblieben, hätte sich die Series X preislich von ihr abheben müssen. Entweder wäre die neue Konsole sehr teuer geworden, oder man hätte die One X deutlich im Preis reduzieren müssen. Dieser Konflikt ist gelöst, und der Weg für einen möglicherweise überraschend günstigen Preis der Xbox Series X ist frei.

Die noch nicht angekündigte Xbox Series S, von der wir jetzt noch sicherer ausgehen können, dass sie bald vorgestellt wird, findet nun ebenfalls ihren Platz. Bei ihr hatte ich noch größere Schwierigkeiten, sie sowohl preislich als auch leistungsmäßig über, unter oder neben der Xbox One X einzusortieren. Nun findet sie ihren Platz im Lineup, denn sie stößt in die frei werdende Lücke, welche die Xbox One X und die Xbox One S All Digital Edition hinterlassen.

Es ergibt sich so ein rundes Bild: Die Xbox One S bleibt als Einstiegskonsole weiterhin bestehen, die Xbox Series S bedient die Mittelklasse, und die Xbox Series X ist das Flaggschiff. Dank Project xCloud und Abwärtskompatibilität von Spielen und Zubehör verfügt dennoch jede Leistungsklasse über das volle Angebot und ein Wechsel zwischen den Konsolen ist keine große Sache. Was sich Phil Spencer und sein Team da ausgedacht haben, scheint einmal mehr Hand und Fuß zu haben.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!
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