Künstliche Intelligenz: Erste Unternehmen streichen KI-Ausgaben zusammen – kein Mehrwert messbar
Seitdem die großen KI-Unternehmen die Abrechnung ihrer KI-Modelle zunehmend auf Token-basierte Methoden umstellen und damit die tatsächlichen Kosten an die Kunden durchreichen, wird die Nutzung durch die Kostenexplosion für einen Großteil der individuellen Nutzer nur noch schwer bezahlbar. Doch auch für Unternehmen rechtfertigen diese Ausgaben den fehlenden Mehrwert immer weniger, wie aktuelle Beispiele bei den Kollegen WinFuture und Günther Born zeigen.
Der Fahrdienstleister Uber hat in den ersten vier Monaten bereits sein Gesamtbudget für KI-basierte Entwicklertools wie Claude Code in diesem Jahr verfeuert. Dessen COO Andrew Macdonald stellt nun öffentlich die Sinnfrage und beklagt neben fehlender Messbarkeit, dass zwischen neuen nützlichen Funktionen für die Endnutzer und den KI-Werkzeugen ein direkter Zusammenhang bestünde, auch die unkalkulierbaren Kosten, die mit den neuen Abrechnungsmethoden einher gehen. Dies erfordere ein zwingendes Umdenken.
Auch Duolingo hat mittlerweile reagiert und die verpflichtende KI-Nutzung aus der Leistungsbeurteilung für Angestellte gestrichen. Damit geht man den entgegengesetzten Weg der großen Techriesen wie Meta und Amazon, die von ihren Angestellten die KI-Nutzung für jede noch so sinnbefreite Aufgaben verlangen, nur um die verwendeten Tokens in die Höhe zu bringen.
Derweil stehen auch die KI-Entwickler selbst vor ungewissen Herausforderungen. Anthropics CEO Dario Amodei rechnet mittlerweile damit, dass die Abos für Claude Code in den kommenden 12 Monaten um mindestens die Hälfte einbrechen wird. Auch Google, bisher bei Gemini recht großzügig, hat es mit den neuen Nutzunglimits wohl übertrieben und musste diese schon mehrfach verdreifachen, damit der KI-Assistent überhaupt sinnvoll genutzt werden konnte. Probleme gibt es aber immer noch.
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Über den Autor

Kevin Kozuszek
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und Microsoft Edge zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.


