Kurzgesagt: Wayland für WSL 2 - DX12 (vielleicht) für Linux

Kurzgesagt: Wayland für WSL 2 - DX12 (vielleicht) für Linux

Während die virtuelle Build Conference 2020 immer noch läuft, bekommt man auf den Nebenkanälen mittlerweile weitere interessante Informationen, die vor allem Microsofts Pläne rund um Linux betreffen. Zwei wichtige Informationen hat Microsoft-Engineer Steve Pronovost am gestrigen Abend auf der dri-devel-Mailingsliste gegeben und beantwortet damit eine wichtige Frage zur Unterstützung für GUI-Apps bei WSL 2, der ja in Zukunft bekanntlich ohne zusätzlichen XServer auskommen soll. Das Problem: Zwar wird kein zusätzlicher XServer mehr gebraucht, aber dieser steht unter Linux bekanntlich selbst auf der Abschussliste, mit Wayland wird bereits seit mehreren Jahren der Nachfolger entwickelt.

Laut Pronovost plant Microsoft die Entwicklung eines eigenen Wayland-Compositors, der in den Presentation Stack von WSL 2 integriert wird und über das eigene RDP-Protokoll eingebunden werden soll. Damit wird auch für WSL 2 in der Hinsicht wirkliche Zukunftssicherheit geschaffen. Daneben deutete Pronovost an, dass man zumindest auch intern über eine Unterstützung von DirectX 12 außerhalb von Windows und WSL 2 nachgedacht hat und die Frage, ob man DX12 offiziell zu Linux bringen soll, immer noch im Raum steht. Microsoft will aber zumindest einige Verbesserungen zum DRM-Stack beitragen.

Wir wissen ja, wie schmerzbefreit Microsoft mittlerweile ist, aber mit Wayland und GUI-Support für WSL 2, WinGet als neuem Paketmanager für Windows 10 und anderen Ankündigungen stehen uns wirklich interessante Zeiten ins Haus. Wer hätte damit vor der BUILD 2020 bitte gerechnet…

Quelle: Phoronix

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare

  1. Ein Weston-Wayland-RDP Konstrukt also.
    RDP wird auch benutzt um in W10X die virtualisierten Programme darzustellen. Vielleicht kein Zufall.
    Dann wirds ja doch noch was mit Linux auf dem Desktop...
    Scherz beseite - anscheinend hat man bei Microsoft zuviel Zeit. Da kann man bestimmt auch noch etwas "abzwacken" um eine Anleitung zu erstellen wie (oder zu ermoeglichen) wie man WSL1/2 in eigene Windows-Apps integriert z.B. um ein natives WinUI auf Linux CLI-Tools zu ermoeglichen und als ein Paket auszuliefern...
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