Leserpost: CES-Berichterstattung, Office 365 Lite, Microsoft Store

Leserpost: CES-Berichterstattung, Office 365 Lite, Microsoft Store

In der letzten Woche ist nicht allzu viel Leserpost zusammen gekommen, weil die einzelnen Punkte aber interessant sind, werfen wir dennoch einen Blick darauf.

CES-Berichterstattung

Zur Berichterstattung rund um die CES fragt Jürgen: Es fällt mir nicht zum ersten Mal auf, dass einige Hersteller in der Berichterstattung bevorzugt werden, zum Beispiel HP und Acer. Zahlen die anderen nicht gut genug?
Nun, die Erklärung ist ganz einfach. Alle Hersteller zahlen gleich viel für die Berichterstattung bei uns, nämlich nichts. Das ist bei uns mehr so ein Input-Output Thema. Wir können mit unserem kleinen Team ohnehin keine lückenlose Berichterstattung bieten, trotzdem versuchen wir alles unterzubringen, was uns angeboten wird. Manche Hersteller senden die Infos vorab unter NDA, dazu gehören beispielsweise HP und Acer, so hat man die Möglichkeit, die News in aller Ruhe vorzubereiten. Andere Hersteller senden die Infos immerhin zeitnah, und bei wieder anderen muss man hinterher laufen – was ich grundsätzlich nicht mehr tue. Und so kommt es eben dazu, dass man über die einen Hersteller mehr bei uns liest und über die anderen weniger. Eine Bewertung bzw. gezielte Bevorzugung oder Benachteiligung ist das aber nicht.

Office 365 Lite

Niclas schreibt:

Du hast neulich mal in einem Artikel geschrieben , dass Office 365 nicht besonders gut läuft in Deutschland oder Allgemein bei Consumern.
Es ist einfach nur zu teuer. Cloud ja, aber viele Nutzer benötigen keinen Terabyte auf OneDrive.
Warum zieht Microsoft nicht auch dort im Bereich Lite-Trend die Fäden? Zum Beispiel so:

Office 365 Lite
4 Personen
300 GB One Drive
3 PCs zur gleichen Zeit
35 Euro

Interessante Idee. Die Zeichen deuten im Moment aber eher darauf hin, dass sich am Preis nichts ändern wird und im Zuge der Umbenennung von Office 365 auf Microsoft 365 noch ein paar Features hinzu kommen. Damit wird Microsoft versuchen, die anspruchsvollen Consumer, auch gerne „Prosumer“ genannt, anzusprechen.

Ob das zu einer signifikanten Steigerung der Abo-Zahlen führen wird? Ich rechne eher nicht damit. Bevor Microsoft aber besondere Anstrengungen unternimmt, bei dieser Zielgruppe wieder besser im Kurs zu stehen, werden sie sich eher mit dem Ist-Zustand abfinden.

Microsoft Store

Die Gerüchte um die Zukunft des Microsoft Store haben ein paar Leute aufgeschreckt. Einerseits machen sie sich Sorgen um ihre gekauften Apps, andererseits fürchten Freunde des Store (ja, es gibt sie) um die Bequemlichkeit, die der Store bietet.

Zunächst mal: Ich glaube nicht, dass Microsoft den Store komplett schließt. Vor fast einem Jahr habe ich in dem Beitrag Wie geht es weiter mit dem Microsoft Store? einen Ausblick gewagt, wie es weiter gehen wird. Man soll ja nicht die Hosenträger schnalzen lassen, aber da ich auch mit Fehlern offen umgehe, erlaube ich mir in diesem Fall ein „seht ihr, genau so ist es gekommen“.

Ich schätze den Store vor allen Dingen, weil sich von dort installierte Apps automatisch aktualisieren und restlos deinstallieren lassen, außerdem werden diese Apps von Microsoft vor der Veröffentlichung unter anderem auf Schadsoftware überprüft. Nun stellt euch mal vor, ihr könntet das für alle Programme haben und nicht nur bei denen, die aus dem Store kommen. Schöne Vorstellung, oder? Mit dem (nicht mehr ganz so) neuen Installationsformat MSIX wird genau das Realität, auch für Universal Apps.

Das ist nicht nur für die Kunden ein Vorteil, sondern auch für die Entwickler. Sie profitieren von den Vorteilen und können frei entscheiden, ob sie den Microsoft Store als Schaufenster und zusätzlichen Absatzkanal nutzen oder nicht. Der Entfall des Zwangs könnte dem Store daher langfristig sogar nutzen. Und wenn es sein Ende bedeutet, dann ist das eben so.

Deine Meinung / Kritik / Anregung hier? Kein Problem, schreib mir an martin at drwindows.de

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Ich sehe das mit dem Store anders. Eine "friedliche Koexistenz" vom Store und msix, vergleichbar mit dem Playstore und den APK-Dateien, wäre doch ideal. Aber die Leute wurden in den 90er und 2000er Jahren ja darauf getrimmt ihre Programme schön im Internet zu suchen (und dann mit ordentlich Bloatware im Gepäck zu installieren, nur um anschließend Ihren PC reparieren zu lassen und dabei auf Windows zu schimpfen). Wie man daran weiterhin als Consumet festhalten kann, verstehe ich beim besten Willen nicht.
    Ich schätze den Store vor allen Dingen, weil sich von dort installierte Apps automatisch aktualisieren und restlos deinstallieren lassen, außerdem werden diese Apps von Microsoft vor der Veröffentlichung unter anderem auf Schadsoftware überprüft. Nun stellt euch mal vor, ihr könntet das für alle Programme haben und nicht nur bei denen, die aus dem Store kommen. Schöne Vorstellung, oder?

    Oh ja, gefällt mir. :)
    Leider hat MS ja versucht, über den Store die UWP-Apps zu etablieren, und hat das so an die Wand gesetzt, dass es meiner Meinung nach jetzt sehr fraglich ist, ob man den Store überhaupt irgendwie populär bekommt. Während andere gezeigt haben wie es geht (Google und Apple). Das wird nun eine ähnlich schwere Aufgabe, wie Windows Phone neben den zwei großen zu etablieren. Ich wünsche MS natürlich, dass sie das packen, aber... es ist wieder mal so, dass da etwas auf höherer Ebene einfach verbockt wurde, und nun muss man die Scherben aufsammeln, und versuchen, das Ganze irgendwie zu kitten, und das ist schwer. Vor allem bei der Crowd da draußen, denen man ja kaum etwas recht machen kann.
    @Mamagotchi
    ist dir klar, daß in 95 % aller unter Windows laufenden Anwendungsprogramme der Microsoft Store in der jetzigen Ausgestaltung die völlig falsche Anlaufstelle wäre?
    Bloatware kam mit Win 10 in Form von Candy Crush usw und was man im Store unter einer grottigen Oberfläche findet erklärt u.a. den Erfolg von Google/Android.
    Wer das Thema "Microsoft-Konto gelöscht ohne Angabe von Gründen, Kontakt mit Support nicht möglich" mitverfolgt. wird sich zweimal überlegen ob Kauf über Store überhaupt sinnvoll ist.
    @chakko: nicht Dein Ernst das Apple gezeigt hat wie es geht? Deren Store ist bei iOS Zwang und bei MacOS kann ein Entwickler u.a. da nicht alles einstellen, was ein echtes Problem darstellt... .
    Ich stimme Dir allerdings zu: ein garantiertes Rezept fuers Desaster ist einen Store zu etwas anderem als einen besonders angenehmen Distributionskanal machen zu wollen.
    @Mamagotchi: als ehemalige Apple-User schaue ich grundsaetzlich im Store nach. Wenn man es auch im Store kaufen kann, kaufe ich dort. Weil ich es einfach vorziehe Updates fuer div. Apps "auf einmal" zu bekommen... . Bloatware brauche ich auch nicht. Fuer mich ist der Store selbst in diesem Zustande eine Bereicherung die ich nicht missen moechte.
    -
    Ich wette mal viele Entwickler wissen garnicht was ihnen an Geld "entgeht" weil sie keine App im Store haben...
    @Pixelschubse "aller unter Windows laufenden Anwendungsprogramme"... alte Zöpfe, die Microsoft nicht bereit ist abzuschneiden. Lieber gehen sie damit unter, als dass sie sich davon trennen. Sie hatten die Chance ein eigenes OS für Consumer zu erstellen, aber sie mussten es ja "Windows 10X" nennen. Wieder "Windows" und wieder sind automatisch die alten unauslöschbaren Assoziationen der Leute bezüglich "Windows" im Kopf.
    Von mir aus können sie den Store als App beerdigen, aber man sollte via dem Launcher und dem Sichtfeld bei W10X nach Apps/Programmen suchen und diese direkt installieren können.
    Mamagotchi
    Wie man daran weiterhin als Consumet festhalten kann, verstehe ich beim besten Willen nicht.
    Schwer zu verstehen?
    Selbst wenn man darauf steht am Desktop eine eingeschränkt App im Smartphone-Look zu verwenden, so gibt es die doch in vielen Fällen gar nicht. Sollte es ein entsprechendes App-Äquivalent geben, dann bekommt man einen deutlich reduzierten Funktionsumfang.
    Wobei es auch eine Kunst ist eine App im MS-Store überhaupt zu finden. Man wühlt sich durch eine gigantische Müllhalde. Da werden die Bloadware-Schleudern Chip und Computerblöd besser gepflegt und sind besser / übersichtlicher aufgebaut.
    Wobei auch MS voll auf Bloatware abfährt und die inzwischen direkt mit Windows ausliefert. Man tut alles für einen guten Ruf...
    Zudem bieten App unter Windows zum Großteil auch endlich das, was man als User immer vermisst hat: Werbung. Wer da nicht begeistert umschwenkt...
    Alternativ: Geld ausgeben für eine App, die eventuell morgen nicht mehr gepflegt wird und X Tage später nicht mehr verwendet werden kann? Da war doch gerade die Tage erst eine Meldung über nicht nachvollziehbare Kontoschließungen seitens MS...
    Schaut man in Richtung Spiele, dann ist der Windows-Store erst recht die falsche Anlaufstelle. Auch nach X Jahren funktionieren da nicht einmal die Downloads ohne Probleme.
    Natürlich kann man trotzdem gerne MS-Apps nutzen, aber zu verstehen warum dies nicht bei allen der Fall ist sollte durchaus möglich sein.
    Ich schätze den Store Schöne Vorstellung, oder?
    Theorie: Ja. Praxis: Nein.
    Ist ja nett, wenn geprüft wird, aber am Ende des Tages wird halt einfach das durchgelassen, was dem Anbieter zusagt und die Nutzung ist auch nur so lange möglich, wie jemand anders bestimmt. Da habe ich lieber mal einen Rest an Daten nach der Installation auf der Platte, aber kann Software dann und so lange nutzen, wie ich es möchte.
    Man muss sich ja nur mal anschauen, was da an "Willkür" passiert ist (und noch passieren wird). Gab ja einige prominente Fälle in der Vergangenheit (u.a. in anderen Storen). Dr. Windows scheint da noch gar nicht so lange Sachen vergessen zu haben. -> Nach sechs Jahren: Microsoft stört sich am Namen Dr. Windows & Microsoft macht Ernst: App von WindowsArea aus dem Store entfernt
    Schöne Vorstellung? Wirklich?
    Klar ist Office 365 in Deutschland nicht besonders Erfolgreich. So eine 1 TB Cloud braucht kaum wer und für das Jahresabo gibt es drei Office 2019 Schlüssel.
    für das Jahresabo gibt es drei Office 2019 Schlüssel

    ?
    Wie wo was? Ein Schlüssel für Office 2019 Home & Student, das die kleinste und günstigste Version ist, kostet bei Microsoft 149 €, und bei Amazon 129 €.
    Und jetzt komm bitte nicht mit Lizengo und Co. Darüber würde wirklich genug hier geschrieben im letzten halben Jahr.
    Zu O365 frage ich mich ja immer, warum viele die Vorteile nicht für sich erkennen - auch auf Wiederholungsgefahr, denn das ist ja so ähnlich auch schon ziemlich oft hier in den Foren geschrieben worden: Ich kaufe jedes Jahr bei einem bekannten Onlinehändler zu unter 50 EUR die Home Version-Verlängerung für bis zu 6 Plätze, das wird in der engsten Familie geteilt, ergo um die 15 EUR pro Jahr pro User und alle haben dafür a. stets aktuelle und synchrone Office Versionen (auf den Mobiles werden ja keine Lizenzen angerechnet, da <10 Zoll) und b. 1TB Online Speicher.
    Und ja, auch 1TB kann einen Sinn ergeben: Meine Frau und Schwägerin kriegen den alleine mit dem Fotoupload ihrer iPhones so langsam aber sicher voll;-) Beide haben sich für diese Lösung extra von den im Vergleich sehr teuren iCloud Datenplänen verabschiedet und alle Fotos zur automatisierten Zwischensicherung in die MS-Cloud migriert.
    Es gibt also aus meiner Sicht durchaus auch für Consumer extrem sinnvolle use cases und eigentlich können ich bzw. wir mit unserem Nutzungsszenario soooo ungewöhnlich doch nicht sein?!
    @_Sabine_ Weil Das mag aus Sicht eines Windows-Dinos stimmen, ist aber absolut irrelevant für normale 0815-Consumer. Und die sind nun mal die Masse.
    @Mamagottchi,
    Das sehe ich genauso wie du.
    Für mich macht das Office365 auch keinen wirklichen Sinn. Ich nutze wenn überhaupt nur Word und Excel und brauche nicht mehr wie 200 GB Onlinespeicher. Teilen mit Familienmitgliedern fällt auch flach weil von denen keiner mehr MS Produkte nutzt. Sind inzwischen alle komplett zu Apple abgewandert.
    Und wenn ich mich im engeren Verwandten- und Bekanntenkreis umsehe nutzen die meisten nur Word und brauchen nicht einmal 100GB Speicher. Denen ist Office365 einfach zu teuer weil sie für Inhalte zahlen die sie nie brauchen.
    Bei vielen meiner Arbeitskollegen sieht es ähnlich aus.
    In Sachen Office365 denke ich nicht das das Motto „Viel hilft viel“ das richtige ist.
    Mir wäre es lieber Word, Excel und PowerPoint für kleines Geld einmalig kaufen und dann mehrere Jahre nutzen zu können. ich brauche nicht monatlich die neueste Version da sich gefühlt eh immer nur das Design ändert.
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