Libre Office 6.2: Neue Oberfläche soll Nutzer von Microsoft Office anlocken

Libre Office 6.2: Neue Oberfläche soll Nutzer von Microsoft Office anlocken

Die Document Foundation hat mit Libre Office 6.2 eine neue Version der kostenlosen und freien Office Suite vorgestellt. Mit an Bord ist auch eine neue Oberfläche, die auf den Namen NotebookBar hört. Bei Libre Office kann man ja zwischen mehreren Layouts wählen, mit der „Tabbed“-Ansicht ist nun auch eine Option vorhanden, die vor allen Dingen Umsteigern von Microsoft Office helfen wird, sich schnell zurecht zu finden, denn sie lehnt sich an dessen Menügestaltung an.

Wie beim „Vorbild“ klickt man sich durch die einzelnen Tabs und findet dort die gängigsten Befehle vor. Die neue Oberfläche ist allerdings kein Standard, sie muss also erst in den Einstellungen aktiviert werden.

Neue Oberfläche für Libre Office

Aber auch funktional hat sich Einiges getan: Im Writer können Tabellen-Daten nun auch tatsächlich als bearbeitbare Tabellen eingefügt werden. Die Tabellenkalkulation Calc wurde um neue Analysefunktionen erweitert und unterstützt außerdem reguläre Ausdrücke.

Eine Tour durch alle Neuerungen bietet dieses Video:

Wie immer gibt es auch neue Dinge, die nicht auf den ersten Blick sichtbar sind, wie zum Beispiel das überarbeitete Hilfesystem, das wesentlich schneller Ergebnisse anzeigt. Auch die Kompatibilität mit Dateien, die mit Microsoft Office erstellt wurden, ist nochmals optimiert worden.

Wer für eine Office Suite kein Geld investieren möchte, auf die diversen Integrationen von Microsoft Office verzichten kann und nicht gleich in Tränen ausbricht, wenn halt doch mal eine übersandte MS Office-Datei Darstellungsfehler oder andere Inkompatibilitäten aufweist, für den ist Libre Office ganz sicher prima geeignet.

zum Download von Libre Office

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Ich mag Libre Office,
    funkt ausgezeichnet, und ist einfacher zu bedienen.
    Nur wegen der Automatisierung habe ich überhaupt ein Ms Office im Abo.
    Die APIs vom Libre Office sind etwas schwerer einzubinden.
    Aber es gibt kein MS Access, auch nichts annähernd so Gutes.
    Das ist nach wie vor der größte Nachteil.
    Die Document Foundation tut gut daran, sich an dem Patzhirsch zu orientieren.
    Heißt das, dass Nutzer von MS Office damit "weggeglockt" werden? Wohl kaum. Allein von der Performance her (Start der Applikationen, Verarbeitung von Dokumenten mit sehr vielen Zeichen und Seiten) ist Libre Office gar keine Alternative zu MS Office.
    Was natürlich nicht heißen soll, dass das Programm für Privatmensch nicht absolut ausreicht, im Gegenteil. Das wird für Privatmensch bereits absolut Overkill sein. Generell finde ich es aber gut, dass man sich an dem Marktführer orientiert. Aber dann bitte auch das Rechtklick-Menü mit sofortiger Auswahl der Textformatierung. Das ist nämlich für mich DAS Feature von MS Word.
    Die 6.2 Version ist übrigens lediglich in der Preview-Version verfügbar, nicht in der stabilen Variante. Solltet ihr vielleicht noch dabei schreiben.
    chakko
    Die 6.2 Version ist übrigens lediglich in der Preview-Version verfügbar, nicht in der stabilen Variante. Solltet ihr vielleicht noch dabei schreiben.

    LibreOffice hat zwei Zweige, einmal Fresh, was die aktuelle stabile Variante ist (das ist jetzt die 6.2), und einmal Still, was die Vorversion ist, die jetzt für nochmal 6 Monate Updates bekommt, bis dann LO 6.3 kommt und die 6.2 auf den Zweig wechselt. Stimmt also schon.
    Was das Thema angeht: LibreOffice hat mal wieder Fortschritte gemacht, trotzdem bleibe ich mit Vorliebe bei Office 365. Die komplette Suite hat immer noch ihre Ecken und Kanten und die Auswirkungen der Teilanbindung bei Java und VCL als Toolkit merkt man an allen Ecken und Enden. Microsoft Office finde ich da einfach viel angenehmer. Aber wie gesagt, persönliche Präferenz.
    Zumindest entspricht diese Beschreibung nicht dem üblichen Kriterien von stable - unstable oder beta - rtm, usw. Bei für Technikbegeisterte und Power-User geeignet, erwarte ich jedenfalls nicht das, was bei anderen Projekten noch als unstable oder beta durchgehen würde. Ich habe aber keine Ahnung wie sich die Versionen momentan verhalten. Ich nutze LibreOffice nur auf den PCs, für die die Lizenz nicht mehr ausreicht, und da wird halt nur sehr selten mal mit Office gearbeitet.
    Daß der eine Updatekanal so ohne weiteres nicht die Updates des anderen anzeigt, ist aber bei OSS und Co. nicht ungewöhnliches. Unter Umständen läßt sich so etwas nicht mal in der graphischen Oberfläche umschalten, man will ja die konservativen Nutzer nicht verwirren.
    Nachdem man 12 Jahre dagegen gewettert hat, wird es jetzt dann doch übernommen. Und ich gehe stark davon aus, in noch mal zwei Jahren ist es dann Standard-Oberfläche und muss nicht mehr extra aktiviert werden.
    Hätte man auch schneller haben können...
    Ich zitiere mal:
    "Sie sind technikbegeistert, ein Early Adopter oder ein Power-User? Dann ist diese Version für Sie!" - steht bei der Fresh Variante.
    "Um LibreOffice im Firmenumfeld einzusetzen, oder als konservativer Benutzer wählen Sie bitte diese Version." - steht bei der "Still" Variante.
    Ich finde die Unterscheidung etwas merkwürdig, und missverständlich, aber, gut, ich nehme dich mal beim Wort, und glaube dir, dass die Version für "Early Adopter" dann stable ist. Wenn ich in meinem Libre Office 6.1.5 nach Updates suche, wird mir jedenfalls angezeigt, dass keine verfügbar sind.
    Kann mir übrigens einen weiteren kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: Microsoft will ja mitterweile in allen Office-Produkten wieder weg von dieser Art von Menüs, hin zu einem simplifizierten Menüband (was ich übrigens sehr gut finde). Da kann man auch mal wieder das "Wahnsinnstempo" der Entwicklung von Libre Office sehen. Kaum bringen die sowas an den Start, ist die Software, die man imitieren wollte, schon wieder weiter. :p
    Ich hab mir die 6.2 gerade mal geladen. Ja, es ist in der Reiter-Ansicht unübersichtlicher als MS Office, aber, meines Erachtens schon wesentlich übersichtlicher als mit dem Symbolleisten. Von daher schon ein Schritt in die richtige Richtung.
    Sowas wie das hier sollten sie sich aber auf jeden Fall sparen... :

    Wer soll denn mit dieser Ansammlung von unkommentierten Symbolen rechts etwas anfangen können?
    @IngoBingo
    Hihi, so ist das halt in Linux-/Open Source-Land. ;)
    Noch so eine Sache übrigens: Das Ein-/Ausblenden der Menüleiste gibt es nur im Reiter Ansicht, nicht im Menü Ansicht. Hab jetzt schon mehrmals gesucht und gesucht, bis ich es dann endlich gefunden habe. Einfach zu inkonsistent, und außerdem ist das Menü Ansicht in der Menüleiste total überfrachtet und unübersichtlich. Die können einfach keine GUI's bauen.
    Puuuuh, hauptsache manuell. Hatte ganz kurz Schnappatmung und möchte loß niemals mit Ribbons arbeiten müssen :)
    Ja, Standard ist die "normale" Ansicht mit den Symbolleisten. Aber, ganz ehrlich, die Ribbons sind doch deutlich übersichtlicher. Das Problem ist nur, dass man diese Art der Bedienung in LO nicht gewohnt ist, und insofern das Problem besteht, dass nicht alles in den Ribbons zu finden ist, was vorher in den Symbolleisten zu finden war.
    Erst einmal danke für die Information bezüglich Libre Office. Benutze ich schon jahrelang,.und bin sehr zufrieden.
    Nun zu meinen Fragen.
    Wann stellt ihr endlich ein konsistentes mobiles Design eures Webauftritts zur Verfügung?!
    Warum verlinkt ihr das Video nicht so, dass man es auch direkt in YouTube öffnen kann?! Dieser eingebettete Mist ist absolut überflüssig!
    Und dann bedient euch doch nicht englischsprachiger Videos mit Untertiteln, sondern macht selbst eins. Schließlich kann man auch Libre Office auf Deutsch umstellen!
    LG
    Was ist denn daran neu? Ich kann mich erinnern, dass ich schon vor etwa 2 Jahren die Ribbon Oberfläche in Libre Office genutzt hab. Die Umsetzung fand ich optisch allerdings wenig überzeugend. Daher benutze ich lieber SoftMaker FreeOffice, da sieht das Ribbon Menü wesentlich ansprechender aus.
    Du hast recht, das Teil gibt's schon länger. War aber wohl bislang rein experimentell, und nur über Umwege zu aktivieren.
    Zeigt auch wieder recht deutlich, was ich bereits vorher gepostet habe. Dass die Entwicklung doch recht behäbig vonstatten geht.
    Mein MS Office 2007 sieht noch immer um Welten besser,angenehmer und aufgeräumter aus.
    Das neue UI für Libre sieht halt immer noch billig aus
    In meinem Testsystem verwende ich Softmaker Free Office. Dessen Design gefällt mir besser und ist übersichtlicher.
    Ich hatte auch mal Open Office und Libre Office getestet. Das Design von Open Office gefiel mir dabei besser und kam mir vertrauter vor.
    Daher verwende ich im Arbeitssystem (noch) Open Office als Zweitoffice, da ich oft ODF-Dateien erhalte. Diese lassen sich zwar in MS Office auch öffnen und bearbeiten, aber u. a. die Formatierungen und Macros sind zu MS Office nicht ganz oder gar nicht kompatibel.
    Da von LibreOffice die Rede ist, möchte ich hier eine Erfahrung mitteilen, die im Einzelfall hilfreich sein könnte. Ich habe bereits mehrfach eine defekte Excel-Datei (Office 2010) auf dem Weg über LibreOffice "repariert": nämlich wenn sich in ein Verzeichnis mit ca. 25000 Zeilen keine neue Zeile mehr einfügen ließ (was nicht nur mir begegnet ist). In LO geöffnet und gespeichert. Und weiter in Excel.. Hat mir viel Arbeit erspart!
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