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Logitech MX Mechanical und MX Master 3S vorgestellt: Meine Eindrücke

Logitech MX Mechanical und MX Master 3S vorgestellt: Meine Eindrücke

Logitech stellt heute zwei bzw. drei neue Produkte vor, die zur gleichen Familie gehören, aber zumindest in Punkto Geräuschentwicklung kaum unterschiedlicher sein könnten. Ich habe die neuen Geräte seit ein paar Tagen auf dem Tisch und bringe in diesem Beitrag meine Eindrücke unter.

Logitech MX Master 3S

Logitech MX Master 3S

Das erste neue Produkt ist die Logitech MX Master 3S, sie ist der Nachfolger der MX Master 3. Legt man beide Mäuse nebeneinander, so wird man keinen Unterschied finden können, es gibt nämlich keinen, äußerlich sind Vorgänger und Nachfolger vollkommen identisch.

Das „S“ im neuen Modell könnte für „Silent“ stehen, die Klickgeräusche der linken und rechten Maustaste wurden laut Logitech um 90 Prozent reduziert. Ich kann das aus der Praxis bestätigen weil ich beide Modelle hier habe: Die MX Master 3S arbeitet beinahe lautlos. Eine Eigenschaft, die ich kürzlich beim Test der Logitech Lift bereits sehr zu schätzen gelernt habe.

Der Sensor der MX Master 3S arbeitet mit bis zu 8.000 DPI und funktioniert nun auch auf Glas. Wie gehabt gibt es drei Bluetooth-Profile, um die Maus mit mehreren Geräten zu paaren. Standardmäßig erfolgt die Verbindung über den beiliegenden Logitech Bolt Dongle.

Logitech MX Master 3S von allen Seiten

Ansonsten hat die MX Master 3S alle vom Vorgänger bekannten Ausstattungsmerkmale wie das seitliche Scrollrad, die große Daumentaste und das schwere mittlere Scrollrad, mit dem man besonders rasant durch lange Dokumente blättern kann. Mit einem Gewicht von 141 Gramm ist sie ganze zwei Gramm leichter als der Vorgänger, der Akku ist leider nach wie vor fest verbaut. Zur Konfiguration wird die neue Software Logi Options+ verwendet, die mit dem Start der neuen Produkte das Betastadium verlässt.

Die Logitech MX Master 3S ist ab sofort in den Farben Grafit und Hellgrau verfügbar, die UVP liegt bei 129,99 Euro. Der Preis ist ein bisschen verrückt, wenn man bedenkt, dass die MX Master 3 zu einem Straßenpreis von rund 70 Euro zu haben ist, was bereits viel Geld für eine Maus ist.

An der Logitech Lift kommt die MX Master 3S bei mir derzeit nicht vorbei, aber das ist ja eher eine Grundsatzfrage. Derzeit favorisiere ich das vertikale Layout, irgendwann wird sich das vielleicht auch wieder ändern.

Logitech MX Master 3S in Hellgrau

Logitech MX Mechanical

Logitech MX Mechanical

„Leise“ ist ein Merkmal, mit dem Logitech das zweite neue Produkt bewirbt. Die MX Mechanical soll nämlich die „leiseste mechanische Tastatur“ sein, die Logitech im Angebot hat. Im Vergleich mit der MX Master 3S ist das allerdings ein sehr relativer Begriff, denn während ich die Maus bei der Arbeit nicht höre, ist der Anschlag der MX Mechanical auch noch im mehrere Meter entfernten Wohnzimmer gut hörbar, wenn meine Bürotür offen steht. Mechanisch bleibt eben mechanisch.

Standardmäßig ist die MX Mechanical mit braunen „Tactile Quiet“ Switches ausgestattet, alternativ gibt es auch noch blaue („Clicky“) und rote („Linear“) Schalter.

Logitech MX Mechanical Switches

Ich habe das Modell mit den braunen Switches hier. Der Umstieg von der MX Keys, die ich ansonsten verwende, fiel mir erstaunlich leicht. An den für eine mechanische Tastatur wirklich leisen, für mich aber dennoch zu lauten Anschlag werde ich mich nach jetzigem Stand nicht gewöhnen können. Ich will mir da allerdings noch ein paar Tage Zeit nehmen, ehe ich eine Entscheidung treffe, denn andererseits macht das Schreiben mit der MX Mechanical wirklich großen Spaß.

Die mehrstufige Tastenbeleuchtung arbeitet intelligent und schaltet sich nur ein, wenn die Hände in der Nähe sind. Bei der Konfiguration, die ebenfalls über die Software Logi Options+ erfolgt, zeigt sich die Gaming-DNA, denn es können sechs verschiedene Beleuchtungseffekte eingestellt werden. Beinahe überflüssig bei einer Office-Tastatur, aber es tut ja auch nicht weh.

Logitech MX Mechanical seitliches Profil

Der Akku hält laut Logitech bis zu 15 Tage und sogar bis zu zehn Monate, wenn man auf die Tastenbeleuchtung verzichtet. Geladen wird über USB-C, ein entsprechendes Kabel liegt ebenso im Karton wie der Logitech Bolt Dongle. Genau wie bei der Maus stehen drei Verbindungsprofile zur Verfügung.

Die Tasten sind farblich leicht unterschiedlich gestaltet, das soll laut Logitech für eine bessere Übersicht sorgen. Bei den F-Tasten setzt die MX Mechanical auf ein etwas außergewöhnliches Konzept: Die Tasten F5 bis F7 starten Spracheingabe, Emoji-Panel und Snipping-Tool, F8 aktiviert bzw. deaktiviert die Mikrofon-Stummschaltung – vor allem das gefällt mir sehr gut.

Logitech MX Mechanical F Tasten

Die MX Mechanical wird flankiert von der MX Mechanical Mini, die auf den Nummernblock verzichtet und entsprechend kompakter ist. Beide Tastaturen sind ab sofort zu einer UVP von 179,99 Euro bzw. 159,99 Euro im Handel. (siehe unten)Logitech MX Mechanical Mini

Disclaimer: Die in diesem Artikel besprochenen Produkte nebst der Produktinformationen haben wir vorab von Logitech unter NDA erhalten. Eine Einflussnahme auf die Berichterstattung oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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