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LucidSound LS50X ausprobiert: Vielseitiges Premium-Headset für alle Gelegenheiten

LucidSound LS50X ausprobiert: Vielseitiges Premium-Headset für alle Gelegenheiten

Nachdem ich letzte Woche das  LucidSound LS35X unter die Lupe nahm, habe ich heute das Vergnügen, euch das Flaggschiff-Modell LS50X etwas näher vorzustellen. Das Headset ist zwar preislich sehr hoch angesetzt, deckt dafür aber auch alle Bedürfnisse ab.

Das LS50X eignet sich zum Arbeiten, Spielen und für unterwegs. Es verbindet sich entweder per Bluetooth oder den beigelegten USB-Dongle mit Konsole, Smartphone oder PC. Ganz nebenbei sieht es meiner Meinung nach auch sehr schick aus.

LucidSound LS50X Verpackung

Aber legen wir los:

Öffnet man die Verpackung, so findet man darin nicht wie bei den anderen Headsets von LucidSound einen Papp-Schuber, sondern einen aufwändiger gefertigten Karton, der bereits beim Auspacken den Premium-Anspruch zum Ausdruck bringen soll.

LucidSound LS50X Verpackung

Außerdem liegt bei diesem Modell auch ein Etui für den Transport bei. Während man ein solches bei den anderen Headsets von LucidSound separat erwerben muss, erhaltet ihr hier ein sehr stabiles Case mit dazu.

LucidSound LS50X Etui

Öffnet ihr das Case, findet ihr darin das in Schwarz mit Metallicfinish gehaltene Headset, außerdem befindet sich darin noch Zubehör wie Ladekabel, abnehmbares Mikrofon, 3,5mm Kabel, der USB-Transmitter und eine Staubschutzkappe für den Mikrofonanschluss.

Sehr praktisch: Das komplette Zubehör passt in ein kleines Säckchen, welches mit einem Klettband im Case fixiert ist.

Auf den ersten Blick sieht das LS50 dem „kleinen Bruder“ LS35X ziemlich ähnlich.

LucidSound LS50X Headset mit Etui und Zubehör

Das LS50X verfügt über einen Kopfbügel aus Metall und auch die Halter der Ohrmuscheln sind aus Metall und vermitteln einen stabilen Eindruck. Die Polsterung mit gestepptem Leder als Überzug sorgt für zusätzlichen Komfort.

Die Ohrmuscheln fühlen sich dank Memory Foam und Gel unter der samtartigen Oberfläche butterweich an. Diese lassen sich auch abnehmen und reinigen oder bei Bedarf nachbestellen und austauschen.

Ansonsten ist auch die Anordnung der Knöpfe und Anschlüsse sowie die Bedienflächen für Chat/Game-Mixer, Lautstärke und Mute identisch zum kleinen Bruder.

Ein kleiner Unterschied ist der separate Bluetooth Button, der gleichzeitig auch als Equalizer-Knopf dient.

Der große Unterschied zum LS35X fängt bei der Inbetriebnahme an.

Während das LS35X Xbox Wireless kann, unterstützt das Flaggschiff LS50X zusätzlich Bluetooth. Für die Verwendung an der Xbox-Konsole steckt man den beiliegenden USB-Transmitter ein.

Sobald man das Headset einschaltet, verbindet es sich automatisch mit der Xbox und wird erkannt. Für PC und Smartphone verwendet ihr Bluetooth, das ihr wie gewohnt durch langes Drücken am BT-Knopf verbindet und loslegt. Über das mitgelieferte Kabel kann das Headset auch ganz klassisch an einer 3,5mm Klinkenbuchse betrieben werden.

Das Tragegefühl ist sehr angenehm. Die Kopfhörer decken die Ohrmuschel vollständig ab, ohne diese allerdings komplett abzudichten, sodass ihr im immer noch etwas  von der Umgebung um euch herum mitbekommt. Der Memory-Foam und das Gel sorgen für eine angenehme Auflage, ohne dass es nach längerem Tragen unangenehm oder schwitzig wird. Auch das gepolsterte Leder am Bügel trägt dazu bei, dass man das Gewicht des Headsets kaum spürt.

LucidSound LS50X

Das LS50X unterstützt von Haus aus Windows Sonic, den kostenlosen Surround Sound auf Xbox und Windows 10. Zusätzlich könnt ihr aber auch, wenn ihr die Lizenz habt, Dolby Atmos nutzen.

Damit kommen wir zum Hörgenuss. Und ich sage bewusst Hörgenuss, weil ich es so meine.

Der Klang der Kopfhörer ist genial. Glasklare Höhen und Tiefen, ein satter Bass, sei es im Spiel, am PC oder mobil mit Spotify. Die 50mm Speaker machen einen super Job und man hört direkt, warum LucidSound bei Gaming Headsets unter den Besten geführt wird. Durch kurzes Drücken des Bluetooth Knopfes schaltet ihr durch 5 vordefinierte Equalizer-Programme, die euch je nach Bedarf das optimale Erlebnis bieten.

Auch bietet euch das LS50X einen Mixed Mode, sodass ihr das Headset an der Konsole und gleichzeitig via Bluetooth am PC und Mobilgerät nutzen könnt, um so den Spielesound  zu hören und gleichzeitig Telefonate zu beantworten und/oder Musik zu hören.

Dazu habt ihr außerdem die Möglichkeit, wie beim Surface Headphone oder dem Xbox Wireless Headset durch Drehen an den Kopfhörern links und rechts die Lautstärke anzupassen, aber auch den Mix zwischen Spiel und Chat einzustellen. Durch Drücken der Taster links und rechts erhaltet ihr Info über den Ladestatus und stellt das Mikrofon stumm. Das stummgeschaltete Mikrofon erkennt ihr an einer LED am Ende des Mikros.

Das Mikrofon selbst hat Mic-Monitoring mit Echo und Rauschunterdrückung. Nehmt ihr das Mikrofon ab, könnt ihr ein eingebautes Mikro wie beim LS35X nutzen, das dem Microfon-Stick in kaum etwas nachsteht. Das ist vor allem dann ideal, wenn ihr unterwegs seid und die Freisprech-Funktion nutzt. Außerdem habt ihr eine Staubschutzkappe für den Mikrofon-Anschluss, um diesen zu schützen, wenn er nicht genutzt wird.

LucidSound LS50X

Geladen wird das Headset zeitgemäß via USB-C. Über diesen Anschluss können am PC außerdem verfügbare Softwareupdates geladen werden.

Die Laufzeit wird über die Xbox-Verbindung mit 20 Stunden angegeben, über Bluetooth nochmals deutlich länger. Ausführlich verifiziert habe ich die Herstellerangaben in meinem Test nicht.

Fazit

Das LucidSound LS50X ist das „Flaggschiff“ der Audiomarke von PowerA Gaming, und das auch völlig zu Recht. Mit einer UVP von 269,99 Euro ist es auch das mit Abstand teuerste Modell des Herstellers, bietet dafür aber alles, was ich an den zuvor getesteten Headsets von LucidSound vermisste und kritisiert habe.

Angefangen vom beigelegten Transportcase über die Unterstützung von Xbox und Bluetooth bis hin zum edlen Design und der Nutzbarkeit in jedem Bereich lässt das LS50X bei mir keine Wünsche offen. Während man die meisten Headsets nur fürs Gaming oder unterwegs nutzt, ist das LS50X für alle Gelegenheiten passend. Es sieht nicht auf den ersten Blick wie ein typisches Gaming-Gadget aus und ist nicht nur deshalb ein ideales All-in-One.

Sehr angenehm empfinde ich auch die sehr einfache Bedienbarkeit im Betrieb, wie man es von den Surface Headphones oder dem Xbox Wireless Headset kennt. Ich hatte letztes Jahr das Topmodell TB700 Gen 2 von Turtle Beach getestet und war von der Anzahl an Knöpfen und Rädchen schier erschlagen.

Kaufen könnt ihr das Lucidsound LS50X auf der US-Homepage mit internationalem Versand oder dem offiziellen deutschen Amazon Store:

LS50X Wireless + Bluetooth Gaming Headset (lucidsound.com)

Lucidsound LS50X auf Amazon

Disclaimer: Enthält Affiliate Links. Das Testmuster wurde uns vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

Über den Autor

Daniel Heithorn

Daniel Heithorn

Microsoft-Padawan seit MS-DOS 5.0 und Windows 3.1 | Überzeugter Surface, Office 365 und Xbox One X User | Xbox FanFest süchtig | RIP Windows Phone & Microsoft Band 2

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