Microsoft 365 für Consumer vor dem Start?

Microsoft 365 für Consumer vor dem Start?

Seit rund zwei Jahren gibt es Microsoft 365 für Unternehmenskunden. Es handelt sich hierbei um ein Bundle aus Windows 10, Office 365 und Enterprise Mobility + Security sowie diversen Zusatzdiensten. Schon bei der Vorstellung Ende 2017 habe ich meine Wette darauf platziert, dass ein solches Angebot auch für Privatkunden kommen wird.

Inzwischen wissen wir längst, aber noch immer halboffiziell, dass an einem solchen Angebot tatsächlich gearbeitet wird. Per Stellenanzeige suchte Microsoft Ende 2018 nach Mitarbeitern, die an diesem Produkt arbeiten, im Januar wurden die Pläne von Satya Nadella zumindest indirekt bestätigt. Interessant war an dieser Stelle auch das Eingeständnis des Microsoft-CEO, dass man die Consumer zuletzt vernachlässigt habe, dies aber wieder ändern möchte (die Hoffnung hab ich wohl, allein mir fehlt der Glaube).

Nun zeigen sich erste konkrete Vorboten von Microsoft 365 für Consumer. Zwei Nutzer haben unabhängig voneinander festgestellt, dass aus ihrem privaten Office 365- Abonnement plötzlich Microsoft 365 geworden ist.

Mary Jo Foley hat bei Microsoft nachgefragt und zur Antwort erhalten, dass man „derzeit keine Pläne habe, Office 365 umzubenennen“. Was immer „derzeit“ in diesem Zusammenhang auch bedeuten mag.

Was wir auf den Twitter-Screenshots sehen, kann natürlich auch ein Fehler sein, aber man fragt sich selbstverständlich unweigerlich, ob Microsoft 365 für Consumer denn nun in den Startlöchern steht und vielleicht schon in knapp zwei Wochen auf dem großen Microsoft-Event in New York vorgestellt wird.

Ich weiß es auch nicht, wo wir aber gerade so schön am Spekulieren sind, streue ich noch ein, was ich gehört habe: Demnach soll „Microsoft 365 Family“ im Frühjahr 2020 an den Start gehen. Noch viel spannender ist natürlich die Frage, was denn genau zum Umfang eines solchen Pakets gehören könnte. Office ist selbstredend, das ebenfalls noch unangekündigte „Teams for Life“ könnte ebenfalls dazugehören, außerdem liegt es nahe, dass viele Microsoft-Dienste wie Outlook.com, To Do, Skype oder was auch immer um Premium-Funktionen erweitert werden, für die ein Abo notwendig ist. Ich rechne fest damit, dass es solche Premium-Funktionen auch direkt in Windows 10 geben wird, schließlich testet Microsoft mit den Insidern seit Monaten intensiv die Möglichkeiten, Teilfunktionen von Windows serverseitig zu aktivieren oder zu deaktivieren.

Dass Microsoft 365 teurer wird als Office 365 wird, kann ich mir nicht vorstellen, dafür verkauft sich letzteres schon jetzt im Consumer-Bereich viel zu schlecht. Man wird durch zusätzliche Funkionen Anreize schaffen müssen.

 

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. "Dass Microsoft 365 teurer wird als Office 365 wird, kann ich mir nicht vorstellen, dafür verkauft sich letzteres schon jetzt im Consumer-Bereich viel zu schlecht. Man wird durch zusätzliche Funkionen Anreize schaffen müssen."
    Und ich dachte immer Office 365 verkauft sich auch bei den Consumer wie warme Brötchen.
    Nope. Vor allen Dingen auf dem deutschen Markt liegen die Absätze ganz weit hinter den Zielen.
    Das könnte aber auch ein Testballon für ein Windows 10 im Abo werden, schließlich möchte Microsoft auch damit Geld verdienen. Programme wie Photoshop machen es ja vor und wenn auch Office 365 in Deutschland nicht so der Überflieger ist, der Marktanteil von Windows 10 ist hoch und es werden sich wahrscheinlich nicht so viele "Otto-Normalanwender" in Richtung Linux bewegen, wenn ihr Betriebssystem nur noch für einen kleineren monatlichen Obolus mit Updates und "Premium-Funktionen" versorgt wird... Windows as a Service ... mit monatlicher Servicepauschale :D
    1960tommy
    Das könnte aber auch ein Testballon für ein Windows 10 im Abo werden, schließlich möchte Microsoft auch damit Geld verdienen.

    Würde Microsoft Windows 10 als Ganzes ins Abokleid zwängen, hätten sie ganz schnell das nächste Kartellverfahren wegen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung am Hals. Das würde schon alleine deswegen nicht funktionieren, weil kein Kunde erstmal mehrere Hunderter für eine entsprechende Hardware ausgiebt, dann ein Abo abschließen muss, damit Windows überhaupt läuft (und damit noch womöglich für Produkte bezahlt, die er gar nicht haben will), und dann kommen evtl. noch andere Kosten für andere Abos oder Einmalpreise dazu. Es sind nicht alle so wie bei Apple, wo die Goldesel auf zwei Beinen schon Schlange stehen und die Dukaten containerweise in die Shops schleifen. Windows wird in erster Linie von ganz normalen Leuten genutzt.
    Zweitens sind Premium-Funktionen in Windows 10 selbst keine Neuerung. Wir haben schon jetzt bestimmte Funktionen in der Fotos-App, die nur per Office 365 zugänglich sind. Wenn es ein Microsoft 365 für Consumer geben wird, dann wird das in erster Linie ein direkter Konkurrent zu Google One werden, und dann muss Microsoft im Grunde alle für Consumer interessanten Dienste (und dazu gehört Windows nur als notwendige Basis) außer dem Xbox Game Pass bündeln und noch zusätzliche Vorteile generieren. Genau hier wird das für Microsoft aber problematisch. Natürlich werden Office 365, die Premium-Funktionen der Fotos-App, Skype, OneDrive, Outlook Premium und vielleicht Pro-Funktionen bei ToDo, Microsoft Launcher und Co. einfließen. Aber dann fangen die Fragen auch schon an.
    Beispiele:
    - Kann man in Redmond mit Microsoft 365 für Consumer und den Xbox Game Pass wirklich so strikt voneinander abschirmen? Wird das ein Konkurrent zu Google One, dürfte es besondere Rabatte geben, und da wäre neben den Surface-Geräten ganz automatisch auch die Xbox interessant.
    - Wenn Microsoft Teams entsprechend eingebunden wird und eine Interoperabilität zwischen Teams und Skype umgesetzt wird, welchen Wert hat Skype für sich dann überhaupt noch?
    - Was passiert mit Microsoft Rewards?
    - Wie passen die zusätzlichen Speichererweiterungen für OneDrive ins Bild, für die man in Office 365 zusätzlich bezahlen kann?
    - Welche besonderen Vorteile bei Partnern könnte Microsoft denn in petto haben? Da ist ja nichts, sie haben ja niemanden. Alle Partnerschaften, die sie geschlossen haben, beziehen sich entweder auf die Gaming-Sparte oder ihre hauptsächliche Business-Arbeit. Und der Deal mit Amazon war ja ein Schuss in den Ofen, darüber redet kein Mensch mehr.
    Wenn es so läuft, wird das am Ende nur ein Office 365 mit neuem Namen und etwas Politur oben drauf, genau wie bei verschiedenen anderen Produkten schon jetzt Microsoft statt Windows oder "X" vorher steht. Und ich glaube auch nicht, dass Microsoft auf lange Sicht Microsoft 365 und Xbox ganz strikt voneinander abschirmen kann. Windows ist ein notwendiger Hebel und ansonsten haben sie nur zwei Produktreihen - ich lasse den Entwicklerkram mit Visual Studio, VS Code etc. mal außenvor - im Portfolio, mit denen sie Konsumenten überhaupt ködern können: a) Office und b) Xbox samt Games. Mehr ist da nicht. Surface ist da zwar nett, angesichts der Zahl an OEMs aber nur ein schwaches Argument für den Ottonormalnutzer. Die einzige Chance, ein Microsoft 365 mit höheren Preisen zu rechtfertigen, wäre eigentlich nur eine Möglichkeit, andere Produkte wie Microsoft Visio zu bekommen, oder Microsoft bietet weitere Dienste bzw. Partnerschaften etwa mit VPN-Diensten an, was sich lohnen würde, da Privacy aktuell wieder an Interesse gewinnt.
    Das Versprechen, dass Windows 10 dauerhaft kostenlos bleibt, steht. Daran wird Microsoft auch nicht rütteln. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass man so ganz langsam die Schrauben anzieht. Zuerst gibt es Premium-Features, die nicht unbedingt jeder braucht. Aber irgendwann wird es vielleicht so sein, dass es ständig "weh tut", Windows 10 ohne diese Premium-Funktionen zu nutzen, sodass mehr und mehr Kunden sagen "ach, Scheiß drauf".
    Interessant könnte es auch werden, wenn man mit Microsoft 365 für Consumer Vorteile bei anderen Partnern hat, also z.B. Amazon Prime oder Spotify günstiger werden, man Rabatt auf das neue Samsung Smartphone bekommt etc. Es gibt da schon eine ganze Reihe Möglichkeiten, die das zu einem guten Deal werden lassen könnten.
    Was ich mich auch Frage: Warum sind die Consumer- und Businesswelten so getrennt?
    Outlook.com - Exchange Online: Warum zwei Oberflächen, unterschiedliche teils wiedersprüchliche Features etc. Klar hat der Consumer andere Ansprüche, aber es gibt ja jetzt schon viele verschiedene Pläne, warum ist der Consumer Plan nur vom Namen her so nah dran, aber dahinter steckt dann doch was anderes.
    Wenn 'Teams for life' kommt, und skype ablöst: Warum heißt es nicht einfach Teams. Mit angepassten Features. Ok der Name ist noch "Gerücht".
    Wenn aber Teams und damit 'SharePoint' wenn auch versteckt kommt, warum so versteckt. Und warum nicht aus dem Consumer OneDrive ein OneDrive for Business machen und alle Entwicklerpower da rein stecken? Und es dann einfach OneDrive nennen, dieses "for Business" das aber nirgends steht ist doch für jeden Normalo das reinste Chaos.
    Vielleicht brauch ich einfach auch nur Wochenende, aber gefühlt wird so viel doppelt gemacht ;)
    Wenn ich mit Microsoft 365 sowas kriege, wie dass ich meinen PCs nur durch Einloggen mit meinem Account eine Aktivierung verpassen kann (d.h. mehr als einem), abonnier ich das sofort.
    Da ich PC, Laptop und Surface Go eh nie zur gleichen Zeit verwende, hätte ich lieber eine mobile Windowslizenz in meinem Account als gerätegebundene Lizenzen. Je mehr PCs man persönlich hat, desto mehr spart man dann auch, wenn man nur noch eine Abolizenz braucht statt 10 Einzelplatzlizenzen. Halt genau wie bei Office 365, wo man auch auf mehreren PCs dann sein Office nutzen kann wenn man sich damit einloggt.
    Ideal wäre sowas wie : 3PCs gleichzeitig, loggt man sich auf einem 4. ein, wird man auf einem der anderen 3 automatisch ausgeloggt.
    Martin
    Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass man so ganz langsam die Schrauben anzieht. Zuerst gibt es Premium-Features, die nicht unbedingt jeder braucht. Aber irgendwann wird es vielleicht so sein, dass es ständig "weh tut", Windows 10 ohne diese Premium-Funktionen zu nutzen, sodass mehr und mehr Kunden sagen "ach, Scheiß drauf".

    Die Macht hat Microsoft aber eigentlich nicht, seine Nutzer in der Form umzuerziehen. In den vergangenen Jahren haben sie mehrmals die Rolle rückwärts proben dürfen, weil den Leuten diverse Sachen wie der komplette Umstieg auf UWP oder der neue Startscreen von Windows 8 nicht gefallen haben, und bei diversen anderen Sachen wie dem Microsoft Store würden sich die Leute lieber Fußpilz holen oder den Atlantik im Ruderboot überqueren, bevor sie die Sachen ernsthaft und konsequent benutzen. Kurzum: Mit indirektem Zwang wird man in Redmond gar nichts mehr erreichen.
    Letztlich hat Microsoft die besten Möglichkeiten, wenn sie gezielte Anreize setzen und die Anbindung an die eigene Cloud-Infrastruktur noch weiter ausbauen. Außerdem glaube ich auch, dass es weniger um Windows 10 geht, sondern um die Technologien, die Microsoft mit Windows 10 über die Jahre eingeführt hat und die nicht mehr nur auf Windows Core OS, wenn es mal kommt, ausstrahlen. Microsoft könnte zum Beispiel einen Paket für die besonders sichere Verwaltung von Informationen, Dateien und Zugangsdaten schnüren, das in der Azure-Cloud beheimatet ist und Sachen wie den FIDO2-Webstandard mit Windows Hello, Microsoft Authenticator, OneDrive, Edge oder den eigenen Messengern verbindet. Bisher ist das alles noch eher versprenkelt und die Nachfrage nach stärkeren Services im Bereich Datenschutz und Datensicherheit ist ja durchaus gestiegen.
    Microsoft sollte mal hingehen und sich dem Wettbewerb stellen - sprich: die Protokolle oeffnen so das andere Anbieter da eigene Loesungen entwickeln koennen die mit Office 365 und "Windows-Kram" kompatibel sind.
    So ist das schlichtweg Zwang. Ein Vendor-Lockin.
    Muesste man eigentlich nicht machen wenn man vom eigenen Produkt und den Services 110%ig ueberzeugt ist...
    Wer von den Privat Endverbrauchern braucht den Wirklich ein ein Microsoft Office!
    Minimal Schüler und Studenten und für die gibts eh schon eine verbilligte Schüler/Student Version.
    Der Rest der Leute kennt irgendwen der eine VL hat die sich freischalten lässt oder hat sich mittlerweile ein Office bei Edeka gekauft, oder lässt sich eine zur Heimarbeit von seinem Arbeitgeber eine geben.
    Und ganz ehrlich gesagt ich nutze neben dem Office 365 noch LibreOffice und damit lassen sich auch alle Office Dokumente Bearbeiten oder Erstellen und ich nutze mittlerweile das LibreOffice Paket lieber als das Office Paket von Microsoft.
    Von daher ist mir das Microsoft Office 365 echt Wurscht!
    Minimal Schüler und Studenten und für die gibts eh schon eine verbilligte Schüler/Student Version

    Die Mehrheit, des von dir aufgezählten Personenkreis, hat keinen Anspruch auf die Student-Version ;-) Auch die Mehrheit der Lehrer nicht..... Hinzu kommen unzählige engagierte Menschen (Vereine, Stadtverordnete etc pp) die Word oder Excel nutzen
    Das ist dann doch ein umfangreicher Kreis derer, die ein (abgespecktes) Home&Student erwerben - (auch wenn hier zuweilen Grenzen der Lizenzbestimmungen überschritten werden)
    Ein umfangreicher Personenkreis für ein Home-Abo resp ein MS365 ist schon gegeben zumal man hier mehr Office fürs Geld bekommt.
    LuckyKvD
    @Martin - was soll Teams for Life sein?

    Wenn ich es wüsste, würde ich es dir sagen :).
    Man kann Teams ja schon jetzt kostenlos mit einem Microsoft Account nutzen. Vieles von dem, was Teams für Unternehmen bietet, ist für Privatnutzer nicht relevant. Mir fehlt tatsächlich auch die Fantasie...
    Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass Microsofts "Neustart" im Endkunden-Bereich, wenn man ihn denn so nennen möchte, nicht darauf zielt, Produkte anzubieten, die einfach so von jedermann genutzt werden können (wie z.B. WhatsApp), sondern dass man darauf zielt, komplexere Lösungen anzubieten, die eine gewisse Einarbeitung erfordern und demnach für die Leute gemacht sind, die ein bisschen mehr wollen, und die dafür dann auch zu zahlen bereit sind.
    Das Versprechen, dass Windows 10 dauerhaft kostenlos bleibt, steht. Daran wird Microsoft auch nicht rütteln. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass man so ganz langsam die Schrauben anzieht. ...

    Nein, Windows war noch nie kostenlos!
    Es gab gratis Upgrades auf Windows 8.1 und 10. Die Funktionsupdates wrden weiterhin kostenlos sein. Aber mit jedem neuen PC wird eine Windowslizenz verkauft. Diese wird dann aber aktuell gehalten, bis der PC das zeitliche segnet und entsorgt wird.
    Und ja, es wird zusätzliche Funktionen geben die kostenpflichtig sind. Aktuell gibt es da schon den "DVD Player" im Store. Da kommen künftig noch andere Funktionen hinzu.
    Nicht ausschließen möchte ich, das der Funktionsumfang von Windows etwas kleiner wird und diese dann zusätzlichen Funktionen dann als kostenpflichtige Optionen angeboten werden.
    Ich denke kein Consumer hat Interesse an einem Abo-Angebot. die 36 Mio User von Office 365 finde ich daher schon recht gut, welche anderen Abo-dienste können das von sich behaupten? Wenn MS hier was neues schaffen will, müssen sie einige Anreize schaffen. Ein Gutschein für den Kauf im MS Store, Guthaben für Skype u.ä. aber da die Dienste nicht besonders wichtig für Leute im Alltag sind, weiß ich nicht wieviel das wirklich bringt.
    Ms kann nur dann ein Abo Geschäft aufbauen wenn sie wieder wichtiger für Ottonormal-User werden.
    Endlich ein Lichtblick, eine Rückbesinnung Microsofts, auf den geschmähten Consumer, der zuletzt doch fast gar nicht mehr zählte.
    Ajedv
    Und ja, es wird zusätzliche Funktionen geben die kostenpflichtig sind. Aktuell gibt es da schon den "DVD Player" im Store. Da kommen künftig noch andere Funktionen hinzu.

    Der Windows DVD Player ist keine zusätzliche Funktion, sondern eine komplett separate App, die man käuflich im Microsoft Store erwerben konnte und die es beim Upgrade von Windows 7 und Windows 8.1 als Ersatz für das Windows Media Center ausnahmsweise obedrauf gab. Trotzdem würde ich die App nicht mal geschenkt haben wollen. Es gibt wesentlich bessere Lösungen von Drittentwicklern, um DVDs abspielen zu lassen.
    @Nico Höhn
    Ich denke kein Consumer hat Interesse an einem Abo-Angebot. die 36 Mio User von Office 365 finde ich daher schon recht gut, welche anderen Abo-dienste können das von sich behaupten? Wenn MS hier was neues schaffen will, müssen sie einige Anreize schaffen.

    Das stimmt schon mit den Anreizen, aber trotzdem finden Abomodelle gerade bei den Consumern, die etwas gehobene Ansprüche haben, ganz guten Anklang. Von Netflix, Spotify und Co. reden wir da gar nicht. Aber Entwickler greifen gerne bei JetBrains zu, die Adobe Creative Cloud ist allen Unkenrufen zum Trotz immer noch ein Verkaufsschlager, weil im professionellen Bereich die Kompatibilität zu den Adobe-Produkten gebraucht wird (ja, ich weiss, es gibt Affinity, aber die Frage ist auch immer, ob gerade langjährige Nutzer bereit sind, nochmal einen neuen Workflow zu lernen). Und dann gibt es noch sowas wie VPNs, Passwortmanager oder indirekt bei vielen noch die jährlichen Ausgaben für die Antivirus-Software.
    Würde Microsoft die richtigen Anreize setzen, würden aus 36 Millionen Abonennten relativ schnell auch noch mehr werden. Das Hauptargument, was man immer wieder liest, sind die 1 TB Speicher bei OneDrive, wo ich auch zugeben muss, dass das eines der Hauptargumente war, weswegen ich damals von Office 2010 Home & Student auf Office 365 gegangen bin. Allerdings gab es da auch noch zahlreiche weitere Gründe, einerseits neuere Versionen von Word, Excel und PowerPoint, die Möglichkeit von Thunderbird auf Outlook zu wechseln oder dass ich Access haben wollte. Heute sind die Argumente eigentlich nur gewachsen, weswegen ich einem ausgebauten Microsoft 365 nicht abgeneigt bin. Es kommt immer auf den jeweiligen Use Case des betroffenen Nutzers an.
    Microsoft wird aber trotzdem ein großes Problem haben.
    Sie haben viele Consumer nachhaltig verprellt und die wieder zurück zu gewinnen wird keine leichte Aufgabe.
    Interessanter Einblick in die Office 365 Abos. Hätte ich jetzt nicht vermutet, dass die Zahlen für MS nicht so zufriedenstellend sind. Gefühl / vom Marketing könnte man schon länger meinen es gibt gar keine andere Officevariante mehr.
    Aber wenn die Leute nicht einmal da so massiv aufs Abo umsteigen, dann dürfte es wohl mit einem MS 365 nicht wirklich viel mehr User geben. Sieht man bei Office von illegalen Kopien ab, so hat der Endverbraucher dafür zumindest schon immer bezahlen müssen. Die Windows-Lizenz dagegen haben 95% der Leute immer zusammen mit dem Rechner erworben. Irgendwelche Windows-Features werden da kaum die Massen bewegen. Die starten den Rechner und öffnen dann den Browser / Steam / etc. Der Rest interessiert doch eher wenig.
    Gruselig wird es halt, wenn man sich vorstellt, wie die MS 365 Features bzw. das Abo in Zukunft an allen möglichen Stellen im OS beworben werden...
    Genauso hatte ich meinen Beitrag #4 gemeint, ein einfaches Basis-Betriebssystem und dazu ein Abo für die "Schmankerl" . Wenn "Otto-Normalanwender" mit einem kleinen Obolus zur Kasse gebeten wird, dafür aber mehr Komfort erhält, dann gibt es mit Sicherheit einen größeren Kundenkreis dafür.
    Die Anzahl derer, die sich dann von Windows komplett abwenden dürfte überschaubar bleiben, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Allerdings steht auch zu befürchten, dass so eine Windows Basisversion mit Eigenwerbung vermüllt wird, was zusätzliche (entnervte) Kunden bringt, man sehe sich nur den Erfolg der Adblocker in allen Browsern an. Windows ohne Werbung lassen sich die Leute doch etwas kosten.
    Und nur so am Rande, mein erstes Microsoft Office Paket war tatsächlich "kostenlos", da es eine Beigabe zu meinem Dell-PC war (Office 97 Small Business Edition auf CD mit COA), das war zur Zeit von Windows 95, also lange her.
    "Nope. Vor allen Dingen auf dem deutschen Markt liegen die Absätze ganz weit hinter den Zielen."
    Interessant. Sind die Kunden hier vielleicht doch noch nicht so blöd wie befürchtet.
    Wer oder was soll verprellt worden sein @Nordlicht, Menschen sind blöd erinnere dich mal an den Dieselskandal die Europäische Autoindustrie hat die Menschen Nachweislich und Arglistig getäuscht hinters licht geführt und für Dumm verkauft, um Arbeitsplätze und Standorte nicht zu gefährden hat unsere Regierung klein beigegeben und Volkswagen zb. hat in den Letzten 2 Jahren satte gewinne eingefahren.
    So wird das auch mit Microsoft passieren genauso wie mit dem Klimaschutz und sonstigem, die Menschen wollen sich nicht ändern oder etwas bekanntes aufgeben man vergisst einfach zu leichtfertig, wer denkt denn bitte noch an GWX und das Zwangsupgrade, Niemand.
    Und ich sehe es auch an mir schon wieder sitze ich vor meinem Windows PC anstatt meinen Linux PC zu nutzen so oft nehme ich mir vor hier im Forum nur noch über Linux zu schreiben und dann starte ich doch wieder Windows.
    PeterK
    Und ich sehe es auch an mir schon wieder sitze ich vor meinem Windows PC anstatt meinen Linux PC zu nutzen so oft nehme ich mir vor hier im Forum nur noch über Linux zu schreiben und dann starte ich doch wieder Windows.

    Erstens hat sowas nichts mit Dummheit zu tun, sondern es haben sich bei den Menschen über die Jahre einfach entsprechende Workflows etabliert und sowas ändert man nicht ohne drastische Gründe. Außerdem gibt es bei Software auch Kategorien, wo man nicht einfach so wechseln kann, sei es, weil eine Software, die ich unbedingt benötige, unter Linux zum Beispiel nicht zur Verfügung steht, oder weil es zum Beispiel um eine Kommunikations- und Kollaborationsplattform geht, wo ich auf das Mitspielen anderer angewiesen bin. Ich kann noch so ein großer Fan von Signal oder Mattermost sein, das bringt mir null, wenn mein Gegenüber auf Skype oder Microsoft Teams setzt oder eine wirklich große und wichtige Gruppe bei WhatsApp oder Slack aufschlägt.
    Zweitens darf man FOSS und Linux nicht bedingungslos romantisieren. Auch hier gibt es Telemetrie. Auch hier könnten Linux und Co. ohne die Mitarbeiter der großen Unternehmen wie Google, Valve, IBM, Red Hat, Microsoft, AMD, Intel, Blue Systems, Collabora etc. nicht lange überleben (ja, es gibt Foundations, aber die werden oft genug durch die Techriesen gestützt). Auch hier wird seit geraumer Zeit immer mehr an Abomodellen gearbeitet, wenn man als Beispiel mal auf Mozilla und Purism verweist. Und auch hier gibt es zwar keine "Zwangsupgrades", aber wenn du nicht gerade ein Rolling Release wie Solus, Arch Linux oder openSUSE Tumbleweed verwendest, hast du es - wie im Falle von Windows 10 oder macOS - in aller Regel mit Semi Rolling Releases wie Fedora zu tun, die wie Ubuntu teils alle paar Releases eine LTS-Version rausbringen. Es ist auch hier nicht so einfach. Und auch hier hat es trotz Quelloffenheit in den vergangenen Jahren größere Mängel gegeben. Ich erinnere da nur mal an die Debatte innerhalb von Gnome ab 2016, die sich um den Zustand von WebKit in den einzelnen Distributionen gedreht hat.
    Letztlich sollte man den Menschen zugestehen, dass sie mündig und erwachsen genug sind, um eigene Entscheidungen zu treffen. Ich mag Linux auch in bestimmten Bereichen (in aller Regel als Arch-basierte Distro) und nutze ebenso bis heute in einigen Sektoren aus Überzeugung OpenSource-Projekte oder sogar freie Software, wenn ich es kann. Trotzdem käme für mich eine Abkehr von Windows 10 auf dem Desktop nicht in Frage und ich zahle genauso aus Überzeugung und gerne für Office 365 bei Microsoft. Ja, ich könnte LibreOffice nutzen, ich kenne es auch gut genug und LibreOffice ist auch ein extrem mächtiges Werkzeug. Aber es hat auch ganz massive Bugs, die teilweise seit Jahren nicht behoben wurden und die einen nicht gerade kleine Anzahl von Nutzern zur Weißglut treiben. Writer gönnt sich zum Beispiel Denkpausen, die hab ich mit Word nie erlebt, egal wie groß das Dokument war. Wobei das Kardinalbeispiel immer noch Impress ist, wo selbst hartgesottene FOSS-Enthusiasten zu PowerPoint und anderen Kollegen flüchten.
    Ich bin wie viele in der OpenSource-Welt am Ende ein Pragmatiker. Die sind zwar nicht so laut wie die Missionare im Bereich FOSS/FLOSS/GNU, aber die haben es, obwohl es durchaus Enthusiasten sind, verstanden, dass eine Balance zwischen allen Welten die beste Option ist und es am Ende darum geht, das beste Werkzeug für den jeweiligen Job zu nutzen.
    Nordlicht2112
    Microsoft wird aber trotzdem ein großes Problem haben.
    Sie haben viele Consumer nachhaltig verprellt und die wieder zurück zu gewinnen wird keine leichte Aufgabe.

    Ich tue mich da schwer mit einer Einschätzung. Ist da wirklich in großem Maße Schaden angerichtet worden oder hat man nur die Windows Phone Fans vergrault. Wenn die in ihrer Gesamtheit nie wieder irgendwas von Microsoft nutzen, sie mit neuen Angeboten aber nur 3-4 Prozent der restlichen Nutzer wieder besser erreichen, dann steht Microsoft als Consumer-Marke besser da als vorher.
    @Martin
    Wie groß der Schadem ist kann ich auch nicht sagen.
    Wenn ich allerdings im Bekanntenkreis und auf der Arbeit die Kommentare zu Microsoft, W10 und Office höre scheinen doch einige ziemlich angepisst zu sein.
    Die Meisten nutzen die MS Produkte nur noch weil Apple zu teuer ist und man auf der Arbeit keine Alternative hat.
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