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Microsoft 365: Kostenlose Lizenzen von OpenDesk für Universitäten gefordert

Microsoft 365: Kostenlose Lizenzen von OpenDesk für Universitäten gefordert

Es ist kein Geheimnis, dass Microsoft für Studierende an Universitäten und vergleichbaren Hochschulen kostenlose Lizenzen seiner Produkte wie Microsoft 365 anbietet. Unter der aktuellen Bewegung hin zu digitaler Souveränität haben die Arbeitskreissprecher der Gesellschaft für Informatik e.V. einen offenen Brief an Digitalminister Karsten Wildberger verfasst. Ihre Forderung: Vergleichbare Lizenzen von OpenDesk, um sich von Microsoft zu lösen.

Kritisiert werden vor allem zwei Punkte. Einerseits schafft Microsoft mit den kostenlosen Lizenzen eine vergleichsweise frühe Bindung an sein Ökosystem, was einen späteren Wechsel durch den Gewöhnungseffekt zunehmend unwahrscheinlicher macht. Gleichzeitig werden die Universitäten durchschnittlich mit einem siebenstelligen Jahresbetrag belastet, sofern sie dennoch OpenDesk einsetzen wollen. Angesichts der neuen Herausforderungen ist das nach Ansicht der Verfasser nicht mehr angemessen.

Zugleich kritisieren sie die Widersprüchlichkeit des Bundes in dieser Sache, da eine im Auftrag des Bundes entwickelte souveräne Lösung von einem US-Konzern verdrängt wird, der zudem kritischen Gesetzen aus den USA wie dem Cloud Act unterliegt. Gleichzeitig müssten Lock-in-Effekte durchbrochen und der wichtige Schritt zu mehr digitaler Souveränität in Angriff genommen werden.

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Über den Autor

Kevin Kozuszek

Kevin Kozuszek

Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und den Entwicklerthemen zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.

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