Am Puls von Microsoft

Microsoft: Bericht über restriktiven Personalaufbau bei Windows, Office und Teams

Microsoft: Bericht über restriktiven Personalaufbau bei Windows, Office und Teams

Bei Microsoft werden in den Produktgruppen von Windows, Office und Teams offenbar die Zügel angezogen, was Neueinstellungen betrifft. Was sich mal wieder prima als schlechte Nachricht verkaufen lässt (die lesen wir ja grundsätzlich lieber als gute), ist bei näherer Betrachtung allerdings eher „Business as usual“.

Das Magazin Bloomberg berichtet, dass in den genannten Abteilungen jede Neueinstellung vom obersten Management unter Executive Vice President Rajesh Jha geprüft und genehmigt werden muss. Als Grund dafür wird genannt, dass es in diesen Bereichen in den letzten 1-2 Jahren einen starken Personalaufbau gab und man sicherstellen möchte, dass die richtigen Leute für die richtigen Jobs engagiert werden.

Hinzu kommt, dass sich das Finanzjahr bei Microsoft dem Ende entgegen neigt, es läuft am 30. Juni aus. Dies ist traditionell ein Zeitpunkt, zu dem Microsoft seine strategische Ausrichtung prüft und Prioritäten neu setzt, was in den meisten Fällen auch Verschiebungen beim Personal zur Folge hat.

Weil das Prinzip „schlechte Nachrichten verkaufen sich gut“ unverändert gilt, schaffen es meist nur potentiell negative Meldungen wie die obige in die Medien. Als sich Microsoft vor einigen Jahren komplett neu aufstellte, lasen wir auch immer nur von Entlassungen. Das hatte mich damals zu einem Artikel animiert, indem ich aufzeigte, dass die Belegschaft insgesamt wächst, was so gar nicht der offiziellen Wahrnehmung entsprach: Von der Öffentlichkeit unbemerkt: Die Microsoft-Belegschaft wächst rasant.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Microsoft weltweit 128.000 Mitarbeiter. Wie man auf der Homepage nachlesen kann, ist diese Zahl inzwischen auf 181.000 angewachsen. Umgerechnet hat Microsoft also in den letzten vier Jahren jeden Monat über 1.000 neue Leute eingestellt, über 10.000 offene Stellen sind derzeit ausgeschrieben.

Zurück zu den genannten Abteilungen: Teams ist in den letzten zwei Jahren regelrecht explodiert und es dürften in der entsprechenden Produktgruppe zahlreiche Brände zu löschen gewesen sein, da ist man vermutlich beim Personalaufbau nach dem Motto „viel hilft viel“ vorgegangen. Insofern ist es ein völlig normaler Vorgang, wenn das Management irgendwann wieder etwas genauer hinschaut.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Anzeige