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Microsoft besetzt zahlreiche Stellen mit Consumer-Fokus

Microsoft besetzt zahlreiche Stellen mit Consumer-Fokus

In dieser Woche wurde bekannt, dass Microsoft einen neuen Managerposten geschaffen hat, der sich hauptverantwortlich um die hauseigenen Consumer-Apps kümmern soll (siehe Bericht). Die interne Kommunikation dazu versprach eine Rückbesinnung auf die Zielgruppe, die – von der Xbox abgesehen – in den letzten Jahren so sehr vernachlässigt wurde.

Ein Mensch allein wird da nicht sehr weit kommen, darum habe ich mich durch das Online-Stellenangebot von Microsoft gewühlt, um zu sehen, wie groß das Stellenangebot im Consumer-Bereich ist. In der Tat bin ich fündig geworden, alleine in den letzten Wochen wurde eine dreistellige Anzahl von Stellen ausgeschrieben, die sich um Windows und Microsoft 365 für Consumer drehen, aber auch um Surface-Hardware oder Familien-Funktionen.

Die meisten davon sind „langweilig“, es handelt sich um normale Jobs in der Softwareentwicklung, im Marketing oder auch im administrativen Bereich wie beispielsweise Controlling. Die bloße Anzahl der Ausschreibungen legt allerdings nahe, dass die Belegschaft in diesem Bereich ordentlich aufgestockt wird.

Drei etwas interessantere Stellen habe ich mal rausgepickt:

Für Europa, genauer gesagt für den Raum EMEA, sucht Microsoft eine(n) „Category Manager“, dessen Aufgabe es unter anderem sein wird, das „Windows Consumer-Geschäft wieder auf Wachstumskurs zu bringen“. Es ist schwer einzuordnen, wo diese Stelle hierarchisch angesiedelt ist, weil bei Microsoft gefühlte zwei Drittel aller Stellen mit „Manager“, „Senior Leader“ oder sonstigen hochtrabenden Bezeichnungen betitelt sind. Es hat aber definitiv den Anschein, als ob da auch außerhalb von Redmond wieder etwas aufgebaut wird. Früher gab es in jeder regionalen Niederlassung eine verantwortliche Führungsposition mit der Verantwortung für Windows, spätestens mit dem Weggang von Terry Myerson aber wurde die Windows-Organisation quasi weltweit ausradiert.

Dass die Marke Windows nun wieder gestärkt werden soll, lässt sich an einer weiteren Ausschreibung festmachen. In Redmond sucht man eine(n) „Global Brand Manager“. Der/Die Auserwählte soll „eine der bekanntesten Marken auf diesem Planeten“ wieder auf Hochglanz bringen. Die Ausschreibung datiert von Anfang Juli und verspricht: „Das kommende Jahr stellt hierfür eine unglaubliche Chance dar“.

Der Aufbau und die Pflege einer Fan-Gemeinde steht ebenfalls auf dem Plan des kommenden Markenchefs. Auch da muss man kurz seufzen, denn das gab es bereits. Ich erinnere mich an „Inside Microsoft“, ein Fanprogramm speziell für die Enthusiasten im deutschsprachigen Raum, bei dessen Ausarbeitung ich seinerzeit sogar um meinen Rat gefragt wurde. In Berlin und München gab es zwei tolle Events, und dann war es auch schon wieder vorbei.

Microsoft Deutschland hat einen Job zu vergeben, bei dem der Ausbau des Consumer-Geschäfts mit den Surface-Geräten auf der Agenda steht. Das ist zwar nichts Neues, das gab es vorher auch schon, sofern es sich nicht um eine Nachbesetzung handelt, könnte das aber ein Indiz dafür sein, dass man seine Bemühungen in diesem Bereich intensiviert.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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