Microsoft bietet keine Hotfixes mehr zum Download an

Microsoft bietet keine Hotfixes mehr zum Download an

Über viele Jahre hinweg bot Microsoft für seine Produkte sogenannte Hotfixes zum Download an. Ein Hotfix adressierte stets ein ganz bestimmtes Problem oder einen spezifischen Fehler und diente dazu, eine schnelle Abhilfe bereit zu stellen. Manchmal handelte es sich dabei bereits um die Vorabversion eines Updates, oft aber waren es auch einfach nur programmierte Workarounds. Der Einsatz eines Hotfixes geschah stets auf eigenes Risiko.

Ruft man eine Seite auf, die bisher einen Hotfix-Download enthielt (zum Beispiel hier), erscheint jetzt nur noch ein Hinweis, dass dieser nicht mehr verfügbar ist, stattdessen wird empfohlen, die neueste Windows-Version zu nutzen und diese via Windows Update auf dem neuesten Stand zu halten.

Es könnte sein, dass dies schon länger so ist, es ist aber wohl jetzt erst aufgefallen (ich bin bei Günter Born drauf gestoßen). Ich werde beim Stichwort „Hotfix“ direkt ein wenig melancholisch. Wie langjährige Leser und Community-Mitglieder wissen, sind wir 2007 als „Dr. Vista“ gestartet. Damals gab es eine Menge zu fixen, und jeden Monat gab es mindestens ein Dutzend Hotfixes für die diversen Vista-Probleme. Mit den Infos darüber haben wir uns damals den ersten festen Leserstamm aufgebaut.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Unter Windows 7 Ultimate (32-bit) habe ich diese Hotfixes gerne genutzt.
    Ich habe sie mir heruntergeladen, entsprechend benannt und bei Bedarf eingesetzt.
    Schade, dass dies jetzt bei Windows 10 nicht mehr möglich ist.
    Fix It ist ein Flop. Wann hat das schon einmal für Abhilfe gesorgt? Sich durchs Netz zu wühlen ist der einzige Lösungsansatz.
    "Windows ist jetzt so gut, dass wir keine Hotfixes mehr brauchen: wir stoppen gleich die Auslieferung" :(

    "Ersetzt" ist in dem Fall das bessere Wort, denn diese Fix it-Lösungen wurden ja jetzt direkt in Windows 10 integriert - was der bessere Weg ist, denn welcher normale Heim-Nutzer käme denn auf die Idee, bei einem Problem die Microsoft-Supportdatenbank zu durchwühlen.
    KnSN
    Fix It ist ein Flop. Wann hat das schon einmal für Abhilfe gesorgt? Sich durchs Netz zu wühlen ist der einzige Lösungsansatz.

    Bis zur Zeit vor Windows 10 hätte ich dir Recht gegeben, inzwischen können diese Fixes aber in der Tat viele Standard-Konfigurationsprobleme identifizieren und auch beheben. Wunder können sie natürlich trotzdem nicht vollbringen, und wenn ein System richtig "krumm" ist, dann helfen sie natürlich nicht mehr.
    Manchmal führte eine falsche Reihenfolge des Einsatzes der Hotfixes zur Zerstörung des Systems.
    Nur die Update-Engine weiß, was wann zu tun ist und kann so etwas verhindern.
    Es gab aber auch ein paar Fix Its, die sich nicht mit Problemen beschäftigen, sondern einem bei spezielleren Dingen Konfigurationsarbeit abgenommen haben.
    Ein Beispiel ist die IPv6-Konfiguration. Es gab/gibt eine MS-Seite, wo an die 10 verschiedene IPv6-Konfigurationen beschrieben sind (Priorität v4/v6, v6/v4, Tunnelprotokolle (Teredo und co.) an/aus, usw.).
    Da gab es die Beschreibung wie man das manuell konfiguriert, aber auch jeweils ein "Fix It", mit dem man die gewünschte Config auf Knopfdruck einstellen konnte (sowie eines, das einen zurück zum Default führt).
    Ich gucke nachher mal nach, ob das auch nicht mehr da ist. Denn solche Sachen sind in Windows 10 nicht integriert. Selbstverständlich weiß ich, dass das für den Normalanwender keinerlei Relevanz hat.
    Aber zum einen ist die MS Knowledge Base eh nicht wirklich was für Privatanwender sondern für die etwas versierteren Nutzer und Experten gewesen. Und da wäre es schade, wenn solche Sachen ersatzlos gestrichen werden.
    Wahrscheinlich will man vermeiden, dass die Systeme verschiedene Stände aufweisen. Wenn auf verschiedenen Systeme unterschiedliche Hotfixes eingespielt sind, ist es schwierig mit weiteren Updates auf solche Systeme aufzusetzen.
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