Microsoft: Bill Gates gibt seinen Platz im Board of Directors auf

Microsoft: Bill Gates gibt seinen Platz im Board of Directors auf

Er ist zweifellos „Mr. Microsoft“: Kein anderer Name ist so fest mit dem Redmonder Konzern verbunden wie der von Bill Gates. Nun gibt er seinen letzten offiziellen Posten auf: Wie Microsoft heute mitteilt, wird Bill Gates aus dem „Board of Directors“ ausscheiden.

Bill Gates war Co-Gründer und erster CEO von Microsoft, diesen Posten hatte er bis ins Jahr 2000 inne, dann gab er den Vorsitz an Steve Ballmer ab. Dem Unternehmen blieb er allerdings in verschiedenen Funktionen verbunden. Im Jahr 2008 hatte er sich weitgehend aus dem Tagesgeschäft zurück gezogen, um mehr Zeit für die mit seiner Frau Melinda gemeinsam gegründete Stiftung zu haben.

Gesundheit, Bildung, Klima – das sind die Themen, für die Bill Gates künftig seine ganze Kraft aufbringen möchte. Für Microsoft bleibt da keine Zeit mehr. Dem aktuellen CEO Satya Nadella wird er aber weiterhin als technischer Berater zur Seite stehen. Der sagt:

„Es war mir eine große Ehre und ein Privileg, über die Jahre mit Bill zusammengearbeitet und von ihm gelernt zu haben. Bill gründete unser Unternehmen mit dem Glauben an die demokratisierende Kraft von Software und der Leidenschaft, die drängendsten Herausforderungen der Gesellschaft zu lösen. Microsoft und die Welt wurden durch ihn zu einem besseren Ort. Der Vorstand hat von Bills Führung und Vision profitiert. Microsoft wird auch weiterhin von Bills anhaltender technischer Leidenschaft und seinem Rat profitieren, um unsere Produkte und Dienstleistungen besser zu machen. Ich bin dankbar für Bills Freundschaft und freue mich darauf, weiterhin mit ihm zusammenzuarbeiten, um unsere Mission zu verwirklichen, jeden Menschen und jede Organisation auf dem Planeten zu befähigen, mehr zu erreichen“.

Quelle: Microsoft

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Na toll. Dann hat der jetzige CEO endgültig freie Hand alles was für Konsumenten interessant sein könnte komplett vor die Wand zu fahren.
    Ist die Xbox-Sparte eigentlich „too big to fail“ oder warum hat er es damit noch nicht versucht?!
    @WindowsPhoenix: Genau mein Gedanke. Hoffentlich fährt Nadella jetzt nicht alles gegen die Wand.
    Also spontan fällt mir jetzt nichts ein, was Nadella gegen die Wand fährt. Ich denke was besseres hätte MS nicht passieren können. Bin aber gespannt ob er in ein paar Jahren, wenn die Cloud vielleicht nicht mehr die Cashcow ist, rechtzeitig neue Ertragsfelder erschließen kann.
    @Held vom Feld: Unter 'Nadella wurden so einige größere oder kleiner Dinge gegen die Wand gefahren. Der größte Schwergewicht war wohl Windows Mobile. Microsoft hatte zum damaligen Zeitpunkt das einzige System welche, bezogen auf UWP-Apps, auf jedem Device lief. Leider haben sie nichts draus gemacht. Windows Mobile wurde eingestellt. Oder Kleinigkeiten wie die Musikerkennung unter Cortana. Sicherlich nichts Großes, aber ab zu zu habe ich das benutzt. Und jetzt ist Cortana selbst auf der Abschussliste. Es sind auch die kleineren Dinge die ein System "rund" machen. Für mich gehört eine Sprachassistentin genauso zu einem modernen Betriebssystem wie z.B. der Browser. Gefühlt erhält Windows immer wieder kleinen Stiche welche das System ganz langsam unattraktiv macht. Natürlich ist man bei W10 von unattraktiv noch meilenweit entfernt. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass der Kurs einfach nicht ganz stimmt. Bin mal gespannt auf W10X. Vielleicht fahren die das nicht gegen die Wand. Da habe ich aber wenig Hoffnung.
    Windows Phone wurde aber nicht erst unter Nadella verkackt, sondern schon unter Ballmer. Wieso sollte ein Unternehmen wie Microsoft ein System Supporten was selbst zur seiner besten Zeit max. 10% Marktanteil hatte. Das selbe gilt auch für Cortana, die nicht einmal zu ihrer besten Zeit irgend einen großen Marktanteil hatte. Die wurde ja von vielen Nutzern auch eher als nervend Wahrgenommen und ich zumindest finde, dass Sprachassistenten zwar vielleicht ein nettes Feature sind. Aber halt nicht auf ein Desktop-OS gehören. Desweiteren ist halt faktisch auch so, dass Google in letzter Zeit sehr viele Sachen gegen die Wand fährt... :D
    Das ist heute das Problem, dass man alles am Marktanteil und am kommerziellen Erfolg festmacht. Max. 10% Marktanteil für Windows Mobile waren ja wohl gar nicht so schlecht. Zwar steht Apple mit den iPhones besser da, im Vergleich zu Android sind die aber auch eine kleine Nummer. Davon das iPhones eingestellt werden habe ich aber noch nichts gehört. Das Microsoft sich ausgerechnet aus einem expandieren Zukunftsmarkt zurückgezogen hat und auf einen schrumpfenden Markt von Notebooks und Desktopcomputern setzt ist zumindest kurzsichtig.
    Auch bei Windows 10 setzt man die Fehler fort. Selbstverständlich ist ein Sprachassistent für Windows wichtig. Es wird ja wohl niemand glauben, dass man so ein System in 10 Jahren immer noch nur mit Tastatur und Maus bedient. W10 zieht sich immer mehr in eine Nische zurück. Das wird noch einige Jahre gut gehen und dann irgendwann kippen. Da kann man sicher sein. Ich z.B. bin zumindest durch die Microsoft-Politik gezwungen worden von einem Lumia 950XL auf ein Android-Smartphone umzusteigen. Bei der Gelegenheit habe ich auch mein Surface 3-Tablet durch ein Android-Tablet ersetzt. Wenn Google das Chrome-Betriebssystem weiterentwickelt bin ich vielleicht irgendwann bei Chrome und so wird es sicherlich nicht nur mir gehen.
    Noch ein Beispiel aus einer ganz anderen Ecke: Hier wo ich wohne gibt es eine Karstadt-Filiale. Früher hatte die eine Abteilung mit Blu-Ray- und DVD-Filmen. Für mich war das der Grund bei Karstadt vorbeizuschauen. Auch wenn ich dort nur selten irgendwelche Filme gekauft habe, so war das doch ein Grund zu Karstadt zu gehen und auch andere Dinge dort zu kaufen. Die Abteilung gibt es nicht mehr und für mich keinen Grund mehr die Karstadt-Filiale zu betreten. Man kann halt nicht alles in Marktanteilen und Dollars berechnen. Es gibt durchaus noch weitere Kriterien.
    WindowsPhoenix
    Ist die Xbox-Sparte eigentlich „too big to fail“ oder warum hat er es damit noch nicht versucht?!

    Die Zukunft des Gaming liegt in der Cloud. Wäre dem nicht so, wäre die Xbox-Sparte schon längst Geschichte.
    Es ist auch gar nicht so wichtig, ob die Gamer das so wollen oder nicht. Nicht nur Microsoft, die ganze Branche hat für sich entschieden, dass sie das will, darum wird das auf jeden Fall durchgesetzt werden.
    Die einzigen, die hier gerade richtig was gegen die Wand fahren ist unsere nationale Politik und Großwirtschaft - Luftfahrtindustrie, Automobilindustrie und vor allem die digitale Infrastruktur!
    Bald werden WIR wieder das das Armenhaus Europas sein...
    :eek:
    @Martin: Ich meine mich zu erinnern, dass du hier mal geschrieben hattest, dass du dir nicht vorstellen könntest, dass das Spielestreaming das native Gaming in absehbarer Zeit ablösen könnte. Woher der Sinneswandel?
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