Microsoft dokumentiert Fortschritte bei Performance und Ressourcenverbrauch von Microsoft Edge

Microsoft dokumentiert Fortschritte bei Performance und Ressourcenverbrauch von Microsoft Edge

Mit der Neuentwicklung von Microsoft Edge auf Basis der Chromium-Plattform hat Microsoft nun einen Browser, der in jeder Hinsicht wettbewerbsfähig ist. Der alte Edge hatte seine Freunde, aber auch seine Probleme, beispielsweise bei der Kompatibilität. Das ist mit dem neuen Edge nun Geschichte, allerdings hat Microsoft mit der Chromium-Plattform auch neue Probleme „geerbt“: Chromium Browser gelten als gefräßig, was CPU-Last und Speicherbedarf betrifft. Genau daran arbeitet man bei Microsoft intensiv, in einem aktuellen Blogpost feiert man sich so ein bisschen selbst und dokumentiert die Fortschritte, die bislang erzielt wurden.

Der Speicherplatz, den Microsoft Edge auf der Festplatte belegt, wurde innerhalb der letzten 12 Monate halbiert, heißt es beispielsweise. Auch bei der Reduzierung der CPU-Last und des RAM-Bedarfs habe man große Fortschritte erzielt: Bis zu 27 Prozent weniger Arbeitsspeicher benötigt Microsoft Edge in Verbindung mit dem Windows 10 Mai Update. Die Performance hat man ebenfalls im Fokus: Allein zwischen Edge 81 und Edge 83 wurde mit dem Browser-Benchmark Speedometer 2.0 eine Verbesserung um 13% gemessen. Dazu kommen noch die Verbesserungen beim Scrollen, die Microsoft in die Chromium-Plattform eingebracht hat und die dazu führen, dass sich der Bildlauf sanfter anfühlt und die gefühlte Performance dadurch ebenfalls zunimmt.

„Wir fangen gerade erst an“ heißt es am Ende, was ein geradezu typischer Schlusssatz ist, wenn über die Weiterentwicklung von Software gesprochen wird. Tatsächlich sind aber bereits neue Verbesserungen in Arbeit, wie beispielsweise die „Sleeping Tabs“. Der Ressourcenverbrauch nicht aktiver Browser-Tabs soll damit nochmals erheblich gesenkt werden – bis zu 26% weniger RAM und 29% weniger CPU-Last sollen dadurch entstehen. Die Technologie steckt in der Chromium-Plattform selbst und nennt sich „Freezing“.

Überhaupt wirken sich so gut wie alle Verbesserungen, die Microsoft vorantreibt, auf die Chromium-Plattform und damit auch auf Google Chrome und alle anderen Chromium-Browser aus. Das macht es für Microsoft zwar schwer, sich abzuheben, gleichzeitig sorgen sie aber trotz geringer eigener Marktanteile dafür, dass die meisten Internetnutzer einen besseren Browser bekommen. Das ist ja auch eine Art von Erfolg.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!
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