Microsoft Edge 84 ist da und bringt Neues bei PDFs, Sammlungen und Sicherheit

Microsoft Edge 84 ist da und bringt Neues bei PDFs, Sammlungen und Sicherheit

In Version 84 bringt der nun nicht mehr ganz so „neue“ Microsoft Edge wieder zahlreiche Verbesserungen. Es ist nicht das ganz große Update wie bei der letzten Version, dennoch gibt es wieder viele neue Dinge zu entdecken. Alle wichtigen Änderungen sind nachfolgend thematisch zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen und natürlich beim Austesten der neuen Funktionen.

PDF

PDF-Dateien können nun vorgelesen werden.

Das Annotieren von PDF-Dateien kann jetzt mit der ESC-Taste auf der Tastatur beendet werden. Außerdem kann jetzt die Farbe Rot zum Hervorheben von Text verwendet werden.

Beim Speichern von annotierten PDF-Dateien kann man die Originaldatei nun ersetzen, bislang musste man eine Kopie speichern.

Barrierefreiheit

Der immersive Reader wurde um eine Übersetzungsfunktion ergänzt. Von einer Funktion für die Barrierefreiheit entwickelt er sich immer mehr zu einer Pro-Version des Lesemodus, irgendwann werden diese beiden Funktionen vielleicht zusammengeführt.

Tastenkürzel: Alt+Shift+R öffnet die Optionen innerhalb des immersiven Readers.

Sammlungen

Text, den man aus einer Webseite kopiert hat, enthält jetzt eine Referenz zur Quelle.

Notizen können jetzt nicht mehr nur „lose“ zu einer Sammlung hinzugefügt werden, stattdessen ist es möglich, eine Notiz einem spezifischen Element in der Sammlung zuzuweisen. Das schafft mehr Ordnung und Übersichtlichkeit.

Die Hintergrundfarbe von Notizen lässt sich anpassen.

Sicherheit

Microsoft Edge warnt nun vor dem Download potenziell schädlicher Dateien, die zwar nicht ausführbar sind, aber dennoch für böswillige Zwecke missbraucht werden können. Dazu gehören beispielsweise DLL-Dateien.

Der Schutz vor „potentiell unerwünschter Software“ wurde erweitert. Damit sind Programme gemeint, die einen falschen Nutzen vorgaukeln oder als unerwünschte Zugabe zusammen mit anderer Software in Installationspaketen versteckt werden. Der SmartScreen Schutz, der auch in Microsoft Edge steckt, erkennt und blockiert solche Software nun auch in Downloads, die als „ClickOnce“ oder „DirectInvoke“ bereitgestellt werden. Das sind dokumentierte Funktionen, die im Grunde dazu gedacht sind, Download und Installation von Programmen komfortabler zu gestalten, indem die Downloads direkt ausgeführt werden. Technische Details dazu kann man auf dieser Seite nachlesen.

Detailverbesserungen gab es beim Menü für die Zertifikatsauswahl und bei den Webseiten-Berechtigungen, die nun auch den Zugriff auf serielle Ports verwalten können.

Die angezeigte Warnung, wenn Edge mit Administratorrechten gestartet wird, lässt sich nun dauerhaft unterdrücken.

Das Editieren von hinterlegten Zahlungsinformationen wie Kreditkarten wird mit einer zusätzlichen Sicherheitsabfrage abgesichert.

Die Windows Information Protection unterstützt jetzt auch die Teilen-Funktion.

Weitere Neuerungen

  • „Shy UI“: Wenn man im Vollbild-Modus die Maus an den oberen Fensterrand bewegt, werden Tab- und Adressleiste sichtbar.
  • Automatischer Profilwechsel: Die Funktion, die dem Nutzer von Edge einen Wechsel vom privaten zum geschäftlichen Profil empfiehlt, wenn ein geschäftlicher Link angeklickt wird, funktioniert nun auch umgekehrt, kann also auch den Wechsel vom geschäftlichen zum persönlichen Profil vorschlagen.
  • Benachrichtigungen: Unter edge://settings/content/notifications findet man jetzt eine Einstellung für „Ruhige Benachrichtigungsanforderungen“. Damit ist gemeint, dass Berechtigungsanfragen von Webseiten nicht mehr einfach ins Bild poppen, sondern stattdessen ein Hinweis in der Adressleiste angezeigt wird.
  • Wenn man die Übertragung auf via Chromecast starten möchte, das Casting aber in den Einstellungen deaktiviert ist, erscheint automatisch ein Dialog, um es einzuschalten.
  • Neues für Mac-User: Die Taste F6 zum Fokuswechsel wird jetzt unterstützt.
  • In der Lesezeichen-Verwaltung und im Browserverlauf können einzelne Einträge nun über eine Checkbox markiert werden.
  • Es wurden neue Sprachen zur Vorlesefunktion hinzugefügt.

Es gibt außerdem wieder diverse neue Gruppenrichtlinien, die man in den offiziellen Release Notes nachlesen kann. In diesem Zusammenhang sei auch auf die frisch veröffentlichte Security Baseline für Microsoft Edge 84 verwiesen.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Als Abonnent von Sky Ticket nervt mich bei der Benutzung von Chromium-Edge, dass bei jedem Start eines Streams die Meldung aufpoppt, dass die Webseite versucht ein Programm zu öffnen. Im alten Edge konnte man das über den Umweg in die Einstellungen des Internet-Explorers unterdrücken, aber für den neuen hab ich noch keinen Schalter gefunden. Und so gilt: Firefox rules.
    PDF hin oder her, immer wieder kehre ich zu Adobe zurück aber fürs kurze lesen im Internet sind die Browser internen ausreichend.
    Die sollten lieber mal endlich die Synchronisation von Verlauf und offenen Tabs bereitstellen. Edge Chromium gibt es nun schon seit 7 Monaten, und das ist immer noch nicht funktionsfähig; einfach lächerlich, diese Bude
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